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  • 24.09.2016, 10:02h           8      Teilen:   |

Besuch zum Tag der Akzeptanz

Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald

Artikelbild
Bettina Böttinger moderiert seit über zehn Jahren die WDR-Talkshow "Kölner Treff" (Bild: WDR / Encanto / Grande)

Die lesbische Moderatorin nahm eine Einladung des Oberbürgermeisters an. Vor drei Wochen hatte die Kölnerin erklärt, sie möchte nicht mit ihrer Frau Hand in Hand durch die ostdeutsche Stadt laufen.

Über ein halbes Jahr Zeit hat Bettina Böttinger, sich auf diese Reise von Köln nach Mecklenburg-Vorpommern vorzubereiten: Am 3. Juni 2017 will die lesbische Moderatorin zum Tag der Akzeptanz nach Greifswald fahren – um damit eine vielfach kritisierte Äußerung in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" wiedergutzumachen.

Am 1. September hatte Böttinger in der Talkshow aus heiterem Himmel behauptet, dass die Universitäts- und Hansestadt Greifswald für Lesben und Schwule nicht sicher sei (queer.de berichtete). Angesprochen auf das homofreundliche Klima in Deutschland, meinte die 60-Jährige: "Aber ich stell mir mal vor, so'n ganz normaler Arbeitsplatz, irgendwo inner Kleinstadt oder in der ländlichen Bevölkerung. Das ist ein Riesending, wenn da irgendjemand sagt, so ich hab jetzt übrigens als Frau 'ne Frau geheiratet."

In ihrer Heimatstadt Köln sei es besser, so Böttinger, die sich im Juli verpartnert hatte. "Da ist es, glaub ich, einfach liberaler und selbstverständlicher. Aber in andern Städten? Ich möchte auch nicht mit meiner Frau Hand in Hand durch Greifswald rennen. Tut mir furchtbar leid. Möcht' ich nicht. Ich glaube, da sind andere Ressentiments als in großen liberalen Städten. […] Ich möchte ankommen heil."

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Oberbürgermeister telefonierte mit Böttinger

Greifswalds grüner Oberbürgermeister Stefan Fassbinder hatte die Moderatorin daraufhin zusammen mit ihrer Lebenspartnerin nach Greifswald eingeladen: "Ich möchte Ihnen zeigen, dass Greifswald eine liberale und weltoffene Stadt ist", hieß es in einer Pressemitteilung der Stadt.

In einem Telefonat soll Fassbinder die lesbische Journalistin von dem Besuch überzeugt haben, berichtete die "Ostsee-Zeitung" am Freitag. "In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal auf einem Wagen beim Kölner Christopher Street Day teilgenommen, 2017 bin ich in Greifswald – das macht doch eine gute Achse aus!", wird Böttinger von dem Blatt zitiert. Solche Events könne es nicht genug geben, "in den neuen Bundesländern genauso wie in den alten".

Entschuldigen wollte sich Bettina Böttinger für ihre Äußerung allerdings nicht: "Ich möchte betonen, dass ich niemanden persönlich angegriffen habe."


In der regionalen Presse schlug Böttingers Äußerung hohe Wellen


Das Aktionsbündnis queer in Greifswald, das den Akzeptanztag seit 2012 organisiert, begrüßte die Ankündigung der Moderatorin. "Wie freuen uns sehr, dass Frau Böttinger zum Tag der Akzeptanz 2017 nach Greifswald kommt. Wir wünschen ihr viel Spaß in Greifswald und freuen uns auf nette Gespräche mit ihr", heißt es in einem Facebook-Post vom Freitagabend.

Aktionsbündnis-Sprecher Sebastian Damm hofft zudem, dass sie über das Wochenende bleiben werde. "Dann können wir ihr Greifswalds schönste Ecken zeigen." (cw)

 Extra-Umfrage
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Tags: greifswald, bettina böttinger, tag der akzeptanz
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Reaktionen zu "Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
24.09.2016
15:20:00
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von markusbln11


Mein vorschlag: noch ein wochenende in bautzen dranhängen. Doppelpack hält besser und mvp ist nicht sachsen.

