Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27190

Im Umgang mit den schwul-lesbischen "Sündern" wirkt Papst Franziskus ziemlich gaga: In nur 48 Stunden mutierte er vom übelsten Hetzer zum gutmütigen Onkel (Bild: Republic of Korea / flickr)

Im Flugzeug nach Rom plädierte Franziskus vor Journalisten dafür, Schwule und Lesben "näher zu Gott" zu führen.

Es hat mittlerweile Tradition: Nach seinen Auslandsreisen plaudert Papst Franziskus im Flugzeug gerne mit Journalisten und äußert sich dabei vergleichsweise freundlich über Lesben und Schwule.

Mit der rhetorischen Frage "Wenn eine Person homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist, wer bin ich, über ihn zu richten?", hatte er bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2013 im päpstlichen Flieger (vergebliche) Hoffnungen auf einen neuen Kurs des Vatikans gemacht (queer.de berichtete). Und erst im Juni hatte Franziskus gar über den Wolken gemeint, die katholische Kirche sollte sich bei Homosexuellen entschuldigen (queer.de berichtete).

Am Sonntag saß der Papst nun wieder mal im Flieger, auf der Rückreise nach Rom von einem Ausflug in den Kaukasus. In der georgischen Hauptstadt Tiflis hatte Franziskus am Freitag noch allen Ernstes einen "Weltkrieg" gegen die Hetero-Ehe beklagt (queer.de berichtete) – keine 48 Stunden später und zehn Kilometer über dem Erdboden präsentierte er sich dagegen wieder als gutmütiger Onkel.

"Genau das würde Jesus heutzutage tun"

Homosexuelle dürften aus der katholischen Kirche nicht ausgegrenzt werden, sagte Franziskus an Bord des Flugzeugs laut einer Zusammenfassung der Deutschen Presse-Agentur. Die Gemeinden forderte das Kirchenoberhaupt dazu auf, Lesben und Schwule zu integrieren, zu begleiten und "näher zu Gott" zu führen. "Genau das würde Jesus heutzutage tun", begründete Franziskus seinen freundlichen Appell.

Er selbst habe während seiner gesamten Laufbahn in der katholischen Kirche Homosexuellen oft die Hand gereicht, erzählte der Papst den Journalisten. Auch habe er schon einen transsexuellen Menschen aus Spanien zu einer Audienz im Vatikan empfangen.

Die neue Charme-Offensive war damit jedoch schon wieder beendet. Franziskus stellte im Flieger ebenfalls klar, dass Homosexualität aus katholischer Sicht "keinen Grund zum Jubeln" darstelle. Denn, so der Papst: "Sünde ist Sünde." (mize)



#1 panzernashorn
  • 03.10.2016, 09:33h
  • Dann stelle ich mal klar, dass Religion aus natürlicher und wissenschaftlicher Sicht "keinen Grund zum Jubeln" darstellt. Denn, so die Realität:
    "Wahn ist Wahn."

  • Antworten » | Direktlink »
#2 priamos11Profil
  • 03.10.2016, 09:50hHürth
  • Religiös motivierter Schwachsinn ist kein Grund zum Jubeln! Gerade die katholische Kirche sollte mit dem Wort Sünde äußerst vorsichtig umgehen. Ihre Macht gründet sich auf Fälschung, Lüge und Betrug und im Laufe ihrer Geschichte hat sie sich auch nicht davor gescheut, Kriege anzuzetteln, Unschuldige zu verbrennen, Verbrechen zu vertuschen und es soll sogar Päpste gegeben haben, die vor Mord nicht zurückschreckten. Der alte Herr sollte immer daran denken, dass drei Finger der Hand auf einen selbst deuten, wenn man auf andere zeigt.
    Im Übrigen hat es Homosexualität immer gegeben (im Tierreich mit Sicherheit schon, bevor es überhaupt Menschen gab) und selbst, wenn die Gläubigen Schaum vorm Maul haben: Es wird sie immer geben, richtet Euch darauf ein!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SebiAnonym
  • 03.10.2016, 09:54h
  • >>> Lesben und Schwule zu integrieren, zu begleiten und "näher zu Gott" zu führen. <<<

    Ich übersetze mal:
    Lesben und Schwule müssen mit Gehirnwäsche der üblichen katholischen "Konversionstherapien" zu seelischen Krüppeln gemacht werden, die sich schön brav und schweigend von uns knechten lassen und blind unserem Willen folgen.

