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  • 09.10.2016, 09:50h           8      Teilen:   |

Katholische Kirche entsetzt

Philippinen: Parlamentspräsident will die Ehe öffnen

Artikelbild
Pantaleon Alvarez ist ein Politiker der regierenden "Demokratischen Partei der Philippinen – Macht des Volkes"

Mit Pantaleon Alvarez kündigte der dritthöchste Mann des Staates einen Gesetzentwurf zur Ehe für alle an.

Der philippinische Parlamentspräsident Pantaleon Alvarez hat Anfang Oktober einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare angekündigt. Er wolle damit seine Unterstützung für die LGBT-Community ausdrücken, erklärte der 58-jährige Gefolgsmann von Staatspräsident Rodrigo Duterte. Alvarez übt das dritthöchste politische Amt in dem südostasiatischen Inselstaat aus.

Die Erfolgschancen im Repräsentantenhaus in Quezon City sind ungewiss, viele Abgeordnete äußerten sich in Medienberichten reserviert. Heftiger Widerstand kam aus der katholischen Kirche: "Die Ehe, wie sie von Gott gewollt ist, wird zwischen Mann und Frau geschlossen", erklärte unter anderem Bischof Honesto Ongtioco von Cubao. Rund 80 Prozent der philippinischen Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an.

Alvarez nahm die Kritik gelassen: "Wir mischen uns nicht in die Angelegenheiten der Kirche ein. Es ist kein Problem, wenn sie das nicht will", meinte der Parlamentspräsident in einem Interview. "Das Schöne an der Demokratie ist, dass wir über alles diskutieren können, aber am Ende zählt die Mehrheit."

Abgesehen von einigen wenigen Kommunen in Japan und Taiwan werden homosexuelle Beziehungen bislang in keinem einzigen Land Asiens rechtlich anerkannt, nicht einmal als eingetragene Partnerschaften. (cw)

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Tags: philippinen, ehe für alle, pantaleon alvarez
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Reaktionen zu "Philippinen: Parlamentspräsident will die Ehe öffnen"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
09.10.2016
11:15:44


(+7, 7 Votes)

Von jasper


Bei deren Präsidenten kann ich mir kaum vorstellen, dass das Erfolg haben wird. Aber wäre natürlich klasse, wenn das klappen würde. Je mehr Staaten, desto besser...


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#2
09.10.2016
14:01:05


(-4, 6 Votes)

Von Paulus47


"Abgesehen von einigen wenigen Kommunen in Japan und Taiwan werden homosexuelle Beziehungen bislang in keinem einzigen Land Asiens rechtlich anerkannt, nicht einmal als eingetragene Partnerschaften."

Das ist so falsch. In Israel gibt es eingetragene Partnerschaften mit gemeinschaftlichen Adoptionsrecht.

Israel ist geografisch ein Teil Asiens. Es wird "schnell" vergesssen, dass die Arabische Halbinsel sowie die Türkei (99 Prozent der Fläche) geografisch zu Asien gehören.


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#3
09.10.2016
14:23:42


(+2, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Immer wieder dieser größte Mißthaufen der Geschichte, kümmert Euch um die wahren probleme der Menschheit: wenniger waffen, wenniger Hunger, wenniger Armut, all diese atribute sind eure Feinde, denn auf diesen atributen fußt eure elendige religiöse diktatur.


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#4
09.10.2016
14:48:40


(+4, 6 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


...80 % gehoeren dort der RKK Gross-Sekte an,

dass dies letztlich nicht zur Ablehnung fuehren muss ,haben wir ja in Spanien gesehen,
wo die Glaeubigen(-Aberglaeubigen )der RKK Gross-Sekte sicherlich nicht weniger sind...

Denken wir daran ,dass viele nur Taufschein -Christen " sind ,die garnicht durch eigenen Willen und Endscheid zu den Gross-Sekten kamen ,sondern durch die Zwangsvermietgliedung der

cleveren "Saeuglings-Taufe"

Hoffen wir fuer dieses Land ,dass es dort eine ueberwaeltigende Mehrheit bei den "Taufschein -Christen " gibt ,welche dem Humbug der Sekte
in ihrem Leben und ihren Endscheidungen ,keine Bedeutung beimessen...

Wenn es gelingt---ein Grund zur Freude!!


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#5
09.10.2016
17:33:03
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von blahblahblah
Antwort zu Kommentar #2 von Paulus47


"Das ist so falsch. In Israel gibt es eingetragene Partnerschaften mit gemeinschaftlichen Adoptionsrecht."

