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Die Polizei hatte vier Monate lang ermittelt – und ist sich nun sicher, den Richtigen erwischt zu haben (Bild: flickr / Christian Schirner / by 2.0)

Der Mord an einem 72-Jährigen in Sachsen scheint aufgeklärt: Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet, dessen DNA am Tatort gefunden worden war.

Vier Monate nach dem brutalen Mord am schwulen Rentner Frank T. im sächsischen Auerbach ist der Täter offenbar festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Zwickau teilte mit, dass am Dienstag ein 54-jähriger Bekannter des 72-jährigen Opfers unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden sei.

Der Verdächtige sei in die Justizvollzugsanstalt Zwickau eingeliefert worden. Ein Geständnis habe er aber nicht abgelegt: "Der Mann streitet die Tat ab, äußert sich aber uns gegenüber derzeit nicht weiter zu den Vorwürfen", erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Zwickau.

Das Opfer war am 11. Juli getötet in seinem Wohnhaus im Auerbacher Stadtteil Mühlgrün, in dem er allein lebte, aufgefunden worden. Er wies mehrere Stichwunden auf, an denen er verblutete. Drei Monate nach der Tat bat die Polizei die Öffentlichkeit mit einem Phantombild eines angeblichen Zeugen um Mithilfe in dem Fall und suchte in der Region nach Hinweisen (queer.de berichtete). Damals sagte der Staatsanwalt gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Es gibt keine Anhaltspunkte, dass der Täter aus dem Strichermilieu kommt."

Nun haben aber nicht Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur des mutmaßlichen Täters geführt, der offenbar nicht der auf dem Phantombild abgebildete Mann ist, sondern umfangreichen DNA-Untersuchungen. Die Behörden gaben an, dass sie verwertbare Spuren an den Kleidern des Opfers und an einem Messer gesichert hätten, das in einer leer stehenden Wohnung im selben Haus gefunden worden sei. Bei dem Messer soll es sich laut Medienberichten um die Tatwaffe handeln. Da keine Wertgegenstände am Tatort fehlten und sich Täter und Opfer kannten, wird spekuliert, dass es sich um eine Eifersuchtstat gehandelt hat. (cw)