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  • 18.10.2016, 13:32h           15      Teilen:   |

Homophobie im Sport

Englischer Verbandschef rät schwulen Fußballern vom Coming-out ab

Artikelbild
FA-Chef Greg Clarke hat keine guten Nachrichten für schwule Fußballprofis

Homophobie sei noch immer ein zentrales Problem im Profifußball, so Greg Clarke. Deshalb empfehle er schwulen Profis, ihre sexuelle Orientierung geheim zu halten.

Greg Clarke, der neue Chef des englischen Fußballverbandes FA, hat am Montag erklärt, dass es praktisch unmöglich für einen schwulen Spieler der Premier League sei, sich zu outen. Würde ein Spieler den Schritt dennoch wagen, sei er homophoben Sprechchören von Fans hilflos ausgeliefert. Vor dem Sportausschuss des britisches Parlaments sagte Clarke, er würde schwulen Spielern davon abraten, sich zu outen.

"Es gibt eine kleine Minderheit von Leuten, die Menschen fies beschimpfen, die sie als anders ansehen", so Clarke. "Wenn ich ein schwuler Mann wäre, würde ich mich dem nicht ausliefern wollen." Er gab zu, dass erst dieses Wochenende Anhänger des Londoner Viertligisten Leyton Orient gegnerische Fans in Sprechchören homophob beschimpft hatten.

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Clarke schämt sich für Homophobie

Der Verbandschef erklärte, dass Homophobie weiterhin eines der zentralen Probleme im Profifußball sei, das es zu bekämpfen gelte. Er schäme sich dafür, dass sich in der höchsten englischen Spielklasse seit über einem Vierteljahrhundert nie ein schwuler Spieler geoutet habe. Er sei aber überzeugt, dass es in der englischen Profiliga schwule Spieler gebe.

In der Vergangenheit haben auch deutsche Fußballprofis vor einem Coming-out gewarnt, darunter etwa der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, der Bayern-Spieler Philipp Lahm (queer.de berichtete).

Immer wieder gab es Spekulationen in den britischen Medien, dass ein Coming-out mehrerer Fußballer kurz bevor stehe (queer.de berichtete). Bislang hat sich in der erfolgreichsten britischen Profiliga mit Justin Fashanu allerdings nur ein Profi während seiner aktiven Laufbahn geoutet – mit katastrophalen Folgen.

Fashanu galt in den Achtzigerjahren als einer der talentierstesten Fußballer seiner Generation und war 1980 der erste schwarze Profi in England, für den eine Ablösesumme über eine Millionen Pfund bezahlt wurde. Zwei Jahre später suspendierte ihn sein homophober Trainer Brian Clough vom Club Nottingham Forrest, als er von den Besuchen seines Stars in Schwulenbars erfuhr. Außerdem beschimpfte Clough Fashanu vor seinen Mannschaftskollegen als "verdammte Schwuchtel". Daraufhin wechselte er mehrfach den Verein und machte schließlich 1990 seine Homosexualität publik – seine Karriere war damit endgültig gelaufen, er spielte in Kanada und später bei Provinzclubs in England. 1998 nahm er sich unter mysteriösen Umständen das Leben. (dk)

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Tags: fußball, sport, großbritannien, england, greg clarke
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Reaktionen zu "Englischer Verbandschef rät schwulen Fußballern vom Coming-out ab"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.10.2016
14:15:04


(+9, 9 Votes)

Von ursus


es spricht nichts dagegen, risiken einzuschätzen und zu benennen. statt immer nur zu warnen und ein vorprogrammiertes desaster an die wand zu malen, als wäre homophobie ein naturgesetz, könnte man aber auch mal sagen: "wenn jemand diesen schritt trotz der risiken gehen möchte, dann werden wir selbstverständlich hundertprozentig hinter ihm stehen und ihn mit allen mitteln, die wir haben, unterstützen. wir würden uns freuen, wenn hier endlich eine entwicklung stattfinden würde und würden diese fördern, so gut wir können. wir sind sicher, dass viele fans das ebenfalls täten."

was hält fußballfunktionär_innen immer wieder davon ab, diese botschaft zu senden?


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#2
18.10.2016
14:47:41


(+6, 6 Votes)

Von keinFussballfan
Antwort zu Kommentar #1 von ursus


" was hält fußballfunktionär_in nen immer wieder davon ab, diese botschaft zu senden?"