Neuer ort, neue eindrücke!


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#2
24.09.2016
20:49:20


(+5, 7 Votes)

Von andre


Die Umfrage ist WOW. Das würde ich nicht mal in Berlin.


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#3
25.09.2016
16:21:49


(-3, 5 Votes)

Von KathiGr
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Ich möchte betonen, dass ich niemanden persönlich angegriffen habe."

-> Ja ne, is klar. Der gesamten Bevölkerung einer Stadt Homophobie zu unterstellen ist natürlich kein persönlicher Angriff. Jeder NORMALE Mensch fühlt sich persönlich angegriffen, wenn man ihn als homophob beschimpft. Homophobie ist etwas Schlechtes und jemanden als homophob zu bezeichnen ist demzufolge eine Beleidigung.

Wie wär's denn, wenn ein ECHTER Homophober sagen würde: "Gleichgeschlechtliche Paare sollen nicht heiraten dürfen. Aber, Frau Böttinger, nehmen Sie's bitte nicht persönlich..."

Ich konnte diese Böttinger noch nie leiden. Mit ihrer Aussage hat sie meinen Eindruck von ihr nur bestätigt.


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#4
25.09.2016
16:27:06


(-3, 5 Votes)

Von KathiGr
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Bei Frau Böttinger kommen zwei Dinge zusammen: die Arroganz des Wessis und die Arroganz des Großstädters. Beide Gruppen halten sich für etwas Besseres.


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#5
25.09.2016
20:17:06


(+3, 3 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #3 von KathiGr


""-> Ja ne, is klar. Der gesamten Bevölkerung einer Stadt Homophobie zu unterstellen ist natürlich kein persönlicher Angriff.""..

Das homophobe Klima einer Stadt, das Ausländerfeindliche Klima einer Stadt, das Antisemitische Klima einer Stadt zu beschreiben, beschreibt nicht "die Bevölkerung" einer Stadt, sondern einen Teil der Bevölkerung..

Es beschreibt dann allerdings auch die Untätigkeit der restlichen Bevölkerung, die Homo-Hasser, Rassisten, Antisemiten, Ausländerfeindlichen im Griff zu behalten..

""Wie wär's denn, wenn ein ECHTER Homophober sagen würde: "Gleichgeschlechtliche Paare sollen nicht heiraten dürfen. Aber, Frau Böttinger, nehmen Sie's bitte nicht persönlich..." ""..

Wie wäre es wenn Du zur Kenntnis nehmen würdest, daß das längst so ist ?
Dazu muß man nicht einmal Frau Böttinger persönlich ansprechen, dazu genügen auch die Äußerungen die der Community aus den Reihen der "AFD" und der UNION entgegengebracht werden..

Zumal Deine persönlichen Eindrücke, die sich daraus ableiten eine Frau "eh nie leiden gemocht" zu haben, damit recht wenig zu tun haben dürften..

""Bei Frau Böttinger kommen zwei Dinge zusammen: die Arroganz des Wessis und die Arroganz des Großstädters. Beide Gruppen halten sich für etwas Besseres.""..

Kuck an..
Das "understatement" einer Frau die sich als nicht in einer Großstadt Lebende, und offensichtlich ja auch nicht im Westen Lebende, allein durch die Anwesenheit einer "Wessie und Großstädterin" zurückgesetzt fühlt, weil allein die Tatsache in einer Großstadt zu leben, ja auch so unglaublich "arrogant" macht ?

Wie viele Vorurteile willst Du hier eigentlich noch vorbringen ?


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#6
25.09.2016
23:18:24


(+5, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von KathiGr


Und übrigens..

