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  • 27.09.2016, 16:13h           9      Teilen:   |

Historische Nebenrolle

"Modern Family" besetzt Rolle mit achtjährigem Trans-Schauspieler

Artikelbild
Jackson Millarker schreibt Geschichte

Premiere: Die Comedy-Serie bringt den ersten Einsatz einer minderjährigen Person, die sich selbst als transgender definiert, im US-Fernsehen.

Die beliebte amerikanische TV-Serie "Modern Family" bekommt ein neues Gesicht: In der am morgigen Mittwoch in den USA erstmals ausgestrahlten zweiten Folge der achten Staffel bringt Lily, die Tocher des schwulen Ehepaars Cameron und Mitchell, ihren Freund Tom zum Spielen nach Hause.

Dieser definiert sich als transgender – wie der Jungschauspieler Jackson Millarker, der die Rolle übernommen hat. Der Achtjährige ist damit die erste minderjährige Transperson in einer entsprechenden Rolle im US-Fernsehen.

Die Regisseurin Ryan Case, die etliche Folgen von "Modern Family" verantwortete, postete ein Bild von sich mit Jackson bei Instagram und dem Lob, der Junge aus Georgia sei wunderbar: "Einer der vielen Gründe, warum es liebe, Teil dieser Show zu sein." Auf Twitter meinte sie, sie sei stolz, bei der Episode mit ihm Regie geführt zu haben.



In sozialen Netzwerken bekamen Case und die Produzenten der Serie viel Lob von Trans-Organisationen und von Eltern von Kindern, die sich als transsexuell oder transgender definieren oder sich mit diesen Fragen beschäftigen.

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Ein verdrängtes Thema dringt in die Öffentlichkeit

"Modern Family" rückt damit ein oft tabuisiertes und öffentlich kaum wahrgenommenes Thema in den Mittelpunkt, das weniger selten ist als angenommen und sowohl Kinder wie Eltern vor spezielle Herausforderungen stellt. Die BBC hatte dazu vor einem Jahr bereits eine sehr einfühlsame Dokumentation vom Filmemacher Louis Theroux ("Transgender Kids") gezeigt, die die teils schwerwiegenden Entscheidungen mitten im Prozess einer Identitätsfindung aufzeigt. Entscheidungen und Fragen, die sich heute häufig schon im Kindesalter stellen.



In den letzten Jahren hatten in den USA und in Großbritannien zuletzt mehrere Transpersonen entsprechende Rollen in Filmen und Serien übernommen und damit durch Sichtbarkeit zu einem Bewusstsein für das Thema und letztlich einer Alltäglichkeit beigetragen – es handelte sich bislang aber immer um erwachsene Schauspieler.

Die TV-Episode von "Modern Family" mit Tom trägt den Titel "A Stereotypical Day". (nb)

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Tags: transgender, transsexuell, fernsehen, modern family, jackson millarker
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Reaktionen zu ""Modern Family" besetzt Rolle mit achtjährigem Trans-Schauspieler"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
27.09.2016
16:54:39


(-8, 10 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Wie kann sich ein Kind von 8 Jahren selbst als transgender definieren?


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#2
27.09.2016
17:22:30


(+6, 10 Votes)

Von Erklärbär
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Wie kann man einem Erwachsenen etwas erklären, das er sowieso nicht wissen will?


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#3
27.09.2016
17:42:58


(+5, 7 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Mal nachlesen:

Link zu www.peterkeins.de


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#4
27.09.2016
21:55:33


(+8, 8 Votes)

Von trans_alliance
Mitglied seit 22.10.2016


... wir wünschen Jackson Millarke alles Gute, und eine Zukunft und ein Leben wie er es sich wünscht.

Geschlecht Selbst Bestimmt.

.

.

Jedes Geschlecht verdient Respekt.


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#5
27.09.2016
22:31:18


(+5, 9 Votes)

Von Roman Bolliger
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Kann ein Kind von 8 Jahren selber feststellen, dass es Schmerzen hat? Ganz subjektiv?

Du denkst wohl, das könne nur eine Fachperson feststellen? Ganz objektiv?

Dann hast eine seltsame Vorstellung.

