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  • 06.10.2016, 11:21h           21      Teilen:   |

Australien

Kylie Minogue will erst nach Ehe-Öffnung heiraten

Artikelbild
Kylie Minogue kämpft für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben in ihrem Heimatland (Bild: instagram / kylieminogue)

Die Schwulenikone kämpft für gleiche Rechte: Ihrem Verlobten will sie erst das Ja-Wort geben, wenn Schwule und Lesben auch den Hafen der Ehe ansteuern dürfen.

Die 48-jährige Kultsängerin Kylie Minogue wird nicht in Australien heiraten, solange ihr Heimatland gleichgeschlechtlichen Paaren das Ehe-Recht vorenthält. Das kündigte ihr 28-jähriger Verlobter Joshua Sasse am Donnerstag in einem Interview mit dem Sender Network Seven an. "Es besteht die Chance auf eine Hochzeit in Melbourne, aber wir werden nicht heiraten, bis dieses Gesetz verabschiedet wird", sagte der britische Schauspieler.

Auf Twitter unterstützte Minogue die Ankündigung ihres Verlobten: "Wir können 'I Do' sagen, wenn ihr das auch könnt", schrieb die Sängerin.



Sasse und Minogue kämpfen bereits seit längerem für die Ehe für alle. Erst im vergangenen Monat erklärte Minogue, sie halte das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben für "rückständig" (queer.de berichtete). Ihr Partner hatte via Twitter sogar das Ehe-Verbot mit der Sklaverei verglichen: "Australien ist so spät, die Gesetze zur gleichgeschlechtlichen Ehe zu ändern, wie Mauretanien spät mit Sklaverei dran war – das ist kein beneidenswerter Vergleich." Mauretanien war das letzte Land der Welt, das die Sklaverei offiziell verboten hat. Das war im Jahr 1981.

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Kampagne "Say 'I Do' Down Under" gestartet

Am Wochenende startete Sasse auch die Kampagne "Say 'I Do' Down Under". "Ich war schockiert, als ich dieses Jahr herausgefunden habe, dass die gleichgeschlechtliche Ehe in Australien immer noch illegal ist", erklärte der Brite. "Es gibt viele Hürden, um die Gleichstellung im Ehe-Recht zu erreichen, aber wir sind dem Ziel so nah wie nie zuvor." Der Start der Kampagne war auch von der amerikanischen Countrysängerin Dolly Parton unterstützt worden.


Joshua Sasse, Dolly Parton und Kylie Minogue setzten sich gemeinsam für die Ehe für alle ein.


Die Gleichstellung im Ehe-Recht ist in Australien ein großes politisches Streitthema: Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull hatte vor den Parlamentswahlen im Juli angekündigt, bei einem Wahlsieg einen Volksentscheid zum Thema durchführen zu wollen, während die größte Oppositionspartei, die Labor Party, die Ehe-Öffnung sofort parlamentarisch beschließen wollte (queer.de berichtete).

Turnbull konnte die Wahl am Ende nur knapp gewinnen und er ist für die Abhaltung eines Referendums auf Unterstützung der Opposition angewiesen. Die Labor-Partei und die Grünen setzen sich weiterhin dafür ein, eine freie Abstimmung zum Thema im Parlament zu erlauben – eine Mehrheit würde als sicher gelten. Sie werden von LGBTI-Organisationen unterstützt, die in einem Referendum eine teure Hinhaltetaktik sehen, die nicht der Sache, sondern Koalitionszwängen geschuldet sei. Ein Referendum würde umgerechnet 125 Millionen Euro verschlingen; die Ehe-Öffnung müsste dennoch von den Abgeordneten im Parlament beschlossen werden, für die das Ergebnis nicht bindend ist. Zudem könne der Wahlkampf rund um die Abstimmung zu einer Radikalisierung unter Homo-Gegnern führen, die sich in LGBTI-feindlicher Gewalt entladen könnte.

Die Ankündigung von Promis, erst zu heiraten, wenn die Ehe für alle Wirklichkeit ist, ist nicht ganz neu: So erklärten Brad Pitt und Angelina Jolie im Jahr 2006, erst den Bund der Ehe eingehen zu wollen, wenn auch Schwule und Lesben in alle US-Staaten heiraten dürfen (queer.de berichtete). Sie heirateten dann doch schon 2014, also ein Jahr vor der landesweiten Ehe-Öffnung – inzwischen gehen sie aber wieder getrennte Wege. (dk)

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Tags: joshua sasse, kylie minogue, ehe für alle, australien
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Reaktionen zu "Kylie Minogue will erst nach Ehe-Öffnung heiraten"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
06.10.2016
12:09:48


(+5, 5 Votes)

Von Carsten AC


Danke an Kylie Minogue, Dolly Parton und all die anderen Promis, die sich für die Eheöffnung in Australien einsetzen.

