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  • 13.10.2016, 14:40h           22      Teilen:   |

Niedersachsen

Jusos fordern Verbot von "Therapien" gegen Homosexualität

Artikelbild
Der Weltärztebund verurteilt Homo-"Heilung" als Menschenrechtsverletzung

Der SPD-Nachwuchs in Niedersachsen will Konversionstherapien verbieten – und macht Druck auf die Mutterpartei.

Die niedersächsischen Jusos wollen Therapien untersagen, die Minderjährige angeblich von Homosexualität "heilen" könnten. Auf ihrer Landeskonferenz am vergangenen Wochenende in Hannover hat der SPD-Nachwuchs einstimmig einen Antrag beschlossen, der das Verbot sogenannter "Konversionstherapien" fordert.

"Derartiger homophober Hokuspokus hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren", erklärt der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Arne Zillmer, der den Antrag selbst einbrachte. "Wir wollen mit diesem Antrag darum Minderjährige vor derartigen Therapie-Angeboten schützen und hoffen, dass sich auch die SPD bei dem Thema klar positioniert", so Zillmer. Er wies darauf hin, dass derartige "Therapien" zu psychischen Erkrankungen führten und junge Menschen gefährdeten. "Zurecht verurteilt beispielsweise der Weltärztebund 'Homo-Heilung' als Menschenrechtsverletzung, nun müssen auch die SPD, Krankenkassen und christliche Verbände reagieren", forderte Zillmer.

2013 hatte der Bundestag mit der Mehrheit der damaligen schwarz-gelben Koalition einen Antrag der Grünen abgelehnt, die Homo-"Heilung" von Jugendlichen zu verbieten (queer.de berichtete). Das Bundesgesundheitsministerium erklärte zwar 2014 auf Anfrage der Linksfraktion, man lehne Homo-"Heilung" ab (queer.de berichtete). Für ein Verbot der Praxis sieht Schwarz-Rot aber derzeit aber keine Veranlassung.

In der Vergangenheit zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder eine Nähe zu Homo-"Heilern": Die CDU-Chefin würdigte etwa 2013 den Gnadauer Gemeinschaftsverband, der die "Korrektur" von Homosexuellen fordert (queer.de berichtete). (dk)

Mehr zum Thema:
» Weltärztebund: Homo-"Heiler" verletzen Menschenrechte (23.10.13)
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Tags: homo-heilung, konversionstherapie, jusos, spd
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Reaktionen zu "Jusos fordern Verbot von "Therapien" gegen Homosexualität"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
13.10.2016
15:10:04
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Alex


Das Verbot von solchen Gehirnwäsche-Therapien, die schwerste psychische Schäden verursachen und oft bis zum Selbstmord führen, ist bisher stets an Union und SPD gescheitert.

Warum die gefährliche Gehirnwäsche nicht verbieten wollen, konnte bisher niemand von denen erklären.


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#2
13.10.2016
16:08:49


(+6, 8 Votes)

Von Pascal Gosker


Das Super-Wahljahr 2017 mit Bundestagswahl und mehreren wichtigen Landtagswahlen rückt langsam näher; die ersten Landtagswahlen sind schon im Frühling.

Und da erinnert die SPD sich reflexartig wieder an die Schwulen und Lesben. Wer sich bisher immer so schön verarschen ließ, fällt bestimmt wieder auf dieselbe Masche rein.

Dumm nur, dass die seit über 3 Jahren regieren und all das, was sie angeblich fordern wollen, längst hätten umsetzen können. (Das Gegenteil ist der Fall, die haben das sogar noch blockiert.)

Glauben die etwa wirklich, dass da im Jahr 2017 noch irgendwer drauf reinfällt?!

Und genauso dumm, dass die auch bei ihrem Wahlversprechen "100% Gleichstellung" (inkl. Eheöffnung, Volladoption, etc.) bereits gezeigt haben, dass sie nach Wahlen das genaue Gegenteil von dem tun, was sie vor Wahlen versprochen hatten. Obwohl es eine Mehrheit links der Union für all das gäbe...


