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Kommentare zu:
Wir werden Diskriminierung niemals schönreden!


#1 Patroklos
#2 goddamn liberalAnonym
  • 12.11.2016, 14:41h
  • Täter-Opfer-Umkehr im Land des rosa Winkels. Wer will Frau Schröder das Reden denn verbieten? Niemand!

    Und: Man sollte auch mal den Begriff 'politische Korrektheit' kritisieren.

    Die Verfassungen demokratischer Staaten lesen sich wie Kataloge der angeblichen 'politischen Korrektheit'.

    Und es ist ja auch so:

    Menschenwürde und Gleichheit vor dem Gesetz sind politisch richtig und rechtens , also korrekt!
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#3 ursus
  • 12.11.2016, 15:11h
  • im "übermedien"-podcast streiten stefan niggemeier und sascha lobo über "political correctness". recht anregend, wenn man sich darüber mal ein paar tiefere gedanken machen möchte. vielleicht ist das ja was für den samstagnachmittag auf dem sofa:

    uebermedien.de/9529/wort-und-totschlag/

    dort taucht u.a. der gedanke auf, man könne "political correctness" einfach durch "anstand" ersetzen. dem schließe ich mich an. "political correctness" ist ein politischer kampfbegriff der neuen rechten, um eigentlich (bisher) relativ unstrittige verhaltensregeln der höflichkeit, der menschlichkeit und des respekts und bisweilen sogar unsere verfassungsgesetzlichen grundwerte zu diskreditieren.

    dass schröder, die gleich zu beginn ihrer ministeriellen nicht-karriere mit dem schlagwort "deutschenfeindlichkeit" daherkam, sich nochmals in diese unselige täter_innen-opfer-umkehr einreiht, verwundert mich nicht.
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#4 truthAnonym
  • 12.11.2016, 15:12h
  • Sie ist in der CDU und hat laut eigener Aussage als Mädchen Poster von Helmut Kohl in ihrem Zimmer aufgehängt.

    Sagt doch schon alles.

    Wer einer Minderheit gleiche Rechte abspricht ist schlicht und einfach ein Arschloch.

    Frau Schröder gehört dazu.

    Ich möchte gar nicht wissen wie sie ihren Doktortitel bekommen hat.
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#5 LorenProfil
  • 12.11.2016, 15:17hGreifswald
  • Der Begriff "politische Korrektheit" ist ein von Rechten in den gesellschaftichen Diskurs getragener politischer Kampfbegriff um eigene menschenfeindiche Positionen diskussionswürdig erscheinen zu lassen (vgl. Metapolitik von de Benoist). Frau Schröder zeigt mit der Verwendung dieses Begriffs, dass es ihr bestenfalls an Wissen über Politik fehlt. Die schlechtere Variante ist, dass sie sich bewusst im Arsenal der politischen Rechten bedient und sich damit dort verortet.

    Ansonsten halte ich es für erwägenswert, in der direkten politischen Auseinandersetzung das Handeln zu bewerten und nicht die Person, also die Aufrechterhaltung von Diskriminierung und Ungleichheit vor dem Gesetz als homofeindlich (oder homophob) zu brandmarken.
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#6 Alice
  • 12.11.2016, 15:17h
  • Ich finde es _immer_wieder_ "lustig", dass noch extra betont wird, dass etwas nicht homophob sei (irgendwie hat man ja dann schon so ein Bauchgefühl - oder).
    Es ist aber ganz einfach zu erkennen indem man etwa die (politisch korrekte) Haltung der Deutschen gegen/für den jüdischen Bevölkerungsanteil zu rate zieht:
    Wie würde eine Regierung da stehen, wenn sie etwa für jüdisch-jüdische "Heiraten" eine extra Lebenspartnerschaft erfinden würde, sich aber weigert dieser jüdisch-jüdischen-Partnerschaft die "normale" Ehe zu erlauben. Und anderen, die da etwa behaupten dadurch wäre die Ehe und/oder die Gesellschaft gefährdet, damit auch noch indirekt recht gäbe?
    Hier spräche man dann nicht von "Judophobie", sondern von Antisemitismus: Zu recht täte man das und nur ganz wenige würden _so_etwas_ als "doch nicht Antisemitisch" hinstellen !!
    Es ist noch ein weiter Weg - auch manchmal in unseren Köpfen.
    Panti : "But I do sometimes hate myself!
    I hate myself because I fucking check myself when standing at pedestrian crossing. And sometimes I hate you for doing that to me. But not right now."
    cf.
    www.youtube.com/watch?v=WXayhUzWnl0
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#7 MarcAnonym
  • 12.11.2016, 15:29h

  • Treffender Kommentar, kurz und bündig. Ob die ehemalige Ministerdarstellerin allerdings in der Lage ist, ihn zu begreifen, wage ich zu bezweifeln. Aber das macht ihn nicht weniger wertvoll, sondern allenfalls sie noch bemitleidenswerter.
    Ärgerlich nur, mit welcher Selbstverständlichkeit solchen schlichten, unreflektiert-heterosexistischen Argumentationsmustern immer wieder Foren geboten werden ("Welt"...), ohne dass sie gezwungen würden, die eigene Begrenztheit mal stärker zu hinterfragen.
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#8 JoelAnonym
  • 12.11.2016, 15:38h
  • Kristinchen fiel schon ihr ganzes politisches Leben durch höchst einfältige Ignoranz auf. Die ist so blöd. Die weiß auch nicht, was sie sagt. Die ist so richtig schrecklich! War sie schon immer; auch bereits vor dieser Aussage.
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#9 TrumpistanAnonym
  • 12.11.2016, 16:15h
  • Die Elitenmedien sind jetzt natürlich so richtig heiß, wenn sie sehen, wie gut das mit ihrer immergleichen Hetze und Ideologie der Ungleichwertigkeit(en) im Krisenkapitalismus überall funktioniert, solange ihm niemand eine klare, soziale und menschliche Alternative und eine ebenso deutliche Kampfperspektive für diese gegenüberstellt.

    So geht es also noch frecher, noch dreister und aggressiver weiter mit dem rechten Dauergerülpse, das - dort wie hier - Neofaschisten den Weg ebnet. Und die feinen HerrInnen, die die Untertanen spalten, gegeneinander ausspielen, ihnen gleiche Lebensrechte verweigern und rassistische, sexistische, homophobe Kampfbegriffe und Aggressionen verbreiten, sind keinen Deut besser als diejenigen, die sich dadurch zu körperlicher Gewalt an den so gewollten Untermenschen ermutigt fühlen.
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#10 paoloAnonym
  • 12.11.2016, 17:21h
  • JA WIE DENN SONST..
    Eine perfekte antwort auf eine klare situation,so muss es sein!!
    Obwohl die hier nicht der fall ist wird es zeit aggressiver vorzugehen..
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#11 AdamAnonym
  • 12.11.2016, 17:34h
  • Einfach nur Traurig wie die Schröder versucht auf den Zug der Populisten aufzuspringen um was 3 stimmen mehr zu bekommen ??!!

    Es wird immer so getan als wen die , die sich gegen die Ehe Öffnungen aussprechen eingesperrt oder gar angeklagt werden ...
    Es wird eine Pseudo Politisches Korrektheit geschaffen um das zu tun was man den Politischen Korrekten vorwirft.

    Meinungen anders denkender zu verhindern, es wird so getane das Meinungen nun absolut sind um Kritik oder gar gegen Meinungen zu verhindern.

    Das ist die Masche der Populisten sich in die Opfer rolle zu geben der Politischen Korrekten nur weil man deren Meinung Kritisiert.
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#12 JohannbAnonym
  • 12.11.2016, 17:45h
  • Kluge Wort von einem klugen Kerlchen! So geht Journalismus! Mensch Leute - bitte unterstützt Queer.de, je nach eurer Möglichkeit auch finanziell! Jeder Euro zählt!!!!
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#13 Robby69Ehemaliges Profil
#14 LarsAnonym
  • 12.11.2016, 18:36h
  • Hm ja, natürlich kann man die Gegner der Ehe für alle homophob nennen. Die Frage ist halt nur, ob man es muss, wann dieser pauschale Begriff sinnvoll ist.

    Auch im politischen Geschäft ist es meines Erachtens wichtig, Dinge präzise zu benennen.
    Präzision ist eine Form von politischer Korrektheit, die dem Wort mehr Gewicht gibt.

    Also: Jemand äußert sich gegen die Ehe für alle zu diesem Zeitpunkt.

    Warum tut er oder sie das? Mit Vorsatz? Aus Unkenntnis? Aus menschenverachtendem Zynismus? Aus Unsicherheit? Aus Gewohnheit? Aus taktischen Gründen? Aufgrund von Druck von außen? etc.

    Alle diese Motivationen können (latent) homophob sein, oder so empfunden werden, nur - wo ist es sinnvoll, die Unterschiede durch einen Oberbegriff zu nivellieren?

    Um eine beliebte Replik vorweg zu nehmen:
    Ja, auch ein Arzt sortiert manchmal Scheiße nach Form, Farbe und Geruch.
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#15 Martin28a
#16 EHkaAnonym
  • 12.11.2016, 20:09h

  • Im Grundgesetz steht:
    "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich"!

    Ist jetzt Deutschland ein Rechtsstaat oder nicht?! Wenn Deutschland ein Rechtsstaat sein möchte, muss man sich auch an die eigenen Gesetze halten!

    Aber wir wissen ja, dass Deutschland sich nicht an die eigenen Gesetze hält und sogar die Kinderehe legalisiert hat, obwohl gesetzlich verboten. Das ist nämlich legalisierter Kindesmissbrauch
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#17 TheDadProfil
  • 12.11.2016, 20:44hHannover
  • Antwort auf #14 von Lars
  • ""Hm ja, natürlich kann man die Gegner der Ehe für alle homophob nennen. Die Frage ist halt nur, ob man es muss, wann dieser pauschale Begriff sinnvoll ist.""..

    Fragen kennzeichnet man durch entsprechende Satzzeichen..
    Auch wenn man sie nachfolgend vermeintlich beantwortet..

    Die Antwort darauf lautet klar :
    Ja !
    Denn nur so kann man die Gegner der Gleichstellung und Gleichberechtigung klar identifizieren und deren Haltung gegenüber dem Wähler deutlich machen..
    Und nur so verhindert man dann auch deren Wiederwahl..

    ""Präzision ist eine Form von politischer Korrektheit, die dem Wort mehr Gewicht gibt.""..

    Nun..
    Noch mehr "Präzision" als die klare Benennung gibt es wohl kaum, und in Anlehnung an einen Kommentar von "ursus" ist es durchaus eine Frage des politischen Anstands diese Gleichstellungsgegner dann auch öffentlich bloßzustellen !

    ""Also: Jemand äußert sich gegen die Ehe für alle zu diesem Zeitpunkt.""..

    Untaugliches Beispiel..
    Denn die Gleichstellungsgegner äußern sich nicht ablehnend ""zu diesem Zeitpunkt"" !

    Man äußert sich gegen die Gleichstellung und Gleichberechtigung, und das generell, und damit äußert man sich gegen die Verfassung !

