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Kommentare zu:
Heiko Maas: Bitte keinen politischen Grabenkampf um die Rehabilitierung!


#1 Patroklos
  • 31.10.2016, 15:35h
  • Grabenkämpfe gibt es nicht nur in der Politik und in den Parteien, sondern auch im Krieg. Soviel nun erst einmal dazu.

    Rehabilitierung und Entschädigung von Menschen, die nach dem Unrechtsparagrapheb 175 verurteilt wurden, ist oberste Priorität!
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 31.10.2016, 15:54h
  • Im Land des rosa Winkels ist es erstaunlich, dass es überhaupt zu einem solchen Gesetzentwurf gekommen ist.

    Dass die Entschädigungsbeträge sehr gering sind, ist leider deutsche Normalität.

    Auch bei anderen Opfern von NS-Unrecht wurde aus Kalkül gezögert und dann gegeizt. Da kann man leider den 175ern, für die braune Repression (schwarz angemalt) bis 1969 galt, nur zynisch sagen: Willkommen im Club!

    Ob sich Heiko Maas gegen die fanatisch homophobe Union durchsetzen kann, steht in den Sternen.

    Manfred Bruns, das Rebmann-Opfer, das die deutsche Justizkaste von Innen kennt, hat gesagt, dass er erst an den Gesetzentwurf glaubt, wenn er im Bundesgesetzblatt steht.

    Er weiß, wovon der spricht.

    Zu Generalbundesanwalt Rebmann, der Bruns nach seinem Outing fertigmachte: "Er hatte am 30.März 1942, kurz vor dem Abschluss der Oberschule, in Heilbronn die Aufnahme in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei beantragt. So lässt es sich in der Mitgliedskartei der ­NSDAP nachlesen, über die das Bundesarchiv verfügt. Die Ortsgruppe Heilbronn, Gau Württemberg-Hohenzollern, nahm ihn am 1.September 1942 auf." (Cicero)

    Zum Generalbundesanwalt hat den homophoben Alt-Nazi Rebmann übrigens der SPD-Justizminister Vogel ernannt.

    Obwohl er wohl nichts über dessen Parteibuch wusste (oder wissen wollte), kann man sagen:

    Auch das gehört zum deutschen Postfaschismus.
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#3 KotzAnonym
#4 sanscapote
  • 31.10.2016, 17:01h
  • Was ich nicht verstehe ist, dass fuer eine Rehabilitierung als Stichtag der 8. Mai 1945 herangezoge wird. Es gibt noch einige Schwule, die vorher Erwachsene waren.

    Wenn der Mai 1945, wofür brauchten wir dann seit Jahren eine Heimatvertriebenentussi namens St.bach?
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#5 Robby69Ehemaliges Profil
  • 31.10.2016, 17:16h
  • Nicht dauernd nur labern - sondern endlich HANDELN!
    SOFORTIGE UND VOLLSTÄNDIGE REHABILITIERUNG VON UNS 175ERN!
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#6 sanscapote
  • 31.10.2016, 18:05h
  • Wie ich Maas' Woerter lese, hofft er noch!!
    Traeum weiter Heiko, spaetestens zur BTW bekommst du die Quittung
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#7 Reto77
  • 31.10.2016, 18:33h
  • Antwort auf #4 von sanscapote
  • "Was ich nicht verstehe ist, dass fuer eine Rehabilitierung als Stichtag der 8. Mai 1945 herangezogen wird."

    Soviel ich weiß, sind die Urteile des Dritten Reichs (also 8. Mai 45 und früher) zum Paragraph 175 durch das Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile (NS-AufhG) von 1998, Änderungsgesetz vom 23. Juli 2002, aufgehoben worden.

    Die CDU/CSU und FDP stimmten damals gegen die Gesetzesvorlage, hatten aber zum Glück nicht die Mehrheit.
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#8 Alice
  • 31.10.2016, 18:34h
  • Antwort auf #4 von sanscapote
  • Der 08.05.1954 ist der Tag der Kapitulation und damit das offizielle Ende des "Dritten Reichs".
    Bis zu diesem Stichtag konnten erst ab 1988 Homosexuelle eine Art "Wiedergutmachung" bekommen:

    "In den am 7. März 1988 erlassenen Richtlinien zum AKG-Härtefonds [BAnz 1988, 1277] heißt es: "Härteleistungen sollen den Personen zugute kommen, die wegen ihrer körperlichen oder geistigen Verfassung oder wegen ihres gesellschaftlichen oder persönlichen Verhaltens vom NS-Regime als Einzelne oder als Angehörige von Gruppen angefeindet wurden und denen deswegen Unrecht zugefügt wurde. Hierzu zählen z.B. sog. Asoziale, Euthanasieopfer und Homosexuelle" (§ 2 Abs. 1 AKG-RL).
    "
    www.lsvd.de/bund/buch/15.html

    Nach diesem Stichtag (Dienstag den 08.05.1945) gab und gibt es bisher keinerlei Entschädigung für die 175er (Opfer des §175).
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#9 ManuelAnonym
#10 sanscapote
  • 31.10.2016, 21:00h
  • @Reto77, @Alice,
    Konnte dieser Personenkreis die Wiedergutmachungen bekommen oder bekamen sie diese?
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#11 TheDadProfil
  • 31.10.2016, 21:42hHannover
  • Antwort auf #4 von sanscapote
  • ""Was ich nicht verstehe ist, dass fuer eine Rehabilitierung als Stichtag der 8. Mai 1945 herangezoge wird.""..

