Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27307

Die "Vaginas gegen Trump" unterstützen Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl am 8. November (Bild: Twitter / @realleadelaria)

"Fuck You Trump". Das ist die Botschaft von "Orange Is the New Black" an den republikanischen Kandidaten. Der 70-Jährige hat allerdings auch einen steinreichen schwulen Fan.

Mehrere Schauspielerinnen aus der Gefängnisserie "Orange Is the New Black" haben in sozialen Netzwerken dazu aufgerufen, bei der US-Präsidentenwahl Anfang November nicht für den republikanischen Kandidaten Donald Trump zu stimmen. Schauspielerin Lea DeLaria ("Big Boo") postete am Freitag auf Twitter ein Bild, das mehrere der Schauspielerinnen mit T-Shirts mit dem Aufdruck "Vaginas Against Trump" zeigt, darunter Emma Myles (Leanne), Taryn Manning ("Pennsatucky") and Beth Dover (Linda). Dazu schrieb DeLaria: "Die Schauspieler und die Crew von OITNB sagen: 'Fuck You Trump'".

Mehrere andere Darsteller der Gefängnisserie haben sogar ausdrücklich für Hillary Clinton geworben: So sind Taylor Schilling (Piper), Uzo Aduba ("Crazy Eyes") and Natasha Lyonne (Nicky) in Werbespots ebenso für Clinton aufgetreten wie die transsexuelle Schauspielerin Laverne Cox (Sophia). Cox lobte in einem Werbespot insbesondere den Einsatz von Clinton als US-Außenministerin für Trans-Rechte.

Direktlink | Laverne Cox wirbt für Hillary Clinton

Auch OITNB-Schauspielerin Kate Mulgrew (Galina "Red" Reznikov) hat sich öffentlich gegen Trump gestellt: Die 61-Jährige, die von 1995 bis 2001 Captain Katherine Janeway in "Raumschiff Voyager" spielte, unterschrieb den Aufruf "Trek Against Trump", in dem mehr als 100 an "Star Trek" beteiligte Schauspieler, Produzenten und andere den republikanischen Kandidaten als Gefahr für die Zukunft des Landes bezeichneten (queer.de berichtete).

Schwuler Trump-Fan spendet über eine Million Euro

Unter LGBTI gibt es allerdings auch Trump-Unterstützer, so sorgte eine Veranstaltung "Gays for Trump" während des Republikaner-Parteitags mit teils ultrarechten Gästen vor allem für spöttische Schlagzeilen (queer.de berichtete).

Am Wochenende wurde zugleich bekannt, dass der schwule Unternehmer Peter Thiel, der in Frankfurt geboren wurde, laut einem Bericht der "New York Times" 1,25 Millionen Dollar (1,14 Millionen Euro) an eine Pro-Trump-Gruppe spenden will. Thiel, der es als Co-Gründer des Bezahlportals Paypal und mit anderen Investments zum Milliardär gebracht hatte und durch Übernahme von Anwaltskosten für Hulk Hogan das Klatsch-Portal Gawker in die Knie zwang, das ihn selbst vor einigen Jahren geoutet hatte, warb bereits beim republikanischen Parteitag im Juli als einziger offen Schwuler in einer Rede für Trump.

Direktlink | Peter Thiel beim republikanischen Parteitag im Juli: "Ich bin stolz darauf, schwul zu sein. Ich bin stolz darauf, ein Republikaner zu sein. Aber ich bin am meisten stolz darauf, ein Amerikaner zu sein."

Empörung über homofeindlichen Trump-Aufkleber

Die große Mehrheit der LGBTI-Aktivisten setzt sich allerdings für Hillary Clinton ein und verweist darauf, dass Trump viele Rechte für sexuelle Minderheiten ablehnt – so ist er gegen Antidiskriminierungsgesetze und gegen die Öffnung der Ehe. Clinton warnte daher in der letzten Fernsehdebatte der beiden Kandidaten, dass ein Präsident Trump die Ehe für alle durch konservative Richter am Höchstgericht gefährden würde (queer.de berichtete).

Auch Trumps Anhänger sind nicht unbedingt homofreundlich: Am Wochenende sorgten in sozialen Netzwerken neue Trump-Werbeaufkleber für Aufregung, in der eine Strichfigur in den Farben der Südstaatenflagge eine Figur in den Regenbogenfarben mit dem Fuß in den Bauch rammt. Die "Confederate Battle Flag" ist ein inzwischen sehr umstrittenes Symbol in den USA und gilt inzwischen als rassistisches Zeichen der ehemaligen Sklavenhalter. Der Händler, der den nicht offiziellen Trump-Sticker vertrieb, hat ihn nach der öffentlichen Empörung inzwischen wieder aus dem Programm genommen.



