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Rami Malek, der in Los Angeles aufwuchs, muss nun erstmal den britischen Akzent lernen (Bild: USA Network)

Der von Kritikern hochgelobte US-Schauspieler Rami Malek wird den 1991 verstorbenen "Queen"-Sänger darstellen.

Nach jahrelangem Streit ist nun offenbar ein Schauspieler gefunden worden, der Freddie Mercury in dem Biopic "Bohemian Rhapsody" spielen wird: Der bisexuelle Regisseur Bryan Singer hat auf Instagram angekündigt, dass der 35-jährige Amerikaner Rami Malek die Rolle übernehmen wird. Singer, der sich insbesondere mit der "X-Men"-Filmserie einen Namen gemacht hat, wird Regie führen.

Malek ist ein US-Schauspieler ägyptischer Herkunft und hat sich insbesondere durch die Fernsehserie "Mr. Robot" einen Namen gemacht, die in Deutschland auf Amazon Video zu sehen ist. Für diese Rolle wurde Malek mit Fernsehpreisen überhäuft – so erhielt er unter anderem einen Emmy, einen Golden Globe und einen Screen Actors Guild Award.

Im Kino war er zuvor in mehreren Filmen in Nebenrollen zu sehen, darunter "Battleship" und "Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht, Teil 2". In der Familien-Comedy "The War at Home" (deutsche Titel "Familienstreit de Luxe" und "Hinterm Sofa an der Front") spielte er vor rund zehn Jahren einen schwulen Teenager.

Ursprünglich war "Brüno" als Mercury vorgesehen

Mit der Ankündigung Singers scheint ein offenbar jahrelanger Streit um die Besetzung der Hauptrolle des Films beendet worden zu sein: 2010 war bereits der britische Komiker Sacha Baron Cohen ("Brüno") im Gespräch (queer.de berichtete). Cohen distanzierte sich aber später von dem Projekt, weil es Streit um das Drehbuch gab. Der Grund: Die Band Queen, die aus den verbliebenen Bandmitgliedern Brian May und Roger Taylor besteht, will den Film offenbar jugendfrei gestalten, während Cohen darauf beharrte, auch exzessivere Szenen aus dem Leben Mercurys zu zeigen. Die zweiköpfige Rockband hat beim Drehbuch ein Veto-Recht.

In den letzten Jahren gab es auch Gerüchte, dass der britische Schauspieler Daniel Radcliffe Mercury spielen solle. Der "Harry Potter"-Darsteller dementierte das aber umgehend (queer.de berichtete). Auch der schwule Schauspieler Ben Whishaw, der in den James-Bond-Filmen "Skyfall" und "Spectre" Q spielte, war als Mercury gehandelt worden. (dk)



#1 Sarkast
  • 07.11.2016, 18:02h
  • Nichts gegen Rami Malek, wirklich ein toller Schauspieler, aber Sacha Baron Cohen sähe Freddie Mercury einfach ähnlicher. Und ein Film über Freddie und der Sex/die Sexualität wird verschwiegen?
    Btw: Bryan Singer ist nicht schwul, sondern bi
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#2 HabukazProfil
  • 08.11.2016, 07:39h
  • Dieser FIlm ist ganz eindeutig wird von einem profitorientierten Mainstream Studio (20th Century Fox) produziert und ist deswegen zwangsläufig an das vermeintlich größte Publikum, sprich die heterosexuelle und heteronormative Masse gerichtet.

    Bryan Singer mag selbst nicht hetero sein, aber schwule und bisexuelle Männer wie er steigen nicht zu höheren Positionen in Hollywood auf, ohne zu wissen, dass sie ihre Sexualität komplett aus ihrer Arbeit heraushalten müssen. Roland Emmerich hat dasselbe getan. Insofern hat Singer auch keine Glaubwürdigkeit, wenn es um das Erzählen von schwulen Geschichten geht.

    Das ist letztendlich auch der Grund, warum schwule Filme so oft kleine Produktionen sind. Es ist nicht die Frage, ob das Publikum so etwas sehen will, sondern darum, dass die größeren Studios unfähig sind, gute schwule Filme zu machen, die unsere tatsächlichen Erfahrungen und Situationen ernsthaft wiederspiegeln und uns auch ansprechen.
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#3 Petrillo
#4 FolgerichtigAnonym
  • 10.11.2016, 18:57h
  • Antwort auf #2 von Habukaz
  • "Es ist nicht die Frage, ob das Publikum so etwas sehen will, sondern darum, dass die größeren Studios unfähig sind, gute schwule Filme zu machen, die unsere tatsächlichen Erfahrungen und Situationen ernsthaft wiederspiegeln und uns auch ansprechen."

    Weil die großen Studios glauben, dass das Publikum so etwas wahrscheinlich nicht in genügend großem Umfang sehen will.

    Teufelskreis im kommerziellen Filmgeschäft
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