    Und wenn das nicht gelingt, sich das Leben nehmen - wie so viele andere, die dieser kirchlichen Gehirnwäsche unterzogen wurden.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Simon 82Anonym
#5 Svetlana LAnonym
  • 03.10.2016, 10:16h
  • "... hatte Franziskus am Freitag noch allen Ernstes einen "Weltkrieg" gegen die Hetero-Ehe beklagt (queer.de berichtete) keine 48 Stunden später und zehn Kilometer über dem Erdboden präsentierte er sich dagegen wieder als gutmütiger Onkel."

    Sind das Anzeichen von Schizophrenie? Oder ist da im Flieger immer ein Doppelgänger?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Carsten ACAnonym
  • 03.10.2016, 10:20h
  • "Sünde ist Sünde."

    Und ein Apfel ist ein Apfel.
    Ein Bleistift ist ein Bleistift.
    Und eine Teekanne ist eine Teekanne.

    Aber während letztere Ausdrücke anhand objektiver Kriterien überprüfbare Bezeichnungen für etwas sind, ist der Begriff "Sünde" nichts objektiv überprüfbares, sondern wird nur von der Kirche nach Belieben definiert und dient einzig und alleine der Ausgrenzung und Unterdrückung.

    Man erfindet einfach etwas (Sünde) und konstruiert auch gleich angeblich daraus resultierende (aber geschickterweise von niemandem überprüfbare) Folgen (Hölle, ewige Verdammnis, etc.) und benutzt dies dann, um Menschen gefügig zu machen. Die alte Technik, durch Angst und ein Gefühl von "Was ist, wenn da was wahres dran ist", Menschen zu lenken.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FredinbkkProfil
  • 03.10.2016, 10:23hBangkok
  • das würde Jesus heutzutage tun...

    ...wenn er wieder kaeme ...

    ich denke er wuerde als erstes im Vatikan "Feuer legen"
  • Antworten » | Direktlink »
#8 LarsAnonym
  • 03.10.2016, 10:23h
  • Homosexualität ist Homosexualität. Sie ist, wie die Heterosexualität, eine "Gabe Gottes", mit der man im Leben verantwortlich umgehen kann: Als (Ehe)-Partner, als Liebender, oder auch als SIngle oder Priester. Dann gibt es auch viele Gründe, für diese Gabe dankbar zu sein und zu "jubeln".

    Homosexuell zu sein (und zu leben), bedeutet nicht, sich "Gott" fern zu fühlen. Es bedeutet vielleicht, "Gott" oder das "Sein" auf eine andere Art zu erleben und wertzuschätzen, als sich das ein zölibatärer katholischer Theologe vorstellen kann.

    Was die Ablehnung der eigenen Sexualität bedeuten, kann wissen wir aus den Selbstmorden von queeren Jugendlichen: Eine Ablehung dessen, was man nunmal ist. Eine Ablehnung, Zurückweisung der Gabe des Lebens, so, wie es einem nun mal geschenkt wurde. Verzweiflung ist ein Ausdruck der Gottesferne. Und leider treibt die Kirche immer noch die Menschen in diese Gottesferne hinein.

    Löblich, dass der Papst homosexuelle Menschen integrieren will. (Ich nehm ihn da einfach mal beim Wort). Aber auch hier gilt gleiches, wie in anderen gesellshaftlichen Bereichen: Intergraton ist keine Einbahnstraße. Sie wird die Vorstellung von dem was Gott ist und will, verändern. Davor hat die Kirche spürbar Angst.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 priamos11Profil
#10 priamos11Profil