    Es geht nämlich nicht darum diese Leute zu einem anderem Zeitpunkt zu beurteilen, an dem sie bis dahin eine andere Position erreicht haben könnten..
    Vielleicht durch Bildung oder durch Zauberei..
    Es geht um das Jetzt und Hier..
    Es ist auch nicht "unsere Aufgabe" den Gleichstellungsgegnern noch irgendwie Gelegenheit zu geben sich im Verlauf einer bestimmten oder auch unbestimmten Frist noch zu ändern, und die politische Haltung an die Vorgaben der Verfassung anzupassen..

    Zum einem hatten diese Leute genügend Zeit eine Haltung zu entwickeln der den Vorgaben der Verfassung entspricht, und zum anderem ist diese Idee nichts weiter als eine weitere Maginalisierung der berechtigten Forderung nach Gleichstellung, die dann einer Art "es gibt derzeit wichtigeres" untergeordnet wird..
    Das ist vollkommen inakzeptabel !
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#18 TheDadProfil
  • 12.11.2016, 20:50hHannover
  • Antwort auf #15 von martin28a
  • ""Und das bei ihrer Generation""..

    Homo-Hass ist keine Frage der "Generation", sondern eine der Sozialisation !

    Glaubt man Deinen Daten im Profil, dann ist Frau Schröder auch nur 3 Jahre älter als Du, also aus der gleichen Generation..

    Geboren in Wiesbaden, studiert in Mainz, und entstammt einer Familie, die einer ""altkonfessionellen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche"" angehört..
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#19 Homonklin44Profil
  • 12.11.2016, 21:05hTauroa Point
  • Schön einfach veraständlich, klar und deutlich zusammengefasst auf den Punkt gebracht.

    Allein aus dem Grund, dass man gegen etwas ist, ist man vielleicht noch nicht ganz homophob, aber latent doch schon in die Richtung geeicht.
    Wenn dann aber noch dazu kommt, dass man keine vernünftigen, nachvollziehbaren Begründungen dafür liefern kann, die überzeugen können, warum es eine Notwendigkeit geben soll, gegen etwas zu sein, oder dies Gefahren und hohe Risiken bedeutet, dann ist man doch recht homophob, wenn man sich das auch nicht eingestehen kann.

    Gefahren, Risiken und drohende Rückschläge an fiktive Tafeln zu malen, das ist noch lange keine gesicheerte Faktenlage dazu, warum man etwas für inplausibel erklären kann.
    Auch mögliche benefitäte, konstruktive Aspekte komplett auszublenden, ist, mit Verlaub, wenig wissenschaftlich.

    Überdies muss man sich als Gegner einer Sache, wenn man besonders mit dem Konstruieren solcher einseitiger Angst- und Befürchtungs-Motive seine Gegenposition zu dieser Sache untermauert, nicht sehr wundern, wenn der Zusatz phobischer Tendenzen zum Titel der Sache hinzu kommt.
    Also gegen die Ehe für Alle = gegen das Homo in "alle" => Homo-phob.

    Geht sogar ohne Doktortitel, Frau Schröder.

    Internalisierte Homophobie verstärkt den schädigenden Mechanismus dieser Problematik zusätzlich.
    Vorurteile kann man abbauen, Homophobie muss nicht bleiben.
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#20 Miguel53deProfil
  • 12.11.2016, 21:58hOttawa
  • Antwort auf #14 von Lars
  • Ok, Lars. Ich spiele jetzt mal mit Dir den Onkel Doktor. Und weil Du es so wuenschst, bubbel ich nicht herum und nutze klare Worte.

    Dein Beitrag ist - schlicht und einfach - Scheisse. Und voellig ueberfluessig. Also eher Durchfall.

    Der offene Brief von Micha Schulze ist perfekt. Man kann es nicht besser sagen.
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#21 JW GrimmAnonym
  • 12.11.2016, 22:15h
  • Antwort auf #14 von Lars
  • Wie würdest Du es denn bezeichnen, wenn wenn jemand generell gegen die Ehe für alle ist, also aus irgendwelchen Beweggründen in negativer Weise in das Leben anderer Menschen eingreifen will, ohne dadurch in direkter Weise selbst einen Vorteil zu erlangen?

    Der einzige reelle Vorteil, den die Ablehnung der Ehe für alle einem Heterosexuellen bietet, ist die Befriedigung sadistischer Triebe.

    Oder sollte ich was übersehen haben?
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#22 DeutschlehrerAnonym
  • 12.11.2016, 22:26h
  • Antwort auf #17 von TheDad
  • "Die Frage ist halt nur, ob man es muss, wann dieser pauschale Begriff sinnvoll ist."
    "Fragen kennzeichnet man durch entsprechende Satzzeichen.."

    Erstens sollte sich jemand, der selbst JEDEN Satz falsch beendet (mit zwei Punkten oder mit Plenks) vorsichtig mit dem Zeigefinger umgehen. Zweitens ist deine Kritik inhaltlich falsch: Das war kein Fragesatz, auch wenn das Wort "Frage" darin auftaucht.
    Selten sowas Besserwisserisches erlebt.
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#23 LorenProfil
  • 12.11.2016, 22:31hGreifswald
  • Antwort auf #14 von Lars
  • Ich würde zwischen einem Oberbegriff, der für den politischen Diskurs im öffentlichen Raum verwendet wird, und den Sprachvarianten, die man im persönlichen Gespräch wählt, unterscheiden. "Homophob" oder "homofeindlich" wäre dann der politische Sammelbegriff, während eine je angepasste Formulierung in der Interaktion zwischen Personen zur Anwendung kommt.

    Entscheidend bleibt, dass die emanzipatorischen Ziele angestrebt und erreicht werden. Und falls Sie der Auffassung sind, man müsste jede Person oder Organisation auf diesem Wege mitnehmen, dann werden Sie wohl scheitern. Man stelle sich vor, es wäre bei der Reform des Abtreibungsrechts oder des § 175 so vorgegangen worden ...
    Mal ganz abgesehen davon, dass beispielsweise unsere niederländischen Nachbarn bereits seit mehr als 15 Jahren die völlige Gleichstellung umgesetzt haben und jede und jeder, sofern "skeptisch", sehen kann, dass dies keinerlei negative Auswirkungen auf die Gesellschaft hat (im Gegenteil). Auch in Deutschland läuft die Debatte schon mindestens so lange. Ich meine: Wer jetzt noch blockiert, will einfach nicht, aus welchen Gründen auch immer. Die muss man dann am Wege zurücklassen. Auch das gehört zur Demokratie im Rahmen des Grundgesetzes.

    Und diejenigen rechtsaußen, die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen, die muss man politisch hart bekämpfen. Und das ganz ohne Sprachgirlanden.
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#24 habemus_plemplem
  • 12.11.2016, 23:30h
  • Wenn ich rassistische Äußerungen mache, muss ich mir Rassismus vorwerfen lassen. Wenn ich judenfeindliche Äußerungen mache, muss ich mir Antisemitismus vorwerfen lassen. Wenn ich homophobe Äußerungen mache, muss ich mir Homophobie vorwerfen lassen.

    Wer Paaren aufgrund ihrer Hautfarbe das Heiraten verbieten will, denkt rassistisch. Wer Paaren das Heiraten verbieten will, weil eine_r von beiden Jude oder Jüdin ist, denkt antisemitisch. Wer Paaren das Heiraten verbieten will, weil beide dasselbe Geschlecht haben, denkt homophob.

    Hetero-Paare, die sich freiwillig gegen Kinder entscheiden, dürfen heiraten. Hetero-Paare, die unfreiwillig auf Kinder verzichten müssen, dürfen heiraten. Hetero-Paare, die Kinder haben, dürfen heiraten, auch wenn sie total miserable Eltern sind.

    Homo-Paare, die unfreiwillig auf Kinder verzichten müssen, dürfen nicht heiraten, obwohl sie vielleicht tolle Eltern wären. Homo-Paare, die bereits Kinder haben, beweisen täglich, dass sie keine schlechteren Eltern sind und dass aus ihren Familien keine schlechteren Kinder hervorgehen.

    Die Union möchte am Eheprivileg für heterosexuelle Paare festhalten, weil sie sie kategorisch wertvoller findet, weil die Menge der Paare, die sich ohne fremde Hilfe fortpflanzen könnten, eine Untermenge der Hetero-Paare ist. Auch sämtliche Paare außerhalb dieser Untermenge dürfen dieses Privileg ehrenhalber genießen, solange sie zur Obermenge der heterosexuellen Paare gehören. Homosexuelle Paare dürfen jedoch nicht ehrenhalber dieses Privileg genießen.

    An dieser Stelle wird es dann spätestens problematisch. Denn eine solche Politik betrachtet Homosexualität offensichtlich als weniger ehrenhaft und verweigert gleichgeschlechtlichen Paaren allein aus diesem Grund das Recht zu heiraten.

    Eine Politik, die aus naturgegebenen menschlichen Identitätsmerkmalen eine Ehrenhaftigkeit ableitet und ihnen aufgrund dieser Ableitung Rechte gewährt oder verweigert, ist rassistisch. Homophobie ist insofern als eine Unterart von Rassismus zu begreifen. Außerdem widerspricht solch eine Politik natürlich dem Grundgesetz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.

    Die abstrakt biologistische Begründung der Union, am Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare festzuhalten, halte ich sowieso für konstruiert. Für mich ist es offensichtlich, dass die Union Homosexualität immer noch "irgendwie bäh" findet, sich dies aber nicht öffentlich zu sagen traut.

    Insofern sind Leute von der Union ja gerade die richtigen, sich über zuviel Political Correctness zu beklagen!
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#25 TheDadProfil
#26 LasseJProfil
  • 13.11.2016, 00:46hBerlin
  • Antwort auf #17 von TheDad
  • Lars: "Hm ja, natürlich kann man die Gegner der Ehe für alle homophob nennen. Die Frage ist halt nur, ob man es muss, wann dieser pauschale Begriff sinnvoll ist."".

    TheDad:"Die Antwort darauf lautet klar :
    Ja"

    Ich: Lautet sie nicht. Micha Schulze bietet in seinem Beitrag selber eine bessere Alternative an: "Homophobie, oder wir können es gerne auch Heterosexismus nennen." Ich glaube in der Tat, dass "Heterosexismus" sehr oft sehr viel besser beschreibt, was gemeinhin als "Homophobie" bezeichnet wird.
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#27 DeutschlehrerAnonym
  • 13.11.2016, 01:01h
  • Antwort auf #25 von TheDad

  • "Nicht?"
    Nein. Es ist wirklich kein Fragesatz, auch wenn du das in deiner besserwisserischen Art nicht begreifst.
    Dass du den Hinweis auf deine dumme Marotte mit den zwei Punkten und auf deine unschönen Plenks einfach ignorieren würdest, war klar. Falsch bleibt beides trotzdem.
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#28 Sarkast
  • 13.11.2016, 01:35h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Und was macht(e) die SPD für die Gleichstellung im Eherecht getan? Was sagt die SPD zu solchen Artikeln? Nix, sie hat solchen Personen zugeschaut, den Mund gehalten und ihre Ministersessel gewärmt!
    Und komm mir jetzt nicht mit: es geht nicht ohne die CDU, doch es ginge mit Rot-Rot-Grün, wenn man die Abgeordneten frei abstimmen lassen würde! Ich habe fast 20 Jahre SPD gewählt, aber jetzt ist Schluss!
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#29 schwarzerkater
  • 13.11.2016, 07:37h
  • statt sich mit homophoben äusserungen zu betätigen, hätte frau schröder mal ihren job machen sollen, als sie noch ministerin war: gleicher lohn für gleiche arbeit - gleicher lohn für mann und frau. so eine totalversagerin.
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#30 hugo1970Profil
#31 Martin28a
  • 13.11.2016, 10:44h

  • Ich halte auch nicbt viel von der Ehe aber deswegen bin ich kein Rassist oder so was.

