Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27416

Tilman Kuban ist seit 2014 Landesvorsitzender der Jungen Union Niedersachen. Er ist außerdem Mitglied im CDU-Bezirksvorstand Hannover (Bild: JU Niedersachsen)

Die CDU müsse ihre Politik hinterfragen, fordert der Landesvorsitzende der Jungen Union Niedersachen Tilman Kuban.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) Niedersachen Tilman Kuban hat sich für die völlige Gleichstellung von homosexuellen Paaren ausgesprochen. Die CDU müsse ihren bisherigen Kurs hinterfragen, schrieb der 29-jährige Jurist in einem am Freitag veröffentlichen Kommentar für die "Huffington Post" unter dem Titel "Wir Konservativen müssen ab und an kritisch mit uns selbst sein".

Kuban erinnerte daran, dass Scheidungen, Alleinerziehende oder außereheliche Kinder vor ein paar Jahren noch verpönt waren. "Heute ist dies ganz normal. Und ich bin mir sicher, dass auch die Homo-Ehe in zehn Jahren ganz normal sein wird, und die CDU tut gut daran, sich hier zu hinterfragen."

Der JU-Landeschef machte sich in seinem Text insbesondere für das volle Adoptionsrecht stark: "Wer ein Kind in Deutschland adoptieren möchte, muss ein aufwändiges, intensives Verfahren durchlaufen und dabei sehr viel Persönlichkeit preisgeben", schrieb Kuban. "Ich denke, dass so manches Kind daher besser bei zwei homosexuellen Menschen aufwächst, die diesen harten Test bestanden haben, als in einer Familie, die das Jugendamt schon seit Jahren im Blick hat."

"Wenn zwei Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, dann ist dies eine typische CDUPosition, dass wir diese Menschen auf Ihrem Weg unterstützen und gerade keine ideologischen Vorgaben machen, wie sie zu leben haben", so Kuban. "Dies gilt für mich für hetero- wie für homosexuelle Paare."

Auf ihrem Deutschlandtag im vergangenen Jahr hatte sich die CDU-Nachwuchsorganisation auf Bundesebene knapp gegen eine Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Adoptionsrecht ausgesprochen (queer.de berichtete). Die Antragskommission hatte zuvor eine Annahme empfohlen. (cw)



#1 tti3_alliance
  • 29.10.2016, 16:32h
  • ... die CDU sollte sich zum Thema 'Ehe für alle' hinterfragen,

    genauso wie zu geschlechtlicher Vielfalt (trans..., Intersex, Non-Binary).

    .

    Die CDU trägt auch eine historische Mitverantwortung und sollte dieser bewusst werden.

    Deutschland, Europa und die Welt braucht eine Zukunft. Ohne Toleranz, Respekt und Achtung für andere wird das nicht gelingen.

    .

    Wir hoffen, dass die CDU und deren Mitglieder Ihrer Verantwortung für die Zukunft, bewusst werden.

    .

    'Jedes Gechlecht verdient Respekt'
    'Jeder Mensch verdient Respekt'
    'Jede Ehe verdient Respekt'

    weltoffen in die Zukunft
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Robby69Ehemaliges Profil
  • 29.10.2016, 18:29h
  • Die Schwulen-Hasser Parteien CDU und CSU sollten nicht nur ihre "Haltung" - sprich: Ablehnung - bzgl. der "Ehe für alle" überdenken und ÄNDERN, sondern sofort und ein für alle mal endlich aufhören, gegen LGBTIs im Allgemeinen und vor allem auch uns Schwule im Besonderen zu hetzen!
    Gleiche Rechte für LGBTIS - JETZT!
    - und -
    SOFORTIGE UND VOLLSTÄNDIGE REHABILITIERUNG VON UNS 175ern JETZT!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 EllowAnonym
  • 29.10.2016, 21:53h

