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Natalie Imbruglia unterstützt die Kampagne für die Ehe-Öffnung in ihrem Heimatland (Bild: Instagram / natalie_imbruglia)

Immer mehr Stars setzen sich in Australien für die Gleichbehandlung im Ehe-Recht ein, darunter auch Sängerin Natalie Imbruglia und Schauspieler Sam Neill.

Die australische Sängerin Natalie Imbruglia ("Torn") hat sich der Kampagne "Say 'I Do' Down Under" angeschlossen, in der mehrere Promis die rasche Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben Down Under fordern. Auf Instagram erklärte die 41-Jährige am Samstag: "Jeder sollte das Recht darauf haben, die Person zu heiraten, die er oder sie liebt." Sie forderte ihre Fans auf, die Website der Kampagne zu besuchen. "Ich stehe bei euch", so Imbruglia weiter. Sie veröffentlichte dazu ein Foto, das sie mit dem T-Shirt der Kampagne zeigt.

"Say 'I Do' Down Under" war vor rund drei Wochen vom britischen Schauspieler Joshua Sasse ins Leben gerufen worden, dem Verlobten von Sängerin Kylie Minogue. Die beiden Stars kündigten auch an, dass sie erst heiraten werden, wenn das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gefallen ist (queer.de berichtete). Die Kampagne wird unter anderem von der australischen Schauspielerin Margot Robbie ("Suicide Squad"), der amerikanischen Schauspielerin Kelly Ripa, der englischen Sängerin Ellie Goulding und der amerikanischen Countrysängerin Dolly Parton unterstützt. Auch der wohl größte Musikstar der Gegenwart aus Down Under, die Sängerin Sia, unterstützt die Aktion (queer.de berichtete).

Direktlink | Imbruglias bislang größter Hit

"Was ist los mit diesem Blockade-Parlament?"

Auch der neuseeländische Filmstar Sam Neill ("Jurassic Park") äußerte Unverständnis über das Zögern der Regierung in Canberra. "Ich kann nicht verstehen, dass wir überhaupt noch darüber reden", sagte der 69-Jährige gegenüber dem Sender Channel Nine. Neill, dessen Heimatland die Ehe bereits vor drei Jahren die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hatte, dreht derzeit im australischen Bundesstaat Queensland die Fortsetzung der "Thor"-Filmreihe. "64 Prozent der Australier sind für die Gleichstellung im Ehe-Recht, die meisten Politiker sind auch dafür. Ich denke nicht, dass irgend jemand bestimmen darf, wer heiraten soll und wer nicht", so Neill weiter. In Richtung der Politiker sagte er: "Warum verabschieden sie nicht einfach das Gesetz? Was ist los mit diesem Blockade-Parlament?"


Sam Neill in seiner Paraderolle als Dr. Alan Grant in "Jurassic Park". (Bild: Universal Pictures)

Im Parlament gibt es derzeit zwar eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung, allerdings will der konservative Premierminister Malcolm Turnbull keine freie Abstimmung zulassen. Stattdessen will er einen Volksentscheid zur Ehe-Öffnung durchführen lassen. Allerdings lehnt das die Opposition unter Führung der sozialdemokratischen Labor Party ab, weil ein ohnehin nicht bindendes Plebiszit mit Kosten von umgerechnet 125 Millionen Euro zu teuer wäre und zu Übergriffen auf sexuelle Minderheiten führen könnte (queer.de berichtete). Zuletzt zeigte auch eine Studie über den Volksentscheid zur Ehe-Öffnung in Irland, dass die Rhetorik der Gleichstellungsgegner die homophobe Atmosphäre im Land angeheizt hatte (queer.de berichtete). (dk)



#1 AlexAnonym
  • 17.10.2016, 13:14h

  • Toll, wieviele Promis sich in Australien für unsere Gleichstellung einsetzen...

    In Deutschland sieht das ja momentan leider ziemlich mau aus.

    Dabei hat gerade die Unterstützung durch Idole so viele positive Effekte.
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#2 YannickAnonym
  • 17.10.2016, 13:54h
  • >>>>>>>>>>
    Auch der neuseeländische Filmstar Sam Neill ("Jurassic Park") äußerte Unverständnis über das Zögern der Regierung in Canberra. "Ich kann nicht verstehen, dass wir überhaupt noch darüber reden"
    <<<<<<<<<<

    Das kann ich allerdings auch nicht verstehen...

    Nicht nur in Australien, sondern auch in zig anderen Staaten... U.a. Deutschland, Österreich und die Schweiz.
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#3 hugo1970Profil