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Beistand aus dem Vatikan

Mexiko: Papst unterstützt Homo-Gegner


Der Protest wurde von der "Nationalen Front für die Familie" organisiert – das Logo erinnert an die Bewegung "Manif pour tous" in Frankreich oder die "Demo für alle" in Deutschland. (Bild: VocesxlaFamilia / twitter)

Am Samstag demonstrierten erneut zehntausende gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, am Sonntag lobte der Papst deren Einsatz "für die Familie".
Papst Franziskus hat am Sonntag Unterstützung für Mexikos Kirche im Einsatz gegen die sogenannte gleichgeschlechtliche Ehe geäußert. Vor dem Angelus auf dem Petersplatz sagte er: "Ich schließe mich den mexikanischen Bischöfen an, die den Einsatz der Kirche und der bürgerlichen Gesellschaft für die Familie und das Leben unterstützen".

Der Papst meinte laut Radio Vatikan weiter, dieser Einsatz für die Familie erfordere "heutzutage besondere pastorale und kulturelle Aufmerksamkeit überall in der Welt". Am Samstag waren in Mexiko-Stadt mehrere zehntausend Menschen gegen eine Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare auf die Straße gegangen – die Veranstalter selbst sprachen von 215.000 Demonstranten.

Bereits vor zwei Wochen hatten rund 300.000 Menschen in Kundgebungen im ganzen Land ihren Unmut gegen die Gleichstellung geäußert (queer.de berichtete) – um die Welt ging zugleich ein Bild eines 12-Jährigen, der sich einer der Demonstrationen entgegenstellte (queer.de berichtete).

Kirche ignoriert Verfassungsgericht

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hatte im Mai angekündigt, mit einer Verfassungsänderung bundesweit die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). Derzeit bieten einige Staaten gleichgeschlechtlichen Paaren eine Ehe für alle an, einige eine Lebenspartnerschaft und andere bislang gar keine rechtliche Anerkennung. Dabei hatte der Oberste Gerichtshof des Landes bereits im vergangenen Jahr entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung verstößt (queer.de berichtete).

Zu den heftigsten Gegner einer rechtlichen Gleichstellung gehört in Mexiko die katholische Kirche, der rund 80 Prozent der Mexikaner angehören. Im vergangenen Monat hatte etwa Norberto Kardinal Rivera Carrera, der Erzbischof von Mexiko-Stadt, erklärt, dass die Öffnung der Ehe "geistigen und körperlichen Schaden" verursache. Umfragen zufolge sprechen sich dennoch zwei Drittel der Bevölkerung für die Ehe für alle aus.

Während seines Besuchs in Mexiko im Februar war der Papst nicht auf das Thema eingegangen, auf dem Rückflug betonte er auf eine entsprechende Frage, sich nicht in den Streit um Lebenspartnerschaften in Italien einzumischen (queer.de berichtete). Eine Woche zuvor hatte der sich häufig widersprüchlich äußernde Papst hingegen seine Opposition zur Lebenspartnerschaft in Italien bekräftigt und auf dem Hinflug bei einem Treffen mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. in einem gemeisamen Dokument die gleichgeschlechtliche Ehe und ähnliche staatliche Rechtsinstitute öffentlich "bedauert" (queer.de berichtete). (nb)



#1 SebiAnonym
  • 26.09.2016, 08:50h
  • So viel zur These, unter dem neuen Papst würde sich etwas ändern...

    Der ist nur PR-technisch geschickter und frisst vor der Presse fortschrittlicher Staaten gerne Kreide. Aber da wo Hass gut ankommt, kann der ungeniert hetzen.
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#2 PeerAnonym
  • 26.09.2016, 09:21h
  • Die Katholen frohlocken mal wieder.

    Diese Hetze verstehen die Hassprediger von der Kinderschänder-Sekte also unter Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
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#3 JasperAnonym
  • 26.09.2016, 10:09h
  • Wie jede Religion kann auch die Katholische Kirche nur mit Hass, Bevormundung und Unterdrückung funktionieren.

    Da geht es nur um Geld und Macht und um das zu sichern, muss man seinen Anhängern einen gemeinsamen Feind präsentieren, gegen den man hetzen kann. So bringen die ihre Schäfchen auf Linie.

    "Die beiden größten Gefahren für den Weltfrieden und den Fortbestand der Menschheit sind Waffenindustrie und Religion."
    (Albert Einstein)
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#4 Carsten ACAnonym
  • 26.09.2016, 10:50h
  • "Kirche ignoriert Verfassungsgericht"

    Die Kirche hat immer schon Demokratie und Rechtsstaat abgelehnt, weil es nicht mit ihrem Allmachtsanspruch vereinbar ist.

    Die wollen eine Kirchendiktatur wie im Mittelalter, wo sie die einzigen Herrscher sind, die absolutistisch machen und befehlen können, was sie wollen.

    Eigentlich gehören die verboten oder mindestens unter Beobachtung gestellt. Dass das nicht der Fall ist, beweist nur, wieviel Macht die haben.