    Bestes Beispiel ist dsd relative ausgewogene AGG das auch Homosexuelle schützt
    Die Rechtslage ist teilweise wegen der inzwischen anwendbaren ruchtiinienkonformen Auslegung der dazugehörigen EU Richtlinie unklarer geworden .

    Durch den Vertrag von Lissabon sind nunmehr die emrk und die gemeinsamen Verfassungsüberlieferungen in Kraft getreten.

    Zu nennen wäre bspw Art 2 GG als auch Art 8 emrk.
    Es ist zwar so das das deutsche recht in § 19 Abs.5 AGG auch noch von einem Vertrauens oder Näheverhältnis spricht - hier aber der Begriff eng ausgelegt wird, also nur Verwandte, Geschäftspartner darunter fallen- es aber in Absatz 2 ( angelehnt an die Richtlinie und des GG und emrk ) auch noch den Schutz des Familien und insbesondere Privatlebens geht.

    Die EU hat dann in einer Ergänzung festgelegt, was darunter zu verstehen ist.

    Zum einen geht es zB um das öffentliche inserieren des privat und des Unternehmensvermieter.
    Also das sog "quasi öffentliche .."

    Mittlerweile spricht die EU also erst dann von einem Angebot als Anbieten von Waren und Dienstleistungen, wenn der Vermieter eine nicbt geringe Anzahl von Wohnungen quasi aloo als Unternehmer öffentlich inseriert

    Ein privater Vermieter der ab und zu mehrere Wohnungen anbietet ist wohl nach herrschender Meinung nicht unbedingt ein Unternehmer
    Einige Urteile sehen einen Vermieter als Unternehmer wenn er mind 6 Wohneinheiten hat.

    Das darf man nicht nicht verwechseln mit § 19 AGG also dem stark erweiterten deutschen Gesetz, dass wieder mal die europarechtlichen Vorgaben übertrifft.
    Demnach wäre auch eine zulässige Diskriminierung nicht mehr möglich bei einem sog Massegeschäft ( ab ca 50 Einheiten )
    Das wären dann alle Punkte einschließlich Ethnie und Rasse.

    Wichtig ist, dass für Deutschland noch Art 2 GG ( Vertragsfreiheit ) hinzukommt.
    Ein mittelbarer Kontrahierungszwang wäre u.U verfassungswidrig genauso wie ein Ordnungsgeld ggfs im Einzelfall unverhältnismäßig sein kann.
    Art 2 ist in seinem Inhalt über die Grundrechte der ist anerkannten persönlichen Freiheit an Art 1 GG "gekoppelt" und gehört daher zu den in Art 79 GG benannten Ewigkeitsgesetzen die auch eine EU Richtlinie nicht ändern kann.

    Neben den in § 5 AGG genannten positiven Maßnahmen würde ich es als schwierig ansehen das AGG verfassungswidrig und Europakonform auszulegen.

    Also sicher ist das das AGG für private Vermieter nicbt in allen Bereichen gilt und sogar Ethnie und Rasse kann wegfallen also das man auch dort diskriminieren kann, falls das Privatleben berührt wird.
    Ob ein Vermieter mit einem Objekt dazu zählt überlässt die EU den Mitgliedsstaaten

    Auf Seite 101 wird weiteres verdeutlicht :

    "Achtung, ungeklärte Rechtsfrage: Wann stehen Güter und Dienstleistun- gen der Öffentlichkeit zur Verfügung"?
    Nach inzwischen wohl überwiegender Auffassung wollte der Gesetzgeber mit der Formulierung alle Geschäfte erfassen, die öffentlich angeboten werden (z. B. durch Auslagen im Schaufenster, Anzeigen in Tageszeitungen oder im Internet), wie dies z.B. in Supermärkten, Diskotheken, Restau- rants, Hotels, Kreditinstituten und Taxen der Fall ist. Nicht vom Diskri- minierungsverbot des § 19 Abs. 2 AGG erfasst werden danach Angebote, die von vornherein nur einem eingeschränkten Kreis von Personen zu- gänglich gemacht werden (z. B. Angebot nur im Familien- oder Freundes- kreis). Diese Interpretation der Vorschrift wird mit Verweis auf den er- forderlichen Schutz der Privatsphäre und des Familienlebens als zu weit kritisiert. Das Diskriminierungsverbot soll daher nach einer Meinung nur für Unternehmer_innen gelten, d.h. für Personen, für die das jewei- lige Geschäft Teil ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit ist. Dies übersieht jedoch, dass auch Private z.B. auf Flohmärk- ten oder im Internet Geschäfte anbieten können, die nicht zugleich ihre Privatsphäre oder ihr Familienleben berühren..."
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#32 AFD-WatchAnonym
  • 13.11.2016, 10:59h
  • Antwort auf #31 von martin28a

  • Dein blabla versteht kaum jemand. Nicht jeder spricht Behoerdendeutsch.
    Gegen die Ehe. Stimmt. Zusammenleben kann man auch so. Ich fasse also zusammen: Keine Ehe für Niemanden. Und Förderung nur noch da, wo Kinder sind. Egal in welcher Konstellation! Alle anderen Paare, egal ob homo oder hetero, können ihre Lebensgemeinschaft ja eintragen lassen. Reicht doch, oder? Einverstanden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#34 LorenProfil
  • 13.11.2016, 11:09hGreifswald
  • Antwort auf #31 von martin28a
  • Ihr Kurzreferat krankt daran, dass Ihre Haltung nicht deutlich wird. Sind Sie nun für die rechtliche Gleichstellung ohne Wenn und Aber oder nicht? Lehnen SIe diskriminerende Benachteiligungen für LGBTI ohne Wenn und Aber ab oder nicht? Fragen, die man ohne Wenn und Aber beantworten kann, mit einem "Ja" oder "Nein". Versuchen Sie es mal!
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#35 NorisetteProfil
  • 13.11.2016, 12:08hNürnberg
  • Sich mit einer Handvoll Schwuler zu schmücken, zudem welche aus der LSU, ist nicht gleichbedeutend damit, dass man homo-freundlich ist. Selbst Beckstein hatte ausgeführt, dass er mit seiner Familie und einem Schwulen an den Strand in den Urlaub gefahren ist. Und? Er ist und bleibt homophob, auch wenn er nichts mehr zu melden hat.

    Das ist das gleiche Geschwätz wie "ich bin kein Pegida Fan, aber...".

    Und wenn ich mich an die direkte Diskussion mit ihr in Wiesbaden in den Besprechungsräumen unter dem Dach des hessischen Landtags erinnere, wo sie dem Völklinger Kreis erklärte, dass eine Alleinerziehende nur halbe staatliche Unterstützung bekommen solle, weil sie nur eine halbe Familie darstelle. Das zeigt doch ihr verqueres Familienbild. Für sie ist Familie ausschließlich Vater, Mutter, Kind... in der Reihenfolge.

    Ich halte sie für homophob und werde auch kein anderes Wort für sie einführen.
  • Antworten » | Direktlink »
#37 Patroklos
#38 Shinkaishi
  • 13.11.2016, 12:26h

  • Unsere Bundesregierung will immer noch für ganz Deutschland einr Eheöffnung verhindern (auch wenn sie in extrem vielen Punkten einknicken mussten).

    Da wir ja gerade die US Wahl hatten, selbst da wird von den Republikanern lediglich gefordert, es auf Staatenebene zu regeln.
    Mit anderen Worten, Angela Merkel hat in ihrer "Mahnrede" effektiv selbst zugegeben, dass die und ihre Regierung homophob sind. Bravo.
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#39 LarsAnonym
  • 13.11.2016, 13:06h
  • Antwort auf #35 von Norisette
  • "... wo sie dem Völklinger Kreis erklärte, dass eine Alleinerziehende nur halbe staatliche Unterstützung bekommen solle, weil sie nur eine halbe Familie darstelle. Das zeigt doch ihr verqueres Familienbild"

    Ich finde es gut, dass Sie in dieser Diskussion einfach mal konkrete Familienfragen ansprechen.

    Man sieht doch an diesem Beispiel, dass die Kritik an Frau Schleswig hier über die Frage der Homophobie weit hinaus geht. Es geht um die Frage, wie Ehe und Familie und gegenseitige Verantwortung im 21. Jahrhundert realistisch zu fördern sind.

    Nach der obigen Logik müssten Kinder, die in SOS Kinderdörfern aufwachsen, weniger Unterstützung bekommen, weil sie in keiner "vollgültigen" Familie aufwachsen.

    Ich finde, man kann schon deutlich machen, dass die Ehe für alle nicht nur ein Instrument ist, um den Homosexuellen gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen (ein wichtiger Aspekt für die, die selber weder eine Ehe eingehen wollen oder können, noch Kinder adoptieren odr haben) , sondern dass es unsere moderne Gesellschaft weiter bringt, wenn sie uns alle befähigt, besser füreinander und für die nachkommedne Generation zu sorgen, weil wir mit den Rechten eben auch mehr Pflichten (!!) für einander und für die Gemeinschaft zu übernehmen.

    Diskriminierung abzubauen, ist weit mehr als Lobbyarbeit für eine gesellschaftliche Gruppe. In diese Falle und Enge sollte man nicht tappen. Es bedeutet, soziale Verantwortung im Sinne und zum Wohle der ganzen Gemeinschaft zu übernehmen und einzufordern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#40 MariposaAnonym
  • 13.11.2016, 13:19h
  • Antwort auf #8 von Joel
  • Allerdings.... Zum Glück werden wir sie ab der nächsten Bundestagswahl nicht mehr ertragen müssen, da sie ihre politische Karriere beendet - sie will sich verstärkt um ihr Kind kümmern. Man weiß nur nicht, wer ihr in Wiesbaden nachfolgen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#41 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 13:45hHannover
  • Antwort auf #26 von LasseJ
  • ""Ich: Lautet sie nicht. Micha Schulze bietet in seinem Beitrag selber eine bessere Alternative an: "Homophobie, oder wir können es gerne auch Heterosexismus nennen." Ich glaube in der Tat, dass "Heterosexismus" sehr oft sehr viel besser beschreibt, was gemeinhin als "Homophobie" bezeichnet wird.""..

    Nun..
    Heterosexismus ist die andere Seite der Medaille der Homophobie..

