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  • 04.11.2016, 12:16h           12      Teilen:   |

Toleranzpreis der MCC-Gemeinde Stuttgart

"Bekannte Fußballspielerin" lehnt Nominierung für "Rosa Detlef" ab

Artikelbild
Der "Rosa Detlef" wird in den Kategorien "Einzelperson" und "Gruppe" vergeben (Bild: MCC-Gemeinde Stuttgart)

Eklat um den zum siebten Mal vergebenen LGBTI-Preis: Eine von drei für den "Rosa Detlef" nominierten Personen gab den Veranstaltern eine Abfuhr.

Seit 2010 wird in Stuttgart alljährlich von der örtlichen MCC-Kirchengemeinde der Toleranzpreis "Rosa Detlef" vergeben, mit dem ein herausragender Einsatz für die LGBTI-Community ausgezeichnet werden soll. In diesem Jahr sorgt die für Sonntagnachmittag im "Theater Rampe" vorgesehene Verleihung aber bereits im Vorfeld für Schlagzeilen: Von den drei Nominierten in der Kategorie "Einzelperson" lehnte eine Person "aus dem Bereich des Sports" die Nominierung aus unbekannten Gründen ab. Damit können sich mit dem schwulen Ex-Nationalspieler und heutigem VfB-Funktionär Thomas Hitzlsperger und Martin Wolff, einem schwulen Aktivisten im Rollstuhl, nur zwei Männer Hoffnung auf den Preis machen.

Die Veranstalter teilten nicht mit, wer die Nominierung abgelehnt hatte. Nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" handelt es sich aber um eine "bekannte Fußballspielerin", was die Organisatoren aber "weder dementieren noch bestätigen".

Laut MCC-Pfarrer Axel Schweigert, der den Preis ins Leben gerufen hatte, zeige die Ablehnung, "dass die Gleichstellung von Homosexuellen noch lange nicht erreicht ist". Schweigert gehörte einer dreiköpfigen Jury an, die über die Nominierungen entschieden hatte; Jurymitglieder waren außerdem die ehemalige Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch (FDP) und die Dragqueen Fräulein Wommy Wonder.

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Türkische Gemeinde ebenfalls nominiert

Der Preis wird auch in der Kategorie "Gruppe" vergeben, in der es ebenfalls drei Nominierungen gab: Dabei handelt es sich um "Gay and Gray", eine Gruppe für Schwule und Lesben über 50, die vom Magazin "Schwulst" veranstalteten Schwulen Szene-Führungen sowie die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg, die in diesem Jahr das erste Mal bei der CSD-Politparade in Stuttgart mitmarschierte (queer.de berichtete).

Die Laudatio wird Erwin Staudt halten, der Ehrenpräsident des Fußballzweitligisten VfB Stuttgart. Staudt war von 2003 bis 2011 hauptamtlicher Präsident des Vereins. Er sorgte 2009 für Schlagzeilen, als er die Schirmherrschaft des CSDs in der Landeshauptstadt übernahm (queer.de berichtete). Für sein Engagement hatte Staudt 2013 den "Rosa Detlef" erhalten.

Im vergangenen Jahr waren das Präsidium des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentags und der örtliche CSD-Organisator Christoph Michl mit dem Preis von der Stuttgarter Metropolitan Community Church vergebenen Preis geehrt worden. Die protestantische Kirche war 1968 von einem schwulen Pastor in Kalifornien gegründet worden und setzt sich im Gegensatz zu anderen Kirchen insbesondere für Schwule und Lesben sowie andere diskriminierte Minderheiten ein. Inzwischen gibt es über 200 MCC-Gemeinden in 37 Ländern der Welt. Seit 1988 ist die Kirche auch in Deutschland aktiv. (dk)

Links zum Thema:
» Facebook-Seite „Rosa Detlef 2016“
» Homepage MCC-Gemeinde Stuttgart
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Tags: mcc-kirche, thomas hitzlsperger, fußball, sport, stuttgart, rosa detlef
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Reaktionen zu ""Bekannte Fußballspielerin" lehnt Nominierung für "Rosa Detlef" ab"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
04.11.2016
12:35:15
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von TheDude
Aus Göttingen (Niedersachsen)
Mitglied seit 04.07.2016


Kann mir jemand erklären, was die Symbole auf dem Preis bedeuten (außer dem Rosa Winkel kann ich leider nichts zuordnen :-( ) Danke.


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#2
04.11.2016
12:45:41


(+10, 10 Votes)

Von LasseJ
Aus Berlin
Mitglied seit 08.10.2015


Naja, der Name "Rosa Detlef" ist schon ziemlich dämlich für einen ernstgemeinten Toleranzpreis, außerdem ist das Teil potthässlich. Und vielleicht ist die Frau auch Atheistin und will keine Werbung für die Metropolitan Community Church machen.


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#3
04.11.2016
13:14:29


(+7, 7 Votes)

Von Crikkie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Laut MCC-Pfarrer Axel Schweigert, der den Preis ins Leben gerufen hatte, zeige die Ablehnung, "dass die Gleichstellung von Homosexuellen noch lange nicht erreicht ist"."

