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Immer wieder unerträgliche Hetze: Für Björn Höcke, Landes- und Fraktionsvorsitzender der AfD in Thüringen, gehört Homophobie und Transphobie zum Markenkern seiner Partei (Bild: Metropolico.org / flickr)

Die AfD in Thüringen und Sachsen-Anhalt verschärft ihre Hetze gegen Schulaufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Der Kampfbegriff der angeblichen "Frühsexualisierung" reicht der AfD in ihrer Ablehnung einer Schulaufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt schon nicht mehr aus. Bei einem "Bürgerdialog" im thüringischen Heuthen gab der Landes- und Fraktionsvorsitzende Björn Höcke am Freitag einen Vorgeschmack auf die nächste Stufe der schon in der Vergangenheit schwer erträglichen AfD-Hetze gegen eine Erziehung zur Akzeptanz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen.

"Das kann doch kein Erziehungsziel einer Schule sein, die Kinder dazu zu zwingen, diese sexuelle Andersartigkeit, die in vielen Fällen sexuelle Perversität bedeutet, nicht nur zu tolerieren, sondern positiv zu finden", kommentierte Höcke unter großem Beifall die neuen hessischen Richtlinien zur Sexualerziehung (Video der Rede, ab ca. 22:40).

"Ideologische Experimente an unseren Kindern"

Diese "ideologischen Experimente an unseren Kindern" müssten sofort gestoppt werden, meinte Höcke auch im Hinblick auf ähnliche Richtlinien und Vorhaben in anderen Bundesländern. "Lehrpläne oder sogenannte Bildungspläne, die die natürliche Vereinigung von Mann und Frau relativieren und die Sexpraktiken irgendwelcher lautstarker Minderheiten als nachahmenswerte Normalität anpreisen, die sind ersatzlos zu streichen", so der rechtsextreme Politiker.

"Wir werden diesem Zeitgeist, diesem unsäglichen, diesem unglücklichen, diesem perversen Zeitgeist, anders kann man es nicht sagen, niemals nachgeben", beendete Höcke seine rund halbstündige Rede mit großem Pathos. "Wir werden ihm die Stirn bieten, wir stehen gerade und aufrecht für die Natürlichkeit der Familie, für die Natürlichkeit der Sexualität, für das, was die Gesellschaft prägt: die natürliche Verbindung aus Mann und Frau. Was denn sonst?"

AfD Sachsen-Anhalt kämpft für "bewährte Normen"


Politik nur für Heteros: Facebook-Post der AfD Sachsen-Anhalt vom Samstag

Am Samstag verschärfte auch die AfD in Sachsen-Anhalt ihren rhetorischen Kampf gegen das "Aktionsprogramm für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI)" der schwarz-rot-grünen Landesregierung. Dieses richte sich "gegen die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung und hinterfragt bewährte Normen", kritisierte Hans-Thomas Tillschneider, Sprecher der AfD-Fraktion für Bildung, Kultur und Wissenschaft, am Samstag in einer Pressemitteilung.

"Wir können nicht das Verhältnis von Norm und Abweichung, das unserer Gesellschaft zu Grunde liegt, aufheben, nur damit Menschen mit abweichendem Sexualverhalten sich nicht mehr unnormal fühlen", so Tillschneider.

Wenige Tage zuvor hatte der AfD-Abgeordnete Daniel Roi im Namen der Fraktion einen Antrag in den Landtag eingebracht, den "radikalen" Aktionsplan sofort zu beenden (queer.de berichtete). "Das Aktionsprogramm der Landesregierung verringert keine echte Diskriminierung", so der in der nächsten Woche zur Debatte vorgesehene Antrag, "es verschafft Personen mit abweichendem Sexualverhalten und deren Verbänden eine nicht zu rechtfertigende Überprivilegierung und stellt die Grundlagen unserer Gesellschaft infrage." (mize)

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    Ergebnis der Umfrage vom 26.09.2016 bis 03.10.2016


#1 SebiAnonym
  • 25.09.2016, 14:57h
  • Das einzig "perverse" was ich sehe, ist die AfD. Die missbrauchen das Kindeswohl um ihr faschistisches, totalitäres Weltbild durchzusetzen.

    Und wie alle Rechten, wollen die auch kommende Generationen dumm halten. Warum wohl...
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#2 ChaosmaedchenProfil
  • 25.09.2016, 15:06h -

  • Die Kotze stieg mir in den Mund.
    Es gibt wirklich LGBT+, die die AfD wählen?

    Ich möchte NICHT, dass meine Kinder aufwachsen werden unter den steigenden Heteronormativen dieses Landes.

    Wenn mein Kind LGBT+ ist, dann soll es verdammt nochmal Aufklärung darüber in der Schule erhalten, denn das ist das, was Schule soll - Bilden und aufklären!
    Wenn mein Kind heterosexuell ist, dann soll es auch über andere Sexualitäten aufgeklärt werden und nicht verwirrt starren, wenn sich zwei Schwule auf der Straße küssen.

