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Konferenz in der Hauptstadt

Erste Football Pride Week in Berlin


Im Fußball ist Homosexualität noch immer keine Selbstverständlichkeit: Dieses Motiv belegte 2015 den dritten Platz in einem Fotowettbewerb der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und des Lette-Vereins zum Thema Homophobie im Fußball (Bild: Nina Raasch)

Vom 5. bis 9. Oktober 2016 richten Fußballfans eine mehrtägige internationale Fußballkonferenz zum Thema Homophobie im Fußball aus.

Noch immer steht das viel diskutierte Coming-out eines aktiven Profis im Fußball aus. Oft werden Fans als das zentrale Problem gesehen. Doch es gibt sie, die anderen Fußballfans, die sich gegen Homophobie stark machen und sich für eine offenere Fußballkultur einsetzen.

Aus diesem Anlass laden Fußballfans gegen Homophobie (FfgH) gemeinsam mit Queer Football Fanclubs (QFF), Football Supporters Europe (FSE) und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) vom 5. bis 9. Oktober 2016 erstmalig zur "Football Pride Week", einer mehrtägigen internationalen Fußballkonferenz zum Thema Homophobie im Fußball, nach Berlin ein. FfgH feiert mit der Veranstaltung zudem sein fünfjähriges Bestehen.

In den verschiedenen Workshops sollen Strategien und Handlungsoptionen gegen Homophobie für den Fußball erarbeitet werden. Neben einem breiten, internationalen Austausch auf Fan-Ebene, zu dem sich Fangruppen aus über 20 Nationen angemeldet haben, wünschen sich die Organisatoren einen Austausch mit Vereinen und Verbänden. Hierzu wurden alle Vereine von der Ersten Bundesliga bis zur Regionalliga sowie alle Regional- und Landesverbände eingeladen.

Diskussion über WMs in Russland und Katar

Die Themen der Football Pride Week sind unter anderem, wie sich Fußballfans weiter gegen Homophobie im Fußball engagieren können und welche Unterstützungsmöglichkeiten Vereine und Verbände bei der Anti-Diskriminierungsarbeit von Fans in Deutschland haben. Beim internationalen Teil am 7. und 8. Oktober werden gemeinsam mit Fans aus mehreren Kontinenten und Vertretern der EFA die kommenden Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 diskutiert.

Eröffnet wird die Football Pride Week in der ver.di-Bundesgeschäftsstelle durch DFB-Vorstandsmitglied Björn Fecker und dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesliga-Stiftung Stefan Kiefer. Zum weiteren Programm gehören ein Empfang im Rathaus Schöneberg und eine Abschlussparty im SchwuZ.

Bis zum 3. Oktober 2016 haben Interessierte noch die Möglichkeit, sich für die Football Pride Week über das Formular auf footballprideweek.net anzumelden.

Im Anschluss der Pride Week wird am 10. Oktober – im Rahmen des Länderspieles Deutschland gegen Nordirland – die Initiative Fußballfans gegen Homophobie mit dem Julius-Hirsch-Preis vom DFB mit dem zweiten Platz ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Unterstützt wird die Football Pride Week von ver.di, der Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj (KOS), vom PFiFF-Programm der Deutschen Fußball Liga, "Queering Football"-Projekt des Erasmus+-Programms der EU sowie der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt". (cw/pm)