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Norberto Rivera Carrera gibt zu, dass er es mit seiner Homo-Hetze übertrieben hat (Bild: Flickr / Enrique López-Tamayo Biosca / by 2.0)

Der Erzbischof von Mexiko-Stadt entschuldigt sich bei Schwulen und Lesben für Aussagen wie "Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen". Er will aber weiter gegen die Ehe für alle kämpfen.

Norberto Kardinal Rivera Carrera, der katholische Erzbischof von Mexiko-Stadt, hat sich diese Woche formal im Namen seiner Erzdiözese für homosexuellenfeindliche Aussagen entschuldigt, mit denen er gegen die staatliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht polemisiert hatte. Es sei nicht seine Absicht gewesen, andere Menschen zu beleidigen, so Carrera. Ferner erklärte der 74-Jährige, dass Menschen, "die vom gleichen Geschlecht angezogen werden", in der Kirche willkommen seien.

Der Kardinal gab in seiner Entschuldigung zu, dass katholische Priester nicht zu jeder Zeit immer Recht hätten. Oft müssten sie auch erst einmal über ein Thema aufgeklärt werden.

Carrera hatte im Juli und August mehrere Artikel in einem katholischen Magazin geschrieben, in denen er auf die Ankündigung von Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto reagierte, mit einer Verfassungsänderung landesweit die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen. In den Artikel forderte der Geistliche ein landesweites Ehe-Verbot für Schwule und Lesben mit Sätzen wie "Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen, sondern nur dafür, etwas auszuscheiden". LGBTI-Aktivisten warfen dem Kardinal Einmischung in die Politik und "Werbung für Diskriminierung und sogar Gewalt" vor (queer.de berichtete).

Kirche kämpft weiter gegen politische Anerkennung von Homo-Paaren

In der Frage der staatlichen Ehe-Öffnung machte Carrera freilich keine Zugeständnisse. Im September hatte die Kirche Massendemonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmern gegen die Gleichbehandlung unterstützt. Sogar Papst Franziskus zeigte sich mit der Bewegung solidarisch: "Ich schließe mich den mexikanischen Bischöfen an, die den Einsatz der Kirche und der bürgerlichen Gesellschaft für die Familie und das Leben unterstützen" (queer.de berichtete).

Derzeit ist Mexiko ein Flickenteppich, wenn es um Partnerschaftsrechte für Homo-Paare geht: Einige Staaten haben bereits jetzt die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet, einige bieten eine Lebenspartnerschaft an und in anderen gibt es bislang gar keine rechtliche Anerkennung. Dabei hatte der Oberste Gerichtshof des Landes bereits im vergangenen Jahr entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung verstößt (queer.de berichtete). (dk)



#1 GeblubberAnonym
  • 03.11.2016, 13:42h
  • "Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen"

    Also lehnt er auch Darmspiegelungen, Fiebermessen im Hintern oder die Gabe von Medikamenten als Zäpfchen ab?

    Und wieso betont der so den männlichen Anus? Ist der weibliche Anus dagegen wohl dazu gedacht, etwas zu empfangen?

    Und das allerwichtigste:
    wen interessiert sein Gefasel überhaupt?
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#2 DoppelmoralAnonym
  • 03.11.2016, 14:01h
  • "Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen"

    Hätte die Kinderschänder-Sekte das nur auch mal bei ihren Messdienern beachtet...
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#3 VomeXAnonym
#4 TiqueeroAnonym
  • 03.11.2016, 14:14h

  • Der Papst weiss nur das, was man ihm sagt. Er reagiert auf Flickwerk. Ich wünschte, er erführe in der Zwiesprache mit Gott vom Leid, dass er damit anrichtet.
    Der Mexikanische "Kollege" musste erst Informationen bekommen. Warum nicht bevor er 31% seiner Kirchenmitglieder bzw. geprellter potentieller Gläubigen schwer diskriminierte. Er sollte mal die gleichgeschlechtlich vermittelnden Datingportale besuchen, die allein Mexico Stadt betreffen. Tausende Frauen und Männer suchen gleichgeschlechtliche Partner. Vielleicht würde er sich nicht mehr aus seinem Haus trauen. "Ach, danke, es ist schon so." Dann kann man nur Glück wünschen...
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#5 Julian SAnonym
  • 03.11.2016, 14:17h
  • "Er will aber weiter gegen die Ehe für alle kämpfen."

    Was bildet der sich ein, wer er ist? Demokratische Beschlüsse gehen die Kirche gar nichts an.

    Die Kirche muss sich ständig in Politik einmischen, weil Demokratie ihren Allmachtsanspruch und damit letztlich ihr Vermögen gefährdet.
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#6 RobinAnonym
  • 03.11.2016, 14:39h
  • "Kirche kämpft weiter gegen politische Anerkennung von Homo-Paaren"

    Ist ja klar. Denn nur unglückliche Menschen suchen ihr Heil bei irgendwelchen Heilspredigern...
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#7 SebiAnonym
  • 04.11.2016, 06:26h
  • "Kirche kämpft weiter gegen politische Anerkennung von Homo-Paaren"

    Die Katholen frohlocken mal wieder...

    Das ist also deren "frohe Botschaft": Hass, Ausgrenzung und Unterdrückung...
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#8 EinsteinAnonym
  • 04.11.2016, 07:45h
  • "Religion ist das Asyl der Dummen."
    (Baruch de Spinoza)

    "Die beiden größten Gefahren für den Weltfrieden und den Fortbestand der Menschheit sind Waffenindustrie und Religion."
    (Albert Einstein)
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