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  • 05.11.2016, 11:31h           33      Teilen:   |

Schwuler Politiker im Interview

Hamburgs CDU-Chef fordert die Ehe für alle

Artikelbild
Der ehemalige LSU-Bundesvorsitzende Roland Heintze ist seit 31. März 2015 Landesvorsitzender der CDU Hamburg (Bild: CDU Hamburg)

Es bedürfe keines "gesonderten Instituts" für homosexuelle Paare, sagte Roland Heintze im Interview mit der "Welt" – und sprach über seinen eigenen Lebenspartner.

Der Landesvorsitzende der CDU Hamburg Roland Heintze hat in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" erstmals ausführlicher über seine Homosexualität gesprochen und dabei indirekt die Ehe für alle gefordert.

Auf die Frage, warum er nicht heiraten wolle, sagte der 43-jährige Unternehmer: "Das ist eine persönliche Entscheidung. Ich glaube, dass es keines gesonderten Instituts, wie wir es derzeit haben, bedarf." Heintze ergänzte: "Da trifft jeder seine eigene Lebensentscheidung. Es gibt ja genug Menschen, die heterosexuell und auch nicht verheiratet sind."

Der CDU-Landeschef erklärte in dem Interview, er führe seit 13 Jahren eine Beziehung mit einem Marketingchef, der "ziemlich gut" kochen könne. Auf die Frage der "Welt", wann er gemerkt habe, dass er homosexuell sei, reagierte Heintze schlagfertig: "Ach, merkt man das? Ja, irgendwann merkt man das. Wann war das? Mit 18, da habe ich mich mehr für einen Mann interessiert als für Frauen. Daraufhin habe ich das halt für mich geklärt. Das ist aber bei Sexualität doch immer so, oder?"

In der CDU sei Schwulsein kein Stigma, meinte der ehemalige LSU-Bundesvorsitzende gegenüber der Tageszeitung, er werde wegen seiner Homosexualität in der Partei auch nicht schief angeguckt. "Jeder hat da seine Geschichten über andere Menschen. Das hat aber nichts mit schwul oder nicht schwul zu tun."

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Der dritte offen schwule Landeschef der Hamburger CDU

Nach Ole von Beust und Dietrich Wersich ist Roland Heintze bereits der dritte schwule Spitzenpolitiker der Hamburger CDU. Zum Landesvorsitzenden wurde er am 31. März 2015 als Nachfolger Wersichs gewählt, der sich nach dem schlechten Ergebnis der Union bei der Bürgerschaftswahl nicht erneut um das Amt beworben hatte (queer.de berichtete). Bei der Wahl hatte Heintze auch überraschend sein Bürgerschaftsmandat verloren (queer.de berichtete). Von 2004 bis 2015 saß er im Hamburger Landesparlament.

Heintze war von 2004 bis 2006 der vierte Bundesvorsitzende in der Geschichte der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Er sorgte damals mit vielen seiner Thesen für Aufregung in der Community – etwa, als er Bareback unter Strafe stellen wollte oder seine Ablehnung für die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Adoptionsrecht und die Aufnahme des Merkmals sexuelle Identität ins Antidiskriminierungsgesetz zum Ausdruck brachte.

Auch später gab es Auseinandersetzungen: 2012 stellte er die Gemeinnützigkeit des CSD Hamburg in Frage, weil dieser die Ablehnung einer Ehe-Öffnung durch die CDU kritisiert und die Teilnahme der Christdemokraten an der Politparade in Frage gestellt hatte (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: roland heintze, cdu hamburg
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Reaktionen zu "Hamburgs CDU-Chef fordert die Ehe für alle"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
05.11.2016
12:10:27


(-5, 9 Votes)

Von Paulus47


Richtig so, Herr Heintze

Homosexuelle Paare wollen die Ehe und sie wollen kein Rechtsinstitut "zweiter Klasse", das sie diskriminiert.

Sie sollten dies klar und deutlich, bei Frau Merkel durchsetzen !!! Solange die CDU dies nicht macht, wird sie auch KEINE Stimmen bekommen und andere Parteien wie FDP oder die Grünen werden gewählt.


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#2
05.11.2016
12:15:43


(+5, 9 Votes)

Von VomeX
Antwort zu Kommentar #1 von Paulus47


Der Typ passt zu Dir...


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#3
05.11.2016
12:18:56


(+7, 11 Votes)

Von Denkfehler
Antwort zu Kommentar #1 von Paulus47


"Solange die CDU dies nicht macht, wird sie auch KEINE Stimmen bekommen und andere Parteien wie FDP oder die Grünen werden gewählt."

...um dann letztendlich doch weiter die CDU an der Macht zu halten.
Was für eine tolle Logik...


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#4
05.11.2016
12:24:20


(+7, 9 Votes)

Von m123


Ich hab dafür absolut kein Verständnis, dass LGBT-Menschen eine LGBT-feinliche Partei vertreten oder auch nur wählen (CDU, AfD). Ich hab auch absolut kein Verständnis dafür, wenn LGBT-Menschen Parteien wählen, die in einer Koalition LGBT-feindlichen Parteien geholfen haben LGBT-Menschen weiterhin verfassungswidrig zu diskriminieren (SPD, FDP). Als zu wichtig empfinde ich die Selbstachtung, die man sich entgegenbringen sollte.

Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.


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#5
05.11.2016
12:32:59


(-9, 11 Votes)

Von Paulus47
Antwort zu Kommentar #2 von VomeX


@VorneX
"Der Typ passt zu Dir..."

