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Der nominierte Film dreht sich um Fritz Bauer (Burghart Klaußner), dessen Ermittlungen 1960 zur Festnahme des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann führten (Bild: Alamode Film)

Der Film über den schwulen Nazi-Jäger Fritz Bauer ist einer von zehn nominierten Produktionen.

Der deutsche Spielfilm "Der Staat gegen Fritz Bauer" ist für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis nominiert worden. Mit dem Film setzte Regisseur Lars Kraume dem heimlich schwulen Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der Adolf Eichmann aufspürte und den ersten Auschwitz-Prozess ins Rollen brachte, ein Denkmal.

Insgesamt können sich in der Kategorie "Langfilme" zehn Produktionen Hoffnung auf den Menschenrechts-Filmpreis machen (hier die gesamte Liste der nominierten Filme). Auch in den Kategorien "Kurzfilm", "Magazinbeitrag", "Hochschule", "Amateure" und "Bildung" gibt es Auszeichnungen. Die Preise werden am 10. Dezember in Nürnberg verliehen.

Der Deutscher Menschenrechts-Filmpreis zeichnet seit 1998 alle zwei Jahre herausragende Produktionen aus, die sich mit Menschenrechtsthematiken beschäftigen. Beim letzten Mal konnte "Camp 14 – Total Control Zone" den Preis gewinnen. Der deutsch-südkoreanische Film beschäftigte sich mit dem Schicksal der Lagerinsassen eines nordkoreanischen Internierungslagers. (dk)

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#1 kuesschen11Profil
  • 18.10.2016, 21:15hDarmstadt
  • Der Film hat den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis verdient - gute Schauspieler, gute Besetzung.

    Fritz Bauer hat als schwuler Mann, der zur damaligen Zeit, Anfang der sechziger Jahre, selbst unter dem Unrechtsparagrafen 175 zu leiden hatte, eine große Hilfestellung als Jurist in Deutschland bei der Aufarbeitung der Nazi-Prozesse geleistet.

    In diesem Film geht es einerseits um das Aufdecken der staatlichen Vollstrecker im Nationalsozialismus, wie Eichmann, der für die Verfolgung von jüdischen Bürgern und deren Deportationen nach Ausschwitz verantwortlich war. Latent zu erkennen ist andererseits im Film auch die Verfolgung von homosexuellen Menschen, die in der der damaligen Demokratie nach Nazi-Manier immer noch verfolgt und verurteilt wurden. Es war und ist ein großer Verstoß gegen die Menschenwürde, denn der Deckmantel des Schweigens wurde über Jahrzehnte darüber gelegt.

    Die Rehabilitierung der Opfer aus dem Strafparagrafen hat bis 2016 noch nicht stattgefunden. Die Verhandlungen werden ständig verschoben, vertagt, Entscheidungen ausgebremst. Es ist ein Armutszeugnis, was sich unsere Regierung hier leistet.

    Wenn dieser Film mit einem Menschenrechts-Filmpreis ausgezeichnet wird, dann ist es erst recht Sache der deutschen Regierung, die Unrechtsurteile gegen Homosexuelle aufzuheben und die Opfer zu rehabilitieren. Auch ein Staat inklusive der Kirche ist lernfähig, sich seine Fehler einzugestehen.
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#2 AFD-WatchAnonym
  • 18.10.2016, 22:05h
  • Antwort auf #1 von kuesschen11
  • "Latent zu erkennen ist andererseits im Film auch die Verfolgung von homosexuellen Menschen, die in der der damaligen Demokratie nach Nazi-Manier immer noch verfolgt und verurteilt wurden."

    Nicht nur nach Nazi-Manier, sondern auch VON Nazis.

    " dann ist es erst recht Sache der deutschen Regierung, die Unrechtsurteile gegen Homosexuelle aufzuheben"
    Erst recht, da es Nazis waren, die ihre eigenen Urteile später "natürlich" für rechtens erklären.
    Sie können daher niemal rechtens gewesen sein.

    www.tagesschau.de/multimedia/video/video-221603.html
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#3 TheDad
  • 18.10.2016, 23:04h
  • Sicher einer der wichtigsten Filme der vergangenen Jahrzehnte..
    Besetzt mit großartigen Schauspielern, und stimmig in der Umsetzung der historischen Ereignisse..
    Herausragend vor allem Burghart Klaußner in der Titelrolle..

    Allein die Nominierung ist eine Ehre..
    Ich hoffe der Film kann den Preis erringen..
    Er hat es verdient..
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