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Die schottische Stadt Aberdeen hat mit dem "The Marcliffe" ihr einziges Fünf-Sterne-Hotel verloren (Bild: The Marcliffe)

Der Besitzer des "The Marcliffe" im schottischen Aberdeen hatte bei einer Abendveranstaltung erklärt, er wolle keine schwulen Angestellten haben.

Die schottische Tourismusbehörde VisitScotland hat Aberdeens Luxushotel "The Marcliffe" in der vergangenen Woche den Fünf-Sterne-Status aberkannt. Grund sind homophobe Äußerungen, die Besitzer Stewart Spence eine Woche zuvor bei einer Rede vor dem Hospitality Industry Trust Scotland machte.

"Ich bin keine Schwuchtel ('poof'). Ich habe nie eine Schwuchtel angestellt und werde es nie tun", hatte der Freund von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump Augenzeugen zufolge vor den perplexen Gästen eines gemeinsamen Abendessens gesagt. "Der Raum wurde so still, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte. Niemand hat ihn danach verteidigt", berichtete ein Teilnehmer von dem Eklat gegenüber dem schottischen Privatsender STV.

Entschuldigung am nächsten Morgen

Spence entschuldigte sich am Tag darauf für seine homophoben Äußerungen: "Ich habe einige unkluge Kommentare beim Abendessen letzte Nacht geäußert und ich bin darüber absolut beschämt an diesem Morgen", hieß es in einer Email an seine Gäste. "Ich möchte mich uneingeschränkt und aufrichtig für das Ärgernis entschuldigen." Der Besitzer beteuerte, er habe nur einen Scherz machen und niemanden diskriminieren wollen.

VisitScotland hat das "The Marcliffe" dennoch die Sterne aberkannt und das Luxushotel sogar von seiner Homepage genommen. Die Entscheidung könne erst dann rückgängig gemacht werden, wenn der Tourismusbehörde "ein schriftliches Zeugnis vorliegt, dass das Hotel mit Angestellten und Gästen nicht diskriminierend umgeht", erklärte eine Sprecher von VisitScotland gegenüber STV. "Wir haben dem Hotel empfohlen, die Trainingsangebote von Organisationen wie Stonewall zu nutzen."

"The Marcliffe" wurde 1993 vom ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow eröffnet. Es war das einzige Fünf-Sterne-Hotel in Aberdeen. Für seine Verdienste im Tourismus war Stewart Spence im vergangenen Jahr mit dem britischen Verdienstorden "Order of the British Empire" ausgezeichnet worden. (cw)



#1 tti3_allianceProfil
  • 29.10.2016, 09:10hWashington State
  • ... die Entscheidung der schottische Tourismusbehörde ist überaus positiv zu bewerten.

    .

    'Jedes Geschlecht verdient Respekt'
    'Jeder Mensch verdient Respekt'
    'Jede Ehe verdient Respekt'
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#2 sanscapote
  • 29.10.2016, 09:18h
  • Was ich so aus Fotos gesehen habe, ist diese Absteige nicht den bisherigen Ruf wert.
    Die Worte des Besitzers haben es auf den richtigen Stand zurück gestuft.
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#3 gagastAnonym
  • 29.10.2016, 09:34h
  • ahh. mal wieder die "es war doch nur ein Witz"-Ausrede.

    Eigentlich die blödeste, die man bringen kann.

    Das zeigt nämlich nicht nur Menschenverachtung, sondern auch mangelnden Humor.
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#4 PeerAnonym
  • 29.10.2016, 09:37h
  • >>> Der Besitzer beteuerte, er habe nur einen Scherz machen und niemanden diskriminieren wollen. <<<

    Jaja, wenn sie dann die Konsequenzen iher Hetze zu spüren bekommen, war plötzlich alles nur ein Scherz.

    Der hat gezeigt, wie er zu dem Thema steht. Punkt.
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#5 SebiAnonym
  • 29.10.2016, 10:11h
  • Anderswo hat Homohass ernste Konsequenzen.

    In Deutschland kommt man mit Homohass in hohe politische Ämter.
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#6 Crikkie
  • 29.10.2016, 10:36h
  • Mittlerweile lautet die offizielle "Entschuldigung" des Besitzers, er habe einfach nicht nachgedacht, bevor er diesen Satz von sich gegeben habe.

    Ich weiß nicht so recht. "Ich habe vor der Äußerung meiner homophoben Ansichten nicht darüber nachgedacht, dass ich damit meine Sterne und meinen Ruf gefährde" klingt für mich jetzt nicht so ganz nach einer Entschuldigung...
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#7 Patroklos
  • 29.10.2016, 10:53h
  • Die schottische Tourismusbehörde VisitScotland hat das Richtige getan, auch wenn Herr Spence sich am darauffolgenden Tag entschuldigt hat! Da sollten sich die Tourismusbehörden mal ein gutes Beispiel daran nehmen!
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#8 TheDadProfil
  • 29.10.2016, 12:20hHannover
  • Antwort auf #7 von Patroklos
  • ""auch wenn Herr Spence sich am darauffolgenden Tag entschuldigt hat! Da sollten sich die Tourismusbehörden mal ein gutes Beispiel daran nehmen!""..

    Man kann sich nicht entschuldigen..
    Man kann nur um Entschuldigung bitten..

    ""Spence entschuldigte sich am Tag darauf für seine homophoben Äußerungen: "Ich habe einige unkluge Kommentare beim Abendessen letzte Nacht geäußert und ich bin darüber absolut beschämt an diesem Morgen", hieß es in einer Email an seine Gäste.""..

    ""unkluge Äußerungen"" sind auch nicht der Versuch sich zu Entschuldigen, oder darum zu bitten, sondern kalte Berechnung nachdem einem Klar wurde, was man angerichtet hat..
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#9 ObamaAnonym
#10 hugo1970Profil
  • 29.10.2016, 19:31hPyrbaum
  • "Der Besitzer beteuerte, er habe nur einen Scherz machen und niemanden diskriminieren wollen."

    Das ist ja noch schlimmer, als wenn er es ernst gemeint hätte: DAS IST PURE HOMOPHOBIE GEPAART MIT MOBBING UND UNTERSTER SCHUBLADE!!!!!
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