Kaum Hollywood-Unterstützer

Der Einsatz der Stars von "Orange Is the New Black" gegen Trump reiht sich ein in eine lange Liste von Hollywood-Stars. Diese stehen traditionell den Demokraten näher als den Republikanern, allerdings sind bei dieser Wahl besonders viele Schauspieler politisch aktiv gegen den republikanischen Kandidaten: So hatten die Stars der vor zehn Jahren zu Ende gegangenen Sitcom "Will & Grace" eine rund zehnminütige Folge auf Youtube und Co. veröffentlicht, in der für die Wahl von Hillary Clinton geworben wird (queer.de berichtete). Im Juli hatten zudem mehr als 100 Hollywood-Stars in einem Offenen Brief vor Homophobie und Minderheitenhass von Donald Trump gewarnt – das Motto: "United Against Hate" (queer.de berichtete).

Die Zahl der Trump-Unterstützer aus Hollywood ist dagegen überschaubar: Zu ihnen gehören unter anderem Kirstie Alley, die die Vulkanerin Saavik in "Star Trek II – Der Zorn des Khan" gespielt hatte. Auch Clint Eastwood, John Voight, Stephen Baldwin, Lou Ferrigno (Der Ur-"Hulk") und Charlie Sheen unterstützen den New Yorker Milliardär, ebenso wie Basketballstar Dennis Rodman, Boxer Mike Tyson und Coutrysängerin Loretta Lynn. (dk)



#1 markusbln11Anonym
  • 17.10.2016, 17:16h

  • Fuck Trump? Also ich nicht, nicht 'mal mit einem ganzköperkondom.

    Hillary shall win!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 falken42
  • 17.10.2016, 18:57h
  • Antwort auf #1 von markusbln11
  • Also ich wäre ja mal für eine Kampagne "Hirn gegen Clinton".

    Zum einen war es mit der LGBT... Unterstützung der Demokraten ja auch nicht so weit her. Und ja Trump ist ein unsympathischer reaktionärer Republikaner. Und er wird ganz bestimmt wenig bis gar nichts für nichtheteros tun.
    Die gerade bei uns so beliebte Clinton hat sich jedoch offen und mehrfach für einen militärischen Konflikt in der Ukraine und mit Russland ausgesprochen ausdrücklich unter Einschluss des Einsatzes von Atomwaffen. Ihre Verwicklungen in die Kriege in Lybien, Syrien usw. sind dokumentiert und bekannt.
    was meint ihr lieben clintonfans was passiert, wenn in moskau krieg geführt wird und der wind mal aus osten weht. zudem liegt die US-Drohnenzentrale Ramstein als potenzielles Ziel in Deutschland. Von Amerika ist das alles weit weg, aber was haben wir uns alle hier schon bei Tschernobyl in die Hose gemacht und das war EIN Kraftwerk - weit weg in der Taiga.
    Für mich sieht das so aus, als hätten wir die wahl zwischen einem LGBT-feindlichen Kandidaten und einen Nuklearkrieg in Europa Kandidaten sorry Kandidatin und sie lügt ja noch nicht mal in dem was sie tun will.

    ich für meinen teil lebe lieber mit einem faschistoiden hirnlosen als sterbe für oder mit hillary.
    und nebenbei schon mal daran gedacht, dass ein nuklear verstrahltes europa auch einen Weltmarktkonkurrenten für die USA verschwinden lassen würde und zwar wirtschaftlich vorteilhafter als wir als Absatzmarkt sind - gerade ohne TTIP?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ShallAnonym
#4 la_passanteAnonym
  • 17.10.2016, 19:39h
  • Antwort auf #2 von falken42

  • Erstens dürfte Trump kein bisschen weniger ein Falke als Clinton sein. Zweitens rate ich, mal die rosa Putinbrille abzusetzen und z.B. die aktuell täglichen russischen Kriegsverbrechen in Syrien zu betrachten (von der russischen Annexionspolitik in der Ukraine ganz zu schweigen). Die USA haben viel Dreck am Stecken, aber Putin ist mit Abstand der aktuell aggressivste Zündler und Kriegstreiber weit und breit, egal ob nun Clinton oder Trump gewinnt. (und kriminell homophob ist Putin zudem,)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 falken42
  • 17.10.2016, 20:12h
  • Antwort auf #4 von la_passante
  • schön am thema vorbei geschrieben ...