    Das ist durchaus ein gangbarer Weg, hat aber mit der Beantwortung der Frage von "Lars" wenig zu tun, der nicht nach einem alternativem Begriff fragte, sondern die
    "Einstellung der negativen Bezeichnung der Personen im Hinblick auf eine Diskussion auf Augenhöhe"
    ins Gespräch bringen wollte..

    Aus eigener Erfahrung kann ich dann dazu auch noch beitragen, die meisten Homophoben wissen dann auch gar nicht was "Heterosexismus" ist, aber sehr wohl was Homo-Hass und Homophobie ist..
    Ein Umschwenken auf einen anderen Begriff verwickelte dann oft in eine Meta-Diskussion, in der man dem Gleichstellungsgegner erst die Funktion seiner Aktion erklären müßte, bevor man zur Klärung der Wirkungen kommen kann..

    Ich denke aber nicht daß es Aufgabe der Community sein kann die Aufklärung des Gegners zu betreiben, denn die bereits vorgenommene Aufklärung richtet sich an die Gesellschaft und die Politik..

    Wie "stromboli" unlängst schrieb :
    Man muß solche Leute dann auch mal einfach am Wegesrand stehen lassen..
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#42 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 13:50hHannover
  • Antwort auf #27 von Deutschlehrer
  • Nun..
    Im Gegensatz zu Deinen "Deutschstunden" befinden wir uns hier im Netz, und ich diskutiere hier nicht mit Dir über ein "Alleinstellungsmerkmal" wie "doppelten Punkten oder Plenks" als Ausdruck einer identifizierbaren "Marke" "TheDad"..
    Andere setzen dutzende Emojis..

    Das Du dich an einer rhetorischen Floskel festbeißt läßt dann auch vermuten Dich mit dem Inhalt eher nicht befaßt zu haben..
    Schade..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#43 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 13:58hHannover
  • Antwort auf #31 von martin28a
  • ""Ich halte auch nicbt viel von der Ehe aber deswegen bin ich kein Rassist oder so was.""..

    Das kommt darauf an, wie man sich dazu äußert, denn es ist etwas anderes sich generell gegen die Ehe als Konstrukt einer Gesellschaft zu äußern, oder wie Du hier umständlich zu erklären, die Ehe müßte oder könnte aus verschiedenen "Rechtlichen Gründen" für LGBTTIQ* gar nicht geöffnet werden..

    Dein ausführliche Beispiel als Versuch die Ehe mit der Vermietung einer Wohnung zu vergleichen ist genau diese Form des Rassismus..

    Was kommt als nächstes ?
    So lange alle Autobauer nur genügend verschiedenfarbige Autos bauen und verkaufen wird überhaupt niemand diskriminiert ?

    Wie absurd soll das hier noch werden ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#44 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 14:06hHannover
  • Antwort auf #37 von Patroklos
  • ""Es gibt Menschen, die gegen Lesben und Schwule, aber nicht gegen Menschen anderer Hautfarbe sind.""..

    Wie oft noch ?

    Gruppenbezogene Unterdrückung und Diskriminierung ist Rassismus !

    Wenn Bayern Einwohnern aus NRW die Einreise in ihr Bundesland verweigern, nur weil es Bürger aus NRW sind, dann ist das RASSISMUS !

    Und ums Dir hier dann vielleicht mal etwas leichter zu machen :
    Auch in anderen Ethnien mit anderen Haut/Haar- oder Augenfarben gibt es LGBTTIQ* !

    Gegen LGBTTIQ* zu sein bedeutet dann auch immer, auch gegen Schwarze, Grüne, Gelbe oder Violette LGBTTIQ* zu sein !

    Es IST Rassismus !

    Das wird Dir hier alle paar Wochen erklärt, und langsam reicht es..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#45 LorenProfil
  • 13.11.2016, 14:16hGreifswald
  • Antwort auf #39 von Lars
  • Versuchen Sie mal aus der Perspektive eines beinharten Gleichstellungsverweigerers zu denken und prüfen Sie unter Berücksichtigung der vielfältigen Liebes- und Verantwortungsgemeinschaftsvarianten, die alltäglich sind, ob Sie Ihre Argumentation der Ehe als Verantwortungsgemeinschaft logisch und argumentativ durchhalten können. Ich halte dies für eine "Behelfsargumentation" für Konservative in der öffentlichen Diskussion, der ich als Gleichstellungsbefürworter nicht in die Parade fahren werde um den Gegnern nicht auch noch Munition zu liefern (die können meist nur ideologisch "argumentieren"). Daher gedenke ich auch nicht hier diese Gegenargumente logisch zu entwickeln. Ich vertraue auf Ihre Fähigkeit, dies selbst zu leisten, da Sie ja hier desöfteren als Verfechter der Empathie für den Gegner auftreten.

    Gleichstellung und das Ende der staatlichen Diskriminierung sind m.E. tatsächlich Anerkennung der Gleichwertigkeit unabhängig von der Art und Weise, wie man sein Leben gestaltet. Diese Anerkennung wird dann psychologische Auswirkungen haben können und negative Folgen erlebter Diskriminierung abmildern (die Alltagsdiskriminerung wird sich noch langsamer abbauen lassen als die rechtliche, wie man z.B. am Alltagsrassismus gegenüber Schwarzen, Latinos u.ä. in den USA studieren kann). Sie bleibt ein Gebot der Menschlichkeit und der nächste logische Schritt im Rahmen der Werte, die im Grundgesetz niedergelegt sind.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#46 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 14:16hHannover
  • Antwort auf #39 von Lars
  • ""Man sieht doch an diesem Beispiel, dass die Kritik an Frau Schleswig hier über die Frage der Homophobie weit hinaus geht.""..

    Es geht hier nicht um eine Frau Schwesig..
    Es geht um Frau Schröder..

    Es geht auch immer noch nicht um "Homosexuelle"..
    Es geht darum ob ein Staat allen Bürgern den Zugang zu allen staatlichen Institutionen gewähren muß, oder diesen Zugang allein aufgrund einer Eigenschaft eines Menschen, der Sexuellen Identität reglementieren kann ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#47 DeutschlehrerAnonym
  • 13.11.2016, 14:31h
  • Antwort auf #42 von TheDad
  • Von mir aus kannst du hinter jeden Satz sämtliche Sonderzeichen setzen, die die Tastatur hergibt. Aber wenn jemand bei einer so enormen Textproduktion das Kunststück fertigbringt, konsequent keinen EINZIGEN Satz regelkonform zu beenden, dann ist es einfach superpeinlich, wenn er sich zum Regelwächter aufschwingt und andere wegen eines einzigen Fragezeichens anpinkelt.
    Du verhältst dich wie ein stadtbekannter Alkoholiker, der die Oma im Café gehässig anzischt, weil sie eine Schnapspraline isst. Zum Fremdschämen.
    Dass du den Unterschied zwischen einer inhaltlichen Fragestellung und einer grammatikalischen Fragesatzkonstruktion nicht verstehst, ist schade, wird sich aber dank deiner bornierten Unfähigkeit, die eigene Fehlbarkeit zu akzeptieren, nicht ändern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#48 BeckEUAustriaAnonym
#49 Arse-WatchAnonym
  • 13.11.2016, 15:44h
  • Antwort auf #14 von Lars
  • Was Larsch eigentlich meint:
    "Hm ja, natürlich kann man die Gegner des Wahlrechts für Schwarze rassistisch nennen. Die Frage ist halt nur, ob man es muss, wann dieser pauschale Begriff sinnvoll ist ... Also: Jemand äußert sich gegen das Wahlrecht für Schwarze oder Frauen zu diesem Zeitpunkt. Warum tut er oder sie das? blaaa, blaaa, blaaa ..."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#50 SchleicheR74
  • 13.11.2016, 16:02h
  • Antwort auf #26 von LasseJ
  • Ich bin da ganz ähnlicher Meinung. Der Begriff Homophobie ist für viele heterosexuelle Leute möglicherweise zu abstrakt, als dass sie sich damit identifizieren lassen. Auch wenn die Einschätzung, es ist Homophobie, zutrifft.
    Das Wort Heterosexismus stellt eine weniger angreifende Begrifflichkeit dar. Ich glaube, man erreicht mit diesem Wort eher Leute, die beim Wort Homophobie gleich wütend zurückkreischen, ohne mal darüber nachzudenken. Und wenn jemand über Homophobie nachdenkt, dann wird er sich seine, in dem Wort steckende "Angst", nicht eingestehen wollen (Vergleiche Arachnophobie).

    Beim Wort Heterosexismus allerdings, kann der jeweilige Mensch imo schon eher nachvollziehen, dass es ein Diktat der Heterosexuellen ist und Homosexualität unterdrückt und der, in der Verfassung stehenden, Gleichberechtigung zuwider steht.

    Beide Begrifflichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile und man sollte sie eben differenziert einsetzen. Denn es ist immer gut, wenn man eine Diskussion mit verschieden wertigen Wörtern aufbauen kann.
    Ich hab so das Gefühl, dass beim Wort Homophobie sofort eine ablehnende Haltung entsteht, die in Zeiten gefestigter Meinungen nicht zur Relativierung der eigenen (homophoben) Ansicht führt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#51 SebiAnonym
  • 13.11.2016, 16:51h
  • "Die ehemalige CDU-Familienministerin Kristina Schröder beschwert sich, dass Gegner der Ehe für alle homophob genannt werden."

    Tja, Frau Schröder,

    genau das ist die Definition von "homophob".

    Wenn jemand Homosexuellen gleiche Rechte verwehrt nennt man das homophob.

    Genauso, wie jemand, der Frauen ihre Gleichstellung verwehren will, sexistisch ist. Und wie jemand, der Menschen mit anderer Hautfarbe gleiche Rechte verwehrt, als rassistisch bezeichnet wird.

    Wer Diskriminierung will, muss sich eben auch die dafür vorgesehene Bezeichnung gefallen lassen. Ist immer noch nicht so schlimm, was LGBTI durch Diskriminierung erfahren müssen...
  • Antworten » | Direktlink »
#52 SebiAnonym
#53 LarsAnonym
  • 13.11.2016, 18:00h
  • Antwort auf #49 von Arse-Watch
  • Du brauchst das nicht ins Lächerliche zu ziehen.

    Das Problem ist doch, z.B. bei Typen wie Trump, dass sie sich eindeutig rassistisch oder frauenfeindlich äußern, dass aber der Vorwurf "Rassist" oder "Sexist" an ihnen - und was schlimmer ist, an ihren Anhängern - abprallt.
    Wenn mir das keine Soren machen würde, dann würde ich mir nicht die Mühe machen, mir Gedanken zu machen, woran das liegen könnte und wie man vorbeugen kann.

    Eine deutliche Stellungnahme gegen Homophobie ist ja gut und schön. Nur sollte sie auch politisch wirksam sein und am besten nicht nur die "Community" stärken,sondern auch die Gefühle derer erreichen, diejenigen mobilisieren, die sich (bisher) nicht sonderlich für Homosexuellenrechte interessierten.

