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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Jeder fünfte Bayer lehnt Schwule und Lesben ab


54 Prozent der Bayern zeigen keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber Lesben und Schwulen – bei Muslimen sind es nur elf Prozent (Bild: mhobl / flickr)

Ein neue Studie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kommt zu erschreckenden Ergebnissen – Homosexuelle haben es als Minderheit noch vergleichsweise gut.

Hass auf Minderheiten ist ein verbreitetes Phänomen in Bayern, insbesondere die Abwertung von Muslimen, Langzeitarbeitslosen, Sinti und Roma und Flüchtlingen. Dies ist ein zentrales Ergebnis einer ersten bayernweiten Erhebung, die am Montag in München präsentiert wurde. Aber auch Juden und Homosexuellen schlägt im Freistaat Ablehnung entgegen.

Dr. Christian Ganser vom Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) hat für seine Studie das sozialwissenschaftliche Konzept "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" (GMF) angewandt, das in bundesweiten Untersuchungen bereits regelmäßig herangezogen wird, um die Einstellungen gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen zu erfassen.

Über die Hälfte der Bayern hat mit Homosexualität kein Problem

Demnach sind 56 Prozent der Bayern Muslimen gegenüber ablehnend eingestellt: Sie zeigten in der Studie eine "mittlere" oder "starke" GMF. Jeweils 35 Prozent mögen weder Sinti und Roma noch Arbeitslose. Flüchtlingen lehnen 32 Prozent ab. Mit 21 Prozent bei Juden und 19 Prozent bei Schwulen und Lesben fällt die Ablehnung vergleichsweise gering aus. 54 Prozent der befragten Bayern erklärten, überhaupt nichts gegen Homosexuelle zu haben.



Eine feindliche Einstellung gegenüber Ausländern allgemein sowie klassischer Rassismus finden laut der Studie kaum Zustimmung in Bayern. Weitere Ergebnisse: Frauen neigen in einem geringeren Maße zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit als Männer. Eine starke Identifikation mit Deutschland und ein geringes Vertrauen in politische Institutionen gehen mit höherer GMF einher. Zudem zeigen sich deutliche bildungsspezifische Effekte.

Die wissenschaftliche Erhebung "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Bayern" führte das Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität im Frühjahr 2016 durch. Dafür wurden Menschen in 1.731 bayerischen Haushalten befragt. Der Forschungsbericht wurde bereits online veröffentlicht. In den kommenden Monaten wird die Studie zudem auf verschiedenen Veranstaltungen in Bayern präsentiert. (cw)



#1 GeorgGProfil
  • 25.10.2016, 08:58hBerlin
  • Viele Bayern sind stolz auf ihr Land, in dem die Liberalitas Bavariae gelebt wird. Man lebt die persönliche Freiheit, aber man verbalisiert nicht immer alles.

    www.br.de/br-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwe
    ndel/liberalitas-bavariae-108.html


    Wenn eine Studie erstellt wird wie im vorliegenden Fall, sollen die Befragten sich äußern. Das kann dann auch zu negativen Aussagen über Ausländer, Homosexuelle usw führen.
    Die Bayern, zumindest die alteingesessenen, sind halt immer noch etwas anders als der Rest der deutschen Bevölkerung.
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#2 KetzerAnonym
  • 25.10.2016, 09:02h
  • Was erwartet man denn, in einem Bundesland in dem der christliche Glaube mehr zählt als Vernunft und Verstand?
    Wo Elektrizität, Bewegungslehre und Chirurgie als modernes Teufelszeug abgelehnt werden?
    Die Bayern befinden sich noch im Mittelalter, dank der Kirche.
    Und das wird auch noch lange so bleiben.
    Als Schwuler hat man da nix verloren, außer man will am Kreuz oder auf dem Scheiterhaufen landen!
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#3 SebiAnonym
  • 25.10.2016, 09:11h
  • Das beweist nur wieder mal, wie wichtig mehr Aufklärung und Bildung an bayerischen Schulen ist. Damit sich wenigstens bei kommenden Generationen was ändert...
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#4 LinusAnonym
  • 25.10.2016, 09:36h
  • Es ist ja schon mal gut, dass etwas mehr als die Hälfte der Bayern kein Problem mit Schwulen und Lesben hat.

    Aber das ist halt immer noch zu wenig. Denn auch wenn diejenigen, die mehr oder weniger stark/schwach ausgeprägte Vorbehalte haben, nur etwas weniger als die Hälfte sind, ist das immer noch viel zu viel.

    Ich verstehe es auch nicht, da es ihr eigenes Leben ja überhaupt nicht betrifft. Was interessiert die, wen andere lieben?
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 JustusAnonym
  • 25.10.2016, 09:57h
  • Ich finde es schade, dass eine Umfrage zur Ausgrenzung von Minderheiten selber auch ausgrenzt:

    denn es wurde zwar zur Ablehnung Homosexueller gefragt, aber nicht zur Ablehnung Transsexueller. Man kann ja vielleicht Bisexuelle noch zu den Homosexuellen zählen, da da Zustimmung / Ablehnung sehr ähnlich sein dürften. Aber Transsexualität ist etwas völlig anderes und Transphobie ein eben so großes Problem.

    Deshalb sollte in solchen Fällen auch die Meinung zu Transsexualität erfasst werden. Andernfalls ist so eine Studie zum Thema Ausgrenzung selber ausgrenzend.
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#7 SaboodyAnonym
#8 Katrina_ReichertProfil
  • 25.10.2016, 11:08hDüsseldorf
  • Ich weiß, warum ich vor 5 Jahren von dort exiliert (vulgo: geflüchtet) bin.
    Habs noch nicht eine Sekunde lang bereut.
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#9 Armes BavariaAnonym
  • 25.10.2016, 11:36h
  • Halt Bayern! Die sind noch lange nicht im 21. Jahrhundert angekommen.
    Das Land wird von einer unchristlichen CSU regiert, von bigotten Politiker/innen, die zum großen Teil bis ins Mark verkommen sind.
    Chauvinismus wir ganz groß geschrieben. Aber eigentlich haben die Bayern große Komplexe. Es ist halt doch nur ein kulturloses kleines unbedeutendes Land geblieben. München kann nicht an wirkliche Residenzstädte ranreichen, wenn wir London, Paris, Rom, Athen oder auch Berlin vergleichen.
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#10 FredinbkkProfil
  • 25.10.2016, 12:03hBangkok
  • ja die Bayern..schon ein besonderes Voelkchen,
    ueber hunderte von Jahren gab es nur zwei Vornamen ,entweder Josef oder Maria...
    seit hunderten von Jahren ,hat das maennliche Bayer
    keinen Hals mehr und der Kugelkopf sitzt fest auf den Schultern.
    (zumindest unterhalb der Donau ,gilt dies als edles "Rassemerkmal")
    Auf ihren Hueten befestiget das maennliche Bayer,
    (siehe obiges Bild ) ganze Bueschel seiner eigenen Schamhaare...
    ..und wenn sie tanzen,schlagen sie sich auf masoschistische Art , auf Waden,Oberschenkel und Hinterteil...

    ..ihr Lautaeusserungen ,genannt "Jodeln"
    bestehen aus einer Mischung von Rotwildbrunftschrei und Astmaanfall...

    ...und ihr "Weisswurst " zuzzeln ,das muss man mal beobachten ....schliesst Homophobie
    eigendlich aus....

    ....Bayern ,eigendlich ein Paradies fuer Anthroprologen......und ueberzeugte Darwinisten .....

    Host mi.....
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