Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 28.09.2016, 12:14h           33      Teilen:   |

Wissenschaftlicher Durchbruch

Erstes Baby mit drei biologischen Elternteilen geboren

Artikelbild
Könnten Homo-Paare in Zukunft mit ärztlicher Hilfe leibliche Kinder bekommen? (Bild: flickr / ZEISS Microscopy / cc by 2.0)

Eine medizinische Sensation: Erstmals ist ein Baby zur Welt gekommen, das drei leibliche Elternteile hat. In der Zukunft könnten gleichgeschlechtliche Paare gemeinsam Nachwuchs zeugen.

Laut einem Exklusivbericht des Magazins "New Scientist" ist am 6. April 2016 in Mexiko erstmals ein Kind mit der DNS dreier Menschen zur Welt gekommen. Amerikanischen Wissenschaftlern ist es mit einer neuen Methode der künstlichen Befruchtung zum ersten Mal gelungen, ein Kind mit mehr als zwei biologischen Elternteilen zu erzeugen. Die neue Technik hat zum Ziel, die Weitergabe von Erbkrankheiten zu verhindern.

Die aus Jordanien stammende Mutter des inzwischen knapp sechs Monate alten Jungen trug Gene für das Leigh-Syndrom in sich, das bei Babys schwere Schäden am Nervensystem zur Folge hat – sie hatte deshalb bereits zwei Kinder verloren. Die Wissenschaftler entnahmen aus der Eizelle der Mutter einen gesunden Zellkern und setzten ihn in die entkernte Eizelle einer Spenderin ein. Danach wurde das zusammengesetzte Ei mit dem Sperma des Vaters befruchtet. Das Ei enthielt damit nur die Zell-DNS der Mutter, aber die Mitochondrien-DNS der Spenderin. Da die Gene für das Leigh-Syndrom in der Mitochondrien-DNS liegen, trägt das Kind keine Spur der Erbkrankheit.

Nach Angaben der Wissenschaftler um den New Yorker Arzt John Zhang ist das Kind bislang gesund. Sie wollen Details zu ihrer Methode im kommenden Monat bei einer Konferenz in Salt Lake City verraten. Die Befruchtung und Geburt hatten in Mexiko stattgefunden, da die Methode gegenwärtig in den USA verboten ist. Das einzige Land, das diese Praxis derzeit ausdrücklich erlaubt, ist Großbritannien.

Fortsetzung nach Anzeige


Auch schwule Paare könnten gemeinsam Eltern werden

Im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler bereits erklärt, dass theoretisch auch zwei Männer mit einer Methode namens "In-vitro-Gametogenese" (IVG) Eltern werden könnten. Bei dieser Methode werden die Geschlechtszellen aus Stammzellen von Männern oder Frauen gewonnen, die dann miteinander befruchtet werden könnten. Bislang befindet sich die Forschung noch am Anfang; es gab allerdings erste Erfolge bei Versuchen an Mäusen.

"Mit IVG könnten gleichgeschlechtliche Paare eines Tages Kinder haben, die biologisch mit ihnen verwandt sind", sagte Sonia Suter von der George Washington University in der amerikanischen Hauptstadt. "Außerdem könnte IVG die Möglichkeit zu Mehrfach-Elternschaften geben. Dann könnten sich Gruppen von mehr als zwei Personen – sie könnten alle männlich, alle weiblich oder eine Kombination darstellen – gemeinsam vermehren und Kinder hervorbringen, die genetisch ihre Nachkömmlinge sind." Allerdings wird in der Debatte auch vor großen ethischen Problemen gewarnt. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 33 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 295       18       2     
Service: | pdf | mailen
Tags: künstliche befruchtung, mexiko, ivg
Schwerpunkte:
 Studien und wissenschaftliche Untersuchungen
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Erstes Baby mit drei biologischen Elternteilen geboren"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
28.09.2016
12:48:21
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Individualist


Genau die hier beschriebene Methode habe ich als junger Mann vor ca. 30 Jahren als Hoffnung für mich und meinen Partner und unseren Kinderwunsch so in meinem auch heterosexuellen Bekanntenkreis erklärt. Ich wurde kicht nur verlacht sondern teilweise auch angefeindet wegen meiner perversen Idee eines Eingriffs in die Natur.
Heute sind wir beide über 50 und meine Idee wird greifbar.
Hoffentlich können andere schwule Paare davon profitieren


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
28.09.2016
13:02:42


(-3, 11 Votes)

Von Jeff_Stryker
Aus ToyBoyTown (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.10.2015


Schöne neue Welt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
28.09.2016
13:53:22


(-5, 11 Votes)

Von johannes90


Und habt ihr Kinder?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
28.09.2016
13:55:32


(+4, 6 Votes)

Von DaddyCool


Mehrelternschaften gibt es nicht nur im genetischen Sinn wie in diesem Artikel, sondern bspw. auch als Kombination aus schwulem Vater, lesbischer Mutter und deren Partnerin als 2. sozialer Mutter. Kleeblattfamilien wäre vielleicht eine schönere Bezeichnung als Co-Parenting:

Link zu www.3sat.de

Umso wichtiger, dass endlich die Möglichkeit zur Regelung von Mehrelternschaften geschaffen wird. Beim letzten LSVD-Verbandstag sabotierte Manfred Bruns den Beschluss eines entsprechenden Antrags, den eine Arbeitsgruppe zuvor in einem einjährigen Prozess erarbeitet hatte. Dabei war er neben anderen LSVD-Vorstandsmitgliedern selbst Mitglied der Autorengruppe gewesen. Aber das Ergebnis passte ihm halt nicht und wo kämen wir denn hin, wenn die Mehrheit entscheiden würde...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
28.09.2016
17:18:56
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von TheDead
Antwort zu Kommentar #2 von Jeff_Stryker


Hast du Aldous Huxley überhaupt gelesen, geschweige denn verstanden? Nur weil jetzt eine weitere Methode zur Zeugung von Wunschkindern existiert, wird da noch lange keine Dystopie draus.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
28.09.2016
21:05:33


(+3, 3 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Beeindruckend was inzwischen technisch möglich ist, und dabei nimmt das Wissen und das Tempo immer weiter zu.
Hier hat man es also geschafft eine Erbkrankheit herauszuzüchten.

Das Designerbaby wird kommen, nicht heute, nicht morgen, aber es wird...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
29.09.2016
03:46:21


(+2, 2 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #6 von seb1983


" nicht heute, nicht morgen, aber es wird..."

Und so könnte das aussehen:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Gattaca


Gattaca:
Ethan Hawke, Uma Thurman und Jude Law.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
29.09.2016
08:19:00
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von TheDead
Antwort zu Kommentar #6 von seb1983


Und warum sollte es ein "dystopisches Problem" sein, wenn Menschen zukünftig vielleicht endlich nicht mehr mit Erbkrankheiten leben müssen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
29.09.2016
08:48:06


(+5, 5 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #5 von TheDead


Ob eine Dystopie daraus wird oder nicht hängt halt immer noch davon ab, wer den größten Nutzen aus der Möglichkeit zieht und wie massiv sie von den einzelnen Interessengruppen eingesetzt werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
29.09.2016
09:15:25


(-3, 5 Votes)

Von TheDaed


Demnächst wird es den ersten schwulen Mann geben, der sich eine Vagina einbauen lässt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Fünf Gründe für einen Ausflug nach Amsterdam Hedwig von Beverfoerde tritt aus CDU aus Sachsen: Alle außer AfD begrüßen Sexualkunde-Leitlinien IS soll mutmaßlichen Schwulen in Syrien exekutiert haben
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt