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  • 28.09.2016, 10:56h           5      Teilen:   |

Polizeimeldung

Transperson in Berlin beleidigt, geschlagen und beraubt

Artikelbild
Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit homo- oder transfeindlichem Hintergrund (Bild: flickr / Christian Schirner / cc by 2.0)

Zeugen konnten einen der drei mutmaßlichen Täter stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Drei Männer haben am Dienstagabend im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit eine 33 Jahre alte Transperson beleidigt, geschlagen und dann beraubt.

Laut Polizeibericht wurde das Opfer gegen 18.15 Uhr von drei Männern aufgrund seines Aussehens angesprochen und beleidigt. Es entwickelte sich ein Streitgespräch, im Zuge dessen ein 17-Jähriger der Transperson mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug, sie zu Boden brachte und ihr die Handtasche entriss. Als Zeugen hinzukamen, ließen zwei der drei Täter von ihrem Opfer ab und flüchteten. Einer schlug noch mehrfach weiter zu und rannte dann auch davon.

Zeugen verfolgten den Flüchtenden und hielten ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest. Der 17-Jährige wurde für die weiterermittelnde Kriminalpolizei eingeliefert. Die überfallene Transperson erlitt Verletzungen und begab sich in ärztliche Behandlung.

Gewalt gegen LGBTI ist in Berlin ein großes Problem. Erst am vergangenen Wochenende waren zwei schwule Männer in der Heinrich-Heine-Straße niedergeschlagen worden (queer.de berichtete). (cw/pm)

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Tags: polizeibericht, berlin, beleidigung, kleiner tiergarten, transphobe gewalt
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Reaktionen zu "Transperson in Berlin beleidigt, geschlagen und beraubt"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
28.09.2016
19:11:05


(+4, 6 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Gewalt gegen LGBTI ist in Berlin ein großes Problem. Erst am vergangenen Wochenende waren zwei schwule Männer in der Heinrich-Heine-Straße niedergeschlagen worden (queer.de berichtete). (cw/pm)"

Eben. Kann man ja Woche für Woche immer wieder hier auf queer.de lesen. Darum verstehe ich nicht, warum manche Uesr trotzdem wider besseres Wissen immer wieder Berlin als angeblich ach so LBGTI-freundlich und angeblich für LGBTIs ach so "sicher", "toll" blablabla hinstellen wollen. - Denn das ist Berlin nicht (oder nicht mehr).

Viele Menschen in Berlin sind nun mal genauso homophob/transphob wie in anderen Städten auch - z.B. in Rgensburg oder leider inzwischen auch in München... Da muss man die Fakten einfach auch mal offen beim Namen nennen.

Danke an queer.de, dass ihr über homophobe/transphobe Vorfälle in unserem Land immer so ausführlich berichtet. In den sogenannten "Mainstream-Medien" werden diese im Normalfall leider totgeschwiegen, wenn nicht der/die Opfer den Mumm haben, selbst übers Netz (Facebook etc.) damit an die Öffentlichkeit zu gehen.


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#2
28.09.2016
20:01:55


(+7, 9 Votes)

Von Linus


Es wird immer schlimmer... In ganz Deutschland...

Wir erfahren es leider nur von Berlin, weil die Berliner Polizei dankenswerterweise homo- und transphobe Gewalt auch als solche erfasst. Bundesweit wird das ja leider weiterhin von Union und SPD abgelehnt... (Warum man das nicht wissen darf, können die aber auch nicht erklären.)

Zunehmendes Mobbing und zunehmende Gewalt ist eine direkte Folge des gesellschaftlichen Klimas, das Religionen und Teile der Politik schaffen.


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#3
28.09.2016
21:19:19


(+4, 6 Votes)

Von Svetlana L


Da ist sie, die neue Welle von Gewalt an LGBTTIQ*-Menschen, gesät von AfD, Evangelikalen und anderen Fundamentalisten.

