Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27509

An zwei Wochenenden muss Julian K. wegen Vortäuschens einer Straftat hinter Gitter (Bild: Hans Splinter / flickr)

Das Amtsgericht Schwerin hat den ehemaligen Jungfunktionär der Linkspartei Julian K. zu zwei Wochenenden Jugendarrest verurteilt.

Vor dem Schweriner Amtsgericht hat der 19-jährige Student Julian K. am Dienstag über seinen Anwalt gestanden, einen Überfall durch drei angeblich rechtsextreme Angreifer erfunden zu haben. Wegen Vortäuschens einer Straftat wurde er von einem Jugenrichter zu zwei Wochenenden Jugendarrest verurteilt. Die Verteidigung hatte lediglich gemeinnützige Arbeit als Strafe vorgeschlagen.

Der frühere Vorstand des Kreisverbands der Linken und ehemalige Sprecher der linken Jugendorganisation hatte im Januar erklärt, in Wismar von drei Tätern mit Messern attackiert worden zu sein, die ihn unter anderem als "schwule Kommunistensau" bezeichnet hätten (queer.de berichtete). K.s Partei machte damals den angeblichen Anschlag in einer Pressemitteilung publik, sogar Dietmar Bartsch, der Fraktionschef der Linken im Bundestag, äußerte sich zu dem Vorfall. Bereits wenige Tage später gab es allerdings Zweifel an der Version des damals 18-Jährigen (queer.de berichtete).

Eine rechtsmedizinische Untersuchung kam zu dem Ergebnis, "dass die Art der Verletzungen nicht mit dem behaupteten Verlauf des Überfalls in Übereinstimmung zu bringen sind". Die Verletzungen habe sich der Beschuldigte wahrscheinlich selbst beigefügt, heißt es weiter (queer.de berichtete). Es hatte bereits kurz nach dem angeblichen Vorfall Verwunderung darüber gegeben, dass sich K. nicht am mutmaßlichen Tag der Tat an die Polizei gewandt hatte, sondern erst einen Tag später – und dann auch nicht persönlich, sondern nur über die Internet-Wache.

Das Vortäuschen der Straftat habe unter anderem psychische Hintergründe, erklärte sein Verteidiger vor dem Jugendrichter. Es handele sich um den für Jugendliche typischen Versuch, sich selbst darzustellen. Die weitreichenden Folgen habe K. nicht abschätzen können. (cw)



#1 Mirko WelschAnonym
  • 09.11.2016, 13:03h
  • Die zwei Wochen sind definitiv zu harmlos. Hier müssen mehrere Monate im Verbund mit harter Arbeit als Strafe folgen! Er hat damit allen Opfern homo- und transphober Gewalt einen Bärendienst erwiesen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Nicht fütternAnonym
#3 hugo1970Profil
  • 09.11.2016, 13:50hPyrbaum
  • Ein gutes Beispiel, was nicht zur Nachahmung taugt!
    So sehr, hoffentlich noble, Gedanken dahinter standen, so sehr ist der Schuß nach hinten gegangen!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Dirk_in_Berlin
#5 TrollkampagneAnonym
  • 09.11.2016, 15:50h
  • Antwort auf #4 von Dirk_in_Berlin
  • Das war ein Testballon. Herr Welsch möchte ausprobieren, ob er auch dieses Forum hier mit gezielten Sticheleien dazu bringen kann, sich mit den (Troll-)Themen zu beschäftigen, die er vorgibt. Wer sich darauf einlassen will, über Welschs Stöckchen zu springen, sollte wissen, was er da tut. Das ist kein Vorwurf an dich, sondern eine Warnung an alle.
    Ich hielte es für besser, ihm nicht die Aufmerksamkeit zu gönnen, nach der er sich sehnt, und seine dummen Kommentare rechts liegen zu lassen. (Leider habe ich aber auch schon eine Ahnung, wer meinen Rat missachten wird, weil er allzu gern Trolle füttert. Der Qualität dieses Forums wird es leider nicht zum Vorteil sein.)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Patroklos
#7 Patroklos
#8 Dirk_in_Berlin
#9 PatrosKloAnonym
#10 MiroAnonym
  • 09.11.2016, 20:52h
  • Ich wusste bisher gar nicht, dass man Wochenendurlaub im Knast machen kann.
    Hätte der Richter ihn nicht zu zwei mal Kaffee trinken mit ihm verurteilen können?

    Warum nennt ihn queer.de eigentlich in dem Artikel, in dem er als Täter feststeht, K., aber im Artikel als angebliches Opfer mit vollem Namen?
  • Antworten » | Direktlink »