---

...fuer Hetero-Paare...

...und auch nur fuer jene Hetero-Paare, bei denen beide Partner entweder konfessionslos sind oder Glaubensgemeinschaften angehoeren, die vom Staat nicht anerkannt sind ...(was sie aus Sicht des Staates ebenfalls zu Konfessionslosen macht).

Das betrifft (bei einer Gesamtbevoelkerung von ca. 8 Millionen) nur etwa 300.000 Personen.

Und da, wie gesagt, *beide* Partner konfessionslos sein muessen, koennen diese 300.000 Personen auch nur untereinander Partnerschaften begruenden. Die anderen 7-Millionen-plus Personen haben somit keinerlei Zugang zu diesen Partnerschaften.

Bereits 2012 gab es ein Urteil des hoechsten Gerichts des Landes, das der Regierung bzw. dem Parlament den Auftrag gab, das Gesetz zu ueberarbeiten.

Alle Gesetzentwuerfe, die nach 2010 (nach der Einfuehrung dieser Partnerschaft) eingebracht wurden und das Ziel hatten, sie auf Homo-Paare und alle Hetero-Paare, unabhaengig von deren Konfessionszugehoerigkeit, auszuweiten, wurden abgelehnt ...zuletzt im Sommer diesen Jahres.

Seit einigen Monaten laeuft wieder ein Gerichtsverfahren.

---

Link:
he.m.wikipedia.org/wiki/%D7%91%D7%A8%D7%99%D7%AA_%
D7%96%D7%95%D7%92%D7%99%D7%95%D7%AA


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#6
09.10.2016
17:56:05


(-1, 3 Votes)

Von Paulus47
Antwort zu Kommentar #5 von blahblahblah


@blahblahblah
Das ist schlichtweg falsch, was Du dort zur rechtlichen Lage in Israel schreibst. Anscheinend kennst Du dich entweder nicht aus oder du streust bewusst, falsche Informationen über Israel hier.

Hier die Fakten:

Seit 2002 kann man in Tel Aviv seine homosexuelle Partnerschaft eintragen lassen und bekommt zusätzliche kommunale Vergünstigungen.

* [
Link zu www.haaretz.com
Yam,Yehoshua: Tel Aviv grants gay couples eligibility for benefits] Artikel vom 3. Oktober 2002 in: HaAretz

Ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichts vom 21. November 2006 legt fest, dass im Ausland geschlossene Eingetragene Partnerschaften Gültigkeit haben.

* Queer.de: ''[
Link:
queer.de/news_detail.php?article_id=6328

Israel: Schwule als Ehe-Partner anerkannt]'', 31. Januar 2007

Homosexuelle Paare haben Steuerprivilegien wie heterosexuelle Paare sowie das gemeinschaftliche Adoptionsrecht. Dabei muss in Israel die homosexuelle Partnerschaft nur glaubhaft gemacht werden, während eine offizielle juristische Verpartnerung nicht erforderlich ist und aufgrund des der Begrenzungen durch das Standes- und Zivilrecht in Israel selbst nicht möglich wäre.

Seit 2013 wurde im Parlament ein Gesetzentwurf zum Ausbau der staatlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften zur Eingetragenen Partnerschaft (unabhängig von der sexuellen Orientierung) beraten.
* [
Link zu www.nytimes.com
New York Times:Centrist Party in Israel Introduces Civil Union Measure]

Der Gesetzentwurf scheiterte im Juli 2015.

* [
Link zu www.queer.de
Queer.de:Israel: Gesetze zur Zivilehe gescheitert], abgerufen am 10. Juli 2015

---> Fazit: Es ist daher in der Sache falsch, wenn Du schreibst, dass es keine staatliche Anerkennung homosexueller Paare durch den Staat in Israel gibt. Aber Recht hast du nur insofern, dass die rechtliche Anerkennung in Israel nicht so weit fortgeschritten ist, wie dies in Deutschland beispielsweise der Fall ist.


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#7
09.10.2016
18:31:30


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von blahblahblah


"........
...zuletzt im Sommer diesen Jahres."

Dank der Wähler, die hardliner wählen statt gemäßigte Politiker.


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#8
09.10.2016
21:28:08


(0, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Paulus47


""Hier die Fakten:""..

Die Fakten sind :
In Israel gibt es KEINE staatliche Ehe !

Es werden nur Ehen anerkannt, die innerhalb von Religionsgemeinschaften, oder im Ausland geschlossen wurden !


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