    ich bin ganz gewiss kein freund der russischen Innenpolitik. nur hat das mit der gefahr eines krieges in europa wenig oder nichts zu tun.
    aggressive aussenpolitik? die USA geben nach eigenen Angaben (!) 10 mal soviel Geld für Miltär aus wie Russland. Die USA haben in über 80% der Länder der Welt Militär unmittelbar oder über Stellvertreter stationiert und kontrollieren mit Flugzeugträgerflotten, U-Booten und Langstreckenflugzeugen Wasserwege und Luftraum weltweit. Nicht der Warschauer Pakt ist nach Westen gerückt, die NATO nach Osten.

    Aber wie gesagt, selbst wenn man all das ignoriert oder halt anderer Meinung ist. Russland hat noch nie Europa überfallen, nichts spricht dafür, das demnächst russische Atomwaffen über Berlin regnen, selbst eingefleischte "Falken" reden (noch) nicht solches daher. Clinton spricht über einen Atomwaffeneinsatz in der Ukraine (Ost), ganz offen. klar das ist von Washington weit entfernt, aber von uns?

    schon Napoleon ist bis Moskau marschiert um die russische Bedrohung zu neutralisieren.... bla bla bla. Ich halte Putin und seine Mannen nicht für grundsätzlich besser. Ich finde mann muss sich nur immer die Frage stellen, wer hat welches Interesse. Die vereinigten Staaten würden von einem geschwächten oder gar toten Europa mehr profitieren als verlieren. Russland würde (zumindest mittelfristig) von einer Partnerschaft mit Europa mehr profitieren als durch dessen Vernichtung.
    Das hat nichts mit rosa Putinbrille zu tun, das sagen amerikanische thinktanks ganz offen und die Russen sagen es auch, nur bei uns bilden sich manche ein Politik würde sich nach Freundschaften richten.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 markusbln11Anonym
#7 markusbln11Anonym
  • 17.10.2016, 21:01h

  • So, nach 6 kommentaren, von denen 4 stuss und schabernack sind, sollten wir wieder niveau finden.

    Ja, zwei sind von mir. Asche auf mein haupt. Aber die anderen zwei haben mit mir nix zu tun. Ich bin nur erstaunt darüber.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Alice
  • 18.10.2016, 02:47h
  • In den USA wird "Wahlkampf" gemacht, das ist anders als bei uns, es ist sehr viel Show ... erinnert mich oft an Wrestling.
    Jeder will seine Bauern in Stellung bringen.
    Vieles ist einfach nur eine Aktion mit maximalem Medienrummel .
    An diesen Wahlkämpfen können einige gut Geld verdienen, denn man lässt sie sich einiges kosten zu mal die Gewinner in den folgenden Jahre dafür Kasse machen können.
    OITNB wird gepusht (ich guck die Serie gerne) und es klingelt in der Kasse.
    Bei den Medien klingelt es ebenfalls in der Kasse:

    www.spiegel.de/politik/ausland/wahlkampf-in-den-usa-kostet-s
    echs-milliarden-dollar-a-864830.html
  • Antworten » | Direktlink »
#9 markusbln11Anonym
  • 18.10.2016, 08:24h

  • Das ist doch eine super sache, wenn sich schauspieler, filmteams oder unternehmen ganz allgemein im sinne von lgbti-belangen positionieren.

    Egal ob in den USA oder anderswo. Allen ländern würde das auch gut tun.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Alice
  • 19.10.2016, 00:02h
  • Ja eine super Sache ist es, und den Schauspieler*innen dieser Serie unterstelle ich auch gerne in dieser Sache Integrität.
    Es heißt aber nicht um sonst "Vaginas gegen Trump".
    Es ist in den USA Wahlkampf und irgendwie wird Europa davon angesteckt, obwohl wir ja gar keine Wahlmänner/-frauen wählen die dann einen der beiden Kandidaten nehmen. Wobei dann nur die Wählmänner/-frauen der Gewinner pro Bundesstaat zähen und alle anderen Meinungen keine Rolle mehr spielen. Etwas anders als unsere, europäische, Vorstellung von Wahl.
    Wir wissen mehr vom USA-Wahlkampf als den Wahlkämpfen in unseren Staaten. Brexit etwa, sehr wichtig für die EU, war fast kein Thema. Ups!
    Da ist doch etwas "schief" oder?
  • Antworten » | Direktlink »