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  • 10.10.2016, 10:16h           9      Teilen:   |

Schwule Manager

Michael Kauch neuer Vorsitzender des VK

Artikelbild
Neue Aufgabe für den Ex-Abgeordneten: Michael Kauch, Jahrgang 1967, saß von 2003 bis 2013 für die FDP im Deutschen Bundestag (Bild: privat)

Der Völklinger Kreis, der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, feierte in Berlin sein 25-jähriges Bestehen.

Der Völklinger Kreis (VK), der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, hat einen neuen Vorstand. Bei der Mitgliederversammlung am Wochenende in Berlin wählte die Teilnehmer den selbständigen Unternehmensberater und ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Michael Kauch zum neuen Vorsitzenden.

Zu Stellvertretern gewählt wurden Matthias Weber aus Dortmund, Regionaldirektor einer großen deutschen Bank, und Sebastian Straub aus Stuttgart, der im Export eines multinationalen Chemiekonzerns tätig ist. Weitere Vorstandsmitglieder sind Alf Spröde (selbständiger Coach aus Köln und Kommunalpolitiker der Grünen), Robert Dadanski (Logistik-Unternehmer aus Bremen) und Christoph te Heesen (Steuerberater und aktives CDU-Mitglied aus dem Kreis Wesel).


Der neu gewählte VK-Vorstand (v.l.n.r.): Robert Dadanski, Matthias Weber, Sebastian Straub, Michael Kauch, Christoph te Heesen, Alf Spröde (Bild: Völklinger Kreis e.V.)


Michael Kauch dankte insbesondere dem ausscheidenden Vorsitzenden René Behr für seine erfolgreiche Arbeit. Behr trat wegen eines beruflichen Wechsels in die Schweiz nicht mehr an.

Zuvor feierten am Freitag etwa 300 Mitglieder und Gäste aus Unternehmen, Verbänden und Politik das 25-jährige Jubiläum des Verbandes. Die Festrede hielt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Brigitte Zypries (SPD). Eine Gratulation aus der Wirtschaft überbrachte Roland Leroux, Präsident der ULA, der Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände.

Sowohl Zypries als auch Leroux stellten heraus, wie wichtig ein aktives Diversity Management für die deutsche Wirtschaft sei – für die Mitarbeiter, aber auch für den Erfolg der Unternehmen. "Dies zu unterstützen und voranzutreiben, ist und bleibt die zentrale Aufgabe für den VK als Berufsverband", erklärte Michael Kauch.

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VK fordert Kollektiventschädigung verfolgter Schwuler

In einer Resolution forderte die VK-Mitgliederversammlung den Deutschen Bundestag auf, die Rehabilitierung und Entschädigung der nach 1949 vom Paragraf 175 betroffenen Schwulen und Bisexuellen noch in der laufenden Legislaturperiode zu regeln. "Schon der Respekt vor dem Alter vieler noch lebender Männer, die nach § 175 StGB verurteilt wurden, gebietet dies. Sie wurden ihrer Berufs- und Lebenschancen beraubt", betonte der neue VK-Vorsitzende Michael Kauch. Die betroffenen Männer sollten noch zu ihren Lebzeiten rehabilitiert werden und auch durch eine Entschädigung eine späte Genugtuung erfahren.

Ein gerechter, individueller Schadensausgleich sei nach so vielen Jahren kaum vorstellbar und realisierbar. Deshalb begrüßte der Völklinger Kreis die Planung eines pauschalen Schadensausgleichs. Dieses Verfahren sollte ohne großen bürokratischen Aufwand erfolgen, um keine unnötigen Hürden für die Betroffenen aufzubauen.