Wann wusstest Du, dass Du Cisgender bist? Hat das eine Fachperson feststellen müssen? Wie hat sie das gemacht?


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#6
28.09.2016
01:50:41


(+5, 7 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Vielleicht ganz einfach, weil SIE/ER es weiss? Das ist doch aus den Geschichten vieler Transgender-Persoenlichkeiten hinreichend bekannt.


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#7
28.09.2016
10:37:25


(+4, 4 Votes)

Von Freeyourgender
Aus Würzburg (Bayern)
Mitglied seit 08.10.2014
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Das Problem ist die Bewusstmachung,
was los ist.
Man spürt, dass man nicht das ist,
was andere von einem annehmen,
bedingt durch das Genital.
Man kann es aber nicht "normal"(SIC!) einordnen, da man sich im Mainstream nicht
orientieren kann.
Kinder unterscheiden nicht in Mainstream
und Subkultur.
Sie sehen nur ihre Umwelt die sie erleben,
und die ist in "der Regel" heteronormativ.

Das wird heute langsam besser,
allein durch die Existenz von Regenbogenfamilen,
aber gehen wir ein paar Jahre zurück,
da hatte man fast keine Chance.
Ausser durch "Selbststudien" und Erforschen.
Desshalb ist es fast normal,
das in unserer Zeit, der Gegenwart,
dass Menschen sich erst Ende Zwanzig,
Anfang Dreissig finden,
und wissen: Ich bin nicht das,
was mein Genital aussagt.
Klar, sie wurden vor 25 Jahren sozialisiert,
in einer Zeit, als sich gerade Parteien wie die Grünen anfingen zu etablieren,
die diese Themen auf ihrer Agenda aufnahmen.

Man muss also unterscheiden,
zwischen
Erstens
"sich bewusst machen",
dass man nicht das ist,
was das Genital aussagt
(das findet sehr früh statt,
meist schon in den ersten Schuljahren)
wenn soziale Kontakte wichtig werden,
und man in der Gruppe lernt,
das Jungen und Mädchen anders
behandelt werden,
dann reflektiert man:
Hey - ich gehöre da nicht in diese Gruppe
und
Zweitens
lernt, dass was sich selbst einordnen kann,
zu benennen, was das ist, was man fühlt.

Das Zweitens, das Benennen, was das denn eigentlich ist,
ist die Schwierigkeit:
Denn kommt dieses Gefühl in der Gesellschaft nicht vor, wird von niemanden vorgelebt,
"findet man sich nicht".
Desshalb dauern Selbstfindungsprozesse so lange.

Beispiel:
Du bist ein lilafarbener Kieselstein,
und siehst rings um Dich herum,
nur weisse und schwarze Steine,
und die sagen auch noch,
Du wärst weiss oder schwarz,
obwohl Du beteuerst, du bist lila.
Wie willst Du Dich da selbst finden ?
Du kannst Dich nicht finden,
weil die anderen lilafarbenen Kieselsteine
sich in dieser Welt versteckt halten sollen,
müssen, desshalb triffst Du diese nicht einfach so leicht, wie die anderen weissen und schwarzen.
Irgendwann findest Du dann doch einen lilafarbernen der Dich "aufklärt":
"Ja es gibt auch lilafarbene Kieselsteine,
Du bist auch einer", sagt er.

Desshalb ist Schulaufklärung so wichtig.
So wichtig, die Existenz darzustellen,
um früh festzustellen:
Ja, das trifft für mich auch zu.

Ansonsten rennt man jahrzehntelag
und falschem "Label" herum,
z.B. meint, schwul zu sein,
nur weil andere das so sehen.

Identitätsgefühle sind unabhängig
von Sexualtrieb.

Die sexuelle Komponente wird wie bei CIS Menschen später ausgeprägt,
die passt dann meist auch ganz und gar
nicht in die heterogene Gesellschaft,
logisch, die Identität weicht ja schon ab,
dann ist es wahrscheinlich, dass die Erwartung, "wenn man denn nun lieben soll", auch nicht passt.

