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  • 22. April 2005, noch kein Kommentar

Britney und Jennifer packt ein! Country-Sängerin Deana Carter sieht besser aus, schreibt ihre eigenen Songs und spielt Gitarre.

Von Jan Gebauer

1996 war das große Jahr der Deana Carter (39): Ihr Debüt-Album "Did I Shave My Legs For This?" verkaufte sich fast vier Millionen Mal und enthielt mit "Strawberry Wine" einen der schönsten, aufrichtigsten und erfolgreichsten Nummer-eins-Hits des Jahres. In den Country-Charts hatte sie danach einen Hit nach dem anderen, auch wenn oder gerade weil die Sängerin Pop-, Folk- und Rock-Elemente mit in ihre Musik integrierte. Auch auf ihrer neuesten CD "The Story Of My Life" geht sie diesen Weg konsequent weiter. Den Erfolg des witzig betitelten Debüts konnte sie in den letzten Jahren nicht so recht wiederholen. Nachdem Capitol sie aus ihrem Vertrag entlassen hatte und auch ihr letztes Album für Arista "I'm Just A Girl" (2003) zu wenig Zuspruch erhalten hatte, begab sich Carter unter die Fittiche des Indie-Labels Vanguard Records, legendär seit den ersten Platten von Joan Baez Anfang der 60er Jahre.

Dort erhielt sie nun die kreative Freiheit, die ihr oftmals in der Vergangenheit versagt blieb. Auf "The Story Of My Life" hat Deana Carter alle Songs selbst geschrieben, sowohl Akustik- als auch elektrische Gitarre gespielt und auch die Einspielung von Bass und Keyboards übernommen. Schlussendlich produzierte sie das Werk auch alleine. "Vanguard versuchte mich nicht zu ändern und nahmen mich so wie ich bin", sagte die Künstlerin zum Branchen-Blatt "Billboard". "Bei den großen Plattenfirmen konnte ich weder mit den Produzenten arbeiten, die ich mir aussuchte, noch durfte ich meine eigenen Songs singen", ergänzt die Künstlerin. "Außerdem gab es einen Produzenten, der quasi mit der Stopuhr dazu kam, um die Länge meiner Lieder zu bestimmen." Das hat sich nun mit ihrem aktuellen Album grundlegend geändert.

Mit ihrem Indie-Label-Debüt dürfte es Deana Carter nichtsdestotrotz sehr schwer in Nashville und dem Country-Radio haben. Der europäische Markt könnte schon gnädiger sein, denn das vor allen Dingen an Balladen reiche Album verschreckt niemanden, der sonst Country ablehnt. Elegant mixt die zarte ehemals blonde Sängerin Roots-Rock mit dem ländlichen Sound Amerikas und addiert Folk- sowie radiofreundliche Pop-Klänge hinzu. Dies wird nirgends so deutlich wie bei dem Eröffnungsstück "The Girl You Left Me For" oder "Sunny Day". Manchmal erinnert sie sogar an selige Fleetwood-Mac-Tage. Daneben entfachen die meisten Lieder eher ihre Wirkung nach mehrmaligen Hören. Die kleine, aber umso eindringlichere Stimme Carters steht dabei stets im Mittelpunkt ("Atlanta & Birmingham"), ebenso wie die persönlichen Texte. Auch wenn die talentierte Sängerin und Songschreiberin hierzulande kaum bekannt ist, sollte man "The Story Of My Life" unbedingt eine Chance geben.

22. April 2005



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