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  • 11.10.2016, 11:27h           1      Teilen:   |

Schwule und Lesben in der Union

LSU Sachsen gegründet

Artikelbild
Die Freistaats-LSU: Ekkehard Kämmerer (Schatzmeister), Christoph Genzel (stellv. Landesvorsitzender), David Scharf (Landvorsitzender), Alexander Paul (Beisitzer), Alexander Krauß (stellv. Landesvorsitzender) (Bild: LSU Sachsen)

Die LSU will mit einem brandneuen Landesverband im Freistaat Sachsen für LGBTI-freundliche Schulen und gegen Hassgewalt kämpfen.

Am vergangenen Samstag hat sich in Dresden der Sächsische Landesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) gegründet. Der bundesweit achte Landesverband hat gleichzeitig die "Dresdner Erklärung" beschlossen, die der Grundstein für die künftige Arbeit sein soll.

In der Erklärung heißt es, die LSU sehe sich als "Interessenvertretung für LSBTIQ in Sachsen" und wolle außerdem "erster Ansprechpartner bei LSBTIQ-Themen für unsere Mutterpartei, der CDU Sachsen, sein". Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit legt der Landesverband unter anderem auf "integrative Kampagnen gegen Hassgewalt gegenüber LSBTIQ-Menschen" und auf den Bildungsbereich. So wird für Sachsen die Aufnahme von "Diversität und LSBTI" in die Lehrpläne gefordert.

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"Starke Stimme für Gleichberechtigung"

"In Sachsen sind wir nun auch in der Christlich Demokratischen Union mit einer starken Stimme für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Menschen jeder sexuellen Identität aktiv", so David Scharf, der Landesvorsitzende der LSU Sachsen. Man wolle auch mit anderen LGBTI-Organisationen zusammenarbeiten.

Da es dem LSU-Regionalverband Ost in der Vergangenheit gelungen sei, flächendeckend in ganz Sachsen Mitglieder für den Landesverband zu werben, äußerte sich der Vorstand des Landesverbandes "sehr zuversichtlich", in Zukunft in jedem Winkel des Freistaats aktiv werden zu können. Bereits in der nächsten CSD-Saison will die LSU Sachsen daher auf allen CSD-Veranstaltungen und darüber hinaus auf Partei- und Aktionstagen vor Ort sein.

Der Freistaat Sachsen, der seit dem Ende der DDR ausschließlich von CDU-Ministerpräsidenten regiert wird, gilt als Schlusslicht bei der LGBTI-Gleichstellung. So hat das Land am längsten an der Restdisksriminierung von eingetragenen Lebenspartnern im Landesrecht festgehalten (queer.de berichtete). Sächsische CDU-Politiker fallen zudem immer wieder mit negativen Äußerungen über LGBTI auf, zuletzt etwa der Landtagsabgeordnete Alexander Krauß. (pm/dk)

  Dresdner Erklärung
Nach intensiven Vorbereitungen in den letzten Jahren ist nun der achte Landesverband der LSU in Deutschland und der zweite nach Berlin im Regionalverband Ost gegründet worden. Der Landesverband möchte seinen Mitgliedern Heimat und Identifikation als Sachsen sein.

In den letzten drei Jahren waren wir bei allen sächsischen Christopher Street Days vertreten und konnten so bereits die Aufmerksamkeit in der Community auf uns lenken. Es müssen jetzt aber weitere Schritte eingeleitet werden. Wir verstehen uns als Interessenvertretung für LSBTIQ in Sachsen und wollen erster Ansprechpartner bei LSBTIQ-Themen für unsere Mutterpartei, der CDU Sachsen, sein.

Die LSU will mit einem brandneuen Landesverband im Freistaat Sachsen für die LGBTI-freundliche Schulen und gegen Hassgewalt kämpfen.Außerdem werden wir die Mitglieder der sächsischen Union und Mandatsträger für unsere Themen sensibilisieren. Uns ist dabei bewusst, dass in Sachsen viel Arbeit vor uns liegen wird. Packen wir es gemeinsam an! Wir setzen auf Information und Aufklärung und wollen in einem ständigen Dialog mit der CDU stehen, um für unsere Werte und Ziele zu werben.

In der aktuell aufgeheizten politischen Lage werden wir uns als Minderheitenvertretung explizit gegen jegliche Diskriminierung und Hassgewalt einsetzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Nationalität, sexuelle Orientierung oder geschlechtlichen Identität beleidigt oder sogar körperlich attackiert werden.  Wie der LSU-Bundesverband in der aktuellen Jahreskampagne "Nein zur Hassgewalt" festgestellt hat, hat dies leider auch gegen über LSBTIQ-Menschen zugenommen. Dem werden wir uns entschieden entgegenstellen! Hier gilt das Null-Toleranz-Gebot! Wir werden auch nicht hinnehmen, dass rechtspopulistische Parteien oder Organisationen versuchen, Menschen gegeneinander auszuspielen. Wir verstehen uns als toleranter und weltoffener Verband, der jeden Menschen in seiner einzigartigen Würde anerkennt und frei von Vorurteilen behandelt.

Ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg für mehr Toleranz und Akzeptanz von LSBTIQ- Menschen ist dabei die Bildung. Durch Bildung kann Kindern und Jugendlichen frühzeitig der Umgang mit verschiedenen Lebensweisen nähergebracht werden. Die Aufnahme von "Diversität und LSBTI" in die Lehrpläne wäre ein wichtiger Anfang. Dieser könnte durch die Schulung der Lehrkräfte zu diesen Themen fortgesetzt werden. Die Verwendung des Wortes "schwul" als Schimpfwort auf Schulhöfen, in Vereinen, Verbänden und am Arbeitsplatz ist nicht hinnehmbar. Durch diese werden auch Jugendliche, die in der Pubertät merken "anders" zu sein, bei ihren Coming Out verängstigt, da sie mit negativen Folgen durch ihr Coming Out für sich selbst rechnen.

Unsere erste Aufgabe als Landesverband wird daher sein, uns dieser beiden Themen anzunehmen und mit Verantwortungsträgern sowie Mitgliedern darüber ins Gespräch zu kommen.  Unser Ziel ist es, aufzuklären und unsere Positionen innerhalb der sächsischen Union voran zu bringen. Schließlich werden wir uns auch weiterhin für die Öffnung der Ehe und die gemeinschaftliche Adoption für homosexuelle Paare einsetzen.

Wir laden alle sächsischen CDU Mitglieder und Interessierte dazu ein, mit uns ins Gespräch zu kommen, uns aktiv zu unterstützen und bei uns in der LSU Sachsen mitzuarbeiten.
Links zum Thema:
» Facebook-Seite LSU Sachsen
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Tags: lsu, sachsen, dresden
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 LSU
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Reaktionen zu "LSU Sachsen gegründet"


 1 User-Kommentar
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#1
11.10.2016
23:55:07
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von markusbln11


Da wurde es aber auch zeit. Bisher hörte ich doch nur etwas ruppige töne aus der cdu sachsen, wenn es um lgbti ging. Oder gar nix.

Nun haben die jungs und mädels auf der abgeordnetenseite in sachsen endlich die günstige gelegenheit sich parteiintern schlau zu machen, bevor sie wieder einmal unqualifiziert loszupoltern gedenken, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht.

Wir hatten die letzten wochen mehrfach diffuse meldungen aus der cdu sachsen zu vernehmen. Diese werden mit der lsu vor ort jetzt hoffentlich seltener.


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