Naja. Vielleicht zeigt es aber auch nur, dass manche Menschen ihr Engagement für selbstverständlich halten und eine Auszeichnung dafür ablehnen. Oder, dass jemand eine Auszeichnung durch eine religiöse Organisation ablehnt. Oder einfach keine Lust auf eine hässliche Auszeichnung und geheuchelte Freude darüber hat. Oder... oder... oder...

Obwohl ich der Aussage, dass die Gleichstellung von LGBTs noch lange nicht erreicht sei, zustimme, halte ich die Interpretation des Pfarrers, die Ablehnung einer Nominierung als Symptom dieser Ungleichheit zu werten, für falsch.


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#4
04.11.2016
13:39:08


(+5, 5 Votes)

Von Danny387
Aus Mannheim (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.07.2014
Antwort zu Kommentar #2 von LasseJ


"der Name "Rosa Detlef" ist schon ziemlich dämlich für einen ernstgemeinten Toleranzpreis"

Muss ich echt auch sagen. Klingt wie der Anfang von einem schwulen Blödelwitz, so im Stil von: "Läuft der rosa Detlef hüfteschwingend über die Straße. Begegnet ihm ein blauer Elefant, sagt der Elefant zu ihm ..." Bla bla, usw.


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#5
04.11.2016
13:53:31


(+9, 11 Votes)

Von Equality


Muss Mensch tatsächlich einen "Toleranz"preis von einer Kirchengemeinde haben und annehmen wollen?

Vielleicht ist Mensch ja historisch-politisch informiert und will sich weder für viel beschworene "Toleranz" (im Gegensatz zu tatsächlicher Gleichheit und Gleichberechtigung) noch für religiöse Vernebelung und Propaganda vereinnahmen lassen?


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#6
04.11.2016
14:11:25


(+6, 6 Votes)

Von Crikkie
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von TheDude


Laut MCC besteht diese Skulptur aus knapp 75-80 Jahre altem Mehrsorten-Apfelbaumholz samt aufgebrachtem rosa Dreieck als Erinnerung an das 3. Reich mit der Kennzeichnung von Homosexuellen, in dessen Mitte eine mehrere Millionen Jahre alte Versteinerung eingelassen ist und schließlich in der unteren linken Ecke zwei Reagenzgläser mit Salz und Erde als Symbol für die Stuttgarter Metropolitan Community Church "Salz der Erde".


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#7
04.11.2016
14:17:38


(+3, 5 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von TheDude


wer weiß, dicke bretter/hartholz in dem religöse versuchen ein loch zu bohren...

oder restholzverwertung der für stuttgart21 abgeholzten bäume vom bahnhofvorplatz...
Sparsam sind die schwaben.


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#8
04.11.2016
18:03:06


(+5, 5 Votes)

Von felix


Ich habe - unabhängig von diesem Fall - den Eindruck, dass immer mehr Grüppchen und Vereine meinen, sie müssten irgend einen Preis für irgend etwas verleihen. Im Mittelpunkt steht dann manchmal nicht die Ehrung, sondern dass durch die Ehrung von bekannten Persönlichkeiten etwas des Ruhms auf die eigene Organisation abfällt und diese größere gesellschaftliche Aufmerksamkeit bekommt.

Ich denke, die Frage kann berechtigt gestellt werden, was einen Preisverleiher qualifiziert.

Die Namensgebung "Rosa Detlef" für einen Preis finde ich außerdem erst einmal nicht schlecht gewählt - weil er provoziert. Allerdings ist es wieder so ein typischer "schwuler" Preis. Dann sollte man auch nicht anfangen, ihn einfach als "LGBTI-Preis" zu deklarieren. Kein Wunder also, wer den Preis dann ablehnt


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#9
05.11.2016
16:20:22


(+1, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Na ja, wenn man den Preis mal sieht ... etwas mit dem "Rosa-Winkel"-Dreieck weckt schon komische Assoziationen.

Aber vielleicht hatte die Frau auch andere Gründe, die gar nicht mit LGBTIQ-Themen zu tun haben müssen.
Vielleicht distanzierte sie sich damit bloß von allem, das mit *Kirche* zusammen hängt.

Wenn sie sich für LGBTIQ entsprechend verdient gemacht hat, wird es weniger darum gehen, dass sie es einfach nicht an die große Glocke gehängt haben möchte, wie rum sie selbst tickt.

Man könnte auch denken, die kirchlichen Vereine versuchen durch solche Verleihungen, Akzeptanz zurück zu gewinnen, die ihnen aufgrund ihrer sonst eher menschenfeindlichen Selektiv-Haltungen im Bezug zu LGBTIQ-Belangen abhanden kam.

Der alberne Name setzt noch eins drauf, "geiler Thomas" hätte aber auch nicht besser geklungen.


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#10
06.11.2016
14:02:06


(+5, 5 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015


Da wir nicht wissen wer aus welchen Gründen die Nominierung abgelehnt hat, können wir auch die Aussage des Pfarrers nicht zuordnen.


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