Darüber hinaus regte der Verband an, zusätzliche Mittel für eine Kollektiventschädigung in den Bundeshaushalt einzustellen. Ziel sei es, über die Ungerechtigkeiten aufzuklären, die Einzelschicksale für kommende Generationen durch Bildung und Forschung zu dokumentieren und eine Wiederholung zu verhindern. (cw/pm)

Links zum Thema:
» Homepage des Völklinger Kreises
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Tags: völklinger kreis, michael kauch, brigitte zypries, paragraf 175
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Reaktionen zu "Michael Kauch neuer Vorsitzender des VK"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
10.10.2016
11:44:30


(+2, 4 Votes)

Von Alice
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herzlichen Glückwunsch lieber Herr Kauch.

Zitat:
'Sowohl Zypries als auch Leroux stellten heraus, wie wichtig ein aktives Diversity Management für die deutsche Wirtschaft sei für die Mitarbeiter, aber auch für den Erfolg der Unternehmen. "Dies zu unterstützen und voranzutreiben, ist und bleibt die zentrale Aufgabe für den VK als Berufsverband", erklärte Michael Kauch.'
-> Applaus und ich nehme sie gerne beim Wort.

"Schon der Respekt vor dem Alter vieler noch lebender Männer, die nach § 175 StGB verurteilt wurden, gebietet dies. Sie wurden ihrer Berufs- und Lebenschancen beraubt"
-> Unfassbar, in 3 Jahren wird es 1/2 Jahrhundert her sein, dass dieser Paragraph abgeschafft wurde - aber das damit verbundene Unrecht, das blieb bestehen, bis heute.

Ich wünsche uns eine Aufarbeitung, Lebensgeschichten der Betroffenen (Interviews, Akten, was wurde angestellt um diese Leute zu fassen und zu enttarnen, wie ging man mit ihnen um, wie war es im Gefängnis unter all den anderen Männern, mindestens einen gut gemachten Film dazu, Romane und Sachbücher, Unterrichtsthema in den Schulen, Vorträge, Ausstellungen, wie handhaben es andere Kulturen, woher kam dieser Paragraph?, warum hat es bis 1969 gedauert ihn zu streichen?, ...
so viele haben es immer noch nicht realisiert, hetzen und reden von Sünde und Schande, schreiben Bücher dazu, sitze in Talkshows, schreiten zu Taten, wollen verhindern dass die neuen Generationen mehr Verständnis aufbringen wird und dass ihnen geholfen wird zu verstehen (sich und andere), die "Gerüchte" und "Wahrheiten" in den Medien (inkl. Internet, youtube, social media!!) einordnen zu können, einige halten Hassreden - sogar in ihrer Funktion als Volksvertreter, organisieren fragwürdige Demonstrationen, schüren Angst, beschwören den Untergang der Menschheit, halten es gar für einen Weltkrieg - eine Verschwörung, und vieles mehr.
Wohlgemerkt ich wünsche mir nicht dass LSBTTIQ als "die Besseren" dargestellt werden: Das können sie auch gar nicht sein, da sie ja ein Anteil der gesamten Bevölkerung darstellen, also jeder Schicht und jeder politischen und religiösen Richtung. Es muss klar gemacht werden dass sie/wir ein natürlicher (An-)Teil jeder Gesellschaft sind, eine der vielen sinnvollen Variationen der Natur, wie unterschiedliche Haar-, Haut- und Augenfarben und dass man diesem Teil übel mitgespielt hat, dass das nicht richtig wahr und künftig auch nicht richtig sein wird. Dass man Schwule, Lesben, Trans* als Untermenschen, Kranke, Perverse, Aussätzige behandelt (hat). Man hat mit ihnen experimentiert, hat sie unter Drogen gesetzt, elektrogeschockt, weg- und eingesperrt, gejagt, geprügelt, verboten, gehasst und verdammt.
Es muss klar werden, dass ein Staat sich hier nicht von religiösen Machenschaften beeinflussen lassen darf -> ein sehr begreifbares Argument für eine säkulare Gesellschaft.
Religionen sind generell nicht "von Übel" dennoch dürfen ihre zersetzenden Ansichten von der Gesellschaft nicht einfach hingenommen werden.
Es muss außerdem klar werden, dass unsere Forderung/Hoffnung auf Akzeptanz und Wiedergutmachung völlig gerechtfertigt ist und die Gesellschaft (zu der wir ja auch gehören) damit nicht im geringsten geschädigt werden kann - nein im Gegenteil diese Gleichstellung und Wiedergutmachung ist ein Heilungsprozess, eine Gesundung der Gesellschaft

