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"Warum Gesetze allein nicht reichen"

LGBTI-Menschenrechtskonferenz in Pristina hat begonnen


In der dreitägigen Konferenz wird darüber debattiert, welche Strategien die Situation von LGBTI stärken könnten

  • 6. Oktober 2016, 17:07h
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    Pristina

In der Hauptstadt des Kosovos beraten LGBTI-Aktivisten und ihre Verbündeten darüber, wie die Lage sexueller Minderheiten im westlichen Balkan und der Türkei verbessert werden kann.

Von Donnerstag bis Samstag debattieren im kosovarischen Pristina rund 130 LGBTI-Aktivisten und ihre Verbündeten aus Politik und Zivilgesellschaft zum Thema "Warum Gesetze nicht reichen: Für soziale Einbeziehung von LGBTI-Personen im westlichen Balkan und der Türkei". Zusammen mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung führt die regionale Organisation LGBTI Equal Rights Association die dreitägige Regionalkonferenz durch.

Die Konferenz thematisiert Strategien für mehr politische Teilhabe in den jeweiligen Gesellschaften. Im Mittelpunkt stehen die Kooperation zwischen Behörden und der LGBTI-Community, die Bekämpfung von Hassverbrechen, Nationale Aktionspläne, Inklusion von trans- und intergeschlechtlichen Menschen in der Region sowie die Chancen und Herausforderungen des EU-Annäherungsprozesses.

Der Kosovo wurde als Konferenzort ausgewählt, weil die rechtliche Situation für LGBTI als durchaus fortschrittlich gilt, während die gesellschaftliche Situation gleichzeitig ein ganz anderes Bild bietet; Minderheitenfeindlichkeit und Vorurteile sind dort weit verbreitet. "Die junge LGBTI-Bewegung steht vor großen Herausforderungen und soll durch die Konferenz gestärkt werden", erklärte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung.
 
Die Teilnehmer kommen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien, der Türkei und einigen EU-Staaten. Aus Deutschland nimmt unter anderem die Menschenrechtsbeauftrage der Bundesregierung, die SPD-Politikerin Bärbel Kofler, teil. Das Auswärtige Amt unterstützt das Projekt. (pm/cw)