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Das neue Hassobjekt der AfD. Bild: Christina Xu / flickr

Was ist das Gegenteil von Familienförderung? Die sächsische AfD hat da mal so eine Idee.

In Sachsen ist die AfD mal wieder sauer auf die Landesregierung. Grund: Vor ein paar Monaten erhielt eine Freiberger Firma, die den ersten lautlosen Vibrator der Welt herstellt, beim sächsischen Gründerwettbewerb "Future Sax" den dritten Preis (siehe Bericht in der "Freien Presse").

Das nutze nun AfD-Landesvize Thomas Hartung zu einer Attacke gegen die SPD, da das vom Sozialdemokraten Martin Dulig geführte Wirtschaftsministerium für "Future Sax" zuständig ist. In einer Anfang der Woche versandten Pressemitteilung schäumte Hartung, weil Frauen mit Zugang zu lautlosen Vibratoren nach Ansicht des 54-Jährigen offenbar keine Lust mehr aufs Kinderkriegen haben:

'Eine Gesellschaft ohne Kinder hat keine Zukunft.' tönt es im [SPD]-Landesprogramm 2014; oder auch 'Wir stellen die Zukunft der Kinder in den Mittelpunkt unserer Politik'. Die Förderung von Sexspielzeug ist so ziemlich das Gegenteil.


Jetzt hat es Hartung Wirtschaftsminister Martin Dulig so richtig gegeben…

Nach der selben Logik wettert die AfD auch gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht. Denn bei gleichgeschlechtlichen Ehen will die deutsche Frau offenbar nicht mehr schwanger werden, deutete Parteichefin Frauke Petry erst kürzlich an: "Herr Maas möchte die Ehe für alle und übersieht dabei, dass es die klassische Familie ist, die dem Land Kinder schenkt" (queer.de berichtete).

In der kurzen Pressemitteilung schaffte es Hartung übrigens auch, die sächsische Angst vor Einwanderern aus dem Nahen Osten mit dem bösen Dildo in Zusammenhang zu bringen:

War Sachsen früher stolz auf Erfindungen wie die Lochtrommelwaschmaschine, den mechanischen Webstuhl oder die erste funktionstüchtige in Deutschland gebaute Dampflokomotive, sollen es heute Sexspielzeuge sein. Dafür auch noch 5000 Euro Preisgeld auszureichen ist ebenso hanebüchen wie die Idee von 'Onkel Ahmed-Läden'.

Hartung, eine früherer Journalist und freier Mitarbeiter für den MDR, ist schon in der Vergangenheit mit seltsamen Aussagen aufgefallen. 2014 sorgte er für Aufregung, als er sich auf Facebook abwertend über Menschen mit Down-Syndrom äußerte und sie nicht als Lehrer in Schulen sehen wollte ("Ich will nicht von Behinderten unterrichtet werden"). Kürzlich kam heraus, dass Hartung auch Pressearbeit für Pegida machte. Trotzdem nominierte ihn seine Partei vor wenigen Tagen als Bundestags-Direktkandidaten Wahlkreis Dresden II. Er versprach seinen Parteifreunden, gegen "alle Auswüchse des Genderisus" kämpfen zu wollen.

Der sächsische Vibrator ohne Sound kann übrigens bereits vorbestellt werden. Hier erklären die Macher, was sie zu dieser wunderbaren Idee bewegt hat:



#1 SebiAnonym
  • 11.11.2016, 12:14h
  • Richtig! Und wie jeder weiß, muss man sich Alu-Hütchen aufsetzen, damit Außerirdische nicht unsere Gedanken manipulieren können.

    Ich bin froh, dass es eine Partei gibt, die die wirklich drängenden Probleme unserer Welt angeht, statt sich um sowas unwichtiges wie Klimawandel, Umweltzerstörung, soziale Gerechtigkeit, Verhindern von Kriegen, etc. zu kümmern.
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#2 Luc4s0Anonym
  • 11.11.2016, 12:59h
  • Bei dem Zuhause läuft wahrscheinlich nichts mehr und seit dem seine Frau auch son lautlosen Vibrator hat ist er eingeschnappt.
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#3 AFD-WatchAnonym
  • 11.11.2016, 13:06h

  • Mit seinem Impressum für Rückfragen bettelt er ja geradezu um einem Shitstorm. Liefern die absichtlich eine Steilvorlage um sich bloßzustellen?!? By the way: der Hersteller freut sich bestimmt über die kostenlose Publicity! Tolles Eigentor, selbernannte Alternative für Dildos!!!!
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#4 Foxie
  • 11.11.2016, 13:30h

  • Weiter so, AfD! Kegelt euch mit solch lächerlichem Geschwätz eurer Öberen selbst ins Aus. Damit immer mehr Menschen euch durchschauen, und verdienterweise auslachen.
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#5 hugo1970Profil
#6 rombusAnonym
  • 11.11.2016, 14:42h
  • Antwort auf #4 von Foxie
  • Das Schlimme ist dass, egal wie unmöglich die Ideen sind, es genügend Menschen gibt, die diese Parteien trotzdem wählen. Siehe z.B. Trump und seine Idee der Mauer zu Mexico, die auch noch von den Mexicanern bezahlt werden soll.
    Das Ganze nur um es der "herrschenden Elite" mal "zu zeigen". Das diese Wähler nicht sehen können, oder besser gesagt sehen wollen, dass diese Parteien der herrschenden Elite genauso dienen und eben nichts für "das Volk" machen ist einfach nur traurig.
    Aber hauptsache ein Wechsel. Und hinterher will mal niemand etwas gewusst haben. Das hatten wir schonmal.
    Warum lernt der Mensch eigentlich nichts aus seinen Fehlern? Wie heist es so schön: "Wer aus seinen Fehlern nicht lernt, ist verdammt sie zu wiederholen."
    Wie oft denn noch? Seit tausenden von Jahren, immer wieder der selbe Sch...! Ist der Mensch unfähig sich weiter zu entwickeln?
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#7 So ist esAnonym
#8 FredinbkkProfil
  • 11.11.2016, 15:55hBangkok
  • ....ist aber auch zu verstehen,dass die Dinger ihm nicht zusagen...

    Farblos + Geraeuschlos....auf sowas stehen die
    AFD ler nicht....

    in "NAZIBRAUN" und den beliebten Hass-Gesaengen (von 1933 bis 45 oder den brauen Glatzensongs von Heute ) als Soundteil wuerde er sich wohl selber so ein Ding .............!
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#9 CM89Anonym
#10 easykeyProfil
  • 11.11.2016, 18:39hLudwigsburg
  • DILDOS FÜR ALLE!!!!!!!

    Und schickt den frigiden Frontweibern der AfD und der Beverförde gleich eine Anstaltspackung :-))))))
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