    In Ethik reden wir auch über das Judentum, den Islam, was es nicht alles für Glaubensrichtungen gibt - in einem christlich geprägten Land. Warum dann nicht auch über Homo-, Bi- und Transsexualität, etc. bilden?

    Schule ist objektiv.
    Bildung ist objektiv.
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#3 PeerAnonym
  • 25.09.2016, 15:07h
  • GLBTI sind Teil der Realität. Und Schule hat nun mal die Aufgabe, die Schüler auf die Realität vorzubereiten und sie die Wahrheit zu lehren.

    Das geschieht alles stets altersgerecht und didaktisch durchdacht.

    Und alle seriösen Experten sagen, dass das sinnvoll ist und keine negativen Nebenwirkungen hat. Auch in anderen Staaten sieht man, wie gut das funktioniert und dass die ganze Gesellschaft davon profitiert.
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#4 paoloAnonym
  • 25.09.2016, 15:13h
  • Was 1933 die juden waren sollen wohl 2016 die homosexuellen werden.
    Also leute ,wir sind ja nicht blöd und wir wissen genau die wie sich die stufen dieses prozesses vollziehen von den ersten verbalen angriffen bis zu exterminierung in lagern..
    Wem der armageddon wecker bis jetzt nicht geläutet hat muss total taub sein.
    Es gibt hier zwei optionen entweder man lässt diesen braunen dreck so weitermachen und die geschichte wiederholt sich ODER es wird zeit ultimativ und effektiv zurückzuschlagen wobei alle mittel recht sind.
    NOCH gibt es optionen!
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#5 EHkaAnonym
  • 25.09.2016, 15:20h

  • Hallo Nazi-Deutschland!!!
    Nur eine Frage der Zeit bis die NSAfD das Wort "Gaskammern" positiv umdeuten möchte
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#6 Carsten ACAnonym
  • 25.09.2016, 15:39h
  • Schon an Grundschulen ist "schwul" das häufigste Sprichwort. Sollten die Schüler dann nicht dem Alter angemessen und pädagogisch sinnvoll erfahren, was das überhaupt bedeutet?

    Im übrigen ist die Selbstmordrate unter GLBT-Jugendlichen nach wie vor 5x höher als bei Hetero-Jugendlichen. Wer Aufklärung blockiert, schützt nicht Kinder und Jugendliche, sondern schadet ihnen. Aber wahrscheinlich will die AfD sogar, dass sich möglichst viele GLBT schon in der Jugend das Leben nehmen.

    Im übrigen profitieren auch Hetero-Jugendliche davon, wenn sie den Wert der Vielfalt kennenlernen und nicht von Hass zerfressen durchs Leben gehen. Und davon profitiert dann letztendlich die ganze Gesellschaft - gerade auch wirtschaftlich.

    Die AfD benutzt ganz bewusst das Thema Kinder, weil sie wissen, dass man mit Kindern immer gut emotionalisieren kann und dass viele dann nicht mehr fragen, ob das überhaupt stimmt, was da behauptet wird.

    Nein, der AfD geht es kein bisschen um Kinder. Die missbrauchen Kinder, um ganz andere Ziele zu erreichen.
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#7 mx5972Profil
  • 25.09.2016, 16:21hKerpen
  • Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr!!!

    Bei der Umfrage hier auf dieser Seite haben 9,9% oder so angeklickt das sie die AFD wählen würden wenn am Sonntag Wahl wäre!!
    OK wir leben "noch" in einer Demokratie!!! Aber wacht doch endlich mal auf, guckt euch diese Braunen doch mal richtig an!!!
    Wie kann man die wählen??
    Sorry, Ich verstehe es nicht!!!
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#8 Ralf MuschallAnonym
#9 NickAnonym
  • 25.09.2016, 17:20h
  • Antwort auf #2 von Chaosmaedchen

  • Man sollte meinen das homos das wissen müssten, das die Nazis sind. Doch sind wir auch Teil der Gesellwxhaft ansich. Vielleicht merken manche das erst wenn ihnen der Strick um den Hals gelegt wird?

    Auch wenn das jetzt abwegig klingt, so ist es das keines falls, denn die CDU denkt ja bereits ganz offen über koalitionen mit den Nazis nach!

    Übrigens l8egt dieses Kaff in dem Teil Thüringens der von den Katholiban beherrscht und kontrolliert wird.. da trifft der Höcke in jedem Fall auf fruchtbaren Boden für seine Propagandamärchen.
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#10 stephan
  • 25.09.2016, 17:36h
  • Unerträglich und absolut widerlich ist der Ungeist der AfD!

    Pervers - also abgeirrt - muss man wohl einen Geschichtslehrer nennen, der so wenig gelernt hat, so wenig über die Leidensgeschichte von Minderheiten im 20 Jh. in Deutschland weiß und/oder so emotional abgestumpft ist, dass ihm dieses Leiden und Hingeschlachtetwerden gleichgültig ist, so dass er im Hetzerton der 30iger Jahre derartige Parolen in die Welt posaunt!

    Widerlich, primitiv, ignorant! Für mich stellt er exemplarisch das dar, was ich unter Abschaum verstehe!
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