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  • 22.10.2016, 09:10h           38      Teilen:   |

Österreich

Freispruch im Wiener Glory-Hole-Prozess

Artikelbild
Ort des Kennenlernens: Der Angeklagte klärte das Gericht über die Funktionsweise eines "Glory Hole" auf (Bild: (cc) Vito Fun / flickr)

Ein HIV-positiver Besucher einer Schwulensauna soll mit einem anderen Gast ungeschützten Sex gehabt haben – das Gericht sah nicht genügend Beweise.

Wegen "vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten" stand in Wien ein schwuler Mann vor Gericht – und wurde in der vergangenen Woche freigesprochen. Die Beweise würden für eine Verurteilung des HIV-Positiven nicht ausreichen, befand die Richterin nach einem Prozessbericht der Tageszeitung "Der Standard".

Das Verfahren wurde in Österreich als "Glory-Hole-Prozess" bekannt, weil der Angeklagte sein vermeintliches Opfer über ein kleines Loch in der Kabinenwand einer Wiener Schwulensauna kennenlernte. "Es ist mir fast unangenehm, mit Heteros darüber zu reden", meinte der schwule Mann vor Gericht, erklärte dann jedoch ausführlich die Funktion.

Fortsetzung nach Anzeige


Trotz Therapie knapp über der Nachweisgrenze

Später seien die beiden Männer in eine Kabine gegangen. Während der Angeklagte erklärte, dabei sei ein Kondom im Spiel gewesen, bestritt dies sein Sexpartner, der ihn deshalb angezeigt hatte. Er wisse seit 13 Jahren, dass er HIV-positiv sei, sagte der Beschuldigte aus, er sei durch seine Therapie nicht mehr infektiös und habe dies seiner Saunabekanntschaft auch nach dem Sex offen gesagt. Der Mann habe daraufhin jedoch panisch reagiert.

Bei einem ärztlichen Befund, der rund drei Wochen vor der Glory-Hole-Begegnung erstellt wurde, lagen die HIV-Werte des Angeklagten allerdings nicht unter, sondern knapp über der Nachweisgrenze. Eine vom Gericht als Zeugin geladene medizinische Sachverständige sagte aus, dass mit diesen Werten bei ungeschütztem Sex eine Infektion möglich gewesen wäre.

Die Richterin urteilte jedoch im Zweifel für den Angeklagten. Bei der Frage, ob ein Kondom benutzt worden sei, stehe zum einen Aussage gegen Aussage. Zum anderen ließe sich die Infektiosität des Beschuldigten am Tag des Saunabesuchs nicht mehr feststellen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Staatsanwaltschaft hat noch die Möglichkeit, in die Berufung zu gehen. (cw)

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Tags: glory hole, wien, schwulensauna, ungeschützter sex
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Reaktionen zu "Freispruch im Wiener Glory-Hole-Prozess"


 38 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
22.10.2016
11:39:37


(-3, 9 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Glory-Hole-Sex ist nicht mein Ding; wer es aber so gerne machen will, soll es auch tun.


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#2
22.10.2016
11:41:42


(-5, 9 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


" weil der Angeklagte sein vermeintliches Opfer über ein kleines Loch in der Kabinenwand einer Wiener Schwulensauna kennenlernte"

Wie kann man andere Menschen dadurch kennenlernen, dass man seinen Penis durch ein kleines Loch in der Wand steckt?


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#3
22.10.2016
12:13:48
Via Handy


(+3, 7 Votes)

Von Komischer Vogel
Antwort zu Kommentar #2 von GeorgG


ich dachte die Idee am Gloryhole währ doch das man den anderen nicht kennenlert....


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#4
22.10.2016
12:57:44
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Fettes Teil
Antwort zu Kommentar #2 von GeorgG


"kleines Loch in der Wand"

:-)


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#5
22.10.2016
13:42:52


(-9, 13 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Wer so einen Laden betritt, hat doch selber Schuld. Also bitte Freispruch


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#6
22.10.2016
14:58:07


(+4, 10 Votes)

Von Pfote
Antwort zu Kommentar #5 von Dont_talk_about


Die heterosexuellen Swingeclubs, in denen Du Dich immer rumtreibst, sind natürlich ein Hort der "Sauberkeit".


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#7
22.10.2016
14:59:24


(+4, 10 Votes)

Von Pfote
Antwort zu Kommentar #2 von GeorgG


Ein ähnliches Konzept betreibt die katholische Kirche doch schon seit Jahrhunderten sehr erfolgreich, Stichwort "Beichtstuhl"


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#8
22.10.2016
15:05:57


(-9, 11 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Pfote


Laß gefälligst solche Unterstellungen! Wir fragen Dich ja auch nicht, wo Du Dich in Deiner Freizeit aufhälst!


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#9
22.10.2016
16:24:05
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Aha, eine Richterin. Glaube nämlich kaum dass man einem Mann die Funktionsweise eines GloryHoles erklären müsste. Der arme Angeklagte, logisch war ihm das peinlich. Da man sich danach in der Kabine traf verstehe ich nicht warum dieses GloryHole überhaupt derart wichtig war, denn die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren ist beim Analsex massiv höher.

Ob hier allerdings der Freispruch richtig war vermag ich nur anhand dieses Artikel nicht zu beurteilen.

Völlig klar ist, egal wer nun positiv oder negativ ist, wer mit einem Unbekannten Sex ohne Kondom hat, handelt in jedem Fall gegenüber sich selbst und anderen absolut unverantwortlich.


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#10
22.10.2016
16:40:59


(+4, 8 Votes)

Von Pfote
Antwort zu Kommentar #8 von Patroklos


Ich verfolge seine Beitäger hier schon seit längerem, er hat es hier schon mehrfach geschrieben, Foxxy.


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