  • Es tut sich was und das finde ich gut!
    Ich setze sehr viel auf die Millennials und Generation X. Ich denke, ihr Wertebild wird in den kommenden Jahrzehnten die Politik und Gesellschaft nachhaltig ändern. Zur Zeit haben noch die alten Hasen das Wort.. alles eine Frage der Zeit.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 hugo1970Profil
#5 AFD-WatchAnonym
  • 29.10.2016, 22:38h
  • Antwort auf #3 von Ellow
  • Es bleibt zu hoffen, dass du Recht hast.
    Bei der fast 10 jahren jüngeren Schüler-Union im gleichen Bundesland sieht man das im Thesenpapier noch anders:

    "Der Staat muss die Lebensform der Ehe zwischen Mann und Frau privilegieren und mit
    allen Kräften unterstützen [...]
    Die Schüler Union sieht die Notwendigkeit einer Familie im Vorhandensein von Mutter und
    Vater. Die naturgegebene Struktur von Frau und Mann darf nicht im Rahmen einer antinatürlichen
    Gleichmacherei aufgehebelt werden! Aus diesem Grund sprechen wir uns
    gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Darüber hinaus
    ist die immer weitere Angleichung von eingetragenen Lebenspartnerschaften in
    Deutschland und ganz Europa zu verwerfen. Die Privilegierung der Ehe zwischen Mann
    und Frau im Grundgesetz Paragraph 6, Abschnitt 1 ist beizubehalten. Die steuerlichen
    Vorteile und andere Privilegien der Ehe sind ebenso auszubauen. In dem Fall, dass
    eingetragenen Lebenspartnerschaften die gleichen Rechte zu Teil werden wie der Ehe,
    kann von keiner Privilegierung mehr gesprochen werden."

    schuelerunion.de/wp-content/uploads/2014/05/Starke-Familie-s
    tarke-Schulen_41LDT.pdf
  • Antworten » | Direktlink »
#6 RobinAnonym
  • 30.10.2016, 00:05h
  • Schön, dass es noch Inseln der Vernunft in dieser Partei des Wahnsinns und des Hasses gibt.

    "Heute ist dies ganz normal. Und ich bin mir sicher, dass auch die Homo-Ehe in zehn Jahren ganz normal sein wird, und die CDU tut gut daran, sich hier zu hinterfragen."

    Dafür muss aber erst mal die CDU weg. Denn im Moment sind ja Leute wie Herr Kuban eine winzige Minderheit in der CDU, während der Rest ganz auf Linie des Hasses ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 hugo1970Profil
#8 FelixAnonym
  • 30.10.2016, 09:40h
  • "Ich denke, dass so manches Kind daher besser bei zwei homosexuellen Menschen aufwächst, die diesen harten Test bestanden haben, als in einer Familie, die das Jugendamt schon seit Jahren im Blick hat."

    Ja, das ist Fakt.

    Und unabhängig davon geht es ja bei der Frage der Volladoption gar nicht so sehr um GLBT-Gleichstellung, sondern vor allem ums Kindeswohl.

    Es geht darum, dass Kinder in Regenbogenfamilien (was eh Fakt ist, egal ob mit oder ohne Volladoption) als gleichwertig anerkannt werden und auch mehr Rechtssicherheit bekommen. Das fängt bei ganz einfachen Dingen an, wie der Frage, wer eine Entschuldigung für die Schule schreiben darf, wer mit dem Kind zum Arzt darf, wenn es krank ist, etc. Und das geht bis zu dramatischen Fällen, wie der Frage, ob ein Kind beim Tod eines Elternteils auch noch das andere Elternteil und die gewohnte Umgebung verlieren soll.

    Wer die Volladoption blockiert, schadet Kindern. Dass die CDU dagegen ist, und dafür sogar die Schädigung von Kindern in Kauf nimmt, beweist, wie groß deren Hass auf Schwule und Lesben ist.

    Dass die dann aber auch noch so tun, als würde es ihnen ums Kindeswohl gehen, zeigt, dass die CDU ihre Wähler für dumm verkauft.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Patroklos
  • 30.10.2016, 14:09h
  • Einer der wenigen Lichtblicke in der CDU und der Jungen Union. An Niedersachsen sollten sich mal die erzkonservativen JU-Mitglieder, die besonders in Baden-Württemberg sitzen, ein Beispiel nehmen!
  • Antworten » | Direktlink »