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Günther Oettinger ist seit 2010 EU-Kommissar in Brüssel. Als Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte sich der CDU-Politiker geweigert, ein Grußwort für den CSD Stuttgart zu verfassen (Bild: Friends of Europe / flickr)

Die Lesben und Schwulen und der Union erwarten vom deutschen EU-Kommissar "eine Entschuldigung ohne Wenn und Aber".

Nach Grünen, Linken und SPD kommt nun auch aus der Union erste Kritik an dem CDU-Politiker Günther Oettinger, der am vergangenen Mittwoch in einer Rede vor dem AGA Unternehmensverband iin Hamburg gegen eine "Pflicht-Homoehe" wetterte und sich abfällig über Chinesen äußerte (queer.de berichtete).

"Der LSU Bundesverband zeigt sich entsetzt über die rassistischen und homophoben Äußerungen des EU-Kommissars Günther Oettinger", schrieben die Lesben und Schwulen in der Union auf ihrer Facebook-Seite. "Man kann niemanden zwingen, die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare zu befürworten. Aber Herr Oettinger hat mit seinen Bemerkungen – auch im Gesamtzusammenhang seiner Rede – nicht nur die Grenze des guten Geschmacks, sondern auch die des Anstands überschritten", erklärte LSU-Bundeschef Alexander Vogt.

In der Union gebe es viele Menschen, die sich für die völlige Gleichstellung einsetzen, schrieb Vogt. "Wir als LSU empfinden dies als Schlag ins Gesicht. Für uns ist das eine Frage des Menschenrechts und nichts, was man in schalen Altherrenwitzen ins Lächerliche zieht. Ich erwarte von Herrn Oettinger eine Entschuldigung ohne Wenn und Aber."

In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" hatte Guenther Oettinger zuvor seine "etwas saloppen" Äußerungen verteidigt und behauptet, die auf Video dokumentierten Zitate würden "ohne Zusammenhang" präsentiert (queer.de berichtete). Er habe auch überhaupt nichts gegen die "Homoehe", meinte der EU-Kommissar gegenüber der Zeitung: "Ich habe die Homoehe in einer Liste von Themen, Initiativen und Debatten genannt, die in Deutschland die politische Tagesordnung bestimmen. Mir geht es darum, diese Liste an Themen zu ergänzen – insbesondere um das Thema Wettbewerbsfähigkeit."(cw)



#1 markusbln11Anonym
  • 30.10.2016, 15:24h

  • Eine ehrliche und zugleich mutige stellungnahme. Ich hoffe, herr öttinger hat verstanden, was zu tun ist.
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#2 EntsetztAnonym
  • 30.10.2016, 18:13h
  • Schön, daß Herr Vogt und die LSU entsetzt sind. Mehr tun sie aber nicht. Man muß als LSU ein bißchen mehr tun als entsetzt sein. Aber wie immer! Die LSU und Herr Vogt sind einfach mal so da. Und das war's. Bis heute habe ich noch nicht begriffen, wozu es die LSU gibt.
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#3 markusbln11Anonym
#4 jochenProfil
  • 31.10.2016, 15:12hmünchen
  • Ich kann mich nicht "entsetzen" und empfinde die Rede auch nicht als "ein Schlag ins Gesicht".... Ich finde die LSU übertreibt .
    Ich halte den Vortrag Öttingers für eher peinlich und unpassend , -als EU-Kommissar.

    Bei der ganzen Empörung geht leider unter , dass Öttinger im Kern seiner Rede ja Recht hat.
    Die EU kümmert sich um viele Dinge, den richtigen Staubsauger, die richtige Klo-Spülunghabe, um die Umerziehung der Bürger zu Nichtrauchern... usw.
    Aber bei wirkich wichtigen Fragen (Flüchtlingskrise, Banken- und Eurokrise, Griechenland, Ukraine) bringt sie wenig oder kaum etwas zustande. So was kann ins Auge gehen.
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#5 retKonAnonym
  • 02.11.2016, 11:10h
  • Ich sehe Menschenrechte bzw. die Diskriminierung von LGBT-Menschen nicht auf der selben Ebene wie Regelungen über Staubsauger und Nichtrauchergesetze... Danke für die erneute Degradierung.
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