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  • 02.11.2016, 12:22h           33      Teilen:   |

Römisch-katholische Kirche

Österreichische Bischöfe fordern: Keine Homo-Paare auf das Standesamt

Artikelbild
Die österreichische Kirche will gleichgeschlechtlichen Paaren möglichst wenige Rechte zugestehen (Bild: flickr / Keoni Cabral / cc by 2.0)

Die katholische Kirche will eine Mini-Reform der Regierung zu eingetragenen Partnerschaften verhindern.

Die österreichische Bischofskonferenz hat sich am Dienstag gegen eine geplante Reform der rot-schwarzen Bundesregierung ausgesprochen, die einige Diskriminierungen von verpartnerten Paaren gegenüber heterosexuellen Eheleuten abbauen soll. Derzeit befindet sich eine Gesetzesnovelle in der Ressortabstimmung, die es beispielsweise gleichgeschlechtlichen Paaren erlauben soll, sich in Standesämtern zu verpartnern (queer.de berichtete). Gegenwärtig dürfen Schwule und Lesben ihre Verpartnerungen nur auf Bezirksverwaltungsbehörden eintragen lassen; in diesen Ämtern werden unter anderem Gewerbebewilligungen oder Führerscheine ausgegeben.

Peter Schipka, der Generalsekretär der Bischofskonferenz, kritisierte in einer mit den Bischöfen abgestimmten Stellungnahme an die Regierung die Absicht, Benachteiligungen von verpartnerten Homo-Paaren abzubauen, mit einem Verweis auf den "substanziellen Unterschied" zwischen Homo- und Hetero-Paaren. Bei die Einführung von Lebenspartnerschaften vor sieben Jahren habe sich die Regierung zu einem Abstandsgebot zwischen Ehe und eingetragener Partnerschaft bekannt, außerdem sei die Schlechterstellung von verpartnerten Homo-Paaren nach europäischem Recht möglich.

"Eine Änderung der Sachlage zu 2009 liegt nicht vor. Sie wird im vorliegenden Entwurf nicht einmal behauptet, geschweige denn begründet", so die Bischofskonferenz. Insofern müsse davon ausgegangen werden, dass "sachfremde, die Ehe in ihrer einzigartigen und von anderen Beziehungsformen klar abzuhebenden Bedeutung verkennende Erwägungen hinter dem vorliegenden Entwurf stehen."

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Noch immer 30 Unterschiede zwischen Lebenspartnerschaft und Hetero-Ehe

Eine Gleichstellung für Homo-Paare würde es indes auch mit diesen Regierungsentwurf nicht geben: Sollte die Reform wie geplant umgesetzt werden, bestünden weiter noch 30 Unterschiede zwischen homosexueller Lebenspartnerschaft und heterosexueller Ehe.

Auch am Ehe-Verbot rüttelt die Regierung auf Druck der konservativen ÖVP derzeit nicht. Allerdings hat Bundeskanzler Christian Kern von der SPÖ angekündigt, eine neue Koalition mit der ÖVP nur einzugehen, wenn sie der Öffnung der Ehe zustimmt (queer.de berichtete)

Auch Warnung vor Leihmutterschaft und Kinderehen

Die Bischofskonferenz kritisierte neben der Teil-Gleichstellung von Homo-Paaren auch eine Reform der Anerkennung vorgeburtlich verstorbener Kinder und die erleichterte Anerkennung von im Ausland geschlossenen erfolgten Personenstandsfällen – also etwa Hochzeiten oder Geburten. Die Kirche äußerte die Befürchtung, dass damit unter anderem "Mehrfachehen, Zwangsehen mit Frauen und Minderjährigen", aber auch Leihmutterschaft anerkannt werden könnten.

Auch auf europäischer Ebene kämpft die katholische Kirche Österreichs gegen die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften: So unterstützt der Chef der Bischofskonferenz, der Wiener Kardinal Christoph Schönborn, die Europäische Bürgerinitiative "Vater, Mutter, Kind", deren Ziel es ist, Ehe und Familie EU-weit rein heterosexuell zu definieren (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, österreich, lebenspartnerschaft
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Reaktionen zu "Österreichische Bischöfe fordern: Keine Homo-Paare auf das Standesamt"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
02.11.2016
13:02:29


(+9, 13 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und Bergoglio schweigt dazu, billigt also das menschenverachtende Treiben seiner Untergebenen.
Link:
www.kirchenaustritt.de


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#2
02.11.2016
13:10:46


(+15, 15 Votes)

Von Roman Bolliger


Die Pfaffen wollen sich (wie immer) in den laizistischen Bereich einmischen und dem Staat Vorschriften machen?

Es ist Zeit, dass sich der Staat in die Kirche einmischt, ihr die Leviten liest und illegale Praktiken verbietet (beispielsweise Diskriminierung von Frauen, LGBT etc)!

Es ist Zeit, dass Kirchen an ihren Platz verwiesen werden, nämlich demjenigen eines privaten Vereins.


