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Auch Gibraltar schmeißt das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben über Bord (Bild: Andres Alvarado / flickr)

Auf der gesamten Iberischen Halbinsel sind Schwule und Lesben in Kürze gleichgestellt: Nach Spanien und Portugal öffnet auch Gibraltar die Ehe.

Das Parlament von Gibraltar hat am Mittwoch einstimmig der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben im britischen Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel zugestimmt. Via Twitter erklärte Regierungschef Fabian Picardo, die Entscheidung sei ein Meilenstein für Gibraltar und das Parlament.

Twitter / GibraltarGov

Im weniger als 30.000 Einwohner zählenden Gebiet, das mit 6,5 Quadratkilometern so groß ist wie ein kleines Dorf in Deutschland, wurde Homosexualität erst 1993 legalisiert. Seit 2014 können gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare eingetragene Partnerschaften eingehen.

Die LGBTI-Organisation Equality Rights Group of Gibraltar begrüßte die Entscheidung. Heute sei ein "glücklicher und lange erwarteter Tag", hieß es in einer Pressemitteilung.

Im Gesetz gibt es die Einschränkung, dass Pfarrer sich weigern dürfen, eine gleichgeschlechtliche Eheschließung durchzuführen. In letzter Minute wurde auch der Antrag gestellt, dass Standesbeamte dieses Recht ebenfalls erhalten sollten. Diese Ergänzung wurde aber mit elf gegen vier Stimmen abgelehnt. Die Regierung aus Picardos Socialist Labour Party und einer liberaten Partei hat im Parlament zehn Sitze, die Opposition aus einer konservativen Partei und einer unabhängigen Politikerin sieben.

Zwar hatte Großbritannien bereits 2014 die Ehe für Schwule und Lesben in England, Wales und Schottland geöffnet, allerdings galt das Gesetz weder für Nordirland noch für autonome Kronbesitzungen und Überseegebiete. Seit letztem Jahr haben aber bereits die der Krone unterstellten Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie die in der Irischen See gelegene Isle of Man die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht beschlossen. (dk)



#1 PeerAnonym
#2 Paulus47Anonym
  • 26.10.2016, 19:57h
  • Gut so... da bereits die Kanalinseln Jersey und Guernsey die Eheöffnung parlamentarisch befürwortet haben und ebenso die Isle of Man fehlt nunmehr im Vereinigten Königreich nur noch Nordirland bei der Eheöffnung in Europa.
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#3 Patroklos
  • 26.10.2016, 20:42h
  • Das ist echt super, daß Gibraltar jetzt endlich auch die "Ehe für Alle" einführt und damit Deutschland in der Liste der europäischen Staaten ohne "Ehe für Alle" immer mehr nach hinten durchgereicht wird! Besonders erfreulich ist jedoch daß auch die Konservativen zugestimmt haben und dadruch den beiden deutschen konservativen Parteien CDU und CSU meilenweit voraus ist.

    "Im Gesetz gibt es die Einschränkung, dass Pfarrer sich weigern dürfen, eine gleichgeschlechtliche Eheschließung durchzuführen."

    Das ist der einzige Schönheitsfehler, der nicht hätte sein dürfen! Trotzdem Glückwunsch nach Gibraltar zu dieser historischen Entscheidung!
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#4 FelixAnonym
  • 26.10.2016, 22:39h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Tja, in Deutschland denkt die CDU/CSU, homo- und transphobe Politik sei "konservativ".

    Anderswo (Großbritannien, Niederlande, etc.) beweisen konservative Parteien, dass demokratische Grundrechte und das demokratische Gleichheitsprinzip nicht nur mit konservativer Politik vereinbar sind, sondern Voraussetzung für Demokratie und Rechtsstaat sind.

    Man macht einfach keinen Wahlkampf auf Rücken von Minderheiten. Mit einer guten Kinderstube und mit Anstand hat man so ein paar ethische Grenzen, die man nicht überschreitet.

    Das unterscheidet wirklich demokratische Parteien (die dann konservativ, sozialdemokratisch, sozialistisch, liberal, grün oder was auch immer sein können) von populistischen Parteien.
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#5 EHkaAnonym
  • 27.10.2016, 00:14h

  • Deutschland wird immer rückständiger. Und sowas zeigt sich immer nach einer Weile an einen geringeren Wohlstand!

    Nicht umsonst steigen erstmals wieder die Arbeitslosenzahlen wieder und die Zahl der Hartz4-Empfänger.

    Höchste Zeit auszuwandern bevor noch der Hitler 2.0 in Deutschland an die Macht kommt
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#6 Homonklin44Profil
  • 27.10.2016, 12:46hTauroa Point
  • ""
    Im Gesetz gibt es die Einschränkung, dass Pfarrer sich weigern dürfen, eine gleichgeschlechtliche Eheschließung durchzuführen.""

    Damit wird an sich Religioten wieder mal bestätigt, dass sie ihr Weltbild über die Wirklichkeit stellen dürfen, aber an sich zählt das wohl nur bei Lesben und Schwulen, die gleichzeitig den religiotischen Pompanz beim Eheschließen brauchen.
    Hätte man Standesbeamten eine Weigerungsklausel zugesprochen, wäre es wieder nur eine Art Ehe-light geworden.

    Ja, und Deutschland leckt weiter devot an der Möse der Mutter Kirche oder wie?
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#7 schäumwaffelAnonym
  • 27.10.2016, 13:48h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • da siehst du mal: sogar die dortigen konservativen sind fortschrittlicher als die deutsche SPD, die noch immer die diskriminierung mitzementiert. nur gut, dass z. b. volker beck immer wieder darauf hinweist, zumal andere sozialdemokraten in der EU, beispielsweise die fortschrittlicher denkenden in österreich, die ehe für alle aktiv unterstützen.
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#8 Jakob Yavuz-PollichAnonym
  • 27.10.2016, 15:51h

  • Warum funktioniert die Öffnung der Ehe für alle überall um uns herum nur nicht bei uns?? Unsere Regierung vorneweg unsere Kanzlerin sollten sich schämen und endlich das tun was andere schon lange können nämlich die Ehe für alle öffnen
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#9 jakobs bruderAnonym
  • 27.10.2016, 21:28h
  • Antwort auf #8 von Jakob Yavuz-Pollich
  • die öffnung der ehe wird in deutschland durch cdsu und spd verhindert, obwohl die spd eine mehrheit mit grünen und linken dafür hat und die deutsche bevölkerung mit großer mehrheit eine eheöffnung befürwortet.

    aber der spd sind halt ihre ministerposten wichtiger als menschenrechte oder der demokratische volkswille.
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#10 Patroklos