Wenn man also eine weibliche Identität hat, und hetero ist (von der Identität aus gesehen)
liebt man Männer.
Für die Genitalisten ist man dann aber ein Mann, der sich als Frau verkleidet und schwul ist.
Wenn man während der Selbstfindung ist,
hat man lange Zeit selbst von sich das Bild,
dass man schwul wäre,
viele kommen über diesen Punkt nie hinaus,
da ihr Selbstfindungsprozess nicht weiter fortschreitet, mangels Input aus der Gesellschaft, bzw. ständigem falschen Input:

Transgender ist ein sehr neuer Begriff,
der für jeden etwas anderes bedeutet;
je nachdem, von welcher Verständniswelt
er auf diesen Begriff schaut.
Fragt man z.B. einen Genitalisten
(Penis=Mann, Vagina=Frau)
wass den Transgender wäre,
bekommt man Erklärungen,
die ich unter Travestie einordnen würde.

Chapeau.

Viel Spass dann bei der Selbstfindung.

Da muss dann tief gebudddelt werden.

Wer sagt denn Dir.
Hey - Du bist eine Frau,
nur Dein Genital passt nicht,
im Prinzip bist Du Intersexuell,
wenn man die Psyche als geschlechtsbestimmenden Teil berücksichtigt.

Klar, da gibts nicht viele,
die das zu Dir sagen.

Und früher gabs da so gut wie keine.

Ach ja - wir haben ja auch noch
den Begriff "Transsexuell",
da wird man dann als psychisch krank eingestuft. (F64.0 im ICD und DSM)
Viel Spass dann bei der Selbstfindung.

Und jetzt noch mal alle die Frage stellen:

Woher soll ein Kind wissen,
dass es Transgender ist.

Ja - klar, woher soll es dann dann wissen.

Heute sind wir soweit,
dass wir es dem Kind bestätigen, sagen.

Und jetzt schreien sie wieder,
und wir hören die Stimmen,
die vorher schon dafür gesorgt haben,
die lilafarbenen Kieselsteine zu vertreiben:
"Frühsexualisierung !"(SIC!)
"Indoktrinierung von Homosexualität !"(SIC!)


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#8
28.09.2016
11:16:25


(+1, 3 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Solange Transkinder von einem guten Therapeuten begleitet werden, der ihnen die best geeigneten Mittel zur Verfügung stellt ist es doch wahrscheinlich sogar besser, mit Umstellungen früh anzufangen, wenn die hormonale Differenzierung eh noch nicht so groß ist.

Es handelt sich ja in solchen Fällen nicht nur um eine spontane Laune.
Ich selbst hatte im Alter von acht Jahren auch noch nicht wirklich gewusst, dass ich homosexuell bin, aber die Erkenntnis ist heutzutage wahrscheinlich nocheinmal leichter für Kinder.

Die Möglichkeit eines Sinneswandels nach permanenten Eingriffen (Fälle von solchen Umentscheidungen gibt es ja immerhin) würde mich allerdings etwas mulmig stimmen.
...aber das hat mehr mit der operativen Behandlung als mit der Identität zu tun.
Eine unkomplizierte und bei Bedarf folgenlos reversible Methode, den geschlechtlichen Phänotyp zu verändern gibt es eben leider noch nicht (das mag sich durchaus noch in Zukunft ändern).


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#9
29.09.2016
17:18:44


(+3, 3 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #8 von Shinkaishi


"unkomplizierte und bei Bedarf folgenlos reversible Methode, den geschlechtlichen Phänotyp zu verändern gibt es eben leider noch nicht"

Meinem begrenzten Wissen nach ziehlt die gängige Behandlung von Minderjährigen darauf ab, den Eintritt in die Pubertät zunächst aufzuschieben. Sollte mensch sich dann doch gegen eine Transition entscheiden ist das dann vielleicht auch nicht ganz unkompliziert aber in deinem Sinne "folgenlos".

"..aber das hat mehr mit der operativen Behandlung als mit der Identität zu tun. "

Ich denke, es ist manifester Ausdruck des Bigeschlechterdenkens zu erwarten, das eine Frau, die mit Penis auf die welt gekommen ist, sich diesen unbedingt und möglichst sofort "abschneiden" zu lassen hat!

Akzeptiert die Menschen einfach so, wie sie sind, dann fühlt sich auch niemand zu Entscheidungen gedrängt, die mensch hinterher vielleicht bereut!!!


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