PS.
Ich wusste bis zu diesem Artikel gar nicht, dass es einen VK gibt und Ich denke nicht, dass ich die einzige hier bin.
Das macht Hoffnung, denn gerade im Arbeitsleben muss man oft in Deckung gehen und sehr vorsichtig sein wer was erfährt, ahnt oder erzählt - es gibt ja so nette Kolleg*innen, die "um die Menschheit zu retten" auch vor "Lügen" und "üblen Andeutungen" keinen Halt machen, denn der "Zweck heiligt die Mittel!" (böser böser Spruch) !


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#2
10.10.2016
13:31:14


(-6, 8 Votes)

Von Paulus47


Herzlichen Glückwunsch an Michael Kauch

Und möge die FDP im Herbst 2017 erneut in den Bundestag in Berlin einziehen, das wäre eine erfreuliche Nachricht, denn die FDP unterstützt die Eheöffnung für alle.


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#3
10.10.2016
14:21:16


(+6, 6 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von Alice


die abmilderung des §175 1969 wird oft mit seiner abschaffung verwechselt. tatsächlich wurde der §175 aber erst 1994 im zuge der rechtsangleichung zwischen ddr und brd gestrichen. bis dahin galten unterschiedliche schutzaltersgrenzen für hetero- und schwulen sex.

unterschiedliche altersgrenzen gelten übrigens bis heute für eheschließungen (in ausnahmefällen ab 16 jahren) und lebenspartnerschaften (generell erst ab 18).


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#4
10.10.2016
14:32:38


(+5, 7 Votes)

Von Denkfehler
Antwort zu Kommentar #2 von Paulus47


Blöd nur, dass dies nichts bringt, da sich Merkels Bauchgefühl auch nicht von der FDP beheben lässt!


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#5
10.10.2016
18:19:36


(-5, 7 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Völlig überflüssige "Veranstaltung", dieser Völklinger Kreis.


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#6
10.10.2016
21:16:21


(0, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Sowohl Zypries als auch Leroux stellten heraus, wie wichtig ein aktives Diversity Management für die deutsche Wirtschaft sei für die Mitarbeiter, aber auch für den Erfolg der Unternehmen."

So ein scheiß Schwachsinn, wieder mal eine richtig volle interessen scheiß politik.
Die wirtschaft muß für die gesellschaft da sein und nicht umgekehrt!!!!


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#7
10.10.2016
21:18:19


(+2, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Denkfehler


Von der scheiß fdp schon dreimal nicht!!!


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#8
11.10.2016
00:49:55


(+4, 4 Votes)

Von Alice
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von ursus


ja, das stimmt.
Erst 1973 waren homosexuelle Handlungen unter Volljährigen generell nicht mehr strafbar. Jedoch sind die unterschiedlichen Schutzgrenzen für männliche homosexuelle Handlungen (Schutzgrenze 18 gegenüber Schutzgrenze 14 Jahre für lesbische bzw. heterosexuelle Handlungen) natürlich ebenfalls eine Ungleichbehandlung und damit Unrecht gewesen und es wurden ja auch Menschen deswegen verurteilt.

Ja, Ehe und Partnerschaft sind eben nicht das selbe und diese Unterschiede verletzen den Gleichbehandlungsgrundsatz.
Es ist eigentlich eine einfache Sache dies schnellstens zu beheben - eigentlich.


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#9
11.10.2016
02:54:01


(-2, 4 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Was beim VK so alles unter Führungskraft durchgeht, wundert mich immmer wieder


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