    Die werden nicht eher aufgeben, ehe sie ihre feuchten Träume von einem Gottesstaat verwirklicht haben.
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#5 Shinkaishi
  • 26.09.2016, 11:28h
  • Der Mann hat den falschen Papstnamen gewählt, er hätte Papst Ianus I werden sollen...

    Wie kann man einen Mann ernst nehmen, der sich andauernd widersprüchlich äußert, oder Fakten verdreht?
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#6 JasperAnonym
  • 26.09.2016, 11:45h
  • Die Hassprediger machen wieder mal alles, um den Fortschritt aufzuhalten, sich in Politik einzumischen und um so ihre persönlichen Vorteile zu sichern...
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#7 LarsAnonym
  • 26.09.2016, 12:13h
  • Die in den historischen biblischen Texten geschilderten Famiienverhälnisse sind von einer beeindruckenden Vielfalt und Komplexität im Vergleich zu den idealisierenden und beschönigenden Vorstellungen der Dogmatiker: Patchworkfamilien, Vielehen, Leihmutterschaften.

    Auch bei dem Einsatz für das Leben gibt es krasse Gechichten. So wird Lot, dessen Frau ja zur Salzsäule erstarrt und damit nicht mehr verfügbar ist, von seinen eigenen Töchtern beschlafen, damit das Fortleben der Sippe gesichert werden kann.

    Von Bürgerlichkeit im modernen Sinne kann da nicht gesprochen werden.

    Es ist klar, dass nach katholischem Verständnis eine Homo-Ehe keine Ehe, sondern eine Freundschaft, bzw. ein Liebes- und Versorgungsverhältnis ist. Aber sie ist sehr wohl eine bürgerliche, die Gesellschaft stabilisierende Institution - egal, wie man das nun nennt. Da ist das Kirchenvolk weitsichtiger, das aus der Begrifflichkeit keine Machtfrage macht. Der Klerus hat das ganze Thema verschlafen. Er müsste schweigend in sich gehen und das Thema Familie, Liebe und Leben ganz neu denken, im Sinne einer bürgerlichen Gesellschaft, die sich ihrer archaischen Impulse bewusst ist - die sie zivilisiert und Konflikte regelt, aber nicht unterdrückt.
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#8 123456Anonym
  • 26.09.2016, 12:13h
  • Diese Homohasser versuchen ihren Hass positiv zu verkaufen, indem sie ihn so verkaufen als seien sie FÜR etwas.

    Perfide.
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#9 Homonklin44Profil
  • 26.09.2016, 14:05hTauroa Point
  • Antwort auf #7 von Lars
  • Vor allem sollte der Klerus sich zu seinem Laientum bekennen, da er von dieser Thematik keine Ahnung hat, keinen Horizont der lebenspraktischen Erfahrung, um aus einem Fundus des Kennens zu schöpfen.

    Sämtliche Ideen und Annahmen aus einer theosophischen Warte basieren ansonsten nur auf Deutungen über Beobachtetes, sich zurecht Gelegtes,ähnlich wie eben auch die ziemlich offenen Möglichkeiten, sich aus Bibeltexten ein liebsam gehegtes Weltbild zusammen zu zimmern.
    In welchem aktuell eben nur die Haussklaven (Famulus) nicht berücksichtigende monogame und zeugungspflichtige Hetero-Ehe propagiert steht.

    Welches mit der Wirklichkeit eben so viel zu tun hat, wie der Fantasy-Film "Thor" mit dem täglichen Leben der Wikinger.
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#10 Homonklin44Profil
  • 26.09.2016, 14:16hTauroa Point
  • Häuptling weiße Schlange spricht mit gespaltener Zunge.
    Ja, man hätte natürlich Anderes nicht erwartet, als dass sich Meister Oberknilch im amtlich getreuen und selektiv faschistoiden Denkbegriff seiner Sekte bewegen muss.
    Deren Weltbild reicht ja weit, weit zurück, aber keinen Zentimeter zur Seite oder nach vorn.
    Was sollte man da an Progressivität auch erwarten wollen?

    Außer ein paar mehrfach gewendeten Blah-Konstrukten, die von manchen Hördern und Lesern positiviert erfasst worden sind, kam auch von diesem Knilch bisher doch nix wahrhaftig Aufgeschlossenes.
    Natürlich musser in die ausgetretenen Pfade seiner Vorgänger treten, und auch nur begrenzt darauf, wie der Greyhound in der Rennbahn, immer hinter dem künstlichen Hasen her jagend, den sie "Gott" nennen. Da ist er doch auch nur Diener seines Kultes.

    Wo der Geistesfunke nicht zünden kann, oder es nicht soll, macht auch das ganze Gerede von christlicher Liebe und Güte keinen Sinn. Das ist dann wie eine liebevoll herzig und aufwendig gestaltete Verpackung um eine für ganz bestimmte, unbeliebte Menschen angefertigte Gift-Pille!

    Nicht schlucken, zurück spucken!
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