    Eine Aufhebung der Urteile bis zum 08.Mai 1945 hat es schon gegeben..
    Mit Rehabilitation aber ohne finanzielle Entschädigung wurde das 2002 beschlossen..

    Gegen den Widerstand der UNION und der FDP, weil mit dem gleichem Gesetz auch die Fahnenflüchtigen der Wehrmacht rehabilitiert wurden..
    Man darf sich aber sicher sein das auch ohne diese Verknüpfung die UNION und die FDP dagegen gestimmt hätten..
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#12 Patroklos
#13 TheDadProfil
#14 Miguel53deProfil
#15 FinnAnonym
  • 01.11.2016, 10:01h
  • Fakten sind Fakten. Dass Heiko Maas versucht, Kritik als Grabenkämpfe abzutun und darum bittet dies zu unterlassen ist klar. Denn sein Gesetzentwurf ist schlichtweg menschenverachtend, beleidigend und zynisch. Und das will der Herr Minister vertuschen.
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#16 userer
#18 Patroklos
#19 VorschlagAnonym
#20 TheDadProfil
#21 Patroklos
#22 hugo1970Profil
  • 01.11.2016, 11:30hPyrbaum
  • Antwort auf #21 von Patroklos
  • Macht es Dir Spaß hier herumzutrollen?
    Verwende doch deine Energie für Protestmails, gegen die fdp und unionen! wenn ich Deine Kommentare richtig verstehe bist Du auch gegen die neoliberal konservativen. Also verschwende nicht mehr Deine Energie hier herumzutrollen, sondern protestier, wie auch andere gegen diese neoliberal christlich konservativen, per Postweg, mail, facebook und was weiß ich noch welche Wege Dir am besten liegen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#23 daVinci6667
  • 01.11.2016, 13:06h
  • Antwort auf #21 von Patroklos

  • Macht dir das solchen Spass?

    Zwischendurch kommt mal was vernünftiges aber dann hast du wieder einen schweren Trollanfall. Ergründe doch mal was vorher bei dir genau abläuft. Muss doch einen Grund haben.

    Robby ist ein Direktbetroffener. Ich kann ihn deshalb sehr gut verstehen. Auch warum er immer noch so eine berechtigte Wut auf "Bullen" hat. Kann man ihm wohl nie mehr nehmen und soll man auch nicht. Er soll nur endlich vollständig rehabilitiert werden. Wiedergutzumachen kann man sowas nicht. Sich aber auch noch darüber lustig machen wie du es tust ist echt daneben.

    Das geht eher bei einem andern User um uns vor seinen ewigen Bekehrungsversuchen zu schützen. Wir wissen das TJ ein vermaledeites Kruzifix auf den Kopf gefallen sein muss. Ein grosses schweres.

    Aber was war denn bei dir? Warum fehlt dir manchmal jegliches Emphatievermögen? Kläre uns auf!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#24 Homonklin44Profil
  • 01.11.2016, 15:02hTauroa Point
  • Abseits der Kritikpunkte darf man Herrn Maas auch dankbar dafür sein, dass er mit der Schaffung dieses Gesetzentwurfs wider den Zeiten und politisch oft hartnäckigen Blockaden hier etwas in Bewegung gesetzt hat, das auch hoffentlich kein Rohrkrepierer wird.

    Ansonsten bin ich häufig einer Meinung mit dem, was Finn so schreibt, aber hier muss man, denke ich relativieren, dass es trotz aller fehlenden Ecken und Enden wahrscheinlich das ist, was 175er-Betroffene erwarten können. Von einer Kollektiv-Entschädigung spricht Maas selbst, und ich hoffe, der Anstand, wenn auch rares Gut unter heutigen Polit-Größen und Positionen an Schaltstellen, wird dafür sorgen, dass auch diese kommt.

    Wenn nicht und alles zynische Kleinbeigabe unter größtmöglichem Einspar-Rahmen wird ... die Entschädigungssummen sind wirklich in einer Weise beschämend, wenn man nur im Ansatz bedenkt, was die Opfer dieses verächtlichen Paragraphen durchleben mussten, und wodurch ihre Lebensqualität und Entfaltung be- und verhindert wurde ... hätten wir wieder einen Nachweis für die Fragwürdigkeit der Kompetenz innerhalb des politischen Apparates.

    Ich hoffe so, dass auch die Hauptausrichter für Blockaden gegen LGBTIQ-relevante Interessen aus der Union endlich den Anstand zeigen, den sie an anderen immer so gern bemängeln.