Bequemlichkeit? Die Einstellung, dass Sexualitaet Privatsache ist und man doch die Arbeitgeber nicht mit solchen privaten Nebensaechlichkeiten vom Geldverdienen abhalten darf? Oder vielleicht eher die Angst davor, dass (wichtige) Sponsoren abspringen koennten und dadurch weniger Geld reinkommt? Oder vielleicht die Angst, dass zeitlich und geistig zurueckgegebliebene "Fans" nicht mehr zu Spielen gehen, bei denen "Schwuchteln" mitspielen?

Such Dir eines (oder mehrere?) davon aus. Verstehen tu ich's auch nicht.


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#3
18.10.2016
14:57:59


(+5, 5 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #1 von ursus


Ich stimme dir bezüglich der fehlenden ermutigenden und Unterstützung signalisierenden Botschaft zu. Allerdings gibt dieser Artikel die Einlassungen des Funktionärs doch recht verkürzt wider (aus welchen Gründen auch immer):

Link zu www.pinknews.co.uk


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#4
18.10.2016
15:02:39


(+5, 5 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #3 von Loren


das liest sich tatsächlich ziemlich anders. danke für den hinweis!


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#5
18.10.2016
15:30:59


(+5, 5 Votes)

Von Sebi


"Homophobie sei noch immer ein zentrales Problem im Profifußball"

Aber auch nur, weil nach wie vor so getan wird, als gäbe es keine schwulen Fußballer. Solange sich nicht einige Fußballer outen, wird sich das niemals ändern.

Das ist natürlich so ein typisches Henne-Ei-Problem. Aber irgendwer muss ja mal den Anfang machen - am besten mehrere gemeinsam. Sonst wird sich nie was ändern.


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#6
18.10.2016
19:34:40


(+2, 4 Votes)

Von Lovestern
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 29.07.2014


Ich würde einem vereinzelten Coming Out auch nicht unbedingt zuraten. Ein gesammeltes Coming out von mehreren Fußballern gleichzeitig hingegen kann man unbedingt empfehlen.

Wenn auch nur in jeder zweiten Mannschaft ein schwuler Spieler ist, dann wäre es auch für die Hälfte der "Fans" schwierig, homofeindliche Gesänge zu bringen, wo die eigene Mannschaft doch einen schwulen Spieler hat.


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#7
18.10.2016
20:28:29


(0, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Und ich rate ihm, mir nicht in die Nähe zu kommen, der verdammte verfluchte sesselpfurzer.

UND ICH RATE ALLEN FUßBALLPROFIS SICH ÄNDLICH AN DIE EIER ZU FASSEN UND DER WELT IHRE WAHRE SEXUALITÄT ZU ZEIGEN!!!!!!!!!


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#8
18.10.2016
20:29:37


(-1, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Homophobie sei noch immer ein zentrales Problem im Profifußball,

UNJD WARUM DENN DU VERFLUCHTES ARSCHLOCH, WEIL ES LEIDER IMMER NOCH SO VIELE VEFRLUCHTE ARSCHLÖCHJER WIE DICH GIBT.


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#9
18.10.2016
20:33:08


(+1, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von Sebi


In 100 Jashren wird sich nichts ändern bei den geldgeilen idioten.


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#10
18.10.2016
20:59:29


(0, 4 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Ich kann das nachvollziehen, aber da geht es wahrscheinlich noch nicht mal um die möglichen Folgen aus der Fan-Gemeinde und Beschimpfungen während Spielen, sondern um Befürchtungen von Einbußen, wenn das Image des Vereins strauchelt, oder die Idee, dass sich ein Spiel mit bekannt schwulen Spielern weniger Zuschauer anschauen könnten.

Die Folgen für den Spieler selbst, oder die SpielerInnen, interessieren doch in der Hochetage weniger. Auch wenn das genannte Beispiel Justin Fashanu nun äußerst bedauerlich verlief, und wir ja auch in Deutschland, wenn ich mich recht erinnere, so einen ähnlichen Fall hatten.

Nach manche Ansicht sind es ein paar wenige zerstörte Karrieren und Leben wohl wert, dass mehr Spieler diesen Schritt wagen sollen. Es bleibt auch eine Frage, was das Privatleben auf dem Fußballfeld zu suchen hat.
Wie viele von den Heterosexuellen oder Asexuellen haben sich bisher 'geouted' ?

Wenn alle Befürworter dann auch die Verantwortung für eventuell unschöne Folgen tragen, und die Entscheidung zum 'Outing' jedem Spieler, jeder Spielerin selbst überlassen bleibt, warum nicht?
Vielleicht haben die auch mal Glück und es geht supportiv aus...


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