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  • 14. November 2003, noch kein Kommentar

Seichte Schlager unterlegt mit peppigen Beats – und auch aggressive Aufforderungen zum Geschlechtsakt in Punk-Rock-Manier. So gibt sich Brother Love Canal, eine extravagante Gruppe aus dem kanadischen Montréal. Ihre erste Langspiel-CD "Little Tingles" ist auch in Deutschland als Import zu erhalten – und wird wohl bald in schwulen Wohnzimmern und in Schwuppenclubs ihre Heimat finden. Auf kanadischen CSDs ist das Trio schon seit Jahren zu Hause.

Kopf des Brother Love Canal ist der schwule Steve Diguay. Er ist ein Verwandlungskünstler: Vor Auftritten sieht er aus wie eine Mischung aus Buddy Holly und Bill Gates – wenn es aber los geht und die Schminke sitzt, greift er zur Gitarre und geht ab wie von der Tarantel gestochen. Die Band gründete er 1998 mit seinem Kumpel Matt Lucien und der Sängerin Leslea Keurvorst, der man anmerkt, dass sie Klassik, Jazz und asiatischen Gesang studiert hat.

Das Album beginnt mit dem Song Longfellow Serenade, einem Neil Diamond-Cover – gespielt in einer Art Europop-Version mit der klaren Stimme von Leslea. Danach geht es bunt weiter, wobei jeder der drei Bandmitglieder mal zum Mikro greift. Die Texte – als Gruppe aus dem frankokanadischen Québec singen sie einige Lieder auf Französisch – erzählen von allen Phasen der Beziehungen: Da heißt es "Hold Tight", und "Forever", aber auch "Get Out" und dann wieder die Aufforderung "I Wanna Fuck". Letzterer Song ist im Moment der Kulthit im kanadischen Uniradio und soll nun auch den US-amerikanischen Markt erobern. Allerdings muss Texter Steve Diguay dafür noch den Text ändern: Das Wort "Fuck" darf in den USA im Radio weder gesagt noch gesungen werden. (dk)