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Der Bundesrat hat die Änderungen zur Bewachungsverordnung beschlossen (Bild: flickr / Andrea Puggioni / by 2.0)

Sicherheitspersonal von Asylbewerberheimen soll künftig speziell für homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete sensibilisiert werden.

Der Bundesrat hat am Freitag Änderungen zur Bewachungsverordnung (PDF) zugestimmt, um die staatliche Verantwortung für besonders schutzbedürftige Geflüchtete zu betonen. In der neuen Fassung werden nun auch erstmals LGBTI-Flüchtlinge erwähnt.

Wörtlich heißt es, dass "Bewachungsgewerbetreibende" künftig "Handlungskompetenz sowohl im Umgang mit als auch zum Schutz von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten (wie beispielsweise alleinreisende Frauen, Homosexuelle, transgeschlechtliche Personen, Menschen mit Behinderung, Opfer schwerer Gewalt)" erhalten müssten. Außerdem wird verlangt, dass Securitypersonal "interkulturelle Kompetenz unter besonderer Beachtung von Diversität und gesellschaftlicher Vielfalt" vorweisen müsse.

Der Lesben- und Schwulenverband begrüßte am Montag die Neufassung gegenüber queer.de: "Die Änderung der Bewachungsverordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg. "Das Sicherheitspersonal in Flüchtlingsunterkünften muss dringend sensibilisiert werden. Handlungskompetenzen im Umgang mit homosexuellen und transgeschlechtlichen Geflüchteten müssen in der Praxis Qualitätsstandard werden."

In den letzten Monaten gab es mehrere Berichte über Übergriffe auf LGBTI-Flüchtlinge, etwa in Köln (queer.de berichtete). Wegen der besonderen Probleme und Bedürfnisse homo- und transsexueller Flüchtlinge sind inzwischen in Berlin und Nürnberg spezielle LGBT-Asylbewerberheime eingerichtet worden. (dk)