Du begehst hier die gleiche pauschale "Verunglimpfung" einer Bevölkerung, die Du kurz zuvor noch Frau Böttinger vorgeworfen hast..

Aber sind ja nur "Wessies", sind ja nur "Großstädter"..
Da darf Frau das dann wohl ?


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#7
26.09.2016
00:23:31


(+1, 3 Votes)

Von Lovestern
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 29.07.2014
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


Ja, nur ist Greifswald weder homophob noch ausländerfeindlich. Auch nicht in Teilen. Zur PEGIDA-ähnlichen Demo kamen etwa nur unter 100 Leutchen zusammen, ein ziemlich lächerlicher Haufen.

Greifswalds GRÜNER Oberbürgermeister... da sollte es ja wohl schon bei Jedem Klick machen, was für eine Stadt das denn wohl sein könnte...

Insofern: Doch, ja, es spricht die Arroganz von Wessis, die sich noch immer für was Besseres halten. Sind sie aber nicht.

Ich meine, mich zu erinnern, dass in dem winzigen Greifswald mehr und bedeutendere Forschungsinstitute ansässig sind als in Köln.


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#8
26.09.2016
00:52:09


(+3, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Lovestern


""Ja, nur ist Greifswald weder homophob noch ausländerfeindlich. Auch nicht in Teilen. Zur PEGIDA-ähnlichen Demo kamen etwa nur unter 100 Leutchen zusammen, ein ziemlich lächerlicher Haufen.""..

Das mag ja sein..
Ändert aber doch nicht daran, daß Frau Böttinger die Stadt exemplarisch genannt hat, um einen Unterschied zwischen Köln, Berlin und Hamburg, und einer "Kleinstad-Idylle" sprachbildlich zu verdeutlichen..
Dazu hätte sie auch Oberammergau oder Münster nennen können..

Ob ihre Einschätzung etwas mit den realen Verhältnissen zu tun hat, ist hier eigentlich nicht die Frage, sondern die Tatsache das immer noch Jahr für Jahr Hunderte LGBTTIQ* aus kleineren Ortschaften in die Metropolen EMIGRIEREN, weil sie dort leben können, was sie in ihren Herkunfts-Orten nicht leben können..

So in etwa habe ich jedenfalls ihre Aussage verstanden..

""Greifswalds GRÜNER Oberbürgermeister... da sollte es ja wohl schon bei Jedem Klick machen, was für eine Stadt das denn wohl sein könnte...""..

Äh ?
Auch Stuttgart hat einen Grünen Oberbürgermeister, und trotzdem marschiert die Demo der "besorgten Eltern" dort munter über öffentliche Plätze und verteilt homophoben Mist gegen uns..

Und dann Boris Palmer..

Ein Grüner Oberbürgermeister ist doch nicht automatisch ein Garant für die "Liberalität" der Bevölkerung..
Und damit auch nicht für eine Offenheit im Umgang mit Minderheiten wie uns LGBTTIQ*..

Dessen sollten wir Gewahr sein..

Natürlich muß das dann vielleicht falsche Bild der Stadt in der Öffentlichkeit gerade gerückt werden, und die Einladung, und dann vor allem die Berichte werden das auch tun..
Da besteht immer noch kein Grund zu gehässigen Formulierungen á la "Wessie und Ossi", oder dem Statement, ein Großstädter sei per se schon irgendwie arrogant..

Das ist am Ende dann auch die gleiche Schiene die zunächst von Frau Böttinger pauschal gegen Greifswald angewandt wurde, und sicher nicht besser wird, wenn man sie jetzt gegen sie anwendet..

Am Ende messe ich für mich die Lebensqualität einer Stadt dann auch nicht an der Existenz einer Uni, oder irgendwelcher Institute..
Für mich muß eine Stadt z.B. eine Straßenbahn haben..
Und da kämen dann eine ganze Reihe von Städten als Lebensmittelpunkt in Frage..


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