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Das spanische Parlament stimmte mit klarer Mehrheit für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben.

Von Norbert Blech und Dennis Klein

Das spanische Parlament hat ungeachtet des Widerstands der katholischen Kirche die Schaffung einer Homo-Ehe beschlossen, die die gleichen Rechte und Pflichten wie die Ehe umfasst; das schließt auch ein umfassendes Adoptionsrecht ein. Über den Gesetzentwurf muss nun noch der Senat entscheiden, in dem die regierenden Sozialisten aber ebenfalls über eine komfortable Mehrheit verfügen. Im Unterhaus wurde das Gesetz mit 183 Ja-Stimmen und 136 Nein-Stimmen bei sechs Enthaltungen angenommen. Gegen das Gesetz die konservativen Volkspartei. Deren Sprecher Eduardo Zaplana sagte, seine Partei sei für Eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben, "aber eine jahrhundertealte Einrichtung wie die Ehe, die so fundamental für die Gestaltung unserer Gesellschaft ist, muss nicht auch für Homosexuelle gelten", so Zaplana.

Die spanische Bischofskonferenz nannte das Gesetz "einen Irrtum", der die Gesellschaft beschädige. Es sei unfair, dass die wahre Ehe genau so behandelt werde wie die Gemeinschaft gleichgeschlechtlicher Personen. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero war bereits kurz nach seiner Wahl im verganegenen Jahr vom damaligen Papst Johannes Paul II aufgefordert worden, an den "moralischen und kulturellen Werten sowie an den christlichen Wurzeln" festzuhalten und die Homo-Ehe "wegen der Kinder" nicht einzuführen.

Neben der katholischen Kirche hatten sich auch andere Religionsgemeinschaften gegen die Homo-Ehe ausgesprochen. In der Bevölkerung ist die Homo-Ehe jedoch populär: Umfragen zufolge stimmen mehr als zwei Drittel dem Entwurf der Regierung zu. Bisher haben nur die Niederlande und Belgien die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet.

22. April 2005



23 Kommentare

#1 olé!Anonym
  • 22.04.2005, 16:12h
  • Viva Zapatero! Vor den katholischen Steinzeitrelikten mit ihrem kultischen Gebräu und Gebrabbel darf man nicht im Staub kriechen, denen muß man zeigen, was 'ne Harke ist! Und was das angeht, können unsere Politiker von Zapatero noch ne Menge lernen. (Die demonstrativ "christlichen" Schwarzen wollen das allerdings gar nicht. Also: Das Kreuz WOANDERS machen!!)
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#2 andyAnonym
  • 22.04.2005, 16:28h
  • hi es soll sich polen und viele von anderen eu ländern eine scheibe abschneiden! bravo spanien udn zapetero ! das ist beweis , dass auch in solchen katholischen staat wie spanien auch etwas für uns , schwule tun kann.
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#3 JuliaAnonym
  • 22.04.2005, 16:51h
  • Viva Zapatero!!!!!!!!!

    Die Erbe Francos ist hat sich endlich aufgelöst im Wandel der Geschichte.

    Wer vor fünf Jahren behauptete, Spanien soll das Dritte Land sein wo die Homo-Ehe eingeführt wird, den hatte man in einem Heilanstalt überwiesen.

    Ich finde es ganz gut dass er und seiner Partei, trotz massiven Druck des Vatikans, durchgestzt hat.

    Für mich ist er der Politiker des Jahres.

    Gruß, Julia.
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#4 rudolfAnonym
  • 22.04.2005, 20:04h
  • Julia hat recht. Ohne die hunderttausende Opfer des katholischen Faschismus in Spanien wäre diese radikale Entwicklung undenkbar. Vergessen wir nicht: Papst Paul VI. hatte sich noch von Francos Terrorjustiz distanziert, Wojtyla dagegen hat den Begründer des Opus Dei, das das Rückgrat des Franco-Regimes war, heiliggesprochen.

    In dieser Tradition steht jetzt auch Ratzinger...

    Die Feinde der Freiheit haben immer noch Macht - und sie sind listig!
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#5 dnlnAnonym
  • 22.04.2005, 23:22h
  • Wenn ich es richtig im Kopf habe - so stand es auch auf n-tv.de - ist der Senat konservativ dominiert. Jedoch kann wie in D die Entscheidung der zweiten Kammer überstimmt werden.

    Das die spanischen Konservativen weiter gehen als die hiesigen Christdemokraten find ich schon bemerkenswert. Da könnten sich die anderen europäischen Konservativen/Christdemokraten eine Scheibe von abschneiden.
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#6 JuliaAnonym
  • 22.04.2005, 23:48h
  • Dies soll doch eine Warnung an dem Papa Razi in Rom sein dass es nicht nur Katholizismus ist was blinkt.

    Der einst so katholischer Hochburg gehört jetzt zu den Heidenstaaten, wie schön.

    Ich habe noch nicht gehört dass der Razi ein Herzanfall gehabt hat als er die Nachricht bekam, vielleicht kommt das noch.

    Gruß, Julia
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#7 Georgios!Anonym
  • 23.04.2005, 01:56h
  • Endlich mal eine gute Nachricht nach diesem ganzen Ratzinger Tam Tam.....:-))
    Ich find Zapatero is das beste was Politik in Europa im Moment so zu bieten hat...das macht den anderen südlichen Homo Communitys Europas in Italien und Griechenland (meiner zweiten Heimat) vielleicht wieder etwas Mut!!! So etwas positives hat die Community all across Europe nach dem "Ratzinger Schock" wirklich gebraucht...damit ist wohl klar: Wir kämpfen weiter! :-))) Und der Papst kann uns mal gepflegt am A.... naja ihr wisst schon! *g* Obwohl die Vorstellung doch eher eklig wär! LOL

    Viva Zapatero, e Viva espania!!! :-)))
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#8 FloresAnonym
  • 23.04.2005, 13:01h
  • Por fin nos reconocen nuestros derechos en un país tan católico, aunque desde mi punto España no parece tan religioso como muchos alemanes piensan. Me parece que en Alemania son más religiosos según mi experiencia. Fuera la homofobia, los fachas y toda la derecha que siempre nos ha perseguido! y nos seguirán señalando!!!

    Ya me puedo casar con mi novio en España!!!!!!!!!

    Grüßle aus Freiburg
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#9 DesiAnonym
  • 24.04.2005, 04:07h
  • Bravo - gut gemacht !1 Endlich eine REgierung die der Katholischen Kirche nicht in den A.... kriecht und endlich das umsetzt was eigentlich selbstverständlich sein sollte.
    Gleiches Recht für alle !
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#10 OlliAnonym
  • 25.04.2005, 12:17h
  • --- Zitat ---
    Gegen das Gesetz die konservativen Volkspartei. Deren Sprecher Eduardo Zaplana sagte, seine Partei sei für Eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben, "aber eine jahrhundertealte Einrichtung wie die Ehe, die so fundamental für die Gestaltung unserer Gesellschaft ist, muss nicht auch für Homosexuelle gelten", so Zaplana.
    --- Zitat Ende ---

    Warum? - Wer sagt eigentlich, dass etwas automatisch richtig ist, nur weil es schon sehr lange so gehandhabt wurde?

    Nicht alles Neue ist automatisch besser als das alte, aber umgekehrt ist auch nicht alles richtig, nur weil es lange so gemacht wurde!

    Aber es ist schon bezeichnend, dass die Gegner nie Argumente bringen, sondern immer nur "Das war schon immer so und soll so bleiben"-Gewäsch vorbringen!
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