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  • 19.10.2016, 15:50h           3      Teilen:   |

Weltweite Studie

32 Prozent der Weltbevölkerung sprechen sich für Ehe-Öffnung aus

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Weltweit gilt es, noch viele Menschen davon zu überzeugen, dass Gleichbehandlung besser ist als Diskriminierung (Bild: (cc) Charlie Nguyen / flickr)

Bei einer der größten Umfragen zu LGBTI zeigen sich beträchtliche regionale Unterschiede. Am meisten Akzeptanz gibt es in Ozeanien, am wenigsten in Afrika.

Eine am Dienstag veröffentlichte Online-Befragung im Auftrag der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) mit rund 100.000 Teilnehmern aus 65 Ländern kommt zu dem Ergebnis, dass sich 32 Prozent der Weltbevölkerung für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausspricht. 45 Prozent sind gegen die Gleichbehandlung, weitere 23 Prozent haben zu dem Thema keine Meinung oder wollten keine Angaben machen.

Die Studie "The Personal and the Political" (PDF) zeigt auf, dass der Kontinent mit der größten Unterstützung für die Gleichbehandlung Ozeanien (Australien/Neuseeland) ist – dort sind 56 Prozent Anhänger der Ehe für alle. An zweiter Stelle liegt Europa, wo noch 41 Prozent der Ehe-Öffnung zustimmen, während sie von 37 Prozent abgelehnt wird. Die europäische Zustimmung wird insbesondere von der ukrainischen und russischen Bevölkerung nach unten gedrückt, die nur zu je 13 Prozent eine Gleichbehandlung im Ehe-Recht befürwortet.

Mehrheitlich abgelehnt wird die Ehe-Öffnung in den drei anderen Kontinenten: In Nord- und Südamerika sind 35 Prozent für die Ehe für alle (40 Prozent dagegen). In Asien sinkt die Zustimmung auf 26 Prozent, in Afrika liegt sie gar nur bei 19 Prozent.

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Weniger Afrikaner kennen persönlich Schwule und Lesben

In der Studie wurden 17 weitere Fragen zu LGBTI gestellt. So erklärten etwa 46 Prozent der Befragten weltweit, dass sie mindestens einen schwulen Mann oder eine lesbische Frau kennen. Die Ergebnisse unterscheiden sich auch hier stark nach den Weltregionen: In Afrika (29 Prozent) und Asien (32 Prozent) sind die Zahlen weit geringer als in Europa (50 Prozent). Spitzenreiter sind Nord- und Südamerika sowie Ozeanien mit je 61 Prozent.

Je höher die Zahl derjenigen ist, die ein Mitglied der LGBTI-Community kennen, desto höher ist tendenziell auch die Akzeptanz von sexuellen Minderheiten. Diese Akzeptanz zeigt sich etwa bei der Frage, ob man ein Problem mit einem schwulen Nachbarn oder einer lesbischen Nachbarin habe. Weltweit sehen das zwei Drittel als unproblematisch an – in Afrika sind es aber nur 43 Prozent, in Europa hingegen 74 Prozent und beim Spitzenreiter Ozeanien gar 83 Prozent.

Die Ablehnung von Schwulen und Lesben ist insbesondere in Afrika auf die Religion zurückzuführen: In diesem Kontinent gibt rund die Hälfte der Befragten an, dass es einen Konflikt zwischen gleichgeschlechtlicher Liebe und ihrem Glauben gebe. In Asien sagt dies jeder Dritte, in Nord- und Südamerika jeder Vierte, in Europa jeder Fünfte und in Ozeanien jeder Sechste.



Außerdem erklärten 31 Prozent der Afrikaner, dass Homosexualität ein Phänomen der westlichen Welt sei. 36 Prozent glauben zudem, dass sich Homosexuelle dafür entscheiden, schwul oder lesbisch zu werden. Immerhin sieht es aber jeder zweite Afrikaner als Problem an, wenn Schwule und Lesben gemobbt werden.

Die Umfrage wurde von der kanadischen Firma RIWI Corp. durchgeführt. Insgesamt wurden die Daten von 96.331 Teilnehmern aus 65 Ländern ausgewertet. Die Fragebogen waren in 22 verschiedenen Sprachen erhältlich. Dabei wurden auch Online-Fragebogen in Länder geschickt, in denen Meinungsforscher normalerweise nicht nach LGBTI-Rechten fragen, etwa in Saudi-Arabien oder im Irak (die wie Russland, die Türkei oder auch Israel zu Asien gerechnet wurden). Bei der Detail-Auswertung wurden die Daten aus 11 Ländern, bei denen es zu wenig Rückmeldungen gab, nicht berücksichtigt, darunter in Europa Deutschland, Österreich und Schweden.

ILGA bezeichnete die Studie als "größte je durchgeführte Untersuchung von Einstellungen gegenüber LGBTI-Menschen der Welt". (dk)

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Tags: studie, ehe-öffnung, ilga
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Reaktionen zu "32 Prozent der Weltbevölkerung sprechen sich für Ehe-Öffnung aus"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
19.10.2016
16:36:59
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(+1, 3 Votes)

Von Methonomy


"Bei der Detail-Auswertung wurden die Daten aus 11 Ländern, bei denen es zu wenig Rückmeldungen gab, nicht berücksichtigt, darunter in Europa Deutschland, Österreich und Schweden."

Interessant, wo Deutschland und Österreich doch immer wieder Schritte machen und die Deutschen bei Meinungsumfragen doch immer fleißig mitmachen sonst...


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#2
19.10.2016
19:27:16
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Yandrak
Antwort zu Kommentar #1 von Methonomy


Wie nun.. entweder Russland drückt das europäische Ergebnis oder es wird zu Asien gezählt. Beides ist ja wohl eher unwahrscheinlich, oder doch?


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#3
20.10.2016
12:14:28


(+6, 6 Votes)

Von Petrillo
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2/3 der Weltbevölkerung sind gegen die Ehe-Öffnung (und/oder haben Probleme mit GLBTI*)...

Traurig.


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