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#3
02.11.2016
13:12:58


(+13, 13 Votes)

Von Na ja


Diese hirnlosen Hetzer sollen sich gefälligst aus staatlichen Institutionen wie dem Standesamt heraushalten.
Schlimm genug wenn sie ihre menschenverachtenden Diskriminierungen in ihren eigenen Institutionen beibehalten.
Pfui.


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#4
02.11.2016
13:16:36


(+12, 12 Votes)

Von GeorgB


Wie groß wär das Gekreische der Katholiken, würde sich der Staat in die Regeln der katholischen Kirche einmischen. Aber umgekehrt sich in staatliche Regelungen einzumischen und weitere Demütigungen für Mitmenschen ganz offen einzufordern, ist für Katholiken überhaupt kein Problem.

Merke: Wer diese Vereinigung durch Mitgliedschaft oder Spenden oder Kirchensteuern unterstützt, ist TÄTER!


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#5
02.11.2016
13:56:47


(+4, 6 Votes)

Von Linus


Was bilden die Hassprediger der Kinderschänder-Sekte sich ein?

Das ist eine staatliche Angelegenheit, wo die Kirche nun wirklich gar nichts reinzureden hat.

Die wollen nicht, dass sich der Staat in ihre internen Entscheidungen einmischt, dann haben die das umgekehrt auch zu akzeptieren.


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#6
02.11.2016
13:59:24


(+4, 8 Votes)

Von Julian S


Jede Religion ist darauf angewiesen, Hass zu schüren, zu bevormunden und zu unterdrücken. Nur so können die ihre Anhänger auf Linie halten.

"Die beiden größten Gefahren für den Weltfrieden und den Fortbestand der Menschheit sind Waffenindustrie und Religion."
(Albert Einstein)


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#7
02.11.2016
14:11:17


(+8, 8 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #5 von Linus


>>> Die wollen nicht, dass sich der Staat in ihre internen Entscheidungen einmischt, dann haben die das umgekehrt auch zu akzeptieren. <<<

Genau das können sich aber nicht.

Die Trennung von Staat und Kirche werden die niemals akzeptieren, weil es ihren Allmachtsanspruch gefährdet.

Dieser geld- und machtgeile Konzern wird sich immer wieder in Politik einmischen und versuchen, demokratische Beschlüsse außer Kraft zu setzen, weil es ihr Geschäftsmodell gefährdet.

Am liebsten hätten die eine Kirchendiktatur wie im Mittelalter zurück.

Demokratie und Rechtsstaat wird die Kirche niemals akzeptieren können.


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#8
02.11.2016
14:13:26
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von EHka


Statt immer abzuwarten wie die Kirchen LGBTSI-Menschen immer mehr wegnehmen und diskriminieren muss man zum Gegenschlag ansetzen und sich für ein Verbot dieser hetzerischen Religionen einsetzen.

Seit dem Mittelalter mit den christlichen Hexenverbrennungen tut die Kirche nur verfolgen und hetzen!

Außerdem gibt nicht einmal den kleinsten Beweis oder Hinweis das es Gott überhaupt gibt! Und selbst da müsste man Gott vor Gericht stellen als es anzubeten!

Auch lässt sich Fortschritt, Wissenschaft und Menschlichkeit nicht mit Religion vereinbaren lässt. Religion ist da bestenfalls eine Bremse und im schlimmsten Fall hat man den islamischen Staat auf christlich!


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#9
02.11.2016
14:21:02


(+7, 9 Votes)

Von Justus
Antwort zu Kommentar #7 von Sebi


Normalerweise würde eine Organisation, die den Rechtsstaat ablehnt und sich über demokratische beschlossene Maßnahmen hinwegsetzt, mindestens unter staatlicher Beobachtung stehen oder sogar verboten werden.

Dass das bei der Kirche nicht geschieht, belegt nur ihre viel zu große Macht und ihren Einfluss.

Es muss endlich (in Österreich genauso wie in Deutschland) eine echte Trennung von Staat und Kirche geben.

Dazu gehört auch die Abschaffung jeglicher staatlicher Subventionen an diesen Billiarden-Konzern. Und der Staat darf auch nicht mehr länger als Eintreiber von deren Mitgliedsbeiträgen (die dann auch noch als "Steuer" bezeichnet werden) fungieren. Und statt Religionsunterrichts sollte es in Schulen lieber konfessionsfreien Ethik-Unterricht geben. Etc. etc. etc.


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#10
02.11.2016
14:23:16


(+10, 12 Votes)

Von Carsten AC
Antwort zu Kommentar #5 von Linus


Vor allem:
was bilden die sich ein, ihre menschenverachtenden Regeln auch Bürgern aufzwingen zu wollen, die dort nicht mal Mitglied sind?!

Wie alle totalitären Geister wollen die die gesamte Menschheit unterjochen.

Link zu www.kirchenaustritt.de


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