Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 02.10.2016, 08:56h           9      Teilen:   |

Vereinte Nationen

Ein Thailänder wacht nun weltweit über LGBTI-Rechte

Artikelbild
Professor Vitit Muntarbhorn ist ein ausgewiesener Experte für Menschenrechte (Bild: UN)

Der UN-Menschenrechtsrat hat am Freitagabend Professor Vitit Muntarbhorn zum ersten LGBTI-Ermittler der Vereinten Nationen ernannt.

Als unabhängiger Experte soll Vitit Muntarbhorn in den kommenden drei Jahren die Wahrung der Rechte Von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in aller Welt überwachen. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ernannte den thailändischen Professor am Freitagabend zum ersten LGBTI-Ermittler in der Geschichte der UN.

Muntarbhorn, der Jura an der renommierten Chulalongkorn-Universität in Bangkok lehrt, hat sich in den vergangenen Jahren als Menschenrechtsexperte einen Namen gemacht. Für die Vereinten Nationen war der 63-Jährige unter anderem bereits als Ermittler im Bereich des Kinderhandels und der Kinderprostitution tätig. Außerdem untersuchte er Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea und Syrien.

Fortsetzung nach Anzeige


Russland und China stimmten gegen das neue Amt

Das Amt eines unabhängigen Experten für LGBTI-Rechte war Ende Juni vom Menschenrechtsrat mehrheitlich beschlossen worden (queer.de berichtete). Der Vertreter soll darüber Berichte sowohl für den Menschenrechtsrat als auch für die UN-Vollversammlung anfertigen. Außerdem soll er mit Regierungen zusammenarbeiten, um die Rechte queerer Menschen zu stärken und Hass zu bekämpfen.

Für die von südamerikanischen Staaten gestartete Initiative im 47 Mitglieder zählenden Gremium stimmten damals 23 Staaten, 18 waren dagegen. Sechs Länder enthielten sich. Unterstützung erhielt der Vorschlag vor allem aus Lateinamerika und Europa – auch Deutschland unterstützte die Initiative. Gegen den Vorschlag stimmten in erster Linie afrikanische Staaten (mit Ausnahme von Nigeria) und muslimische Staaten (mit Ausnahme von Albanien). Auch die Schwergewichte Russland und China waren gegen die Einrichtung des Amtes, der Vertreter des Vatikans beim Rat kritisierte sie (das komplette Abstimmungsverhalten im vorherigen Link).

Bereits Ende September hatte es im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York ein erstes Spitzentreffen der Vereinten Nationen zu LGBTI-Rechten gegeben (queer.de berichtete). UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kritisierte dort Verfolgerstaaten mit deutlichen Worten, weil sie sich "dem Lauf der Geschichte" entgegenstellten: "In unserem 21. Jahrhundert ist kein Platz für Diskriminierung auf Grundlage der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität."

Thailand gilt als LGBTI-freundlichstes Land Asiens

Vitit Muntarbhorns Heimatland Thailand gilt vor allem aufgrund der vergleichsweise sehr liberalen Einstellung der Bevölkerung als der LGBTI-freundlichste Staat Asiens. Seit 2015 gibt es ein Gesetz, dass die Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen verbietet.

Dennoch werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften noch immer rechtlich nicht anerkannt – der letzte parlamentarische Vorstoß zur Einführung eingetragener Partnerschaften scheiterte am jüngsten Militärputsch im Jahr 2014. Vor allem Transpersonen sind in Thailand nach wie Opfer sozialer Diskriminierung. Aktivisten beklagen zudem, dass es immer wieder zu "korrigierenden" Vergewaltigungen von Lesben komme. (cw)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 9 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 230       7       4     
Service: | pdf | mailen
Tags: vereinte nationen, menschenrechtsrat, vitit muntarbhorn, thailand
Schwerpunkte:
 Vereinte Nationen
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Ein Thailänder wacht nun weltweit über LGBTI-Rechte"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
02.10.2016
10:39:19


(+9, 9 Votes)

Von Felix


Wollen wir hoffen, dass er etwas bewegen kann.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
02.10.2016
11:03:31


(+9, 9 Votes)

Von trans_alliance
Mitglied seit 22.10.2016


Wir wünschen Professor Vitit Muntarbhorn alles Gute,

und hoffen dass sich damit weltweit auch die Situationen von Menschen der tti Bereiche (trans* / Transgender, transident / Transsexualität; Intersex / Intersexualität; Non Binary, 3te Option / xte Optionen) damit zeitnah, erheblich verbessert.

Und man sich weltweit zu einem Verbot von Intersex-Genitalverstümmelungen, einigt.

Drastische Bilder

Link:
zwischengeschlecht.org/public/Zwischengeschlecht_I
GM_Doku_Kantonsrat_Zurich_26-10-2015_web.pdf


.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass die skandallösen Zustände in Deutschland, die als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt werden sollten, mit gesetzlichen Neuregelungen u.a. des TSG zum 1-1-17 beendet werden.

Link:
transallianceproject.wordpress.com/2016/09/04/6000
/


.

Jedes Geschlecht verdient Respekt

.

