Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27368

Bisexuelle Männer sehen sehr viel weniger von ihrer Queen als Schwule oder Hetero-Männer (Bild: Images Money / flickr)

Laut einer britischen Studie verdienen Schwule und heterosexuelle Männer für die gleiche Arbeit das gleiche Geld. Bisexuelle Männer erhalten dagegen ein weit niedrigeres Gehalt.

Bisexuelle Männer verdienen in Großbritannien rund ein Drittel weniger als heterosexuelle Männner oder Schwule. Das ist das Ergebnis einer am Sonntag veröffentlichten Studie von Professor Alex Bryson vom Institute of Education des University College London. Er wertete offizielle Daten aus den Jahren 2011 und 2012 von 20.000 Arbeitnehmern, die für 2.000 verschiedene Arbeitgeber arbeiteten, aus. Dabei errechnete er, dass der Bruttoverdienst bei bisexuellen Männern im Durchschnitt umgerechnet 10,54 Euro beträgt. Bei heterosexuellen Männern liegt er jedoch bei 13,81 Euro, bei schwulen Männern sogar bei 14,97 Euro.

Offen schwule Männer arbeiten allerdings im Schnitt in besseren Jobs. Vergleicht man das Einkommen für die gleiche Arbeit, verdienen heterosexuelle Männer fünf Prozent mehr als schwule Männer. Dieses Ergebnis sei aber nicht statistisch signifikant, so Bryson. Bisexuelle Männer erhielten dagegen für die gleiche Arbeit noch immer 20 Prozent weniger als heterosexuelle Männer – das ist ein erheblicher Unterschied.

Unterschiede bei Frauen geringer

Bei Frauen ging das Ergebnis wegen der sexuellen Orientierung nicht so weit auseinander: Demnach verdienten lesbische Frauen im Schnitt 11,09 Euro pro Stunde, bei heterosexuellen Frauen waren es 11,20 Euro. Auch hier lagen allerdings bisexuelle Frauen zurück, mit 10,76 Euro.

Bryson erklärte, dass die Studie "mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet". So gehe aus der Befragung nicht hervor, ob der Arbeitgeber sich überhaupt der sexuellen Orientierung seiner Angestellten bewusst war. Zudem würde der Unterschied zwischen schwulen und heterosexuellen Männern vielen früheren Untersuchungen widersprechen.

Studien zu Gehaltsvergleichen von Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen kamen in der Vergangenheit zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Allerdings zeigten Untersuchungen immer wieder, dass immer noch viele Schwule und Lesben ihrer sexuelle Orientierung an ihrem Arbeitsplatz geheim halten, weil sie berufliche Nachteile fürchten. Eine US-Studie kam 2011 außerdem zu dem Ergebnis, dass schwule Arbeitsuchende bei gleicher Qualifikation eine 40 Prozent niedrigere Chance als Heterosexuelle haben, ein Vorstellungsgespräch zu erhalten (queer.de berichtete). (dk)



#1 NickAnonym
#2 TheDadProfil
  • 24.10.2016, 17:26hHannover
  • Antwort auf #1 von Nick
  • ""Was hat das bitte mit der sexuellen orientierung zu tun?""..

    Das ist die gleiche Frage bezüglich der Löhne und Gehälter von Frauen, die im Schnitt bis zu 20 % weniger verdienen..
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MariposaAnonym
  • 24.10.2016, 17:52h
  • Selten so einen Quark gelesen, fast schon ärgerlich...... Zumindest in Deutschland ist es so, daß die sexuelle Orientierung nichts mit dem sozialen Status zu tun habt, ich sehe keinerlei Verbindungen. Ich kenne genügend Schwule, die am Existenzminimum leben (müssen). Ist es wohl auf der Insel anders ???
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Crikkie
  • 24.10.2016, 18:25h
  • Antwort auf #1 von Nick
  • Was hat das Geschlecht mit dem Lohn zu tun?
    Was hat die Hautfarbe mit dem Lohn zu tun?
    Was hat die Religionszugehörigkeit mit dem Lohn zu tun?

    (Diese Fragen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern beziehen sich auf Studien, die eine unterschiedliche Bezahlung aufgrund dieser Eigenschaften festgestellt haben.)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 NiedergemeiertAnonym
  • 24.10.2016, 18:26h
  • Antwort auf #3 von Mariposa
  • 'Bryson erklärte, dass die Studie "mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet".
    Erforschen ließe sich jedoch, welche Personengruppe sich selbst eher als bisexuell bezeichnet als andere. Und ob diese Gruppe nicht generell weniger verdient. In BRD ist es jedenfalls so, dass Dienstleister (Boten, Pflege- und Reinigungskräfte), aber auch mies bezahlte Handwerker wie Bäcker und nicht besonders gut ausgebildete Schwerstarbeiter besonders wenig verdienen. Und diese Jobs werden nach wie vor hauptsächlich von Frauen allgemein und insbesondere Männern mit sogenanntem Migrationshintergrund ausgeübt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 24.10.2016, 18:40hHannover
  • Antwort auf #3 von Mariposa
  • ""Selten so einen Quark gelesen, fast schon ärgerlich......""..

