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Harald Petzold ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags. (Bild: Verbraucherzentrale Bundesverband / flickr)

Der queerpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag will 2017 den Wahlkreis Oberhavel-Havelland II gewinnen.

Die Mitglieder der Linken aus dem Wahlkreis 58 (Oberhavel-Havelland II) haben am Freitag vor einer Woche Harald Petzold als Direktkandidaten für die Bundestagswahlen im September 2017 nominiert. Mit 56 von 62 abgegebenen Stimmen sprach eine große Mehrheit der wahlberechtigten Anwesenden dem queerpolitischen Sprecher der Linksfraktion erneut das Vertrauen aus.

Am Wochenende kündigte Petzold an, sich parallel um einen vorderen Listenplatz seiner Partei in Brandenburg zu bewerben. Der Einzug in den Bundestag über das Direktmandat ist unwahrscheinlich: Bei der Wahl 2013 kam der 54-Jährige mit 19,6 Prozent der Erststimmen nur auf den dritten Platz. Den Wahlkreis gewann der CDU-Kandidat Uwe Feiler vor der SPD mit 37,5 Prozent.

In einer schriftlichen Begründung für seine Kandidatur stellte Harald Petzold die Queerpolitik in den Mittelpunkt: "Seit einigen Jahren erleben wir eine Renaissance konservativer Familienbilder und Versuche einer Eingrenzung und Zurückdrängung progressiver Errungenschaften der Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit. Dass dies ein klares Wahlkampfthema ist und die Gesellschaft größtenteils nicht bereit ist, erkämpfte Freiheiten wieder aufzugeben, haben selbst Teile der CDU/CSU begriffen."

Die Gleichstellung queerer Menschen sei ein "zentraler Baustein und Bestandteil unseres Kampfes für eine sozial-ökologische Wende in unserem Land", schreibt Petzold weiter. "Für eine derartige Wende möchte ich mit Projekten wie der Öffnung der Ehe für alle, der Schaffung eines Gesetzes zur Geschlechtsidentität (als konsequente Reform des Transsexuellenrechts) und einem konsequenten Einsatz für volle Inklusion aller Menschen in die Gesellschaft begegnen."

Harald Petzold ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags. Von 1990 bis 1999 saß der frühere Lehrer, der mit 19 Jahren in die SED eintrat, für die PDS im Landtag von Brandenburg, Bereits seit 2003 ist er außerdem Mitglied des Kreistags von Havelland. Dort kandidierte er mehrfach erfolglos als Landrat (queer.de berichtete). (cw)