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#3
13.10.2016
16:49:33


(+8, 10 Votes)

Von Thorben


Schon vor Jahren hat der Welt-Ärztebund vor sog. "Konversions-Therapien" gewarnt, die nicht nur gegen Menschenrechte verstoßen, sondern brandgefährlich für Leib und Leben sind (queer.de berichtete).

Dennoch weigern sich CDU/CSU und SPD (und davor auch schon die FDP) weiterhin beharrlich, das endlich zu verbieten.

Wissenschaftliche Experten werden einfach ignoriert...

Andere Staaten sind auch in dieser Frage wieder mal viel fortschrittlicher als Deutschland - das Land des rosa Winkels...


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#4
13.10.2016
18:19:34


(+3, 11 Votes)

Von Mariposa
Antwort zu Kommentar #2 von Pascal Gosker


Sorry, die Jusos für das Versagen der Mutterpartei verantwortlich zu machen, haut nicht so ganz hin. Sie waren schon extrem gegen die unsoziale Politik von Schröder.


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#5
13.10.2016
18:26:35


(+9, 9 Votes)

Von Robby69
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Sofortiges Verbot von "Homo-Heilern" und ihren perversen Praktiken - weltweit!
Das, was diese Scharlatane (die sich selbst "Homo-Heiler" nennen) da treiben, ist keine "Hilfe" oder "Heilung", sondern vorsätzliche Körperverletzung!
Homosexualität ist KEINE Krankheit, kann also auch nicht "geheilt" werden.


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#6
13.10.2016
18:30:16


(+4, 6 Votes)

Von Robby69
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Antwort zu Kommentar #4 von Mariposa


Trotzdem haben sie bei der entscheidenden Abstimmung FÜR die homophobe GroKo - und damit GEGEN uns LGBTIs gestimmt! Darum sind die Jusos genauso für unsere weiter andauernde Diskriminierung verantwortlich wie ihre "Mutterpartei" SDP, die CDU und vor allem auch die Schwulen-Hasser-Partei CSU.


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#7
13.10.2016
20:37:00


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #6 von Robby69


""Trotzdem haben sie bei der entscheidenden Abstimmung FÜR die homophobe GroKo - und damit GEGEN uns LGBTIs gestimmt!""..

Äh ? Nöö..
Sowohl die Jusos als auch die Schwusos haben offen gegen die GroKo gestimmt..

Link zu www.spiegel.de

Link zu www.tagesspiegel.de

Link zu www.queer.de

Link zu www.queer.de


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#8
13.10.2016
22:35:29


(+4, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wer Fakten negativ bewertet hat definitiv nicht alle Tassen im Schrank !


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#9
13.10.2016
23:15:15


(-6, 8 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Pascal Gosker


Nächstes Jahr sind drei Landtagswahlen und diese sind ALLE im Frühling:

- Saarland am 25.03.2017
- Schleswig-Holstein am 07.05.2017
- Nordrhein-Westfalen am 14.05.2017

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_im_Saarland_201
7


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Nordrhein-We
stfalen_2017


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Nordrhein-We
stfalen_2017


@Mariposa: DANKE!


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#10
14.10.2016
10:00:28


(+2, 4 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #4 von Mariposa


Und dennoch sind die Jusos weiterhin Teil der SPD.

Wenn ich in so fundamentalen Fragen wie Menschenrechtsfragen wirklich anderer Meinung bin als der Rest der Partei, dann trete ich aus. Es geht hier ja nicht um die Frage ob irgendeine Steuer ein Prozent höher oder niedriger ist, sondern um ganz grundsätzliche Dinge.

Wenn jemand dennoch ("unter Bauschmerzen" ist ja politischer Standardsatz) Mitglied einer Partei bleibt, muss ich davon ausgehen, dass er zumindest in den fundamentalsten Fragen (und dazu gehören Menschenrechtsfragen) die Politik seiner Partei teilt.

Insofern können mir die Jusos genauso gepflegt den Buckel runterrutschen wie der Rest der SPD.


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