DE Projekt der trans alliance


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
02.10.2016
11:36:24


(+3, 7 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


um die Rechte queerer Menschen zu stärken

....hat er das denn schon "Zuhause" erreicht ,

die Thaibevoelkerung ist nicht tolerand gegenueber LGBTI Menschen ....sie ist diebezg. gleichgueltig ....
der Buddismus erklaert doch das ganze mit Schuld im vorherigen Leben ,somit ist es dann doch irgendwie eine Art Strafe wenn Du ANDERS bist..

auf "Rechte" warte ich schon lange nicht mehr,

seit fast 30 Jahren im Land immernoch
OHNE ARBEITSERLAUBNIS (jetzt brauch ich sie aus Altersgruenden nicht mehr)

...OHNE UNBEFRISTETES VISUM..
(seit fast 30 Jahren alle 90 Tage zur Behoerte)

OHNE DAS RECHT MEIN EIGENES HAUS ZU BESITZEN,

es gehoert nur meinen Partner und fals er vor mir verstirbt ...muss ich raus ...

Und wenn Du nachfragst immer die gleiche Antwort : HIER IST THAILAND ,jeder kann gehen..

Es ist nicht alles Gold was hier glaenzt im Land des ewigen Laechels ...

Denke nie ein Kobra laechelt, wenn Du ihre Zaehne sehen kannst....

Der gute Mann hat in seinem eignen Land noch seinen Shop zu machen....

Aber sowas bekommt der "Normal-Touri " ja nicht mit ,


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
02.10.2016
12:53:45


(+4, 6 Votes)

Von Svetlana L


"...auch Deutschland unterstützte die Initiative"

Na, dann muss Frau Merkel doch mal hoffen, dass der nicht hier ermittelt. Da war doch was ... Gleichstellung im Eherecht, Adoptionsrecht, TSG-Reform!? Alles wird blockiert und mit Bauchschmerzen begründet. Vielleicht hätten die mal einen Internisten zum Ermittler machen sollen


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
02.10.2016
13:09:36


(0, 2 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Svetlana L


....... mit Bauchschmerzen begründet

jeder weis,dass Merkel sich taeuscht ,sie denkt die Schmerzen bereiten ihr die boesen LGBTI Leutchen...

mit nichten , es ist die SPD welche ihr die Bauchschmerzen bereitet ,bei den staendigen Versuchen ihr in den "Arsch" zu krichen...

alein schon die Vorstellung den dicken Schwellkopf des Herrn Gabriel im Rektum zu verspueren ...

laesst mich "mit ihr' leiden...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
02.10.2016
20:16:43


(+4, 4 Votes)

Von the_wash
Aus Karlsruhe (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 12.08.2015


Ist es denn so nötig, die Nationalität im Titel so hervorzuheben? Finde ich etwas ungeschickt. Insgesamt scheint sie mir von relativ geringer Relevanz, und die fachliche Qualifikation bzw. der Werdegang beschreibt Muntharborn meines Erachtens deutlich treffender und gibt einige Attribute persönlichere Attribute her als die Reduzierung auf seine Nationalität, die im Titel vorgenommen worden ist :)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
02.10.2016
20:52:05


(+6, 6 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein Minimalziel wäre doch mal wenn die Strafbarkeit von Homosexualität die nach wie vor in 1/3 der UN Mitglieder besteht aufgehoben wird...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
04.10.2016
04:21:15


(+2, 2 Votes)

Von Crikkie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sorry, aber die von dir angeprangerte "Rechtelosigkeit" von Ausländern in Thailand begründet sich auf generell geltendem, thailändischem Recht -und das ist als solches ja sicher auch dem sorgsam vorbereiteten Auswanderer vor seiner Einreise dort bekannt.

Diese Gesetze sind keine, die nur LGBTI* vorenthalten werden oder mit denen diese diskriminiert werden. Sie mögen Einwanderer und darunter auch LGBTI* diskriminieren -aber Professor Vitit Muntarbhorn ist dafür zuständig, LGBTI*-Diskriminierung und -Unterdrückung aufzudecken und anzuprangern. Davon sehe ich hier nichts.

Dass Thais LGBTI* mit Gleichgültigkeit begegnen ist doch immerhin besser, als sie zu unterdrücken oder zu entrechten, ne?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
04.10.2016
07:50:28


(0, 2 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015
Antwort zu Kommentar #8 von Crikkie


"Rechtelosigkeit" von Ausländern in Thailand begründet sich auf generell geltendem, thailändischem Recht ...

nenn Du es Recht ..ich nenn es UNRECHT.

auch dem sorgsam vorbereiteten Auswanderer vor seiner Einreise dort bekannt. ...

Hae ....1988 ....geplante Eroeffung einer Beratungsstelle fuer Frauen in der prostitution /Aids Beratung durch den Paeri.Wohlf.VB ..in BKK..

Aussage der Thaibotschaft Bonn ....

Keine Probleme... Sie muessen aber alles in Bangkok beantragen...wir sehen keine Probleme...

Umzug nach BKK.

Hae....es gibt keine Prostitution hier ,
es gibt auch kein Aids hier...
wir brauchen sie nicht...

damit waren alle Aussagen der TH.Botschaft fuer den A.....

Davon sehe ich hier nichts. ...

Na dann komm hier her ,verpartnert mit einem Thai, mit einem Beruf der nicht in der sehr kurzen Liste der fuer Auslaender erlaubten Berufe steht...

und los zu den Behoerten .....
und dann los zum Grundbuchamt wegen EURES GEMEINSAMEN HAUSES und dann los in die Klinik,
ohne dickes Geld in der Tasche ,wer nicht arbeiten darf verdient ja auch nichts ..oder

...so ...nun mal rumgedreht ,ein Thai verpartnert sich in einem Schengenland...

...der kann mit Recht 25 Stunden am Tag laechels.....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt