Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 24.09.2016, 08:30h           9      Teilen:   |

Klares Signal

England: Fußball-Profi wegen homofeindlicher Tweets für vier Spiele gesperrt

Artikelbild
Andre Gray wurden vier Jahre alte Tweets zum Verhängnis (Bild: Burnley FC)

Der englische Fußballverband greift inzwischen hart gegen Homophobie durch – auch rückwirkend.

Die englische Football Association hat den Premier-League-Fußballer Andre Gray vom Aufsteiger FC Burnley u.a. wegen schwulenfeindlicher Tweets für vier Spiele gesperrt und zu einer Strafe in Höhe von umgerechnet rund 28.800 Euro verdonnert. Das gab die Entsprechung des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag bekannt.

Der Stürmer, der in der vergangenen Saison 25 Tore erzielte, war in Englands zweiter Liga zum Spieler des Jahres gewählt worden. In der ersten Liga verpasst er nun wichtige Spiele u.a. gegen Liverpool und Everton. Das Besondere an dem Fall ist, dass die umstrittenen Tweets aus dem Jahr 2012 stammen – aus einer Zeit, als der heute 25-Jährige als Amateur in der sechsten Liga bei Hinckley United spielte.

In einem Twitter-Eintrag hatte er damals geschrieben: "Is it me or are there gays everywhere? #Burn #Die #MakesMeSick" (in etwa: "Meine nur ich das, oder sind die Schwulen überall? #Brennt #Stirbt #Kotzt mich an"). In einem anderen Tweet machte er sich über den Tod von Whitney Houston lustig oder beschwerte sich über einen durch einen Suizid verursachten Verkehrsstau ("#nosympathy"). Insgesamt ging es um sechs Tweets, auf die die Öffentlichkeit erst nach Beginn seiner Profi-Karriere aufmerksam wurde. Der Spieler hatte sie nicht gelöscht.

Fortsetzung nach Anzeige


Homophobie zählte strafverschärfend

Die FA wertete die Tweets als Verstöße gegen eine Regel, die Äußerungen untersagt, die beleidigend, einschüchternd oder sonstwie unangebracht sind oder das Spiel in Verruf bringen. Auch kam eine weitere Regelung zum Einsatz, wonach entsprechende Verstöße aufgrund von sexueller Orientierung, Geschlecht, Hautfarbe oder Rasse der Angegriffenen verschärft bestraft werden.

Der Fußballer hatte sich in drei Fällen schuldig bekannt, in dreien nicht, die Bestrafung aber akzeptiert. Er muss auch eine spezielle Schulung durchlaufen. Gray hatte sich schon bei Bekanntwerden der Tweets entschuldigt, diese gelöscht und betont, nicht homophob zu sein.

"Ich bedaure viele Dinge, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, und ich habe einige große Fehler gemacht, von denen keine so schlimm waren wie diese Tweets. Ich möchte betonen, dass ich sehr hart daran gearbeitet habe, mein Leben seitdem komplett umzugestalten", so Gray im August.

Der Spieler werde sich verbessern, als Person und als Vorbild, ließ auch sein Club am Freitag verlauten. (nb)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 9 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 389       7       4     
Service: | pdf | mailen
Tags: england, fußball, twitter, homophobie, volksverhetzung
Schwerpunkte:
 Fußball
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "England: Fußball-Profi wegen homofeindlicher Tweets für vier Spiele gesperrt"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
24.09.2016
10:20:38


(+5, 5 Votes)

Von Robin


Richtig so!

Leute die dermaßen vom Hass zerfressen sind, dass sie sich so menschenverachtend äußern, sind Fakten und Argumenten nicht mehr zugänglich.

Die verstehen nur solche Maßnahmen. Am besten hätte man den für eine ganze Saison gesperrt und noch eine saftige Geldstrafe aufgebrummt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
24.09.2016
10:45:16
Via Handy


(-7, 11 Votes)

Von COntra
Antwort zu Kommentar #1 von Robin


Na - na,
mal etwas Mäßigung. Sonst könnte man auf die Idee kommen, der Hass kommt nicht nur von den Homophoben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
24.09.2016
14:31:43


(+7, 7 Votes)

Von paolo


Ein gutes beispiel wie homophobe doch TATSÄCHLICH umerzogen werden können.All diese gefasel von diskutieren und reden und liebe gewinnt immer ist zwar ok aber wird nicht den durchbruch bringen.
Es ist absolutes MENSCHENRECHT homosexuell zu lieben und zu leben und niemand darf deswegen in furcht und demütigung leben.
Verstösse gegen menschenrechte müssen dann auch gesetzlich geahndet werden.
Erst wenn die Täter bei straftat FÜRCHTEN müssen verfolgt zu werden und als kriminell zu gelten werden sie es auch unterlassen.
Und das bewusstsein wird sich der neuen gesellschaftordnung anpassen.
Dies gilt auch für hassefüllte kommentare von afd politikern oder den HASSGRUPPEN von demo für alle usw.
All dies sind soziale terrorgruppen die im grunde genommen STRAFTÄTER sind.
Und nicht zuletzt die kirche die all dies anstachelt.
Es gibt kein recht auf ausgrenzung und hass oder wie die es nennen RELIGIONS FREIHEIT.
Niemand MUSS gleichgeschlechtlich lieben und wenn jemand christ sein will steht es im frei nach seiner religion zu leben aber es anderen aufzwingen zu wollen ist TERROR!!
Und gehört bestraft zu werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
24.09.2016
15:03:02


(+6, 6 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Homophobie oder besser Homohass ist nötigende Gewalt und muß hart bestraft werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
24.09.2016
16:03:20


(0, 2 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von paolo


Umerzogen... naja schon möglich...

Wenn der Verein professionell arbeitet hat man die Sache sofort durchleuchtet, an Rechts- und PR Abteilung gegeben und dann eben entsprechend gehandelt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
24.09.2016
16:05:57
Via Handy


(-5, 7 Votes)

Von Poronkusi
Antwort zu Kommentar #3 von paolo


Umerziehung hat noch nie funktioniert, aber das Beispiel zeigt, dass man Menschen zur Einsicht bewegen kann.
Habe fast das Gefühl einige hier wären erst zufrieden wenn ihm der Kopf für die Tweets vom Rumpf getrennt würde.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
24.09.2016
21:42:52


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User entartet


Welch ein Unterschied zu den deutschen Bundesligen. Da werden potentiell homosexuelle Spieler davor gewarnt, sich zu outen. Von Verbandsoberen und Trainern. Weil sie dann für nichts garantieren könnten. Und geben damit den homophoben Fanblocks recht, für die Homosexualität und Fußball unvereinbar sind. Könnte man auch offizielle Förderung von Hass gegen Minderheiten bezeichnen. Aber Fußball ist ja hierzulande eine heilige Kuh. Wahrscheinlich fühlt sich die homophobe Raute aus der Uckermark deshalb dort in den Umkleideräumen so wohl. Kein widernatürliches Gesocks, dass ihr Bauchdrücken verursacht. Wenn sie sich da nur mal nicht irrt. Wie peinlich, wenn sich einer, mit dem sie sich mit nacktem Oberkörper ablichten lässt, hinterher als perverse Schwuchtel herausstellt. Hätte man vermeiden können, wenn man die Leute ermutigen würde, zur ihrer Identität zu stehen. Aber Deutschland ist eben nicht England oder Irland.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
25.09.2016
03:10:56
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von omamamo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von paolo


""Erst wenn die Täter bei straftat FÜRCHTEN müssen verfolgt zu werden und als kriminell zu gelten werden sie es auch unterlassen.""

... so müßte es sein! Besonders im puplikumswirksamen Sport sollte den hochbezahlten "Ball-Tretern" klar gemacht werden, welche Vorbild-Funktion sie haben. Wer dieser nicht genügt, verliert seine Stellung. Dafür braucht es einen SCHWULEN Sport-FUNKTIONÄR der dies einfordert und im eigenen Verein durchsetzt. Der schwule Spieler nützt uns nichts.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
25.09.2016
03:17:22
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von omamamo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Poronkusi


Köpfe schneiden - nein! Tote haben kein Einsehen, höchstens abschreckende Wirkung. Davon brauchen wir allerdings mehr, denn die Gegenseite arbeitet mit der selben Methode.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 BOULEVARD - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Hedwig von Beverfoerde tritt aus CDU aus Sachsen: Alle außer AfD begrüßen Sexualkunde-Leitlinien IS soll mutmaßlichen Schwulen in Syrien exekutiert haben Parteitag in Essen: CDU gibt sich homofreundlich
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt