Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27417

Günther Oettinger ist seit 2010 EU-Kommissar in Brüssel. Als Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte sich der CDU-Politiker geweigert, ein Grußwort für den CSD Stuttgart zu verfassen (Bild: EPP Group in the CoR / flickr)

EU-Kommissar Günther Oettinger reagiert uneinsichtig auf die Kritik an seiner homophoben und rassistischen Rede – die Zitate würden "ohne Zusammenhang" präsentiert.

Kein Rücktritt, keine Entschuldigung, nicht einmal ein Bedauern: In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" hat sich EU-Kommissar Günther Oettinger am Samstagabend erstmals zu seiner heftig kritisierten Rede geäußert, von der am Freitag Ausschnitte auf Youtube veröffentlicht worden waren.

Der CDU-Politiker hatte als Festredner beim 27. "EuropAbend" beim AGA Unternehmensverband in Hamburg am vergangenen Mittwoch unter anderem gegen eine angebliche "Pflicht-Homoehe" gewettert und sich auf Stammtischniveau abfällig über Chinesen und Frauen geäußert (queer.de berichtete).

Auf die Frage der "Welt", ob er seine Äußerungen bereue, meinte Oettinger lediglich: "Man muss den Gesamtzusammenhang sehen, in dem ich mich geäußert habe. Es ging in meiner Rede darum, Deutschland vor zu viel Selbstsicherheit zu warnen."

Oettinger: Ich habe nichts gegen die "Homoehe"

Er habe auch überhaupt nichts gegen die "Homoehe", meinte der EU-Kommissar gegenüber der "Welt": "Ich habe die Homoehe in einer Liste von Themen, Initiativen und Debatten genannt, die in Deutschland die politische Tagesordnung bestimmen. Mir geht es darum, diese Liste an Themen zu ergänzen – insbesondere um das Thema Wettbewerbsfähigkeit." Dass er Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet hatte, nannte Oettinger eine "etwas saloppe Äußerung, die in keinster Weise respektlos gegenüber China gemeint war".

Gleichzeitig erhob der EU-Kommissar Vorwürfe gegen den Teilnehmer der Hamburger Veranstaltung, der das Video auf Youtube hochgeladen hatte: "Wer diese Aufnahme gemacht hat, wollte nicht ein ganzheitliches Bild von mir zeichnen, sondern Teile ohne Zusammenhang präsentieren. Auf der Veranstaltung habe ich viel positiven Zuspruch bekommen." Im Interview erklärte Oetttinger außerdem, dass er sich auf seine neue Aufgabe als EU-Haushaltskommissar freue.

SPD: Oettinger "disqualifiziert sich für politische Spitzenposten"

In ersten Reaktionen auf Oettingers Rede hatte der LSVD den CDU-Politiker am Samstagvormittag zu einer Entschuldigung aufgerufen. Nach den Oppositionspolitikern Volker Beck (Grüne) und Bernd Riexinger (Linke) stellte am Nachmittag auch SPD-Generalsekretärin Katarina Barley die Eignung des CDU-Politikers als EU-Kommissar infrage.

"Jemand, der offene rassistische und homophobe Ressentiments bedient, disqualifiziert sich für politische Spitzenposten", sagte Barley gegenüber Spiegel Online. "Günther Oettinger sollte mal dringend sein Weltbild überprüfen. Ein EU-Haushaltskommissar mit solchem Gedankengut könnte der ganzen EU Schaden zufügen." (cw)

Direktlink | Auszüge aus Oettingers Rede



#2 goddamn liberalAnonym
  • 29.10.2016, 19:12h
  • "Dass er Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet hatte, nannte Oettinger eine "etwas saloppe Äußerung, die in keinster Weise respektlos gegenüber China gemeint war"."

    Ja mei, ein Mann, für den Marinerichter Filbinger ein NS-Gegner war, der lebt eben in seiner eigenen schwäbelnden Pietischte-Welt.

    Die nicht von dieser Welt des Jahres 2016 ist.

    Wäre alles kein Problem, wenn dieser Rassist, der davon (angst-)träumt, mit Kerlen zwangsverheiratet zu werden, nicht dazu abgestellt wäre, von unserem Geld bezahlt Weltpolitik zu machen.

    Übrigens: Das ist mit der Zwangsheirat ist übrigens nicht ganz falsch. Wer würde den schon freiwillig nehmen?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Svetlana LAnonym
  • 29.10.2016, 19:39h
  • Chinesen als Schlitzaugen zu bezeichnen ist also nach Herrn Oettingers Meinung überhaupt nicht anstößig, außerdem hat er doch gar nichts gegen die Homo-Ehe und überhaupt ist doch für ihn die Frauenquote ein ganz wichtiges Instrument für die Beteiligung von Frauen. Entweder kann der sich auf Deutsch genauso wenig ausdrücken wie auf Englisch oder der Typ ist einfach nur ein Dummschwätzer, der ohne zu überlegen redet!?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LovesternProfil
  • 29.10.2016, 20:52hGreifswald
  • Dieser Mann wurde einst von Merkel wegkomplimentiert nach Brüssel, weil er ihr zu peinlich war. Und weil man abgelegtes Personal immer nach Brüssel wegkomplimentiert. Peinlich ist er immer noch, soll aber demnächst einen wichtigen Posten bekommen. Ich hoffe, er wird jetzt abgelehnt. Die EU und wir alle haben was Besseres verdient als unfähiges Personal, das geistig und humorig noch in den 50igern lebt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 paoloAnonym
#6 myysteryAnonym
  • 29.10.2016, 21:28h

  • Oettinger hätte sich wohl lieber mal um seine eigenr "Wettbewerbsfähigkeit" gekümmert. Doch nein, es hat ja durch Seilschaften und Vetternwirtschaft gereicht, in der Öffentlichkeit pausenlos als Dummschwätzer aufzutreten und trotzdem gut über die Runden zu kommen. Die hat CDU hat noch nie auf die Intelligenz ihrer Vertreter geachtet. Aber Englisch ist "Grundvoraussetzung für jeden", stimmts?

    Zumal dieser "Kosmopolit" es mit seiner Partei doch in der Hand hält, die "Homo-Ehe"(keine "Pflicht", denn darüber spricht entgegen Oettingers Aussagen keiner) von der "politischen Tagesordnung" zunehmen: durch den Import der westlichen Werte und rechtlichen Standards. Im Anschluss könnte er dann auch wieder über dem "Export von Werten" nachdenken.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 entartetEhemaliges Profil
  • 29.10.2016, 21:37h
  • "Dass er Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet hatte, nannte Oettinger eine "etwas saloppe Äußerung, die in keinster Weise respektlos gegenüber China gemeint war"."

    Dann darf ich ja wohl Herrn Oettinger als debilen Polit-Stricher bezeichnen.

    Ist keineswegs respektlos gegenüber Herrn Oettinger, nur etwas salopp.

    Besagt nur, dass er nicht gerade mit den größten Geistesgaben gesegnet ist und nach jedem Job giert, der intellektuell wenig anspruchsvoll, dafür finanziell einträglich ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Patroklos
#9 saltgay_nlProfil
  • 29.10.2016, 21:49hZutphen
  • Ehrlich gesagt, ich freue mich immer wieder, wenn ich Interviews und Reden von Günther Oettinger sehe und höre. Dieser Mann ist ein Spitzenpolitiker der CDU. Niemand vertritt diese Partei ehrlicher und aufrechter.

    Er zeigt ganz deutlich, dass diese Partei aus dem Nazi-Sumpf entstanden ist. Mit Hilfe der katholischen und evangelischen Kirche wurden diese Altnazis, die noch eben lustig Todesurteile fällten, oder "Untermenschen, Volksschädlinge" in Konzentrationslager steckten, christlich angestrichen. "Wenn man kein sauberes Wasser hat, muss man eben das schmutzige nehmen", kommentierte es Konrad Adenauer, als er auf seine braunen Partreifreunde angesprochen wurde.

    Oettinger zeigt eben den "hässlichen Deutschen", der nach 1945 nichts dazu gelernt hat. Lediglich das CDU/CSU-Parteibuch haben sie erworben. Die Waschmittelreklame, die die CDU/CSU heute betreibt, das ständige Selbstbeweihräuchern hat doch tatsächlich dazu geführt, dass man von einer "Sozialdemokratisierung" dieser Partei spricht. Das ist die höchste Form der Volksverdummung. Die AfDler sind selbst darauf reingefallen. Die CDU/CSU und die AfD sind identisch. Der vermeintliche Unterschied ist allein das Werk von Werbeagenturen, die sonst grenzdebilen Hausfrauen und arteriosklerotischen Rentnern Persil oder SPEE als zwei verschiedene Produkte präsentieren, obwohl beide Waschmittel von den gleichen Produktionsbändern stammen.

    Ob nun die Hedonistenschwuppe Jens Spahn beklagt, dass Rentner nicht gleich nach dem Eintritt in den Ruhestand wegsterben und lieber etwas nachhelfen möchte, oder Oettinger Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet: diese Partei ist durch und durch reaktionär und antidemokratisch. Man beachte die Kommentare zum Verhalten der Wallonen anlässlich des Ceta-Vertrages. Die CDU/CSU ist fest davon überzeugt, dass ein demokratisches Stimmrecht nicht so weit gehen darf, dass ihre weisen Beschlüsse Gegenstimmen ernten. Es steht jedem Bürger frei freudig zuzustimmen, was immer auch diese Reaktionäre auskochen.

    Leider muss man feststellen, dass angesichts solcher Politiker ihre Wähler ebenso minder intelligent sind, wenn man einmal von der kriminellen Intelligenz dieser Politiker absieht.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 hugo1970Profil
  • 29.10.2016, 22:13hPyrbaum
  • "...und sich auf Stammtischniveau abfällig über Chinesen und Frauen geäußert"

    Herr Oettinger, in Rumänien gibt es ein Sprichwort:
    "Cei sapte ani de acasa"
    Wenn Sie nicht wissen was das bedeutet, können Sie doch einen rumänischen Kollegen bitte, der Ihnen dann das erklährt, das mit den sapte ani!!!!
  • Antworten » | Direktlink »