    Ach ? Echt ?

    ""Zumindest in Deutschland ist es so, daß die sexuelle Orientierung nichts mit dem sozialen Status zu tun habt, ich sehe keinerlei Verbindungen.""..

    Kuck an..
    Legte man hier einmal Zahlen zur Berufswahl, und damit verbunden mit einer Strukturellen Diskriminierung vor, aus der erkenntlich dann absehbar ist, das Schwule Männer in den Berufen des Frisör, den Pflegerischen Berufen, oder auch in anderen Sozialen Berufen durchaus weniger verdienen als ihre Hetero-Geschlechtsgenossen in anderen Berufen, und nähme man dann noch zur Kenntnis das die Berufswahl durchaus mit der Sexuellen Identität korreliert, dann käme man vielleicht zu der Erkenntnis, daß es auch in Deutschland so sein kann, wie es in GB jetzt festgestellt wurde..

    ""Ich kenne genügend Schwule, die am Existenzminimum leben (müssen).""..

    Jepp..
    Dafür muß man aber nicht ein Studienergebnis negieren, aus denen sich ergibt, das es auch anders sein kann..

    Und 20.000 Befragte sind nicht die übliche "kleine Straßenbefragung", mit der man es sonst so zu tun hat..
  • Antworten » | Direktlink »
#7 saltgay_nlProfil
  • 24.10.2016, 18:52hZutphen
  • Entweder hat da jemand den englischen Text nicht verstanden, oder kann nicht logisch denken. Die Studie ist für den, vornehm ausgedrückt, Anus.

    Arbeitsverträge werden mit Personen geschlossen und nicht mit sexuellen Orientierungen. Das gilt auch für UK. Da die olle Thatcher ja erfolgreich die Gewerkschaften zerschlagen hat und bedauerlicherweise dem Attentat entging, gibt es zwar Mindestlohn, aber kaum noch Tarifverträge, wo sich eine unterschiedliche Bezahlung herleiten ließe, wie z.B. früher die "Leichtlohngruppen" in der BRD.

    Diese Studie lässt sich nur dadurch erklären, dass es sich um eine Umfrage in Szene-Kneipen handelt. Die hedonistischen Schicky-Micky-Schwuppen, also bei uns die Kaspertruppe der FDP, werden sicherlich in angesagten "locations" zu finden sein. Heten gibts in jedem Pub und Bi's sucht man eben in Kneipen, wo man keine Hemmungen hat öffentlich über seine sexuellen Bedürfnisse zu reden. Bei dieser Klientel ist eher ein niedriges Lohnniveau zu erwarten.

    Bei einer solchen Auswahl ist das Ergebnis der Testgruppe vorhersehbar. Solche Studien stammen von Hochschulen, wo der Herr Professor alle möglichen Finanzierungsquellen erschließt und möglichst viel publiziert, was noch nicht einmal zum Klopapier taugt, um im Wissenschaftsranking nach oben zu rutschen.

    So etwas nennt man schlicht unwissenschaftlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 BoynextdoorAnonym
#9 wiking77
  • 24.10.2016, 20:19h
  • WARUM verdienen letztlich bisexuelle Männer weniger als Schwule (und Heteros)? Doppelte Haushaltsführung, mit Ehefrau und Lebenspartner? Geschenke zu Geburtstag und Weihnachten für Ehefrau und Lebenspartner? zweimal Urlaub machen, einmal mit Ehefrau und einmal mit Ehepartner? Und ausserdem welchen Zweck die die Studie, einfach so interesse und dass man Staatsgelder dafür verbraten hat oder hat's doch was mit echter Forschung und Lehre zu tun?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 hugo1970Profil
  • 24.10.2016, 20:43hPyrbaum
  • Ich kann mir vorstellen, das die wennigsten Arbeitgeber der Sexuellen Orientierung Ihrer Angestellten bewusst sind und meiner Meinung nach ist das gut so!, den die Sexualität gehört ins private und nicht in die Arbeit.

    Das bisexuelle wahrscheinlich, wenniger verdienen als Schwule oder Heteros könnte daran liegen, das Sie zu mehr psychischen Stress/Druck neigen, weil Sie sich, auch von der heterosexuellen Seite und schwulen Seite angegriffen fühlen und wer nicht zufrieden an Seinem Arbeitplatz ist, der kann keine 100% Leistung bringen.
    Deshalb manne ich, insbesondere die Schwulen, das Sie die Bisexuellen nicht noch mehr unter Druck zu setzen, denn wir Schwulen sollten es doch besser wissen, oder nicht?
  • Antworten » | Direktlink »