    Einen denkfaulen Homophoben, einen besitzstandswahrenden Homophoben, einen zynischen Homophoben, einen fanatischen Homophoben, einen ängstlichen Homophben, einen internalisierten Homophoben muss ich spezifisch ansprechen / oder angreifen. Deshalb die ergänzenden Fragen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#54 stromboliProfil
  • 13.11.2016, 19:17hberlin
  • Antwort auf #39 von Lars
  • Wie recht du doch haben könntest und doch nur abgleitest in die dir sicheren alten gleise...
    Da rauscht der religiöse tinnitus im hintergrund und formuliert so die segenshafte wahrnehmung des konstruktes "ehe".

    " Es bedeutet, soziale Verantwortung im Sinne und zum Wohle der ganzen Gemeinschaft zu übernehmen und einzufordern."
    Hierzu brauche ich keine "ehe oder sogenannte partnerschaften.
    Man kann auch ohne den trauschein die von dir eingedachten eigenschaften leben, eben "soziale Verantwortung im Sinne und zum Wohle der ganzen Gemeinschaft".
    Das wird euch aber nie so recht bewusst, weil ihr das hilfskonstrukt einer höheren gewalt ( gott..juristisch bindendes vertragswerk) braucht,
    um die kapitalistisch erforderlichkeiten wie egoismus, streben nach macht etc. ethisch zu legitimieren.
    Man strebt ja nur , weil man familie hat die es zu ernähren gilt, oder im erbe mit angehäuftem "wettbewerbsfähig hält.
    Ehe ist da das bindeglid zur repressialen kontrolle des individuums..Das ist ein kapitalistisch-heteronormatives konstrukt, eben teil jener norm, die uns unterdrückt und weiterhin unterdrücken wird indem sie zu der ihren eben jenen kleinen aber feinen unterschied zu entdecken weis.
    Da kannst du deine arsch noch so drehn und wenden, du wirst in ihren lebenskonzept weiter aussenseiter sein weil anders als sie!
    Es also immer eine schlewig geben wird die zwar nichts gegen homos hat, aber doch "unterschiede feststellt.
    Hier erkennen wir die urzelle der homophobie an sich: die wahrnehmung des unterschiedlichen ohne mit diesen unterschieden leben zu können!

    Lasst uns neue formen des miteinander -zueinander-aufeinander verantwortlichseins suchen und erlernen..!
    Vor allem solche, die uns unabhängig machen von deren "konstrukten! Also auch jenen, die da vater-mutter "ehe** etc. heißen, und letzendlich konstukte der gewaltenverteilung und machtausübung vom kleinsten konstrukt hin zum gesamgesellschaftlich größten darstellen.
    Schmeist den scheiß über bord!

    Ps: nicht die "ehe ist das instrument den homosexuellen gesellschaftliche anerkennung zu verschaffen, sondern deren eingliederung/assimilierung in ein von heteros bestimmtes konzept, dass sich mal "gegenseitige verantwortung", mal gönnerhaft regenbogenfamilie nennt.
    Das kann man sich leisten, hat man doch auch im heteronormativen es mit unmbrüchen zu tun die das heteronormative zwar nicht in frsage stellen aber vom grundprinzip der "urzelle" ehe abweicht.
    Die wiederum müssen auch integriert sein, deshalb auch die TOLERANTE einbeziehung der paar partnerschaftswilligen homos in deren familygedöns..
    Einzelerziehende-- petchwork.., was sich hetero alles an begriffen angeeignet hat , hauptsache es steht in ideologischer verbindung zur ehe als maß aller dinge.
    Da kann man ja beruhigt abwarten , weil zur sozialabsicherung die ja doch genötigt werden den ehebund zu wählen um wenigstens nicht völlig sozial abzusteigen.

    " ...soziale Verantwortung im Sinne...
    Dies beim namen genommen müsste auch uns lehren, überhaupt gegenseitige verantwortung zu leben..
    Damit aber wäre ich bei der gesamtgesellschaftlichen verantwortung, und wie es da bei uns einzelnen aussieht, wie asozial wir im umgang mit dem gesellschaftlich schwächeren sind, wissen wir zu genüge.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#55 hugo1970Profil
  • 13.11.2016, 19:32hPyrbaum
  • Antwort auf #53 von Lars
  • "Einen denkfaulen Homophoben, einen besitzstandswahrenden Homophoben, einen zynischen Homophoben, einen fanatischen Homophoben, einen ängstlichen Homophben, einen internalisierten Homophoben muss ich spezifisch ansprechen / oder angreifen."

    Pf, Pf,
    Die dort oben, die du erwähnst, die wollen doch gar nicht unser Queersein verstehen, nicht weil sie es verstehen könnten, sondern einfach und ergreifend die wollen es nicht, sonst würden ihre Mauern im sekundentakt reihenweise umfallen, die sie in jahrhunderten gebaut haben!!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#56 Martin28a
#57 LarsAnonym
  • 13.11.2016, 20:39h
  • Antwort auf #54 von stromboli
  • Deine gesellschaftliche Utopie in Ehren.

    Mich interessiert die Eheöffnung als das, was sie ist, als reale Option, nicht als inhaltsleeres Vehikel für andere politische Ziele oder pures Symbol für Gleichstellung. Ich finde auch, dass man diejenigen, die nicht nur symbolisch sondern real darunter leiden, dass sie ohne die Eheöffnung bestimmte konkrete Lebensziele nicht erreichen können (oder doch nur mühsam) nicht instrumentalisieren darf.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#58 TheDadProfil
#59 AFD-WatchAnonym
#60 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 21:12hHannover
  • Antwort auf #53 von Lars
  • ""Du brauchst das nicht ins Lächerliche zu ziehen.""

    Hat er nicht getan.
    Es ist lächerlich.
    Denn Du begreifst scheinbar immer noch nicht wie lächerlich es ist, daß Du hier permanent das Auftreten solchen Leute als "Normalität" zu verkaufen suchst.
    Der Rassismus einer Frau Schröder ist dir also nicht "ersichtlich genug", um mit den Ausfällen eines Herrn Trump zu konkurrieren ?
    Was dann offensichtlich die Schwelle ausdrücken soll, nach den dann für dich erst ein einschreiten notwendig wird..

    Der Hinweis auf die Analogie zu den "Schwarzen Wählern" ist da sehr deutlich.

    Kleiner Hinweis an den "Deutschlehrer" :
    Im Gegensatz zu Dir, der Du die "persönliche Anrede" konsequent verhaust, beherrsche ich durchaus auch eine korrekte Schreibweise, die dann mit der "Marke" allerdings nichts mehr zu tun hat..
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#61 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 21:18hHannover
  • Antwort auf #56 von martin28a
  • ""Es geht um die Einengung also das ignorante behandeln ANDERER Grundrechte
    Auch der Demokratie etc""..

    Was dann hier erneut die Idee transportiert, die Gleichstellung und Gleichberechtigung würde dazu führen die Rechte der bislang Privilegierten einzuschränken, denn der Verlust des Privilegs zu diskriminieren sei nicht hinnehmbar..

    Ein einfaches "Nein" als Antwort hätte hier genügt..
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#62 TheDadProfil
  • 13.11.2016, 21:24hHannover
  • Antwort auf #57 von Lars
  • ""Mich interessiert die Eheöffnung als das, was sie ist, als reale Option, nicht als inhaltsleeres Vehikel für andere politische Ziele oder pures Symbol für Gleichstellung.""..

    Was genau hindert Dich an der Erkenntnis, die Ehe-Öffnung ist nichts weiter als die einfache Gleichstellung eines Teils der LGBTTIQ* ?

    ""Ich finde auch, dass man diejenigen, die nicht nur symbolisch sondern real darunter leiden, dass sie ohne die Eheöffnung bestimmte konkrete Lebensziele nicht erreichen können (oder doch nur mühsam) nicht instrumentalisieren darf.""..

    Solche Sätze muß man sich auf der Zunge zergehen lassen..
    Mehrfach..
    Denn dann wird einem gewahr wie sie in einer beispiellosen Täter-Opfer-Umkehr diejenigen beleidigen, die sich gegen Unterdrückung und Diskriminierung leiden..

    Wer genau "instrumentalisiert" hier wen, und nutzt diejenigen dann dazu, sich selbst als etwas "besseres" darzustellen ?
    Mithin der Ausdruck für das Nicht-Verständnis des GG..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#63 Patroklos
#64 LorenProfil
#65 Patroklos
#66 habemus_plemplem
  • 14.11.2016, 00:11h

  • Auch Carlo Strenger kritisiert die Political Correctness:

    m.huffpost.com/de/entry/6908340

    Er meint damit, "Glaubenssätze und kulturelle Praktiken, die wir aus guten Gründen als irrational oder unmenschlich betrachten", nicht mit Samthandschuhen anzupacken, sondern sie "auf zivilisierte Weise zu verachten" und das auch klar und deutlich so zu sagen. Seine Intention ist es, ganz im Sinne der Aufklärung, dass "alles kritisiert werden darf" und dass die Kritik nicht denjenigen überlassen bleibt, die sie mit Hass und Hetze vorbringen oder die gar zu Gewalt aufrufen.

    Genau das tun wir, indem wir klar und deutlich sagen, dass wir das Verweigern des Eherechts als eine homophobe Position betrachten.

    Frau Schröder fühlt sich offenbar von dieser Kritik gekränkt. Dazu sagt Carlo Strenger: "Kränkung auszuhalten, ist eine Kulturtechnik. Eine Zivilisationsanforderung. Wir haben gesehen, was passiert, wenn Autoritäten das nicht können: Es führt zu gewaltsamer Unterdrückung. Und das darf nicht noch einmal passieren."

    Ganz im Sinne Strengers haben wir also gerade NICHT unsere Kritik durch Political Correctness verwässert. Und Frau Schröder möge sich darin üben, sie auszuhalten und sich sachlich mit ihr auseinandersetzen.

    Ich weiß gar nicht, wie Frau Schröder überhaupt darauf kommt, dass die Unterstellung von Homophobie das Ergebnis einer übertriebenen Political Correctness sein soll. PC ist doch eine sprachliche Mäßigung und kein Mittel der Zuspitzung. Das ergibt sachlich gar keinen Sinn!

    Was sie da macht ist keine Kritik an PC, sondern es ist das plump-beleidigte "Man-Wird-Ja-Wohl-Noch-Sagen-Dürfen" eines Thilo Sarrazin. Sie will homophobe Positionen vertreten dürfen, ohne dass man sie homophob nennt und damit kränkt.

    Wie Panti in ihrer grandiosen Rede treffend sagt: Die wahren Opfer von Homophobie sollen wohl neuerdings nicht mehr die Homosexuellen, sondern die Homophoben sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#67 habemus_plemplem
  • 14.11.2016, 10:52h

  • Weiterhin beklagt Frau Schröder in dem Welt-Artikel ein "Diskursverbot", welches durch die Unterstellung von Homophobie "etabliert" werde.

    Dazu ist zu sagen: Der Diskurs über die Ehe wird schon sehr lange geführt und es ist die Opposition, die der Union diesen Diskurs immer wieder aufzwingt. Die Union möchte diesen Diskurs überhaupt nicht führen, denn am Status Quo des Eheverbots will sie ja festhalten.