Was mich allerdings wundert: Im Polizeibericht wird von "einem 33-jährigen Transsexuellen" gesprochen. Nach meinem Verständnis handelt es sich also um eine trans*-männliche Person, da passt dann vermutlich aber die Handtasche nicht so recht ins Bild. Sollte es sich aber doch um eine trans*-weibliche Person handeln, dann sollte dies durch die korrekte Wortwahl und Bezeichnung auch deutlich gemacht werden.

Dem Opfer sende ich solidarische Grüße und wünsche gute Besserung. Was kommt für den gefassten Täter? Jugendstrafrecht, Sozialstunden? Ich hoffe jedoch, dass die rechtlichen Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden.


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#4
29.09.2016
08:16:17
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von markusbln11


Und schon wieder.

Wir wissen. Berlin kann weltoffen sein, aber die stadt ist nicht überall so international und tolerant wie wir gerne hätten.

Raid Saleh, fraktionsvorsitzender der spd auf stadtebene, hat das trefflich auf den punkt gebracht. Er sieht die dichotomie stadtmitte (modernes kreuzberg) und stadtrand (altbackenes spandau oder mahrzahn).

Die stadtpolitik kann es nicht zulassen, dass es in berlin ständig wachsende intolerante parallelwelten gibt. Diese lasten auf dem ruf der stadt und machen diese unsicher.Eine aufgabe für die neue stadtregierung.

Und Raed Saleh hat sicher auch gute ideen, wie man pluralistisches denken auch an der peripherie besser verankern und angstzonen reduzieren kann. Das muss eben nur platziert werden. Jetzt ist der beste zeitpunkt dafür.


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#5
29.09.2016
11:22:56


(+4, 4 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Ich sehe da leider auch eher schwarz als bunt, was die Wahrscheinlichkeit solcher Vorfälle in der Zukunft angeht. Schätze, das wird sich mehren, und hängt nicht zuletzt mit dem verbreiteten Hofieren LGBTIQ-feindlich eingestellter Gruppen und Parteien zusammen, das in Deutschland unter kaum zu spürendem Gegenton anschwillt.

Was zwar kritisch ist in jedem Einzelfall und mit Vorsicht zu begehen, aber leider wehren sich viele auch nicht mal,oder gehen allein los, ohne sich möglich abzusichern. Mir ging das selbst schon so, weil man sich auf die große Erzähle von der Sicherheit verlässt, und dass man selbst ja nicht grade auf solche verschissenen Gasköppe treffen wird. Die zuschlagen oder weiteres machen.

Aber man muss sich zu helfen können lernen. Gerade auch, weil diese große Sicherheit nicht existiert, sondern eine Vorstellung aus unserer Welt des geordneten Staats und des respektablen Umgangs unter einander ist.

Dass so einige in dieser Zeit dieser Respekt nicht die Bohne interessiert und das Aussehen oderdie Kleidung, Gangart, Akzent, Hautfarbe, Schminke oder was immer für die Grund genug ist, einen Menschen wie ein Beutestück zu behandeln, lesen wir hier immer wieder. Sehen wir doch auch anderswo. Wenn andere sich uns gegenüber nicht wie integre Leute aufführen können, vielleicht sollten wir aufhören, immer wieder nur zuzusehen.

Schön, wenn unsere Mädels und Jungs in blau-silber schnell kommen,. wenn man sie rufen kann. Schön wenn die zur Stelle sind, logisch. Aber sie sind nicht immer griffbereit.
Für die Situationen muss man sich wehren lernen!
Es kann nicht angehen, dass LGBTIQ-Personen hierzulande nur die "Option" haben, sich ins Trauma und in die Einschüchterung prügeln lassen zu dürfen!!

Die Politik soll was machen (?)
Interessiert sich die Politik dafür neuerdings??
Wo schon offiziell nix gesagt wird, wenn man uns "degeneriert" und "pervers" und sonstwas demütigen kann, und die Politik auf die andere Seite schaut.
Zum Kotzen, diese Politik! Typisch deutsch (?)


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