Ihr seid die Helden der Neuzeit!
Ihr werdet in die Geschichtsbücher eingehen als Kämpfer für Freiheit!


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#2
06.10.2016
12:48:03


(+6, 6 Votes)

Von Julian S


Wollen wir hoffen, dass auch Australien bald die Ehe öffnet.

Jedes weitere Land, das die Ehe öffnet, ist Gold wert. Nicht nur für die Bürger dieses Landes, sondern auch für die Bürger anderer Länder, denen das Hoffnung macht.

Und jedes Land, das die Ehe öffnet, nimmt auch den Homohassern, die darin den Untergang einer Gesellschaft sehen, noch mehr den Wind aus den Segeln.

Los, Australien, gehe endlich ins 21. Jahrhundert... Wie bereits so viele andere Staaten...


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#3
06.10.2016
13:06:33


(+1, 3 Votes)

Von Paulus47


Da wünsche ich Australien viel Glück: wäre schön, wenn es so wie das Nachbarland Neuseeland die Eheöffnung nunmehr umsetzt.


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#4
06.10.2016
13:18:29


(+6, 6 Votes)

Von Justus


Ich drücke den Australiern die Daumen, dass bald die Ehe geöffnet wird.

Und auch uns, da jedes weitere Land, das Gleichstellung umsetzt, auch den Druck auf Deutschland erhöht.


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#5
06.10.2016
13:20:37


(-3, 9 Votes)

Von m123


In Polen haben landesweit 100.000 Menschen gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts protestiert und damit Erfolg gehabt.

Link zu www.tagesschau.de

Das zeigt, dass man selbst ein Parlament, in dem konservative Politiker in der Mehrheit sind, durch Massendemos erfolgreich unter Druck setzen kann.

Wir können hier in Deutschland fünf oder zehn Jahre so weitermachen wie bisher und der Straße weiterhin fernbleiben, dann wird es keine Eheöffnung in den nächsten fünf bis zehn Jahren in Deutschland geben. Oder wir können endlich verstehen, dass wir für unsere Rechte auf die Straße gehen und politisch massenhaft für die Eheöffnung demonstrieren müssen. Dann könnten wir sehr viel früher das gleiche Recht auf Eheschließung erhalten, was ein Ausdruck der Anerkennung für gleichgeschlechtliche Beziehungen als gleichwertig zu verschiedengeschlechtlichen Beziehungen wäre. Die Frage ist nur ob ihr gleiche Rechte haben wollt und dafür bereit seid auf die Straße zu gehen.

Ohne Massendemos keine Eheöffnung.


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#6
06.10.2016
13:50:17


(+7, 7 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Wenn jedes heterosexuelles Paar mit den Heiraten warten würde, bis die Ehe für alle durchgesetzt worden ist, erst dann können sie nachfühlen, wie es ist, Jahrtausende auf diese elementaren Rechte zu warten!


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#7
06.10.2016
15:14:13


(0, 2 Votes)

Von Machtwort
Antwort zu Kommentar #5 von m123


Den Schlußsatz hättest Du Dir sparen oder sonstwo hinstecken können! Solang Du unfähig bist, für die LGBTI-Community irgendwas selber einmal auf die Beine zu stellen, solltest Du fürs Erste nämlich die Füße stillhalten!


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#8
06.10.2016
18:08:19


(+6, 6 Votes)

Von Finn


Cool, dass Kylie sogar ihre eigene (heterosexuelle) Heirat von der Eheöffnung abhängig macht.

DAS nenne ich mal ein Statement. Das ist echtes Engagement.


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#9
06.10.2016
20:57:16


(+4, 6 Votes)

Von Alice
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von m123


Hallo Schatzi!!
Wir haben hier jedes Jahr Massendemos.
Echt - ganze ganze viele, die heißen -
ja wie heißen die nochmal?
Ach ja : CSD oder so
Küsschen.
Deine Alice


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#10
06.10.2016
21:08:41


(+6, 6 Votes)

Von Alice
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Kaylie & Joshua das ist das einzig richtige Zeichen!

Ich würde mir wünschen, dass viel mehr, die mit einer Gleichstellung sympathisieren ähnlich handeln würden.

Das nimmt den Brandstiftern den Wind aus den Segeln und bringt die "Diskussion" wieder zurück zur Selbstverständlichkeit.
Man hört ja so Töne wie Untergang des Abendlandes ... ja der ganzen Menschheit ... Erzfeind der göttlichen Ehe ... Gefahr für alle Familien ...
wohl gemerkt NUR wegen der Eheöffnung.
Man kann es eigentlich nicht glauben - oder?

Super Joshua & Kylie!


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