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Nushin Atmaca sieht den Beitritt ihres Liberal-Islamischen Bundes als Selbstverständlichkeit an (Bild: Liberal-Islamischer Bund)

Nach der evangelischen Kirche und der jüdischen Gemeinde Berlin engagieren sich zwei weitere religiöse Gruppen gegen Homosexuellenfeindlichkeit in der Bundeshauptstadt.

Die vom Papst unabhängige Alt-Katholische Kirche und die Berliner Gemeinde des Liberal-Islamischen Bundes werden Mitglied im Bündnis gegen Homophobie. Das gab der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am Dienstag bekannt. Damit umfasst der vor sieben Jahren gegründete Berliner Zusammenschluss gesellschaftlicher Kräfte inzwischen 105 Mitglieds-Organisationen.

"Der Beitritt unserer Berliner Gemeinde zum Bündnis gegen Homophobie stellt für uns als Liberal-Islamischen Bund eine Selbstverständlichkeit dar", erklärte Nushin Atmaca, die erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. "Seit unserer Gründung stellen wir uns jeglicher Form von Diskriminierung entgegen – so setzen wir uns ein für eine inklusive Lesart des Islam und praktizieren dieses religiöse Verständnis in unseren Gemeinden, in denen ausdrücklich jeder Mensch willkommen ist." Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der sowohl eine große muslimische Gemeinschaft als auch eine lebendige und aktive LGBTI-Community zuhause seien, "verstehen wir den Beitritt unserer hiesigen Gemeinde zum Bündnis als wichtiges gesellschaftliches Signal".

Alt-Katholische Kirche: LGBTI-Community bereichert kirchliches Leben

Dekan Ulf-Martin Schmidt, der Beauftragter am Sitz der Bundesregierung für die Alt-Katholische Kirche, betonte in diesem Zusammenhang, dass es gerade in polarisierenden Zeiten für die Alt-Katholiken in Berlin und Brandenburg wichtig sei, dem Bündnis gegen Homophobie beizutreten. "Seit vielen Jahren bereichern Menschen der LGBTI-Community unser kirchliches Leben – so ist es nur folgerichtig, auch aktiv ein Zeichen der Solidarität zu setzen", sagte Schmidt.

Erst vor drei Monaten waren mit dem Eishockey-Erstligisten Eisbären Berlin und dem Handball-Bundesligateam Füchse Berlin zwei beliebte Sportvereine dem Bündnis beigetreten (queer.de berichtete).

In dem 2009 gegründeten Bündnis gegen Homophobie haben sich Unternehmen, Organisationen und Verbände aus den Bereichen Sport, Kultur und Wirtschaft zusammengeschlossen, um sich als Teil der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen einzusetzen. Das Projekt wird vom LSVD Berlin-Brandenburg im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" umgesetzt. Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). Zu den Mitglieder gehören auch die Jüdische Gemeinde Berlin und die Evangelische Kirche, allerdings nicht die römisch-katholische Kirche. (dk)



#1 DoellingerAnonym
#2 Tommy0607Profil
  • 12.10.2016, 16:14hEtzbach
  • Ob Christ , Muslime oder Juden : es sind alles Menschen .
    Und wir sind "alle " Gottes Kinder.
    Und da sieht man , es gibt Tolerante Katholische:
    Nicht so wie bei der RKK!
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#3 ursus