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Angela Merkel betont die gemeinsame Wertebasis (Bild: European People's Party / flickr)

Die Kanzlerin appelliert an Donald Trump, auf Basis gemeinsamer Werte zusammenzuarbeiten – zu diesen Werte gehöre auch der Respekt von sexuellen Minderheiten, so Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Mittwoch wenige Stunden nach dem Wahlsieg Donald Trumps dem künftigen US-Präsidenten gratuliert und eine Zusammenarbeit auf Basis der gemeinsamen Werte angeboten. "Deutschland und Amerika sind durch Werte verbunden: Demokratie, Freiheit, dem Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. Auf Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten eine enge Zusammenarbeit an", so die deutsche Regierungschefin in einer kurzen Stellungnahme in Berlin.

Zuletzt hatte Merkel anlässlich des Massakers von Orlando – nach einigen Tages des Zögerns – bedauert, "dass sich die Haltung auch der Menschen in Deutschland zu den Homosexuellen, zu Lesben und Schwulen verändert hat und die homophobe Haltung zugenommen hat". Das sei ein "Warnsignal" (queer.de berichtete). Damals wie heute kündigte sie aber keine Konsequenzen für das Regierungshandeln – etwa die in den USA bereits vollzogene Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht – an.

Merkel: Wahlkampf mit "zum Teil schwer erträglicher Konfrontation"

Merkel erklärte in ihrer Stellungnahme auch, dass es im Verlauf der US-Wahlen eine "zum Teil schwer erträgliche Konfrontation" gegeben habe. Die Partnerschaft mit den USA sei und bleibe aber "ein Grundstein der deutschen Außenpolitik, damit wir die großen Herausforderungen unser Zeit bewältigen können". Mit keinem anderen Land außerhalb der EU habe die Bundesrepublik eine tiefere Verbindung als mit den USA.

Facebook / Bundesregierung | Die kurze Stellungnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Wahlsieg von Donald Trump

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) betonte in einer kurzen Stellungnahme, dass der Wahlkampf "tiefe Wunden" geschlagen habe. "Ich habe auch während des Wahlkampfes mehr als einmal gesagt, dass ich verstört war über die Art und Weise, wie er geführt wurde", so Steinmeier. Er äußerte die Befürchtung, dass die amerikanische Außenpolitik unter Trump voraussichtlich "weniger vorhersehbar" sein werde und "Amerika geneigt sein wird, häufiger allein zu entscheiden."

Unterdessen setzte Trump seine erste Twitter-Nachricht als "President-elect of the United States" ab, wie es nun in den Twitter-Profilangaben heißt. Darin präsentiert er sich als ein Politiker, der das Land einen will: "So ein schöner und wichtiger Abend! Der vergessene Mann und die vergessene Frau werden nie wieder vergessen werden. Wir werden alle zusammenkommen wie noch nie zuvor." (dk)

Twitter / realDonaldTrump



#1 GeorgGProfil
  • 09.11.2016, 13:51hBerlin
  • Merkel hat keine Probleme mit der Anerkennung der sexuellen Orientierung. Was sie und die CDU jedoch nicht will, ist die Öffnung der Ehe und das Adoptionsrecht von schwulen und lesbischen Paaren.
    Das alles ist seit langem bekannt.
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#2 NebelkerzeAnonym
  • 09.11.2016, 13:52h
  • "Deutschland und Amerika sind durch Werte verbunden: Demokratie, Freiheit, dem Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung..."

    Respekt vor dem 'Recht des Menschen unabhängig von sexueller Orientierung' heißt für diese Ignorantin offenbar nicht Respekt vor dem GLEICHEN Recht. Sonst wäre die rechtliche Gleichstellung z.B. bei der Ehe (Ehe für alle) längst erreicht. Aber das ist für sie ja bekanntlich keine Diskriminierung, denn was Diskriminierung ist, bestimmen schließlich die Diskriminierenden selbst...
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#3 stephan
  • 09.11.2016, 13:54h
  • Es ist gleichgültig, was Merkel verbal bekundet! Die Gleichstellung wäre das einzig deutliche Signal, denn alles andere werden die Diskriminierer als Legitimation der Diskriminierung und Missachtung von Minderheiten nur zu gerne missverstehen! Leider sieht und versteht Frau Merkel das nicht oder es ist ihr gleichgültig, wenn es darum geht die erzkonservativen Parteifreunde zufriedenzustellen!
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#4 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 09.11.2016, 14:04h
  • "Die Botschaft hör' ich wohl,
    allein mir fehlt der Glaube."

    (J. W. v. Goethe, Faust, 1808)
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#5 AlexAnonym
  • 09.11.2016, 14:14h

  • Wie verlogen ist das denn?!

    Merkel ist diejenige, die ihr Bauchgefühl über Fakten stellt und uns weiterhin diskriminiert.

    Die Forderung mag ja in der Sache richtig sein, ist aber völlig unglaubwürdig, wenn sie von jemandem wie Merkel kommt.
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#6 JuliAnonym
#7 LarsAnonym
  • 09.11.2016, 14:39h
  • Antwort auf #3 von stephan
  • Frau Merkel verspricht in dieser Frage nicht mehr, als sie politisch hält.

    Sie hat sich damit offenbar klüger verhalten, als die SPD, die für ihre Versprechen, die sie nicht einhalten konnte, hier regelmäßig und hart kritisiert wird.

    Im Merkeldeutsch ist es ein klares Statement, dass sie Trump eine enge Zusammnarbeit nur unter Bedingungen "anbietet", wozu eben auch der Verzicht auf Entgleisungen gegenüber Frauen, LGBT´s, religiösen und ethnischen Gruppen etc. gehört.
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#8 hugo1970Profil
#9 hugo1970Profil
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