    Der Diskurs dreht sich seit Jahren im Kreis, weil längst alle Argumente ausgetauscht sind. Der Diskurs wird auch zunehmend lächerlich, weil immer mehr Staaten die Ehe öffnen und Deutschland in der westlichen Welt (soweit sie noch existiert) mit dem Eheverbot zunehmend allein dasteht. Andere Länder zeigen uns, dass es außer Homophobie gar keinen Grund gibt, am Eheverbot festzuhalten. Wahrscheinlich ist das die eigentliche Ursache von Frau Schröders Kränkung, das will sie nämlich einfach nicht wahrhaben. Es ist total unfair, realitätsfern, starrköpfig, trotzig und töricht, uns für den Gebrauch des Wortes "Homophobie" zu kritisieren, anstatt so langsam mal einzusehen, dass wir schlicht und ergreifend recht haben.

    Ich wünsche mir, dass der Diskurs endlich beendet werden kann. Aber solange die Union sich nicht bewegt und meint, die Sache aussitzen zu können, werde ich mich daran beteiligen, ihr diesen Diskurs immer wieder aufzuzwingen.

    Von einem Diskursverbot kann also gar keine Rede sein.
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#68 LarsAnonym
  • 14.11.2016, 11:05h
  • Antwort auf #66 von habemus_plemplem
  • "Glaubenssätze und kulturelle Praktiken, die wir aus guten Gründen als irrational oder unmenschlich betrachten", nicht mit Samthandschuhen anzupacken, sondern sie "auf zivilisierte Weise zu verachten

    Verachten heißt "ächten", sprich aus der Gesellschaft ausschließen.

    Wichtig ist, zwischen Dingen und Menschen zu unterscheiden, zwischen der Homophobie und dem Homophoben.

    Ich kann also eine Aussage, ein Verhalten ächten und trotzdem nicht den ganzen Menschen. Diese Unterscheidung zu kommunizieren ist nicht nur sinnvoll, sondern auch ein Akt politischer Korrektheit.

    Beispiel: Ich kann radikalen Fundamentalismus verachten, weil er irrational ist, ich finde auch, dass er geächtet gehört, aber wenn ich Menschen mit Radikalisiereungstendenzen, besonders junge Menschen ganz ächte, und sie damit aus der Geselslchaft auschließe, dann ist die Gefahr groß, dass sie sich weiter radikalisieren, weil sie ihren Rassismus, ihre Homophobie , ihren religiösen Fanatismus nun als Identität erfahren, nicht als eine Eigenschaft.

    Verachtung ist deshalb als politische Haltung gegenüber den Menschen problematisch, die man (noch) erreichen, aufklären und intergrieren will. Wer Ärger macht in der Gesellchaft, wer provoziert, will ja Anerkennung, zumindest Beachtung. Man muss ihm klar und hart Grenzen setzen, ihm deutlich machen, benennen, was an seinem Verhalten verachtenswert ist und wo und aus welchen Gründen die "Ächtung" droht.

    Aber man sollte, wenn man selbstbewusst und ist, mit den Menschen im Kontakt, auf Tuchfühlung bleiben, und die Macht, die Ächtung einer Person durchzusetzen, als ulitma ratio gebrauchen. Sonst handelt man meiner Meinung nach emotional und nicht rational.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#69 LorenProfil
  • 14.11.2016, 12:21hGreifswald
  • Antwort auf #68 von Lars
  • "Aber man sollte, wenn man selbstbewusst und ist, mit den Menschen im Kontakt, auf Tuchfühlung bleiben, und die Macht, die Ächtung einer Person durchzusetzen, als ulitma ratio gebrauchen."

    Wobei dann die Frage offen gelassen wird, ab welchem Punkt die "ultima ratio" beginnt.
    Ansonsten möchte ich bemerken, dass im von Ihnen eingangs angeführten Zitat eben nicht die Ächtung von Personen gefordert wird, sondern von bestimmten "Glaubenssätze(n) und kulturelle(n) Praktiken", also aus meiner Sicht von allen Ideologien der Ungleichwertigkeit, aber auch "kulturellen Praktiken" wie z.B. der Zwangsbeschneidung.
    Menschen, die z.B. im Bildungsbereich oder in der Sozialarbeit/-pädagogik tätig sind, setzen selbstverständlich auch (u.a.) an Verhalten und Einstellungen an (z.B. bei sich radikalisierenden Jugendlichen) und verurteilen nicht die Person.
    Wäre es anders, könnte man die auch überhaupt nicht mehr erreichen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#70 LarsAnonym
  • 14.11.2016, 13:01h
  • Antwort auf #69 von Loren
  • "Ansonsten möchte ich bemerken, dass im von Ihnen eingangs angeführten Zitat eben nicht die Ächtung von Personen gefordert wird,"

    Das ist korrekt. Dass Sie darauf hinweisen, ist eine politische Korrektheit, für die ich dankbar bin. Ich möchte weder, dass der Autor noch ich da missverstanden werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#71 TheDadProfil
  • 14.11.2016, 18:49hHannover
  • Antwort auf #68 von Lars
  • ""Ich kann also eine Aussage, ein Verhalten ächten und trotzdem nicht den ganzen Menschen.""..

    Was für eine Unsinn..
    Denn außer Dir sprach niemand davon Menschen zu ächten..

    Und das wo doch das Ächten eine Spezialität der Verdummbibelten ist..

    ""Beispiel: Ich kann radikalen Fundamentalismus verachten, weil er irrational ist, ich finde auch, dass er geächtet gehört, aber wenn ich Menschen mit Radikalisiereungstendenzen, besonders junge Menschen ganz ächte, und sie damit aus der Geselslchaft auschließe, dann ist die Gefahr groß, dass sie sich weiter radikalisieren, weil sie ihren Rassismus, ihre Homophobie , ihren religiösen Fanatismus nun als Identität erfahren, nicht als eine Eigenschaft.""..

    Interessante Idee die den Ausweisungstendenzen von immer mehr Leuten den Boden entzieht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#72 stromboliProfil
  • 15.11.2016, 19:57hberlin
  • Antwort auf #57 von Lars
  • Ach lars,
    umgekehrt darf " deren bedürfnis" nicht auch andere instrumentalisieren.
    An dem fakt reden wir offensichtlich aneinander vorbei!

    Dabei weht der wind doch sichtlich schon in diese richtung und baut sich zum sturm auf..
    Die rechten haben den meinungsknick sehr wohl für sich vereinnahmen können ohne auf bemerkenswerten wiederstand aus der sogenannt liberalen mitte zu stoßen..
    Das minderheitenkonzept als soziale vorzeigemarke gesellschaftlichen wandelns ist vergangenheit.

    Nun gibt es verschiedene "minderheitenproblematiken die da sich vor uns auftun...
    Es lockt keinen mehr hinter dem ofen hervor ob da bio angebaut wird oder massentierhaltung & bayer-monsanto unser alltägliches bestimmen.
    Die werden das schon für uns richten.. sind ja nur auf dem markt um uns zu helfen...
    Und der klimawandel ist ja bedauerlich, aber wir wollen ja nicht unsere moderne gesellschaft von solchen erscheinungsbildern vermießen lassen.
    FReie fahrt für freie bürger und da kommt doch gerade das elektroauto um die ecke.. also keine panik..
    Wir werden halt für den so kommenden verbrauch weiterhin auf braunkohle/akw setzen oder landwirtschaftliche monokulturen zu "energiergewinnung" wälder abholzen lassen.
    Hauptsache man kann "individualistisch ein etonne auf vier rädern die strassen blockieren lassen.
    Avokados soll man nicht mehr essen weil die mittlerweile zur versteppung der regenwaldzonen führen.
    Von den veganern gar nicht erst zu reden.
    Also , mehr denn jeh bewusstsein im detail, dass das große ganze vergessen lässt: die ausbeutung des menschen!
    Wir haben hingenommen, dass ein vormals einigermaßen funktionierender minimalausgleich zwischen kapital besitzenden und arbeitskräften bestand. Da war der böse kommunismus die ideologische notbremse, dass das kapital zwang "kompromisse " einzugehen.
    Heut ist billiglohn mehrheitsfähig über 35% der arbeitenden bevölkerung schaft so den anschein der vollbeschäftigung.
    Und die rentenarmut längst tasache wird verdrängt mit der lebensleistungsgrenze auf 70-75.
    Allein schon dieses wort, geschaffen von den richtigen: "lebensleistungsgrenze"

    Na ja, da wäre ja noch die emanzipation..
    Die der frauen z.b. die im vollendeten selbstbetrug betrügen...
    Die hälfte der menschheit nämlich frauen, dürfen nicht mehr auf die unabdingbare solidarität für ihre interessen( feministische emanzipation!) rechnen, wählen sie doch selbst ihre verächter..
    Da kann ein so hedonistischer überflieger wie der fleischhauer mal so richtig die plaudertasche öffnen.. hat er ja sogar mal recht!

    www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-das-ende-des-feminism
    us-kolumne-a-1121140.html


    Pussis for pressident; 53% gebildeter weißer(!) frauen wählten den föhnkasper.
    Auch bei den latinos haben frauen überdurchschnittlich für den frauenkenner gevotet.
    Macht uns das nachdenklich.. fragen wir uns ob und wem wir noch vertrauen dürfen angesichts solcher tatsachen.
    Beim blick auf die uns umgebenden hassredner fallen die "Innen am häufigsten auf...
    Aber das ist kein frauenproblem allein.. siehe die nächste blamage folgt:
    In einer der letzten umfragen vor der wahl waren homos bereit trump zu wählen..
    "Wem würden Sie bei der US-Wahl Ihre Stimme geben?
    Hillary Clinton
    34 %
    Donald Trump
    36 %

    Auch dies nichts das mich wirklich noch überraschen würde! Hier im forum tummeln sich die sich mitte-realpolitische "lgbt***'s nennenden, mit eindeutiger tendenz zur ideologischen rechten...
    Distanziert man sich hiervon?
    Und wie kann-könnte distanzierung auissehen?
    Darüber reden wir nicht.
    Alles erklärbar aus den persönlichen bedürfnissen ( wie du so schön formulierst: "konkrete Lebensziele", die du vergisst auch genau zu beschreiben!... soviel zum konkret sein wollen an sich...) , die diese menschen so umtreibt.
    Und wehe, man hinterfragt diese "bedürfnisse...

    Aber welche option soll "konkrete Lebensziele" denn darstellen in einem gesamtgesellschaftliche konflikt, wenn nicht damit politische ziele verfolgt werden bis hin zur "symbolischen gleichstellung, aber eben über dieses "symbolische hinausgeht zu einer alle umfassenden gerechtigkeit..
    Ach ja.. schritt für schritt die kleinen schritte gehn.
    Sicher, gleichstellung kann auch anders aussehen, kann andere formen und inhalte bedeuten... die aber müssten polisch erst formuliert werden. Etwas , was wir tunlichst unterlassen haben, um so schneller an "unsere" kleinbürgerlichen ziele heranzukommen.
    Wer nicht gefährlich fürs system erscheint darf auch am katzentisch teilhaben.

