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Die Bundeswehr will gezielt Ausschau nach homosexuellen Rekruten halten (Bild: Wir. Dienen. Deutschland. / flickr)

Ein eigenes Team im Stab "Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion" soll Karrierehürden für homosexuelle Soldaten abbauen.

Die Bundeswehr soll nach Plänen von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) attraktiver für lesbische und schwule Rekruten werden. Eine eigene Arbeitsgruppe in der 2015 gegründeten Stabstelle "Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion" soll Karrierehürden gezielt für homosexuelle Soldaten abbauen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag in seiner neuen Ausgabe.

Derzeit arbeite das zehnköpfige Team an einer Image-Kampagne, mit der die deutschen Streitkräfte in der Öffentlichkeit als moderner und offener Arbeitgeber dargestellt werden sollen. Die Idee für die Initiative stammt nach Informationen des "Spiegel" von der offen lesbischen Staatssekretärin und Diversity-Expertin Katrin Suder, die 2014 von der Unternehmensberatung McKinsey ins Ministerium kam (queer.de berichtete).

Bereits vor einigen Wochen habe die Ministerin intern vorgegeben, Vielfalt müsse in der Bundeswehr "nicht nur toleriert, sondern erwünscht" sein, so das Nachrichtenmagazin.

Vorgänger de Maizière hatte Diskriminierung bestritten

Von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) hatte dagegen noch vor drei Jahren bestritten, dass schwule und lesbische Soldaten in der Bundeswehr überhaupt Benachteiligungen erfahren würden (queer.de berichtete). "Wenn jemand seinen gleichgeschlechtlichen Partner beispielsweise zur Weihnachtsfeier mitbringen will, dann soll sie oder er das tun", sagte er in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". Ihm persönlich seien keine Fälle von Diskriminierung bekannt: "Es gibt in der Bundeswehr keine Regeln zur Gleichberechtigung, weil alle gleiche Rechte und Pflichten haben."

Mit dem Wechsel an der Spitze scheint es auf der Hardthöhe jedoch zu einem Umdenken gekommen zu sein. Beim jüngsten Tag der Offenen Tür im Verteidigungsministerium besuchte Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker Ende August auch den Infostand des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (queer.de berichtete). Nach Angaben des Vereins äußerte sich der Offizier dabei positiv über dessen Arbeit und ermunterte die Mitglieder mit den Worten: "Schön mutig bleiben, machen sie weiter so!" (cw)



#1 PeerAnonym
  • 22.10.2016, 08:57h
  • Kommt zum Militär und lasst Euch als Kanonenfutter verheizen...

    Während die Nutznießer der Kriege in ihren weichen Sesseln das Leben genießen und Euch wie Schachfiguren über ein Spielfeld schieben, weil ihnen nur noch so einer abgeht.

    Und wenn es dann als angenehmen Nebeneffekt ein paar Schwule und Lesben weniger gibt, haben sie gleich doppelten Grund zur Freude.
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#2 tti3_allianceProfil
  • 22.10.2016, 09:03hWashington State
  • ... die Bundeswehr hat ein Problem mit Ihrer Vergangenheit genauso wie mit der Gegenwart.

    Sie hat sich weder ihrer historischen Vergangenheit zur 2 Geschlechtereduzierung des NS Regimes bislang gestellt,

    noch der Tatsache, dass auch Menschen aus den Bereichen (trans* / Transgender, transident / Transsexualität, Intersex / Intersexualität, sowie auch Non Binary, 3te Option, xte Optionen), das Recht zugestanden wurde - Wehrdienst im selbstbestimmten Geschlecht ableisten durften, oder heute das Recht auf Einstellung erhalten.

    Das deutsche AGG gilt nicht.

    .

    Und wie die internationale agierende Transall Einheit am Standort Hohn bei Rendsburg, zu den Rechten nach GG Art 8 und geschlechtlicher Vielfalt steht,

    transallianceproject.wordpress.com/2016/06/11/beschaemend/

    .