    Gewisse Versuche um den Grabenkampf werden uns wohl nicht erspart bleiben. Dazu kennt man seine Pappenheimer schon zu genau.
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#25 Alice
  • 01.11.2016, 16:35h
  • Antwort auf #10 von sanscapote
  • Wenn Du den Link anklickst bekommst Du genauere Infos:
    Demnach hat es keine Wiedergutmachung für Homosexuelle gegeben, sondern sie konnten aus dem Härtefonds Hilfe für ihre aktuelle (Lebens-)Lage bekommen.
    Aus einer Literaturliste zu einem Seminar der Universität Erfurt 2012/2013 kann man ableiten das Homosexuelle hinsichtlich einer Wiedergutmachung ähnlich "umstritten" behandelt wurden und werden wie "kriminelle" KZ-Häftlinge: Das wurde aus der Strafbarkeit der Homosexualität ($175) _vor_ UND _nach_ der Kapitulation abgeleitet. Homosexuelle waren ja in der "neuen" BRD weiterhin Straftäter (in wie weit "zu Unrecht als homosexuell Angeklagte" die das Unrecht irgendwie glaubhaft machen konnten entschädigt wurden, weiß ich nicht.

    Links:
    siehe "umstrittene Fälle" 24.11.2012 in

    www.uni-erfurt.de/fileadmin/user-docs/Neuere_und_Zeitgeschic
    hte/Lehrveranstaltungen_Materialen/WS_2011_12/WS2011_12_Kull
    er_Wiedergutmachung.pdf


    darin empfohlene Literatur (Stand 2009)
    'Susanne Zur Nieden: Die Aberkannten. Der Berliner Hauptausschuß Opfer des Faschismus
    und die verfolgten Homosexuellen, in: Frei, Norbert/Brunner, José/Goschler, Constantin
    (Hrsg.): Die Praxis der Wiedergutmachung. Geschichte, Erfahrung und Wirkung in
    Deutschland und Israel, Göttingen 2009, S. 264
    -289.'

    Mit ein bisschen Suchen im Internet findet man einen Auszug aus dem Buch (Bibliothek hilft auch).
    Kurz und Knapp:
    * Homosexuelle : zunächst keine Entschädigung sondern unter Umständen erneute Haft (weil immer noch strafbar und auch schon vor der NS-zeit strafbar und (Anm. "hier haut es dem Fass den Boden raus") KZ-Haft sei in diesen Fällen lediglich eine "Fortsetzung von Kriminalpolitik mit andren Mitteln".
    * Bis Mitte der 60er Jahre kam es in der BRD zu mehr als 44000 Verurteilungen wegen Homosexualität (Männer).
    * nur Härtefallregelung wie auch die anderen "Kriminellen", das betraf (in den damaligen Worten) unter anderen :
    "Zigeuner", "Homosexuelle", "Asoziale", "Kriminelle" etwa "Frauen, die ein Verhältnis mit Kriegsgefangenen hatten"

    Zur Härteregelung: Überblick auf dem Stand von 1992

    www.lsvd.de/bund/buch/15.html
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#26 Patroklos
  • 01.11.2016, 17:54h
  • Antwort auf #22 von hugo1970
  • "Macht es Dir Spaß hier herumzutrollen?"

    Kann es sein, daß Deine Antwort auf einen anderen Kommentar von mir bezogen war?

    Mein Vater ist WIRKLICH vor 26 Jahren gestorben und ich war umittelbar dabei! Er ist VOR MEINEN AUGEN umgefallen und bedauerlicherweise konnte ihm der Notarzt auch nicht mehr helfen! Seitdem leide ich an einer Angst- und Panikstörung und das ist schlimm genug!
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#27 sanscapote
  • 01.11.2016, 18:08h
  • Merci @Alice, TheDad auch fuer die Links.
    Es ist von hier aus ungleich schwieriger, die entsprechenden Informationen zu bekommen.

    @Patrokles, ich habe es aufgegeben ihre Posts zu lesen. Sie gehen wie ueblich auch hier am Thema vorbei. Es gibt andere Moeglichkeiten, im guten Sinne fuer die LGBTIQs einzutreten, z.B. die Demonstration in Wiesbaden waere eine solche gewesen.
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#28 sanscapote
#29 hugo1970Profil
  • 01.11.2016, 19:43hPyrbaum
  • Antwort auf #26 von Patroklos
  • Ich bitte um entschuldigung, das ich gerade den Kommentar genommen habe.
    Ich nahm/nehme bezug auf die anderen Kommentare, wo Du wirklich nur "Dir einen Spaß daraus machst". Ich bin mir sicher, das Du das ablegen kannst, diese Trollereien passen einfach nicht zu deinen anderen Kommentaren, die zeugen, das Du kein schlechter Mensch sein kannst.
    Gefällt es Dir im Mittelpunkt zu sein, im negativen oder positiven Sinn?
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#30 frommsAnonym
#31 Patroklos

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