    Gestern musst ich herzlichst lachen obwohl mir homopolitisch gesehen die kotze im hals hochstieg:

    www.gay.it/attualita/news/unione-amici-non-siamo-gay

    inhaltlich gehts um zwei hetero freunde ,die die unione civile anstreben ( welche auch vollzogen wurde zwar nicht vom bürgermeister aber von dessen assistenten.) und nun vom schwulen ehemainstream angefeindet werden , sie würden die reinen/heren ideale der ehe für ihre "zwecke" missbrauchen.
    Schwule, die die sprache ihrer unterdrücker nicht nur verinnerlicht haben, sondern auch noch anwenden...

    Was ich aus den letzten wochen gelernt habe und mir einem schon lang anhaltenden verdacht bestätigte: Wir sind so in unserer nabelschau verhaftet, dass es keinen blick mehr auf die ebenso wichtigen oder gar wichtigeren sozialen fragen als die formale "ehegleichstellung" gibt.
    Deshalb auch die "community sich zunehmend spaltet in den rechtskonservativ orientierten ehegleichheits-unsichtbarkeitsfaktor bis hin zur verleugnug schwuler identät, und einen zunehmend frustriert desorientierten leckmichamarsch linksblock entwickelt.

    Auch hier, weil wir weiterhin nur den tellerrand der "erreichten" toleranzgeschenke als teil eines heroischen kampfes gegen die gesellschaftliche reaktion betrachten.
    Geschenke, die man uns zugedacht hat um uns still zu halten..
    Still bis hin zur selbstverblödung durch solche gestalten wie sie in den parteienorganisationen von avd- über lisel, hin zu kahr- spahn und kauch oder den unsäglichen ilg-elsch hier uns als sprachrohr unserer interessen vorgestellt werden.
    Den beck kann man als kleinkariert in der pfeife rauchen und aus der linken ist mir auch kein interessanter zeitgenosse bekannt, der abweicht von dem homopolitischen sermon , der uns umhüllt.
    Deshalb: keine "solidarität" mehr mit den opportunisten in unseren reihen.
    Keinen vertrauensvorsprung mehr gegenüber einer ursprünglich aus eigenem leid und erkenntnis der eigenen gesellschaftlichen rolle abzuleitenden widerstand gegen die gesellschaftlichen verhältnisse insgesamt.

    Zudem:
    Den populistischen ärschen werden mehr und mehr hinterherlaufen weil es "gut scheint, teil der drohenden mehrheiten zu sein.
    Man richtet sich ein.

    Also schluss mit dem kleinteiligen hickhack um adoptionsrecht und ehegleichstellung, ehegattensplittin für zweitklassige verpartnerungspärchen..
    Streit um toilettenfragen für trans und gender, weil das nur die munition für den rechtspopulistischen dreck unserer gesellschaft liefert, statt die überaus notwendige klassenfrage neu zu formulieren und ins zentrum politischen handelns zu stellen.

    Die armutsfrage die hinter dem nebel des "nicht gehört werdens" steht.
    Die antworten darauf, warum über 27% "vollbeschäftigte heute schon an der armutsgrenze leben, ergibt auch die antwort drauf, warum 15-20% afd wählen werden.
    Und wenn grüne z.b. darüber "streiten ob ab 100.000 ,00 vermögen eine erhöhte steuerlast angemessen ist, während dem geringverdiener eine durchgehend höhere %-steuerbelastung zugemutet wird, wunderts niemanden das afd wählbar wird seis bei den wohlhabenden, seis im irrigen umkehrschluss einer neugewinnenden macht ( pegida-wir sind das volk...) bei den loosern.
    Es gäbe also hier mehr zu diskutieren wie WIR homos als betroffene aus dem kommenden schlamassel rauskommen könnten, statt in selbstgefälliger betroffenkheitsatitüde unsere minderheitenpolitik weiter auf die heteronormierte spitze zu treiben.

    Würden die , die hier so vollmächtig von "gegenseitiger verantwortung" tratschen, nicht nur den eigenen haushalt bereichern wollen sondern mit der gegenseitigkeit wirkliche gesamtgesellschaftliche verantwortung auch für andere übernehmen, würden wir von wirklichen unterschieden und zweiklassenordnung reden.
    Dann würden wir weder gegenseitig, noch die uns nahestehenden für ein keineswegs gesamtgesellschaftlich relevantes "ändern" einer minderheitensituation instrumentalisieren...
    Dazu hätten wir die union zivile fordern müssen, die allen (!) in partnerschaft lebenden gleiche rechte eingeräumt hätte.
    Keine fixierung auf kleinfamilie sondern das ursprünglich verantwortlichsein rechtlich einen ramen gebend.
    Da können dann auch mehrere in "partnerschaft zueinander leben, können gemeinschaften über das kleinfamilienbild hinaus wachsen,
    Dann, wenn wir konsequent unabhängig von unseren sexuellen identitäten adoption für alle kinderwünschende gefordert hätten, statt das eingleisig für uns basierend auf der heteromormativen vorstellung von mutter-vater kind,"ergänzt durch das buchstabenspiel vater-vater oder mutter-mutter / kind einzufordern. Nicht mal richtig durchdacht wenns um die konstellation vater-vater mutter/kind oder umgekehrt mutter-mutter -vatewr /kind ginge..
    Das wird dann nachträglich verhandelt weil es ja doch so etwas gibt..
    Die gedankenlosigkeit unserer handelnden lobbyisten ist schon bemerkenswert!
    Stroch und petry brauch also keine wirkliche angst vor dieser lobby haben, die demontiert sich schon selbt in ihrer hilflosigkeit. Wäre ein gesamtgesellschaftliches prozess in gang gesetzt dem sich auch heteros mit alternativen lebensentwürfen hätten anschließen können, würden wir nicht wie das karnikel auf die reaktionären schlangen blicken...
    Aber nein , wir müssen ja am althergebackenen festhalten um uns dann noch mit den erbärmlichen religioten fetzen zu müssen..

    Wir reparieren mit den falschen mitteln deren gesellschaftliche fehlleistungen mit dem ergebnis, mit der fortdauer jener fehlleistungen uns zufrieden stellen zu lassen.
    So besehen aber werden sie auch mit einer "eheöffnung " bestimmte konkrete lebensziele nicht erreichen weil es die falschen ziele im falschen leben sind!

    NMa ja, sovile meinerseits zum sich instrumentalisiert fühlens.. zum trost ein hoffungsvoller ausblick in die satire:

    www.freitag.de/autoren/gedankenprotokolle/rot-rot-gruen-ein-
    blick-in-die-zukunft


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#73 czulo
  • 20.11.2016, 10:12h
  • Antwort auf #26 von LasseJ
  • Ich sehe ein anderes Problem beim Begriff "homophob": Er ist nicht abstrakt, sondern kann und wird häufig zu starker emotionaler Ablehnung führen. Nutzer Lars hat ja schon drauf hingewiesen, dass er recht undifferenziert ist und meiner Meinung nach ist er in vielen Kontexten eher kontraproduktiv.

    Ich stelle mir folgendes Gedankenexperiment vor. Ich stehe abends auf einer Party rum und kommen mit einer neuen Bekanntschaft in die Diskussion über die "Homo-Ehe" und das Adoptionsrecht. Jetzt äußert "er", ein imaginärer heterosexueller Mann: "Aber Kinder brauchen doch Mutter und Vater!"

    Ich kann auf verschiedene Arten reagieren:
    (1) Deine Meinung ist total homophob.
    (2) Deine Meinung ist total heterosexistisch.
    (3) Deine Meinung ist total homoskeptisch.

    Man überlege sich mal, was die emotionale Reaktion auf die jeweiligen möglichen Aussagen sind. Im Fall von (1) stelle ich mir vor, dass mein Gegenüber sich ganz schön abgewertet und beleidigt fühlen könnte und sich entweder abwenden würde oder gleich einsetzen würde mit "Ich kenne viele Schwule / war schon auf einem CSD / ...". Warum? Ich würde folgendes argumentieren: Die Endung "-phob" verweist meinem Verständnis nach alltagssprachlich auf krankhafte Veränderungen. Wer mit "-phob" bezeichnet wird und sich so zu unrecht bezeichnet fühlt, wird heftig emotional reagieren (was nicht in Feindseligkeit umschlagen muss). Bei (2) sehe ich auch noch eine starke Reaktion, bei (3) schon deutlich weniger stark. Machen wir uns nichts vor: Eine sehr emotionale Reaktion von meiner Seite wäre in so einem Fall verständlich, v.a. falls ich mich vorher als schwul identifiziert hätte, aber schauen wir dennoch mal auf die Konsequenzen der Verwendung eines Begriffs wie "homophob".

    Man könnte natürlich auf die akademische Definition von "homophob" verweisen, aber das ist meiner Meinung nach ein "akademischer Fehlschluss": Zeit ist eine für uns endliche Ressource und wenn wir eine vielfältige Gesellschaft wollen, müssen wir auch akzeptieren, dass unsere Mitmenschen sich auch auf andere Dinge fokussieren, sie nicht immer alle Definitionen parat haben und noch nicht mal das Verhalten eingeübt haben, im Zweifel immer nach einer Definition zu erfragen. Es steht aber noch ein anderer Fehlschluss dahinter: Ich kann einen Begriff nicht einfach beliebig verwenden bzw. erweitern (bei "homophob": weg vom "Krankhaften", hin zu jeglicher Form von "Ablehnung"), er wird dadurch entweder inhaltsleer oder eben falsch verstanden.

    Was erreiche ich damit, wenn ich den Begriff "homophob" also beständig und zu jeder Gelegenheit, bei der eine homoskeptische oder homokritischeMeinung geäußert wird, einsetze? Entweder wird er dadurch irgendwann zum inhaltsleeren Begriff ("das sagst du doch ständig!") oder ich verprelle damit potenzielle Verbündete, die sich vielleicht einfach noch nicht eingehend mit dem Thema befasst haben oder die eben konservativ sind - d.h. für die Veränderungen sehr langsam gehen müssen, ein emotionales Bedürfnis, dem man durchaus mit Empathie (wenn auch nicht mit grenzenlosem Verständnis) begegnen sollte.

    Ich würde dafür plädieren, verstärkt darauf zu achten, wie solche Begriffe, die für die (unsere!) "queere Sache" gemünzt wurden, auf der "anderen" Seite ankommen (können). Potenzielle Patienten sind für mich auch Begriffe wie "familistisch", bei dem ich mich, als ich ihn zum ersten Mal gehört habe, gefragt habe, ob das nun ein neues Schimpfwort sei. Um das weiter auszuführen, müsste ich mich aber selbst mehr mit dem Begriff und seiner Verwendung auseinandersetzen; hier sei einfach nur mal aufgeführt, welche Reaktionen solche Begriffe selbst bei einem queeren Mitmacher-für-die-Sache auslösen können...
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#74 TheDadProfil
  • 20.11.2016, 16:44hHannover
  • Antwort auf #73 von czulo
  • Du schreibst genauso verschwurbelt wie Dein Vorbild "Lars"..

    ""Ich sehe ein anderes Problem beim Begriff "homophob": Er ist nicht abstrakt, sondern kann und wird häufig zu starker emotionaler Ablehnung führen.""..

