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Rebecca Burkhardt hat sich am Freitag im Büro geoutet: "Ich will eine happy Rebi sein – und zwar täglich, 24 Stunden lang!" (Bild: CVP)

Rebecca Burkhardt, früherer Präsident der römisch-katholischen Synode, kandidiert für die konservative CVP für das Kantonsparlament.

Auf den Wahlplakaten steht noch der Geburtsname Basil, abgebildet ist jedoch eine Frau: Rebecca Burkhardt will am 23. Oktober als erste Transfrau für die konservative Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) in den Grossen Rat, wie das Kantonsparlament von Basel-Stadt genannt wird, einziehen. Darüber berichtete am Freitag die "Basellandschaftliche Zeitung".

Die 58-Jährige ist als früherer Präsident der römisch-katholischen Synode in der Stadt nicht ganz unbekannt, dennoch outete sie sich erst am Freitag auf ihrem Arbeitsplatz bei einer Versicherung. Laut dem Bericht will sie am Montag erstmals nicht mehr als Mann verkleidet ins Büro kommen. In der Freizeit sei sie als Rebecca noch nie angepöbelt und nur selten blöd angestarrt worden: "Vielleicht merken die Leute nicht, dass ich mal ein Mann war."

"Erst jetzt bin ich richtig gesund"

Eine Namensänderung habe Burkhardt noch nicht beantragt, u.a. weil sie dann die Auflösung ihrer Ehe befürchte, erklärte Burkhardt, die von ihrer Ehefrau getrennt lebt, aber noch immer ein enges Verhältnis zu ihr habe. Außerdem müsste sie dann ein "Arztzeugnis" vorlegen, was sie kritisiert: "Ich bin weder krank noch gaga – im Gegenteil: Erst jetzt bin ich richtig gesund."

Einen Widerspruch, ausgerechnet für die konservative Christlichdemokratische Volkspartei zu kandidieren, die immer wieder gegen LGBTI-Rechte polemisiert, stimmt und abgestimmt hat, sieht Rebecca Burkhardt nicht: "Nachdem mich ein Bekannter angefragt habe, ob ich kandidieren möchte, habe ich begeistert zugesagt. Erst wenige Minuten später wurde mir bewusst: Ich muss denen noch etwas verklickern! Zu meiner eigenen Überraschung hat es die Partei aber sehr positiv aufgenommen." (cw)



#1 Na jaAnonym
  • 01.10.2016, 12:41h
  • "Ich bin weder krank noch gaga im Gegenteil: Erst jetzt bin ich richtig gesund."

    Krank sicher nicht, gaga auf jeden Fall, sonst wäre sie nicht in der CVP.
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#2 TheDad
  • 01.10.2016, 12:57h
  • Antwort auf #1 von Na ja
  • ""Krank sicher nicht, gaga auf jeden Fall, sonst wäre sie nicht in der CVP.""..

    Das ist nur ein "logische Konsequenz" ihre "Katholizismus"..
    Offensichtlich hat sie bislang nur ihre "wahre sexuelle Identität" entdeckt, aber nicht ihre "wahre politische Einstellung" gefunden..

    Die Erkenntnis 58 Jahre "etwas falsches gelebt" zu haben ist noch nicht bis zur "politischen und religiösen Dimension" vorgedrungen..
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#3 FreeyourgenderProfil
#4 Daniel MüllerAnonym
  • 01.10.2016, 22:32h
  • Super, das freut mich ganz besonders. Ich selber wurde 1988 von meinem damaligen Arbeitgeber ( Caritas) umgehend vor die Tür gesetzt, nachdem ich mich outete kurz vor der Geschlechtsumwandlung zu stehen von Frau zu Mann.
    " Jetzt bin ich erst gesund" wie gut dieser satz getroffen ist, genau das habe ich auch nach meiner erfolgreichen OP gesagt. Ich wünsche von Herzen, dass sie den Sprung in der Politik schafft!!!
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#5 Alice
  • 02.10.2016, 04:11h
  • Ich wünsche ihr auch alles Gute, vielleicht (wenn auch unwahrscheinlich) heilt die CVP ja dann von innen heraus.
    Ansonsten ist Frau wohl das Transfrau-"wir-meinen-das-doch-gar-nicht-so- wenn-wir-LSBTTIQ-Rechte-verwehren" -Aushängeschild .. zumindest so lange wie sie für unseren Feldzug nützlich ist:
    Brückenköpfe können eine Schlacht entscheiden!
    Vielleicht, ja vielleicht, heilt die CVP ja, dann steckt sie die AfD in Deutschland an und wir LSBTTIQ gehen alle in die AfD und sehen über diese unglücklichen Redekonstrukte hinweg.
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#6 michael008