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Ex-Bundestagsabgeordneter

Michael Kauch zieht es ins Europaparlament


Michael Kauch, der vor drei Jahren aus dem Bundestag ausgeschieden ist, wird frühestens 2019 wieder in einem Parlament debattieren (Bild: Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde)

Nach zehn Jahren im Bundestag will der Chef der schwul-lesbischen Liberalen nicht mehr in Berlin als Volksvertreter arbeiten, sondern in Straßburg und Brüssel.

Der FDP-Politiker Michael Kauch hat am Donnerstag auf Facebook angekündigt, dass er sich für die Wahl im kommenden Jahr nicht mehr um ein Bundestagsmandat bewerben möchte, sondern für das Jahr 2019 den Einzug in das Europaparlament anstrebt. "Ich werde auf der Landeswahlversammlung der FDP NRW am übernächsten Wochenende nicht erneut antreten", erklärte der Politiker aus Dortmund. "Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich meine selbständige Tätigkeit als Unternehmensberater weiter ausbauen und ausreichend Zeit für meine dreijährige Tochter haben." Für die Europa-Wahl in knapp drei Jahren strebe er aber einen "aussichtsreichen Listenplatz" an.

In seinem Facebook-Eintrag erklärte Kauch, er wolle nach Europa, da die Entscheidungen aus Brüssel immer bedeutsamer werden würden – und er der richtige Mann sei: "Europa-Politik ist inzwischen Innenpolitik und keine Angelegenheit nur von Außenpolitikern. Man braucht europäische und internationale Erfahrungen – die bringe ich beruflich mit."

Bis 2013 war Kauch im Bundestag

Kauch war 2003 als Nachrücker von Jürgen Möllemann in den Bundestag eingezogen. 2005 und 2009 schaffte er den Wiedereinzug über die nordrhein-westfälische Landesliste. 2012 hatte sich Kauch bei der FDP-Landeswahlversammlung in einer Kampfabstimmung erneut einen eigentlich sicheren Listenplatz gesichert – da die FDP bundesweit knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, musste Kauch nach einem Jahrzehnt als Volksvertreter sein Bundestagsbüro räumen.

Anders als bei der Bundestagswahl stellen die Parteien bei der Europawahl bundesweite Listen auf. Bei der letzten Wahl im Mai 2014 konnten die Liberalen nur drei der 96 deutschen Sitze erobern. Allerdings erzielten die Liberalen mit 3,4 Prozent ihr schlechtesten Wahlergebnis bei einer Europawahl seit 1999.

Kauch ist seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2013 Chef der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL, queer.de berichtete). In dieser Funktion hat er wiederholt die LGBTI-Politik der schwarz-roten Bundesregierung angegriffen, aber auch homophobe Tendenzen in den eigenen Reihen kritisiert, etwa die Unterstützung der "Demo für alle" durch die baden-württembergische FDP-Fraktion (queer.de berichtete). Seit Oktober ist er zudem Vorsitzender des Berufsverbandes Völklinger Kreis, in dem sich schwule Führungskräfte organisieren (queer.de berichtete). (dk)



#1 RWTHAnonym
  • 10.11.2016, 15:44h
  • Ist ja auch viel lukrativer und bequemer:
    seine Parteikollegin Silvana Koch-Merin hat ja bereits gezeigt, wie man es macht:

    Man geht zu Beginn der Legislaturperiode zur ersten Sitzung des Parlaments und danach nie wieder. Dann macht man sich die nächsten Jahre ein schönes Leben auf Kosten der Steuerzahler und kann neben den Abgeordnetenbezügen noch Pensionsansprüche fürs Nichtstun sammeln.

    Und das ist ja leider kein Einzelfall.

    So läuft das in der Selbstbedienungs-Partei FDP.
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#2 Paulus47Anonym
  • 10.11.2016, 16:04h
  • Da wünsche Ich Michael Kauch viel Erfolg bei seiner Kandidatur. Er ist ein guter Politiker und es wäre wünschenswert, wenn er es in das Europaparlament schafft.
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#3 CarolinGruberAnonym
#4 MarcAnonym