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  • 29.10.2016, 16:03h           9      Teilen:   |

Niedersachsen

JU-Landeschef für die Ehe für alle

Artikelbild
Tilman Kuban ist seit 2014 Landesvorsitzender der Jungen Union Niedersachen. Er ist außerdem Mitglied im CDU-Bezirksvorstand Hannover (Bild: JU Niedersachsen)

Die CDU müsse ihre Politik hinterfragen, fordert der Landesvorsitzende der Jungen Union Niedersachen Tilman Kuban.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) Niedersachen Tilman Kuban hat sich für die völlige Gleichstellung von homosexuellen Paaren ausgesprochen. Die CDU müsse ihren bisherigen Kurs hinterfragen, schrieb der 29-jährige Jurist in einem am Freitag veröffentlichen Kommentar für die "Huffington Post".

Kuban erinnerte daran, dass Scheidungen, Alleinerziehende oder außereheliche Kinder vor ein paar Jahren noch verpönt waren. "Heute ist dies ganz normal. Und ich bin mir sicher, dass auch die Homo-Ehe in zehn Jahren ganz normal sein wird, und die CDU tut gut daran, sich hier zu hinterfragen."

Der JU-Landeschef machte sich in seinem Text insbesondere für das volle Adoptionsrecht stark: "Wer ein Kind in Deutschland adoptieren möchte, muss ein aufwändiges, intensives Verfahren durchlaufen und dabei sehr viel Persönlichkeit preisgeben", schrieb Kuban. "Ich denke, dass so manches Kind daher besser bei zwei homosexuellen Menschen aufwächst, die diesen harten Test bestanden haben, als in einer Familie, die das Jugendamt schon seit Jahren im Blick hat."

Auf ihrem Deutschlandtag im vergangenen Jahr hatte sich die CDU-Nachwuchsorganisation auf Bundesebene knapp gegen eine Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Adoptionsrecht ausgesprochen (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: junge union, tilman kuban, ju niedersachsen, ehe für alle
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Reaktionen zu "JU-Landeschef für die Ehe für alle"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
29.10.2016
16:32:51


(+5, 5 Votes)

Von trans_alliance
Mitglied seit 22.10.2016


... die CDU sollte sich zum Thema 'Ehe für alle' hinterfragen,

genauso wie zu geschlechtlicher Vielfalt (trans..., Intersex, Non-Binary).

.

Die CDU trägt auch eine historische Mitverantwortung und sollte dieser bewusst werden.

Deutschland, Europa und die Welt braucht eine Zukunft. Ohne Toleranz, Respekt und Achtung für andere wird das nicht gelingen.

.

Wir hoffen, dass die CDU und deren Mitglieder Ihrer Verantwortung für die Zukunft, bewusst werden.

.

'Jedes Gechlecht verdient Respekt'
'Jeder Mensch verdient Respekt'
'Jede Ehe verdient Respekt'

weltoffen in die Zukunft


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#2
29.10.2016
18:29:53


(+3, 5 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Schwulen-Hasser Parteien CDU und CSU sollten nicht nur ihre "Haltung" - sprich: Ablehnung - bzgl. der "Ehe für alle" überdenken und ÄNDERN, sondern sofort und ein für alle mal endlich aufhören, gegen LGBTIs im Allgemeinen und vor allem auch uns Schwule im Besonderen zu hetzen!
Gleiche Rechte für LGBTIS - JETZT!
- und -
SOFORTIGE UND VOLLSTÄNDIGE REHABILITIERUNG VON UNS 175ern JETZT!


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#3
29.10.2016
21:53:47
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von Ellow


Es tut sich was und das finde ich gut!
Ich setze sehr viel auf die Millennials und Generation X. Ich denke, ihr Wertebild wird in den kommenden Jahrzehnten die Politik und Gesellschaft nachhaltig ändern. Zur Zeit haben noch die alten Hasen das Wort.. alles eine Frage der Zeit.


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#4
29.10.2016
22:30:48


(+3, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #3 von Ellow


Na ja, es gibt unter den jungen, die Ihre Meinung ist schlimmer als die von der älteren Generation!!!


