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  • 15.11.2016, 07:08h           4      Teilen:   |

Geschlechterbilder bei Loriot

"Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen"

Artikelbild
Loriot spielt in seinem Werk immer wieder mit Geschlechterrollen: Ausschnitt aus dem Cover seines Buches "Szenen einer Ehe"

Ein neues Buch hat sich das Werk von Loriot mal aus einer queeren Perspektive angeschaut.

Das Werk des deutschen Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot (1923-2011) zeichnet sich durch minutiös komponierte Vielschichtigkeit aus, die immer wieder als gewitzt erkannt und gelobt wird – mit einer Ausnahme: "Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen."

Sobald es um Loriots Darstellung von Geschlechterbildern geht, ist die Stellungnahme zu möglicher Doppeldeutigkeit bisher vernichtend eindeutig, auch von akademischer Seite. So wird ausgerechnet sein wohl bekanntestes Zitat regelmäßig als heteronormative Bestätigung eines unversöhnlichen Zweilagerkampfes der Geschlechter gelesen. Oft wird es sogar, herausgelöst aus seinem Sketchkontext, zum Mantra Loriot'scher Arbeits- und Lebensphilosophie verklärt.

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Eine neue Lesart für Loriots Geschlechterbilder

Das Buch von Michel op den Platz ist im Verlag Königshausen & Neumann erschienen
Das Buch von Michel op den Platz ist im Verlag Königshausen & Neumann erschienen

Warum eigentlich? In seinem Anfang November erschienenen Buch "'Männer sind… Und Frauen auch… Überleg dir das mal!' Wider die heteronormative Lesart von Geschlechterbildern im Werk Loriots" analysiert Michel op den Platz die "Ehegespräche"-Trilogie, der das Zitat entstammt, und entwickelt dabei eine neue Lesart für Loriots Geschlechterbilder.

Seine These, die allen bisherigen Analysen zuwiderläuft: dass die Darstellung von Geschlecht in Loriots Werk die vermeintliche Gegensätzlichkeit von Frau und Mann eben nicht unreflektiert bestätigt, sondern mit deren Wahrnehmung spielt. Das Ergebnis: dass sich auf diese Weise nichts Geringeres öffnet als ein Kontinuum, in dem die kulturelle Bedeutung von Männlichkeit und Weiblichkeit in jedem Sketch neu und anders verhandelt wird.

Michel op den Platz studierte Literatur- und Kulturtheorie in Tübingen und arbeitet dort als Redakteur und Schriftsteller. 2011 führte ihn ein DAAD-Stipendium an die indische Pune University, wo er im Feminismus-Seminar beschloss, die akademische Sicht auf Loriots Werk ein wenig nachzujustieren. Eine wirklich spannende Lektüre, wenn auch sehr akademisch! (cw/pm)

  Infos zum Buch
Michel op den Platz: "Männer sind … Und Frauen auch … Überleg dir das mal!": Wider die heteronormative Lesart von Geschlechterbildern im Werk Loriots. Taschenbuch. 138 Seiten. Verlag Königshausen & Neumann. Würzburg 2016. 24 €. ISBN: 978-3-8260-6040-3
Links zum Thema:
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Tags: loriot, frühstücksei, geschlechterbilder, vicco von bülow, michel op den platz
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Reaktionen zu ""Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen""


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
15.11.2016
23:46:27


(0, 2 Votes)

Von LasseJ
Aus Berlin
Mitglied seit 08.10.2015


Queerpolithistorisch am interessantesten finde ich ja Loriots Sketch zu der Minderheit der Schweifträger:
(ab 6'34'')

Youtube-Video:


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#2
18.11.2016
12:23:33


(+1, 3 Votes)

Von nuriko24


Das Zitat auf dem Buchtitel stammt nicht aus den "Szenen einer Ehe", also den Sketchen rund um Frühstückei und "Ich will doch nur hier sitzen", sondern aus dem Kinofilm "Pappa ante Portas".


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#3
18.11.2016
13:31:57


(0, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von nuriko24


""Das Zitat auf dem Buchtitel stammt nicht""..

Nöö..
Tatsächlich haben Loriot und Evelyn Haman diesen Spruch erstmals in einer Sketch-Show-Reihe von Radio Bremen Ende der Siebziger Jahre verwendet..


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#4
20.11.2016
12:06:37


(-1, 1 Vote)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von nuriko24


Youtube-Video:


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