Danke für das Kompliment... Herr Heintze ist ein offen, verpartneter Politiker in Hamburg und macht an sich gute Arbeit. Und wenn die CDU dann doch die Eheöffnung im Bundestag durchbringt, wird die CDU auch in die Parteienauswahl bei mir kommen; solange aber die CDU dies nicht macht, wähle ich FDP oder Grüne.


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#6
05.11.2016
12:46:06


(-9, 11 Votes)

Von Paulus47
Antwort zu Kommentar #3 von Denkfehler


@Denkfehler
"...um dann letztendlich doch weiter die CDU an der Macht zu halten.
Was für eine tolle Logik... "

--> Die CDU kann gerne an der Macht bleiben, vorausgesetzt sie stimmt der Eheöffnung und Gleichstellung bei den Regenbogenfamilien zu.

Und im Unterschied zu Dir, traue ich es den Grünen und der FDP zu, dass Sie ab 2017 der CDU die Eheöffnung abringen. Und wenn Du nunmehr damit kommst, dass die FDP dies 2009-2013 nicht gemacht hat, so sei Dir geantwortet, 2009 hatte die FDP die Eheöffnung noch nicht in ihrem parteipolitischen Forderungskatalog, damals kämpfte sie noch um den Ausbau des Lebenspartnerschaftsinstitutes.

Aber auch einer Koalition von CDU und GRÜNEN wäre ich sehr zugeneigt und würde dies gut finden. Und ich traue es Volker Beck und Co. zu, dass sie in den Koalitionsverhandlungen 2017 dann die Eheöffnung zu einer Bedingung einer Schwarz/Grünen Koalition machen. Kretschmann hatte dies bei Maischberger diese Woche noch einmal klar zugesichert, dass er dies unterstützt.

UND nur so nebenbeibemerkt: Schwarz/Grün ist derzeit für die Grünen laut aller Meinungsumfagen die einzige Chance auf eine Regierungsbeteiligung, weil weder Rot/Grün noch Rot/Rot/Grün eine Mehrheit haben. UND den Grünen sei auch als Rat auf den Weg gegeben, es regiert sich einfacher in einer zweier-Koalition als zu Dritt in einem Dreiparteienbündnis.


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#7
05.11.2016
12:48:57


(-9, 9 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von VomeX


Das kannst Du nicht beurteilen, weil Du ihn ja gar nicht persönlich kennst! Hör doch endlich mal mit diesen Fehlinterpretationen auf!


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#8
05.11.2016
12:52:03


(+5, 9 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #6 von Paulus47


"traue ich es den Grünen"

Seit wann bist du denn so grünenfreundlich? seit sich die badenwürthenbergischen grünen nazis die Blöße gegeben haben?


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#9
05.11.2016
13:00:26


(+5, 7 Votes)

Von VomeX
Antwort zu Kommentar #7 von Patroklos


Die Beurteilung ergibt sich aus der Kombination des von Herrn Heintze aus seinem Wirken entstandenen Bildes mit dem Bild von Paulus47 welches er von sich, in den letzten Jahren hier, selbst gezeichnet hat.
Ob die Beiden sexuell zusammenpassen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Der Wunsch darüber zu spekulieren ist auch gering.


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#10
05.11.2016
13:06:27


(-9, 11 Votes)

Von Paulus47


Was die Grünen und die Linkspartei anscheinend noch immer nicht begriffen haben, aber auch viele LGBT-Aktivisten "links" der Mitte nicht begreifen, mit der Flüchtlingskrise/Einwanderung in Millionenhöhe im letzten Jahr ist das parteipolitische Grundgefüge und die Stimmung in Teilen der Bevölkerung stark ins Rutschen gekommen. Der Aufstieg der Partei AfD ist LEIDER, LEIDER, LEIDER nicht mehr aufzuhalten und die Afd zieht im Herbst 2017 so sicher wie das "Amen in der Kirche" in den Bundestag.

Ich kann nur allen immer wieder empfehlen, hört in die Gesellschaft hinein, und Ihr werdet merken, dass bedeutende Teile der Gesellschaft "sauer" darüber sind, was im letzten Jahr geschehen ist: Flüchtlingskolonnen zu Fuß auf deutschen Autobahnen ("das muss man sich noch einmal vergegenwärtigen"), Chaos an den Grenzen und bei den kommunalen Verwaltungen, Sylvesternacht in Köln, Terroranschläge in München, usw.

Die Partei AfD wird es leider schaffen und dadurch bedingt, gibt es für SPD/Grüne mit 100 Prozent Sicherheit keine Mehrheit im Bundestag ("die gibt es in dieser Legislaturperiode schon nicht"). UND das ist entscheidend: es gibt nicht einmal mehr eine Mehrheit für SPD/Grüne/Linkspartei, wie derzeit alle Meinungsumfrageinstitute bestätigen: Rot/Rot/Grün liegt so zwischen 41 und 45 Prozent, das reicht nicht im Bundestag.

Wenn also die Grünen überhaupt in die Regierung wollen, dann nur mit der CDU, denn Lindner und Kubicki haben schon abgewunken, dass sie mit SPD/Grünen/FDP in eine Ampelkoalition auf Bundestagsebene gehen.

Entweder also verbleiben die Grünen dann weiter in der Opposition für weitere vier Jahre, das wären dann also 14 Jahre, oder aber sie überlegen sich, mit der CDU zu regieren und setzten dort dann die Eheöffnung durch. Und eine Regierung zwischen CDU und Grünen ist durchaus eine gute Wahl, das habe ich schon vor einigen Jahren hier geschrieben.


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