    Die Handlungsweise des Gegenüber ist weder in der verbalen Auseinandersetzung, noch in der Aktion einer Demo gegen Aufklärung irgendwie "abstrakt"..
    Sie ist konkret erfahrbar..
    Und erfahrbar konkret..
    Genau deshalb ist dann die Beschreibung dieser Handlungsweise alles andere als "abstrakt", sondern sehr konkret, und die Bezeichnung der "Homophoben" kann hier dann durch den "Homo-Hassenden" ersetzt werden..
    Aber sicher nicht durch eine weitere Marginalisierung wie etwa "homoskeptisch" oder "homo-kritisch"..

    Diese Bezeichnungen erlauben dann den Homophoben sich auf die Position zurück zu ziehen, sie würden die Handlungen der LGBTTIQ* "kritisieren", was schon im Ansatz nicht stimmt, denn wirklich "kritisieren" diese Leute nicht die Vorstellungen, die Meinungen und Haltungen, und auch nicht die politischen Einstellungen der verschiedenen LGBTTIQ*, sondern diese Menschen selbst für ihr "Vorkommen", für ihr Vorhandensein !

    Genau dort liegt dann auch die Begründung für die Verwendung des Begriffes "Homophobie" oder "Homo-Hass"..

    ""Ich stelle mir folgendes Gedankenexperiment vor.""..

    Wundervoll..
    Fazit aller Drei Möglichkeiten :
    Man solle doch bitte den Homophoben nicht mit der Realität seiner Aktion belästigen, denn im Grunde genommen "beleidigt" ihn der Verweis auf den vorgetragenen Hass auf andere Menschen..

    Neben einer Art eingeforderten Unsichtbarkeit kommt hier dann noch die "Bitte" um Unterwürfigkeit zum Tragen, man solle sich doch wenn überhaupt, nur "bittend, freundlich, und vor allem Vorwurfsfrei" an die Gegner der Gleichstellung und Gleichberechtigung wenden, und jede Konfrontation vermeiden..

    Blöderweise sind aber nicht die LGBTTIQ* diejenigen, die konfrontieren, sondern die Gegner der Gleichstellung und Gleichberechtigung konfrontieren die LGBTTIQ* mit ihrer "Idee von Staat und Gesellschaft", an der die LGBTTIQ* nicht gleichberechtigt teilnehmen dürfen..

    Sprich :
    Man bittet um Beachtung und Gleichstellung, und wenn diese verweigert wird, wendet man sich zwar enttäuscht, aber leise und devot ab, und paßt sich weder in die Rolle des Unterdrückten ein..
    Man hat ja auch sein Bestes versucht, aber gegen die Vormacht der Mehrheit kann man ja auch nichts ausrichten..

    Übrigens "würdest" Du viel..
    Du tust es aber nicht..
    Du "würdest" argumentieren..
    Du "würdest" auf "akademische Definitionen" verweisen..

    Aber am Ende führst Du dann nichts weiter als die bereits vorgetragenen "Argumente" der Gegner derailen, und davon ablenken das nicht die LGBTTIQ* das Problem ist, sondern er..

    Denn der Punkt ist, man muß Rassisten, Antisemiten und Homophobisten auch als solche bezeichnen !
    Weil sie welche sind..
    Da hilft kein drum-herum-reden und auch kein "abmildern" in der persönlichen Ansprache..
    Gesellschaftlich abträgliche Positionen müssen zunächst bezeichnet und damit identifiziert werden, um sie entweder abzustellen, oder sie zu sanktionieren..

    Eine "Bitte" darum diese Positionen doch zu beenden wird nicht funktionieren, denn sonst wären diese Positionen längst Geschichte..

    ""oder ich verprelle damit potenzielle Verbündete, die sich vielleicht einfach noch nicht eingehend mit dem Thema befasst haben oder die eben konservativ sind - d.h. für die Veränderungen sehr langsam gehen müssen,""..

    Ein "Umdenken" anbieten das sich bei näherer Betrachtung dann "über Generationen hinweg" zöge, ist alles andere als das was die Gesellschaft braucht, denn diese Homo-Hasser haben diese Gesellschaft schon viel zu lange im Griff !
    Und ein "Konservativer" der "noch Zeit braucht" sich mit dem Gedanken der Gleichberechtigung vertraut zu machen, ist kein "potentieller Verbündeter", sonder aktuell ein Gegner dieser Gleichstellung und Gleichberechtigung !
    Es gibt damit auch keinen Grund ihn irgendwie anders zu behandeln, als die anderen Gegner der gleichberechtigten Gesellschaft !
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#75 czulo
  • 20.11.2016, 19:48h
  • Antwort auf #74 von TheDad
  • Ich würde viel, weil es ein Diskussionsbeitrag ist und keine festgefahrene Meinung. Und vielleicht haben Lars und ich einen ähnlichen Hintergrund.

    Auch Konfrontation kann freundlich sein. Und ich sage nicht, dass man Homo-Hasser nicht deutlich konfrontieren sollte; glaube mir eins, meinen Anteil auch an lautstarken Konfrontationen habe ich schon oft gehabt. Mein Beispiel zielt darauf ab, dass inzwischen nach meiner Beobachtung sehr schnell "homophob" geschrieen wird - ohne drauf zu achten, dass wir selbst auch nicht immer sehr inklusiv sprechen, man denke an den Begriff "familistisch" und was er (allgemeinsprachlich!) impliziert. Ich halte das mindestens für politisch ungeschickt. Und irgendwie auch empathielos. Ich will von anderen Positionen auch erstmal überzeugt und nicht immer direkt konfrontiert werden. Nicht jeder, der Skepsis z.B. über das Adoptionsrecht für schwule/lesbische/... Paare äußert, ist automatisch ein Homohasser. Wer sowas behauptet, tut das mit seinen Mitmenschen, was wir für uns Queere selbst wiederum von uns weisen: Derjenige schert alle über einen Kamm.
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#76 TheDadProfil
  • 21.11.2016, 00:05hHannover
  • Antwort auf #75 von czulo
  • ""Ich würde viel, weil es ein Diskussionsbeitrag ist und keine festgefahrene Meinung. Und vielleicht haben Lars und ich einen ähnlichen Hintergrund.""..

    Das halte ich allerdings für ein Problem, denn eine "ich würde" klingt nach einem erteiltem Rat an andere, und verdeutlicht damit keine eigene Handlungsweise die hinter einer eigenen Meinung und Haltung stehen muß..

    Der "Hintergrund" liegt dann im gleichem Büro der Auftragsschreiber und der verdummbibelten Sozialisation ?

    ""Mein Beispiel zielt darauf ab, dass inzwischen nach meiner Beobachtung sehr schnell "homophob" geschrieen wird - ohne drauf zu achten, dass wir selbst auch nicht immer sehr inklusiv sprechen, man denke an den Begriff "familistisch" und was er (allgemeinsprachlich!) impliziert.""..

    Und wer die eigene Diskriminierung deutlich gegenüber den anderen Formuliert, muß auch seine eigene Sprache im Griff haben..
    Aber selbst wenn die eigene Sprache aus welchen Gründen auch immer nicht immer gelingt, macht es die Gegenwehr nicht weniger wichtig..
    Vor allem nicht wenn man diesen "Vorwurf" dann dazu nutzt dem Unterdrückten unterschwellig zu sagen, "krieg dich in den griff, dann erhältst du auch gehör"..

    Im Gegenteil..
    Es gibt nämlich keine "Abnutzungserscheinungen" im Begriff Homophobie durch die Anwendung !

    Auch hier wieder :
    Im Gegenteil..
    Der Begriff wird immer noch viel zu selten genutzt um die öffentlichen Äußerungen der verschiedenen Gleichstellungsgegner zu charakterisieren..

    Denn diese verändern ihre Sprache und vor allem ihre Haltung gegenüber den LGBTTIQ* nicht durch einfaches Bitten..

    ""Ich halte das mindestens für politisch ungeschickt. Und irgendwie auch empathielos.""..

    Über Politik kann man weidlich streiten..
    Aber ich muß nun wirklich keinerlei Empathie für Leute wie Björn Höcke, Beatrix von Storch, die Kanzlerin, oder die diversen Hetzer aus den Reihen des Klerus der RKK und der EKD entwickeln !

    ""Ich will von anderen Positionen auch erstmal überzeugt und nicht immer direkt konfrontiert werden.""..

    Bestenfalls erwachsen diese Überzeugungen aus dem nachdenken über die entgegengebrachte Kritik..

    Einen Gleichstellungsgegner per Argument zu überzeugen ist ein hilfloses Unterfangen, und die vorgebrachten Gegenargumente gegen diese Leute dienen auch nicht zur Überzeugung dieser, sondern zur Entkräftung derer Argumente, die keine sind !

    Wenn Leute wie Herr Höcke meinen es gäbe so etwas unsinniges wie "Frühsexualisierung", dann muß man dem Lehrer Höcke sagen das er damit falsch liegt..

    Und wenn eine Frau Storch sagt "die familie sei die keimzelle des staates", dann muß man sie fragen, wieso sie sich dann dieser Aufgabe entzieht, und die Vorstellung entwickelt hat, LGBTTIQ* seien per se zur Gründung von Familien ungeeignet..

    ""Nicht jeder, der Skepsis z.B. über das Adoptionsrecht für schwule/lesbische/... Paare äußert, ist automatisch ein Homohasser.""..

    Sondern ?
    Nenn mal einen Grund der gegen das GLEICHZEITIGE Adoptionsrecht für LGBTTIQ*-Paare spricht ?

    Es gibt keines !
    Denn die Einzel-Adoption gibt es seit über einem Jahrzehnt, und die Sukzessiv-Adoption, das "nacheinander" adoptieren ist nach einer Entscheidung eines Gerichtes sogar innerhalb ein und desselben Gerichtstermines an ein und dem selbem Tag möglich !
    Das gemeinsame Adoptionsrecht beseitigt übrigens die Diskriminierung der adoptierten Kinder, die bislang aus völlig fragwürdigen Gründen in einer rechtlich nicht gesicherten Situation festgehalten werden..

    Ein Mensch der gegen den Bau von Autobahnen und Fernstraßen ist, und sich deshalb für den Erhalt Jahrhunderte alter Postkutschen-Wege einsetzt ist ein Auto-Hasser..

    Ein Mensch der gegen die Gleichstellung ist, ist ein LGBTTIQ*-Feind !
    Da beißt die Maus keinen Faden ab..
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#77 Gerlinde24Profil
  • 15.11.2017, 11:29hBerlin
  • Von einer "christlichen" Partei kann man nicht erwarten, dass sie homophil oder homofreundlich sind. Dafür sind die ihrer fundamentalistischen Klientel zu sehr verpflichtet.
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#78 Gerlinde24Profil
  • 15.11.2017, 11:33hBerlin
  • Antwort auf #76 von TheDad
  • WAS ist Homophobie? Laut gültiger Definition, die irrationale Angst vor Homosexuellen, oder, für homosexuell gehalten zu werden. Ist also jede/r die/der sich gegen Homosexuelle äußert, per sé ein Homophobiker?
    Mitnichten!
    Sondern nur diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, Hass auf Homosexuals haben, und dieses durch Worte und/oder Taten zeigen.
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