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#5
29.10.2016
22:38:20


(+3, 5 Votes)

Von AFD-Watch
Antwort zu Kommentar #3 von Ellow


Es bleibt zu hoffen, dass du Recht hast.
Bei der fast 10 jahren jüngeren Schüler-Union im gleichen Bundesland sieht man das im Thesenpapier noch anders:

"Der Staat muss die Lebensform der Ehe zwischen Mann und Frau privilegieren und mit
allen Kräften unterstützen [...]
Die Schüler Union sieht die Notwendigkeit einer Familie im Vorhandensein von Mutter und
Vater. Die naturgegebene Struktur von Frau und Mann darf nicht im Rahmen einer antinatürlichen
Gleichmacherei aufgehebelt werden! Aus diesem Grund sprechen wir uns
gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Darüber hinaus
ist die immer weitere Angleichung von eingetragenen Lebenspartnerschaften in
Deutschland und ganz Europa zu verwerfen. Die Privilegierung der Ehe zwischen Mann
und Frau im Grundgesetz Paragraph 6, Abschnitt 1 ist beizubehalten. Die steuerlichen
Vorteile und andere Privilegien der Ehe sind ebenso auszubauen. In dem Fall, dass
eingetragenen Lebenspartnerschaften die gleichen Rechte zu Teil werden wie der Ehe,
kann von keiner Privilegierung mehr gesprochen werden."

Link:
schuelerunion.de/wp-content/uploads/2014/05/Starke
-Familie-starke-Schulen_41LDT.pdf


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#6
30.10.2016
00:05:37


(+5, 5 Votes)

Von Robin


Schön, dass es noch Inseln der Vernunft in dieser Partei des Wahnsinns und des Hasses gibt.

"Heute ist dies ganz normal. Und ich bin mir sicher, dass auch die Homo-Ehe in zehn Jahren ganz normal sein wird, und die CDU tut gut daran, sich hier zu hinterfragen."

Dafür muss aber erst mal die CDU weg. Denn im Moment sind ja Leute wie Herr Kuban eine winzige Minderheit in der CDU, während der Rest ganz auf Linie des Hasses ist.


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#7
30.10.2016
08:29:10


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von AFD-Watch


Deshalb ist es imens wichtig schnellstens mit der neuen, alle menschlichen Lebensformen, umfassenden Schulaufklährung zu beginnen!!!!


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#8
30.10.2016
09:40:50


(+5, 5 Votes)

Von Felix


"Ich denke, dass so manches Kind daher besser bei zwei homosexuellen Menschen aufwächst, die diesen harten Test bestanden haben, als in einer Familie, die das Jugendamt schon seit Jahren im Blick hat."

Ja, das ist Fakt.

Und unabhängig davon geht es ja bei der Frage der Volladoption gar nicht so sehr um GLBT-Gleichstellung, sondern vor allem ums Kindeswohl.

Es geht darum, dass Kinder in Regenbogenfamilien (was eh Fakt ist, egal ob mit oder ohne Volladoption) als gleichwertig anerkannt werden und auch mehr Rechtssicherheit bekommen. Das fängt bei ganz einfachen Dingen an, wie der Frage, wer eine Entschuldigung für die Schule schreiben darf, wer mit dem Kind zum Arzt darf, wenn es krank ist, etc. Und das geht bis zu dramatischen Fällen, wie der Frage, ob ein Kind beim Tod eines Elternteils auch noch das andere Elternteil und die gewohnte Umgebung verlieren soll.

Wer die Volladoption blockiert, schadet Kindern. Dass die CDU dagegen ist, und dafür sogar die Schädigung von Kindern in Kauf nimmt, beweist, wie groß deren Hass auf Schwule und Lesben ist.

Dass die dann aber auch noch so tun, als würde es ihnen ums Kindeswohl gehen, zeigt, dass die CDU ihre Wähler für dumm verkauft.


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#9
30.10.2016
14:09:14


(+1, 3 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Einer der wenigen Lichtblicke in der CDU und der Jungen Union. An Niedersachsen sollten sich mal die erzkonservativen JU-Mitglieder, die besonders in Baden-Württemberg sitzen, ein Beispiel nehmen!


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