    Wir werden heute vor dem ehemaligen Zuchthaus Gelände in Rendsburg, der bis heute verschwiegenen NS Opfer gedenken (bislang >50).
    Und anschließend in die Innenstadt gehen, um ein klares Zeichen zu setzen.

    transallianceproject.files.wordpress.com/2016/09/stp_2016__2
    2-10-2016__zuchthaus_rendsburg_v1-06.pdf


    transallianceproject.wordpress.com/2016/09/04/6000/

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
    Jeder Mensch verdient Respekt
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#3 Sei WachsamAnonym
#4 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 22.10.2016, 10:11h
  • Antwort auf #3 von Sei Wachsam
  • Wow - dieses Lied von 1996 (!) kannte ich noch nicht. Danke herzlich für den Link.

    Hier der Text zum Nachlesen:

    www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sei-wachsam

    (Nur zwei bespielhafte Zeilen als Vorgeschmack:)
    "Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
    Halt du sie dumm, ich halt sie arm!"

    Nach wie vor brandaktuell - und nicht nur bezogen auf die Bundeswehr, sondern auf die Art und Weise, wie in unserer Gesellschaft Politik gemacht wird.
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#5 RobinAnonym
  • 22.10.2016, 10:50h
  • Von Reinhard Mey kann man eigentlich alles immer ohne Zweifel anhören und weiß schon vorher, dass es gut ist.

    Egal, ob seine traurig-melancholischen Lieder, seine Protest-Songs mit ernstem Hintergrund oder seine lustigen Lieder. Das ist immer alles stets gute Unterhaltung mit Niveau und Botschaft.

    Zur Meldung auf queer.de:

    Ich glaube, es gibt auf der Welt genug Gewalt. Da können die auf uns Schwulen getrost verzichten. Wir wollen nicht andere Menschen abknallen, nur weil irgendwer uns das befiehlt.

    Nur weil das Töten plötzlich staatlich erlaubt ist, soll es kein Mord mehr sein? Da halte ich es ganz mit Kurt Tucholsky: "Soldaten sind Mörder!"
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#6 Julian 80Anonym
  • 22.10.2016, 10:53h
  • >>>>>>>>>>>>>>>>>
    Die Bundeswehr soll nach Plänen von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) attraktiver für lesbische und schwule Rekruten werden.
    <<<<<<<<<<<<<<<<<

    Wir dürfen nicht heiraten, sollen weiter diskriminiert werden dürfen, werden nicht für staatliche Fehlurteile angemessen entschädigt, etc.

    Aber als Kanonenfutter für Flinten-Uschi und andere Polit-Clowns sind wir gut genug. Zum Verheizen sind wir gut genug.

    NEIN DANKE...
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#7 GeorgGProfil
  • 22.10.2016, 11:02hBerlin
  • Gleichberechtigung ist Gleichberechtigung - überall, also auch in der Bundeswehr.
    Wenn wir voll in die Bundeswehr integriert sind, erst dann, können wir anfangen, zusammen mit den Heteros die Bundeswehr abzubauen.
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#8 ToliAnonym
  • 22.10.2016, 11:21h
  • Antwort auf #6 von Julian 80
  • "Aber als Kanonenfutter für Flinten-Uschi und andere Polit-Clowns sind wir gut genug. Zum Verheizen sind wir gut genug.

    NEIN DANKE..."

    Musst nicht von dir auf andere schließen.
    Das lass doch mal bitte die Entscheidung des jeweiligen Soldaten sein.
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#9 tobiasProfil
  • 22.10.2016, 11:24hbremerhaven
  • ich war 8 jahre lang soldat und muss sagen, dass ich da nicht wirklich diskriminierung erfahren habe!

    ...schlimmer waren die 17 jahre im justizvollzugsdienst :(
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#10 FelixAnonym
  • 22.10.2016, 11:46h
  • Antwort auf #3 von Sei Wachsam
  • Es gibt auch zwei wunderbare Anti-Kriegs-Lieder vom großen Michael Heltau.

    Leider gibt es die weder auf YouTube noch auf CD. Die waren auf meiner alten Schallplatte meiner Eltern (die waren Heltau-Fans), die aber leider nicht auf CD erschienen ist. Und ich weiß nicht mal mehr, wie die hießen...

    Aber vielleicht kennt die ja einer...
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